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Das Beste aus Windows 10 & 11


PC Welt - epaper ⋅ Ausgabe 12/2021 vom 05.11.2021

Windows

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Bildquelle: PC Welt, Ausgabe 12/2021

Microsoft hat am 5. Oktober 2021 Windows 11 veröffentlicht und in etwa zeitgleich auch das Funktionsupdate Windows 10 21H2. Wie üblich werden die Updates nach und nach ausgerollt. Es kann einige Wochen dauern, bis die Aktualisierungen beim Windows-Update angeboten werden.

„Das neue System bietet unbestreitbar einige Vorteile – einiges davon gibt es auch für Windows 10.“

Für Windows 11 ist ein kompatibler PC Voraussetzung. Wer den nicht besitzt, muss bei Windows 10 bleiben, was bis mindestens Oktober 2025 möglich ist. So lange wird das System weiterhin mit Updates versorgt.

Für Besitzer älterer Hardware entsteht jedoch das ungute Gefühl, von der zukünftigen Entwicklung abgehängt zu sein. Zurzeit ist noch nicht abzusehen, welche Funktionsupdates Windows 10 erhält – und ob überhaupt.

Es stellt sich in jedem Fall die Frage, ob man zu Windows 11 wechseln möchte. Das neue System bietet unbestritten ...

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... einige Vorteile. Geht man davon aus, dass Microsoft sich die Änderungen an der Oberfläche von Windows 11 genau überlegt hat, kann man vielleicht etwas lernen. Einiges davon lässt sich auch in Windows 10 realisieren. Wer auf Windows 11 umsteigen möchte, aber bei der Bedienung von Windows 10 bleiben möchte, kann die Gestaltung der Oberfläche den eigenen Bedürfnissen anpassen. Alles, was Sie dafür benötigen, finden Sie auf der Heft-DVD.

Hinweis: Wir haben die Anleitungen und Tipps unter Windows 11 Build 22000.194 (21H2) beziehungsweise Windows 10 Build 19044.1237 (21H2) ausprobiert. Bei Windows 11 ist es möglich, dass Microsoft jederzeit Funktionen ändert und nicht alles so wie beschrieben funktioniert.

Darum sollte man auf Windows 11 umsteigen

Microsoft setzt bei Windows 11 auf aktuelle Hardware. TPM (Trusted Platform Modu-le) und Secure Boot sind Voraussetzungen für Installation und Upgrade. Ab Seite 26 lesen Sie, wie sich die Hardwarevoraussetzungen prüfen lassen.

Für Nutzer einer Home-Edition ist TPM wohl weniger wichtig. Mit Bitlocker verschlüsselte Laufwerke lassen sich nicht erstellen, und im privaten Umfeld erscheint eine hochsichere Arbeitsumgebung nicht zwingend erforderlich. Microsoft argumentiert jedoch mit der zunehmenden Nutzung des heimischen Rechners im Homeoffice und den dadurch gestiegenen Anforderungen an die Sicherheit.

Viele ältere CPUs werden nicht unterstützt: Die Beschränkung auf neuere Prozessoren dürfte für viele Windows-Nutzer eher ein Problem darstellen. Noch 2020 wurden Geräte mit CPUs ausgeliefert, die Windows 11 nicht unterstützt. Auch für diese Maßnahme ist der Grund in der Verbesserung der Systemsicherheit zu suchen. Aktuelle CPUs kennen Funktionen, über die sich beispielsweise Speicherbereiche vor unberechtigtem Zugriff schützen lassen. Ältere Prozessoren beherrschen das teilweise auch, allerdings laut Aussage von Microsoft nur mit ungenügender Leistung. Damit das System nicht zu stark ausgebremst wird, hat Microsoft daher diese CPUs auf die schwarze Liste gesetzt.

Verbesserungen der Leistung: Microsoft hat bei Windows 11 an ein paar kleinen Schräubchen gedreht, um Systemleistung und Stabilität zu verbessern. Anwendungen im Vordergrund werden etwas höher priorisiert und sollen daher flüssiger laufen. Speicherverwaltung und Startzeiten wurden nach Aussage von Microsoft verbessert. Man wird abwarten müssen, welche Unterschiede sich gegenüber Windows 10 in der Praxis zeigen. Bisher war jede Windows-Version schneller als der Vorgänger – zumindest gefühlt und oft auch nur direkt nach einer frischen Installation.

Das Upgrade auf Windows 11 gibt es für fast alle Nutzer von Windows 10 gratis. Wenn die Hardware mitspielt, lässt sich kaum ein Argument gegen das neue System finden. Mehr Sicherheit und Geschwindigkeit gibt es kostenlos dazu. Zudem hat Microsoft einige Details spürbar verbessert, etwa die jetzt deutlich übersichtlicheren „Einstellungen“.

Weiterhin gute Gründe für Windows 10?

Eine vermeintliche Computer-Grundregel lautet „Never change a running system“. Wenn etwas zuverlässig läuft, sollte man daran nichts ändern. Davon abgesehen, dass diese Redewendung im englischsprachigen Raum nicht gebräuchlich ist, war sie wahrscheinlich auch nur in den Anfangszeiten des PCs einigermaßen gültig. Durch Updates gibt es ständig notwendige Änderungen am System, etwa um die Sicherheit zu verbessern. Updates können zwar Fehler verursachen, die dann meist aber nur eine geringe Nutzerzahl betreffen. Man hat daher die Wahl zwischen einem gefährdeten und damit instabilen System aufgrund neu entdeckter Sicherheitslücken oder wegen möglicher Update-Probleme. Das Risiko durch Updates ist jedoch als geringer einzuschätzen.

Update-Terror entgehen: Über die Funktionsupdates wird seit Windows 10 regelmäßig das komplette System neu installiert. Zurzeit ist nicht abzusehen, wie sehr sich Microsoft noch um Windows 10 kümmert. Wer die langwierigen Funktionsupdates schon bisher als lästig empfunden hat, bleibt davon vielleicht in Zukunft verschont. Sicherheitsupdates gibt es für Windows 10 noch bis zum 14. Oktober 2025. Danach muss man die Hardware ausmustern oder auf Linux umsteigen, was natürlich auch jetzt schon möglich ist (siehe Kasten auf Seite 23).

Gewohnte Oberfläche verwenden: Ein Argument für den Verbleib bei Windows 10 kann der Verlust bisher gewohnter Bedien-konzepte oder Funktionen sein. Wem Windows 11 in diesem Punkt überhaupt nicht gefällt, nutzt entweder weiter Windows 10 oder passt Windows 11 entsprechend an.

IM ÜBREBLICK: TOOLS FÜR DESKTOP-ANPASSUNGEN

Umgekehrt lässt sich Windows 10 so anpassen, dass es Windows 11 ähnlicher wird – eine Option für alle, die aufgrund inkompatibler Hardware nicht auf das neue System umsteigen können.

Diese Funktionen und Programme fehlen bei Windows 11

Bei jedem Windows-Upgrade kommen neue Funktionen hinzu, es gehen aber auch einige verloren. Am auffälligsten bei Windows 11: Das Startmenü zeigt keine Live- Kacheln mehr, und die Taskleiste lässt sich nur am unteren Bildschirmrand positionieren. Welche Möglichkeiten der Gestaltung es nun gibt, lesen Sie weiter unten in diesem Artikel.

Es fehlen einige Programme, die bei Windows 10 vorinstalliert waren. Dazu gehören beispielsweise Skype, One Note für Windows, Paint 3D, 3D-Viewer und Cortana. Standardmäßig wird Microsoft Teams installiert („Chat“), das Skype ersetzen soll. Die genannten Apps stehen dennoch für Windows 11 zur Verfügung und lassen sich über den Microsoft Store installieren. Bei einem Update auf Windows 11 bleiben alle vorher installierten Apps und Programme erhalten, etwa Skype und Paint 3D.

Grundsätzlich sollten unter Windows 11 alle Programme laufen, die man unter Windows 10 nutzen konnte. Das neue System gibt es zwar nur noch in einer 64-Bit-Version, 32-Bit-Programme lassen sich aber weiterhin starten.

Der Internet Explorer wurde aus Windows 11 entfernt. Den Browser wird aber wahrscheinlich niemand vermissen. Der Standard-Browser heißt Microsoft Edge. Ebenfalls gestrichen wurde die Timeline (Zeitachse), die man in Windows 10 über die Tastenkombination Win-Tab aufrufen konnte. Ein zumindest teilweiser Ersatz ist „Synchronisieren“ in Edge, was man in den Browser-Einstellungen unter „Profile“ aktivieren kann. Neben Favoriten, Kennwörtern und geöffneten Tabs kann Edge auch den Verlauf speichern. Die Informationen stehen dann auf jedem Gerät zur Verfügung, auf dem man sich mit demselben Microsoft Konto anmeldet.

Der Windows-Explorer bei Windows 11

Die Änderungen beim Dateimanager Windows-Explorer sind überraschend. Das bisherige Menüband ist entfallen und das Tool zeigt stattdessen eine sehr reduzierte Symbolleiste mit wichtigen Funktionen wie „Ausschneiden“, „Kopieren“ und „Einfügen“. Bei Bedarf werden zusätzliche Optionen eingeblendet, wenn das Fenster breit genug ist – bei Bildern beispielsweise „Als Hintergrund festlegen“ oder bei Zip-Dateien „Alle extrahieren“. Alle kontextabhängigen Optionen kann man jederzeit über „...“ oder einen rechten Mausklick auf das Element erreichen.

Ob sich der Windows-Explorer durch diese Maßnahmen besser bedienen lässt, sei dahin gestellt. Auf kleinen Notebook-Displays ist die Darstellung auch nicht viel platzsparender, da man ja schon bisher das Menüband minimieren konnte. Die neue Symbolleiste lässt sich dagegen nicht ausblenden. Wem der neue Windows-Explorer nicht gefällt, der kann zum Vorgänger zurückkehren – so geht’s:

Schritt 1: Drücken Sie die Tastenkombination Win-R, tippen Sie Regedit ein und klicken Sie auf „OK“.

Schritt 2: Gehen Sie auf „Hkey_Local_Machine\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Shell Extensions“.

Schritt 3: Erstellen Sie (nach einem Klick mit der rechten Maustaste) den Schlüssel Blocked und legen Sie darin die Zeichenfolge {e2bf9676-5f8f-435c-97eb-11607a5 bedf7} an.

Schritt 4: Starten Sie den Windows-Explorer (Tastenkombination Win-E) und rufen Sie über Strg-Shift-Esc den Taskmanager auf. Klicken Sie auf „Mehr Details“. Nach einem rechten Mausklick auf „Windows-Explorer“ wählen Sie „Neu starten“.

Danach sieht der Windows-Explorer aus wie bei Windows 10.

Das neue Kontextmenü des Windows-Explorers

Die Kontextmenüs von Desktop und Windows-Explorer hat Microsoft reduziert. Es werden nur noch die wichtigsten Optionen angezeigt. Ein übersichtlicheres Menü ist zwar wünschenswert, wer jedoch häufig Kontextmenüeinträge etwa von 7-Zip oder anderen Programmen verwendet, muss jetzt zusätzlich auf „Weitere Optionen anzeigen“ klicken. Das Kontextmenü von Windows 10 lässt sich jedoch wiederherstellen:

Schritt 1: Starten Sie Regedit über Win-R und gehen Sie auf „Hkey_Current_User\ Software\Classes\CLSID“.

Schritt 2: Erstellen Sie (nach rechtem Mausklick) den neuen Schlüssel {86ca1aa0-34aa-4e8b-a509-50c905bae2a2} und darin den Schlüssel InprocServer32.

Schritt 3: Öffnen Sie bei „InprocServer32“ die Zeichenfolge „Standard“ im rechten Teil des Fensters mit einem Doppelklick. Das Feld unter „Wert“ bleibt leer, und Sie bestätigen mit „OK“.

Schritt 4: Starten Sie den Windows-Explorer über den Taskmanager neu. Im Windows-Explorer sehen Sie jetzt das von Windows 10 gewohnte Kontextmenü.

Die Taskleiste von Windows 11 konfigurieren

Die Taskleiste ist bei Windows 11 am unteren Bildschirmrand zu finden, die Icons sind inklusive Startmenü mittig ausgerichtet. Zur Konfiguration gelangen Sie über einen rechten Mausklick in einen leeren Bereich der Taskleiste und „Taskleisteneinstellungen“. Sie können festlegen, welche Icons auf der Leiste erscheinen sollten. Es lassen sich beispielsweise „Suche“ und „Chat“ (Microsoft Teams) ausblenden.

Unter „Verhalten der Taskleiste“ lässt sich die Ausrichtung von „Zentriert“ auf „Links“ ändern. Andere Positionen sind nicht vorgesehen und die Leiste lässt sich auch nicht wie bei Windows 10 an einen beliebigen Rand des Bildschirms ziehen. Über einen Registry-Hack aber lässt sich die Task leiste am oberen Bildschirmrand andocken:

Schritt 1: Starten Sie Regedit über Win-R und gehen Sie auf „Hkey_Current_User\ Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Explorer\StuckRects3“.

Schritt 2: Öffnen Sie den Wert „Settings“. In der zweiten Zeile klicken Sie doppelt auf „03“. Tippen Sie 01 ein, um die Daten zu ändern. Klicken Sie auf „OK“.

Schritt 3: Starten Sie den Windows-Explorer über den Taskmanager neu. Die Taskleiste erscheint sofort am oberen Bildschirmrand.

Alternatives Startmenü für Windows 11 verwenden

Open Shell (auf Heft-DVD) ist ein Ersatz für das Windows-Startmenü, der sich schon unter Windows 8.1 und 10 bewährt hat. Damit lässt sich ein Menü im Stil von Windows 7 umsetzen. Das Tool war im Oktober 2021 noch nicht für Windows 11 freigegeben. Bei unseren Tests zeigten sich jedoch funktional keine Probleme und lediglich unerhebliche Darstellungsprobleme.

Sehen Sie aber vor einer Installation von Open Shell bei https://github.com/Open-Sh ell/Open-Shell-Menu nach, ob es inzwischen ein Update für Windows 11 gibt.

LINUX ALS ALTERNATIVES BETRIEBSSYSTEM

Bei Altgeräten lohnt es sich, über die Installation von Linux zumindest nachzudenken. Das hat zwar noch bis 2025 Zeit, aber man kann es auch schon jetzt ausprobieren. Optisch ähneln Linux-Systeme, etwa mit KDE-Desktop, bereits seit längerem Windows 11. Einige Anbieter, beispielsweise Zorin (https://zorin.com), haben zudem einige Anpassungen vorgenommen, die die Ähnlichkeit noch erhöhen. Zorin OS 16 Core (auf Heft-DVD), das auf Ubuntu basiert, reicht für einen ersten Eindruck. Umfangreiche Einstellungen für einen Desktop im Stil von Windows 11 bietet aber erst die Pro-Version für 39 Dollar.

Linux ist allerdings kein vollständiger Ersatz von Windows 10. Windows-Programme lassen sich nicht starten. Wer aber hauptsächlich Open-Source-Anwendungen wie Libre Office, Firefox und Gimp verwendet, kann auch auf Linux umsteigen.

Bei der Installation deaktivieren Sie die Optio nen „Classic Explorer“ und „Classic IE“. Beim ersten Start erscheint das Fenster „Settings for Open Shell Menü 4.4.160“. Wählen Sie den gewünschten Menüstil und setzen Sie auch ein Häkchen vor „Replace Start Button“.

Optional aktivieren Sie die Option „Custom“ und klicken Sie auf „Pick Image“. Wählen Sie eine Bilddatei für die Schaltfläche des Startmenüs. Im Theme-Customizer-Pack (auf Heft-DVD) ist im Ordner „Windows 11 for 10 by niivu - August 07 2021\Start Orbs“ die Datei „Large Orb Windows 11“ mit einem passenden Windows-Logo enthalten.

Es gibt jetzt allerdings zwei Schaltflächen für das Startmenü. Die am linken Rand öffnet Open Shell und die bisherige das Windows-11-Startmenü. Über die „Taskleisteneinstellungen“ können Sie die Taskleiste „Links“ ausrichten. Die beiden Startmenüsymbole liegen dann leicht versetzt nebeneinander. Klicken Sie die Schaltfläche des Open-Shell-Menüs mit der rechten Maustaste an, wählen Sie „Einstellungen“, und klicken Sie auf „Advanced button options“. Hinter „Button size“ geben Sie etwa 54 ein, um die Schaltfläche etwas zu vergrößern. Die Original-Schaltfläche ist dann kaum noch sichtbar. Um das Windows-11-Startmenü zu öffnen, klicken Sie das Open-Shell-Menü bei gedrückter Shift-Taste an. Alternativ funktioniert auch Shift-Win.

Zur bisherigen Taskleistenfunktion zurückkehren

Ein weiterer Registry-Hack ermöglicht es, die Taskleiste von Windows 10 wiederherzustellen. In Build 22000.194 wird damit allerdings das Windows-11-Startmenü funktionslos, was bei den Vorgängern nicht der Fall war. Es ist daher nicht sichergestellt, dass der Hack auch nach dem nächsten Windows-Update noch funktioniert. Verwenden Sie diese Option nur, wenn Sie Open Shell bereits installiert haben.

Schritt 1: Starten Sie Regedit über Win-R und gehen Sie auf „Hkey_Local_Machine\ Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Shell\Update\Packages“.

Schritt 2: Erstellen Sie im rechten Teil des Fensters einen neuen Dword-Wert, geben Sie ihm den Namen UndockingDisabled und den Wert 1.

Schritt 3: Drücken Sie Win-R und geben Sie shell:::{05d7b0f4-2121-4eff-bf6b-ed3f69b 894d9} ein. Klicken Sie auf „Symbole aktivieren oder deaktivieren“. Setzen Sie die Schalter hinter „Uhr“, „Lautstärke“, „Netzwerk“ und anderen gewünschten Icons im Infobereich jeweils auf „Ein“.

Schritt 4: Über das Kontextmenü der Taskleiste entfernen Sie das Häkchen vor „Cortana-Schaltfläche anzeigen“.

Schritt 5: Gehen Sie in Registrierungseditor auf „Hkey_Current_User\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Search“.

Schritt 6: Erstellen Sie einen Dword-Wert mit dem Namen SearchboxTaskbarMode und dem Wert 0.

Starten Sie Windows neu. Windows 11 zeigt jetzt die von Windows 10 gewohnte Taskleiste und das Open-Shell-Menü.

Entfernen Sie nun im Kontextmenü das Häkchen vor „Taskleiste fixieren“. Dann lässt sich die Leiste an den gewünschten Bildschirmrand ziehen.

Windows-11-Optik in Windows 10 nachbauen

Design und Bedienung von Windows 11 sagen Ihnen zu, Sie können oder wollen aber nicht auf das neue System umsteigen. Mit Icons und einem Design ähnlich dem von Windows 11 können Sie das System optisch modernisieren.

Schritt 1: Entpacken Sie das Theme-Customizer-Pack von der Heft-DVD auf die Festplatte.

Schritt 2: Starten Sie „7tsp GUI v0.6(2019). exe“ und klicken Sie auf „Custom Pack hinzufügen“. Wählen Sie die Datei „7TSP Windows 10 New (default).7z“ aus dem Ordner „Windows 11 Icons Theme by niivu\7TSP Themes for Windows 10 1903 and higher“ und klicken Sie auf „Start Patching“. Das Tool erstellt einen Systemwiederherstellungspunkt, zu dem Sie bei Problemen zurückkehren können. Nach Abschluss des Vorgangs starten Sie Windows neu. Der Windows-Explorer zeigt jetzt die gleichen Icons wie Windows 11.

Schritt 3: Kopieren Sie den Inhalt des Ordners „Windows 11 Icons Theme by niivu\7TSP Themes for Windows 10 1903 and higher“ in den Ordner „C:\Windows\ Resources\Themes“.

EIN BESSERER WINDOWS-DATEIMANAGER

In Windows 11 hat Microsoft den Windows-Explorer zwar neu gestaltet, aber keine zusätzlichen Funktionen eingebaut. Die schon einmal angekündigten Tabs für den Dateimanager beispielsweise haben ihren Weg immer noch nicht in das Tool gefunden. Wer das vermisst, sollte einen Blick auf Files werfen. Das Programm lässt sich über eine Suche im Microsoft Store in Windows 10 und 11 installieren. Klicken Sie im Suchergebnis auf „Files -File Manager for Windows“. Über die Tastenkombination Strg-T oder die Schaltfläche mit dem „+“-Zeichen kann man einen neuen Tab öffnen und dann zum gewünschten Ort navigieren. Ein Tab lässt sich mit der Maus herausziehen und öffnet sich dann in einem neuen Fenster. Über den Ordnern und Dateien gibt es eine Symbolleiste mit Funktionen wie „Kopieren“ und „Einfügen“ – ähnlich wie bei Windows 11.

Schritt 4: Starten Sie „ThemeTool.exe“ (SecureUxTheme) über das Kontextmenü als Administrator. Klicken Sie auf „Install“ und bestätigen Sie den Windows-Neustart mit „Ja“.

Schritt 5: Starten Sie „ThemeTool.exe“ erneut als Administrator. Wählen Sie das gewünschte Design, beispielsweise „Windows 11 Dark“, und klicken Sie auf „Patch and Apply“. Optisch zeigt sich Windows 10 jetzt schon fast wie Windows 11.

Schritt 6: Entpacken Sie Taskbarx von der Heft-DVD und starten Sie „TaskbarX Configurator.exe“. Belassen Sie die Standardeinstellungen, klicken Sie auf „Apply“ und auf „Restart TaskbarX“. Die Taskleistensymbole werden damit in der Mitte angeordnet. Das Startmenü bleibt aber am linken Rand.

Soll auch das Startmenü zentriert erscheinen, installieren Sie statt Taskbarx das Tool Startisback++ (30-Tage-Demoversion auf Heft-DVD):

Schritt 1: In den Einstellungen von Startisback++ gehen Sie auf „Ansicht“, klicken auf „Taskbar Features anpassen“ und setzen ein Häkchen vor „Zentrierte Task Icons“.

Schritt 2: Legen Sie eine Verknüpfung zu Openstartmenu.exe aus dem Theme-Customizer-Pack auf dem Desktop an. Ändern Sie das Icon der Verknüpfung über die „Eigenschaften“. Verwenden Sie StartIcon.ico aus dem Ordner „Windows 11 for 10 by niivu -August 07 2021\Start Orbs“. An das „Ziel“ der Verknüpfung hängen Sie „/ mouse -15 -30“ an. Wählen Sie im Kontextmenü „An Taskleiste anheften“, und verschieben Sie das Icon an den linken Rand. Openstartmenu öffnet das Startisback++-Menü mit einem kleinen Versatz an der Mausposition.

Schritt 3: In den Einstellungen von Startisback++ gehen Sie auf „Ansicht“. Über die „+“-Schaltfläche wählen Sie „Blank.png“ aus dem Ordner „Windows 11 for 10 by niivu -August 07 2021\Start Orbs“. Dadurch wird die Schaltfläche unsichtbar. Unter „Startmenü“ lassen sich jetzt noch die Elemente auf der rechten Seite anpassen. Blenden Sie alles aus, was Sie nicht sehen wollen.

Hinweis: Startisback++ eignet sich nur für Windows 10. Wer das Tool unter Windows 11 verwenden möchte, findet eine Vorabversion unter http://startisback.com/tbd.