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Das beste Handy-Display


Computer Bild - epaper ⋅ Ausgabe 20/2019 vom 13.09.2019

Nicht nur bei hellem Sonnenschein spielen richtig gute Handy-Displays ihre Stärken aus. Hier finden Sie dieSmartphones mit den besten Bildschirmen .


BESTEAussich ten

Artikelbild für den Artikel "Das beste Handy-Display" aus der Ausgabe 20/2019 von Computer Bild. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Computer Bild, Ausgabe 20/2019

Die Selfies zeigen’s deutlich: Das Samsung Galaxy S10 Plus (links) hat eines der hellsten Displays. Da kann das Google Pixel 3 XL (rechts) nicht mithalten.


„Nachts sind alle Katzen grau und alle Handys hell genug – nicht aber in der Sonne!“


Michael Huch Stellv. Ressortleiter Telekommunikation & Internet

Volle Pulle nur im Automatikmodus: Einige Handys erreichen ihre maximale Helligkeit nur im Automatikmodus.


B ilder, Filme, Webseiten und ...

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B ilder, Filme, Webseiten und Spiele soll es gestochen scharf und hell zeigen, egal ob’s dunkel ist oder die Sonne knallt. Keine Frage, so ein Smartphone- Display hat einen harten Job. Aber welche Handys haben den besten Bildschirm? COMPUTER BILD hat über 200 Smartphones ins Labor geschickt und Helligkeit, Kontrast, Schärfe und Farbtreue ermittelt. Nur die aktuellen Modelle mit den besten Bildschirmen haben es in diesen Vergleichstest geschafft. Aber welches Smartphone ist der Display-Champion?

LCD oder OLED?

Bei den Displays konkurrieren zwei Technologien: LCD (L iquidC rystalD isplay) und OLED (O rganicL ightE mittingD iode). LCDs galten lange als besonders hell, OLEDs als besonders blickwinkelstabil und kontrastreich. Bei der Helligkeit haben OLEDs wie das Samsung Galaxy Note 10 Plus (siehe Test in Ausgabe 19/2019) dermaßen zugelegt, dass COMPUTER BILD die Grenze für eine sehr gute Testnote für die Helligkeit angehoben hat.

Der größte OLED-Vorteil ist aber das hohe Kontrastverhältnis. Hier kommt es nicht nur auf helles Weiß, sondern auch auf tiefstes Schwarz an. Während gute LCDs auf Werte von 5000:1 bis 10 000:1 kommen, schaffen OLEDs 100 000 bis 200 000:1. Der Grund: Bei OLEDs bleiben bei schwarzen Bildinhalten einfach die entsprechenden Pixel ausgeschaltet. Deshalb verbrauchen sie bei der Wiederverbrauchen Wiedergabe von Kinofilmen mit fetten schwarzen Balken weniger Strom als bei der Wiedergabe von Filmen, die das Display ausfüllen.

Einen ähnlichen Effekt hat der sogenannte Darkmode, mit dem helle Schrift auf dunklem Hintergrund steht. Das sieht auch auf einem LCD cool aus, spart aber keinen Strom. Denn LCDs haben keine selbstleuchtenden Pixel, die Flüssigkeitskristalle blockieren lediglich an dunklen Bildstellen die Hintergrundbeleuchtung. Schlechte LCDs zeigen Schwarz deshalb eher grau.

Während sattes Schwarz eher in dunkler Umgebung seine Wirkung entfaltet, ist an sonnigen Tagen maximale Helligkeit gefragt. Das COMPUTER BILD-Labor ermittelt deshalb in jedem Test die Leuchtdichte in Candela pro Quadratmeter.

Das ist ein Maß dafür, wie hell das Auge eine Fläche wahrnimmt. Und in der Sonne gilt: Viel hilft viel. Den Spagat zwischen Schwarz und Weiß beschreibt der Kontrast.

Samsung schlägt Samsung

Bis vor Kurzem sah es so aus, als würde sich das Galaxy S10 den Titel „bestes Handydisplay“ sichern. Doch dann stellte das Galaxy Note 10 Plus gleich zwei neue Rekorde im Labor auf: Kein bisher getestetes Handy strahlt heller, kein Display hat so viel Kontrast. Tatsächlich ist Samsung selbst sein schärfster Konkurrent: In den Top 13 in der Display-Bestenliste tummeln sich neun Galaxy- Modelle.

Hier zahlt sich die OLED-Erfahrung aus, die Samsung seit dem ersten Galaxy S von 2010 gesammelt hat. Und das wirkt sich auch auf günstigere Modelle aus: Das OLED-Display des Galaxy A50 etwa bietet mehr Helligkeit und Kontrast als ein iPhone XS Max und kostet dabei nicht mal ein Viertel.

Wie gut sind iPhone-Displays?

Seit dem iPhone X hat auch Apple auf OLED gesetzt und schlagartig die Bildqualität verbessert. Es ist bis heute das beste iPhone-Display. Der Zulieferer war übrigens Samsung.

Die aktuellen OLED-iPhones XS und XS Max sind nicht ganz so hell und kontrastreich, aber trotzdem gut. Von den LCD-iPhones bekommt nur das iPhone XR eine gute Displaynote. Apple bewirbt den Bildschirm als „Liquid Retina“.

Das ist aber nur eine Marketing- Formulierung, denn das „L“ in LCD steht ohnehin für „Liquid“, und die in grauer Vorzeit mit dem iPhone 4 eingeführte Retina-Auflösung von 326 ppi schüchtert heute kein Mittelklassehandy mehr ein. In Anbetracht der hohen Preise dürfen Apple-Kunden deutlich mehr Schärfe erwarten.

Das beste und einzige LCD

Der beste LCD-Bildschirm und der einzige, der mit den Top- OLEDs mithalten kann, steckt in LGs G7 ThinQ, das für die Extraportion Helligkeit über zusätzliche weiße Pixel verfügt. Sonst setzt sich Weiß aus Rot, Grün und Blau zusammen. Bei seinem Marktstart hatte das G7 mit 985 Candela zwar das hellste Display. Aber mittlerweile haben die OLEDs vom Nokia 9 PureView, Galaxy S10 Plus und Note 10 Plus die 1000-Candela-Marke geknackt. Für ein LC-Display und einen Betrachter ohne direkte Vergleichsmöglichkeit ist das Kontrastverhältnis von 5384:1 gut, für ein OLED-Display wäre das schwach.

Das beste Handy: P30 Pro

Das Huawei P30 Pro ist Testsiege gewohnt, schließlich liegt es auf Platz 1 der Smartphone-Bestenliste. Das Display-Kapitel gewinnt es aber nicht. Im direkten Vergleich bietet die Konkurrenz noch mehr Kontrast und mehr Bildpunkte. Trotzdem steckt im P30 Pro neben einer außergewöhnlichen Kamera und einem ausdauernden Akku eben auch ein gutes, helles Display.[mhu]

FAZIT

Richtig schlechte Displays sind mittlerweile selbst bei günstigen Handys die Ausnahme. Wer genau hinsieht, bemerkt aber große Unterschiede. Wobei moderne Smartphones mehr Schärfe bieten, als viele Nutzer überhaupt sehen können. In der Oberklasse ist die Zeit der LCDs gezählt, OLEDs können mittlerweile alles besser. In der prallen Sonne bleibt die Ablesbarkeit die Hürde. Hier kommt es besonders auf eine hohe Helligkeit an.

HELLIGKEIT

Üblicherweise regelt das Handy die Display- Beleuchtung über einen Helligkeitssensor automatisch. In Räumen oder in eher dunkler Umgebung leuchten damit eigentlich alle Smartphone-Bildschirme ausreichend hell. An einem sonnigen Tag im Freien muss das Display aber seine Helligkeit stark erhöhen, damit der Nutzer überhaupt noch etwas erkennt. Dann ist die maximale Helligkeit entscheidend. Wenn das Display spiegelt, fällt selbst bei den hellsten Bildschirmen das Ablesen mitunter trotzdem schwer.

SCHARFE

Mit weniger als 300 ppi (pixels per inch) können Konturen ausfransen (siehe Bild ganz rechts). Das iPhone 4 musste sich 2010 mit 326 ppi bescheiden – das sei genug, meinte Apple, eine höhere Pixeldichte sei nicht wahrnehmbar. Für viele Menschen stimmt das auch, dennoch bieten aktuelle Top-Handys 500 oder mehr ppi! Sichtbar ist diese Pixel-Masse nur, wenn das Smartphone in einer VR-Brille steckt. Im Alltag brauchen solche Displays viel Strom, weshalb sie oft mit weniger Auflösung laufen – und keinem fällt das auf

KONTRAST

Wenn Schwarz wie Grau und das Bild matt und milchig aussieht (siehe Bild ganz rechts) , hat das Display ein schlechtes Kontrastverhältnis. Das Kontrastverhältnis beschreibt den maximal darstellbaren Helligkeitsunterschied zwischen Schwarz und Weiß. Hier liegen OLED-Displays vorn, weil sie nicht wie LCDs komplett hinterleuchtet sind, sondern einzelne Pixel an- und abschalten. Das führt zu einem satteren Schwarzwert und Messwerten für das Kontrastverhältnis von deutlich über 100 000:1.

FARBEN

Kräftige Farben gehen meist mit einem hohen Kontrast einher. OLEDs sind knalliger, LCDs zurückhaltender und zeigen naturgetreue Farben recht genau. Aber mancher lässt sich lieber von spektakulären Farben verzaubern. Viele Handys bieten unterschiedliche Farbprofile zur Auswahl (siehe Bilder rechts). Trotzdem prüft COMPUTER BILD alle Smartphone-Displays auf ihre Farbtreue. Dafür misst ein Spezial-Goniometer (Wert: etwa 250 000 Euro) der Firma Microvision die drei Grundfarben Rot, Grün und Blau auf ihre originalgetreue Wiedergabe.