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DAS BESTE LADEANGEBOT FÜR JEDEN E-AUTO-FAHRER


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Auto Bild - epaper ⋅ Ausgabe 22/2022 vom 02.06.2022
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Bildquelle: Auto Bild, Ausgabe 22/2022

WAS KOSTEN BENZIN UND DIESEL?

Der aktuelle Literpreis ist an jeder Tankstelle an einer Tafel angeschrieben. Die Ladepreise für E-Autos sind dagegen oft eine Herausforderung: E-Auto-Fahrer müssen individuell das jeweils beste Strom-Angebot eines Ladedienstes heraussuchen, um günstig zu laden. Jetzt ist ein wichtiger Wegweiser dafür erschienen: der E-Mobility Excellence Report 2022.

Er vergleicht die Ladedienste von unabhängigen Anbietern wie auch Autoherstellern und hilft, den jeweils besten Ladetarif zu finden.

WER BIETET DEN BESTPREIS?

Die europaweite Marktanalyse hat auch in diesem Jahr die Anbieter mit den meisten Ladepunkten – also der besten Netzabdeckung – und die günstigsten Ladetarife ermittelt. So gibt sie Antworten auf die Fragen: Bei wem kann ich mit meinem Elektroauto die meisten Ladesäulen nutzen? Und mit welchem Vertrag zahle ich am wenigs-ten? Hinschauen und vergleichen lohnt ...

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... sich: Mit der richtigen Auswahl können Sie jährlich mehrere Hundert Euro sparen, im Extremfall sogar mehr.

FÜNF REGIONEN IM BLICK

Für den Vergleich, den die Lademarkt-Spezialisten von Charging Radar und der Technologieberatung P3 mit AUTO BILD präsentieren, wurden die folgende Märkte untersucht: die Regionen D-A-CH (Deutschland, Österreich, Schweiz), Benelux (Belgien, Niederlande, Luxemburg), Südeuropa (Frankreich, Italien, Liechtenstein), Nordics (Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark) und ausgewählte osteuropäische Länder (Polen, Tschechien, Slowakei, Slowenien). Analysiert wurden Angebote von Autoherstellern wie dem VW-Konzern, BMW oder Mercedes, aber auch von markenunabhängigen Anbietern wie Shell, EnBW oder Lichtblick.

Zum Vergleich der Ladekosten schauten die Analysten auf das jeweilige Nutzerverhalten: also Weniglader, Vielfahrer und „Laternenparker“. Natürlich wurde auch in diesem Jahr ein Gesamtsieger ermittelt, der sich aus einem Querschnitt aller drei Fahrprofile ergibt.

Zunächst aber zur Netzabdeckung. Was nützt der beste Ladedienst, wenn auf der Fahrtstrecke keine passende Ladestation liegt?

Knapp 330 000 öffentliche Ladepunkte – darunter 36 000 Ladepunkte fürs Schnellladen – ermittelte der Report in den 17 Ländern zum Stichtag 31. März 2022. Das ist fast ein Drittel (32 Prozent) mehr als ein Jahr zuvor! Vor allem die Zahl der High-Performance-Schnelllader (Ladeleistung ab 150 kW) stieg seit dem Vorjahr stark an.

DIE TOP-NETZABDECKUNG

Unter den unabhängigen Anbietern ermöglicht Shell Recharge den Zugang zu den meisten Ladepunkten (262 000 von 330 000) in 17 Ländern, führt das Ranking mit einer Netzabdeckung von rund 80 Prozent an – vor den Angeboten mobility+ von EnBW (245 000), Charge&Fuel von VW FS/Logpay (244 000) und FahrStrom von Lichtblick (241 000). Breit aufgestellt sind auch die Ladedienste der Autohersteller: BMW/Mini Charging, Audi e-tron Charging Service, Charge my-Hyundai, Kia Charge und Mercedes me Charge bieten sogar Zugang zu 273 000 Ladepunkten. Sie wenden sich meist an die Käufer der jeweiligen Marken.

KOSTENFALLE BLOCKIERGEBÜHR

Manche Anbieter kassieren nicht nur für den Strom, sondern auch eine Art Parkgebühr – teilweise dann, wenn man die Ladesäule auch nach dem Vollladen blockiert, bei manchen Anbietern aber auch bereits nach drei bis vier Stunden Anschlusszeit. Die Blockiergebühr kann teilweise mehrere Euro pro Stunde betragen. Einige Tarife deckeln die Summe, beispielsweise bei zwölf Euro. Aber: Manchmal kann es sinnvoll sein, die Strafgebühr in Kauf zu nehmen, um das Auto vollzuladen.

Bezogen auf die D-A-CH-Region beziehungsweise nur auf Deutschland verweist bei den markenunabhängigen Anbietern EnBW mit mobility+ (76 300 Ladepunkte; davon 57 500 in Deutschland) Shell Recharge (74 700/ 56 700) auf Platz zwei. Danach folgen Charge&Fuel (70 800/55 200) von LogPay und FahrStrom (68 100/56 400) von Lichtblick.

Audi, BMW, Mini, Hyundai, Kia und Mercedes bieten in Deutschland, Österreich und der Schweiz Zugang zu je mehr als 75 000 Ladepunkten, liegen mit EnBW und Shell auf Augenhöhe. Nur in Deutschland kommen alle Marken auf 57 700 Ladeanschlüsse und verdienen sich unisono die Abdeckungsnote „sehr gut“.

Und die Ladepreise? Sie stiegen bei den meisten frei zugänglichen Ladediensten im vergangenen Jahr, einige Anbieter überarbeiteten ihre Tarifmodelle komplett.

Den Kostenvergleich gewinnt der Active-Tarif von BMW Charging/Mini Charging mit mittleren jährlichen Ladekosten von 1139 Euro.

WICHTIGE BEGRIFFE

CPO – Charge Point Operator = Betreiber von Ladestationen

MSP – Mobility Service Provider = Dienst zum Laden via Karte/App an Stationen verschiedener CPOs

Ladestation – Gerät zum Versorgen von E-Autos mit Strom (meist mit mehreren Ladepunkten) Stromarten:

AC = Alternating Current, Wechselstrom. AC-Ladestationen lassen meist eine Ladeleistung von ≤ 22 kW zu

DC = Direct Current, Gleichstrom. Ermöglicht schnelleres Laden. DC-Ladestationen arbeiten mit 50 bis 150 kW

HPC = High Power Charging. DC-Laden mit Leistungen von 150 bis 350 kW

Bei einer monatlichen Grundgebühr von 4,99 Euro laden Kunden einheitlich für 33 Cent für eine ACund 39 Cent für eine DC-Kilowattstunde. Allerdings kann bei langer Ladezeit eine Blockiergebühr in Höhe von 6 bis 20 Cent/Minute anfallen.

Den zweiten Platz belegt Mercedes me Charge mit dem L-Tarif und durchschnittlichen Ladekosten von 1151 Euro pro Jahr. Auch Mercedes rechnet pro Kilowattstunde ab, unterscheidet sich durch höhere monatliche Gebühren (17,90 Euro) und niedrigere Preise für das Laden an Ionity-Stationen (35 gegenüber 79 Cent pro kWh). Auch hier ist mit Blockiergebühren zu rechnen. Der Tarif gilt seit Juni 2022, ist nur für Mercedes-Kunden verfügbar.

ELLI AM GÜNSTIGSTEN

Platz drei schließlich geht an die Ladedienste des Volkswagen-Konzerns (Elli Drive Highway, Volkswagen We Charge, Skoda Powerpass, Seat/Cupra Easy Charging) mit 1248 Euro. Ohne Markenbindung kommt der Tarif Elli Drive Highway. Dank geringer Durchschnittskosten wird er zum günstigsten Ladetarif unter den frei zugänglichen Anbietern gekürt.

Immer wichtiger für das Reisen im E-Auto werden das Schnellladen (50 kW oder mehr) und Ultra-Schnellladen (High Power Charging = HPC; 150 bis 350 kW). Beim HPC-Laden langen manche Anbieter zu. So verlangt Ionity (Zusammenschluss von VW, Audi, Porsche, Skoda, BMW, Mini, Hyundai, Kia, Mercedes und Ford) von Kunden nicht markengebundener Ladeanbieter satte 0,79 Euro pro Kilowattstunde. Alle Hersteller-Ladedienste bieten aber auch Ladetarife oder Tarifpakete an, die im Gegenzug für eine höhere monatliche Grundgebühr günstigere kWh-Preise bieten.

HPC FÜR VIELFAHRER

Schnelles Laden ist vor allem für Vielfahrer wichtig. Für sie eignen sich Tarife mit günstigen HPC-Konditionen, sie sollten dabei die Kosten für langsameres ACund DC-Laden einplanen. Für solche Fahrer lohnen sich die Tarife von Mercedes me Charge L, BMW Charging/Mini Charging Active und Charge myHyundai Easy.

Für Weniglader, die eher kurze Strecken zurücklegen und nur selten öffentlich Strom saugen, eignen sich Anbieter mit niedrigen Stromkosten und möglichst geringer monatlicher Grundgebühr.

Neben den Vorteilstarifen von Maingau Energie, LichtBlick und EnBW, die nur für Stromkunden verfügbar sind, lohnen sich besonders die Tarife EnBW Standard-Tarif, Kia Charge Advanced und Charge myHyundai Easy.

FALLE FÜR LATERNENPARKER

„Laternenparker“ nutzen ähnlich viel öffentlichen Strom wie Vielfahrer, haben zum Laden aber mehr Zeit. Doch Blockiergebühren drohen! Laternenparker sollten AC-Tarife auswählen, die keine zeitliche Abrechnungskomponente vorsehen – oder eine Blockiergebühr nur am Tage. Die besten Tarife sind BMW Charging/Mini-Charging Active, Mercedes me Charge L und E.ON Drive Easy.

REGIONALE ANBIETER

Für E-Fahrer, die selten weite Strecken zurücklegen, kann sich der Blick auf regionale Anbieter lohnen. Diese bieten oft gute Tarifkonditionen bei einer guten örtlichen Netzabdeckung. Beim Blick auf große deutsche Metropolregionen (Berlin, Dresden, München, Stuttgart, Düsseldorf, Hannover und Hamburg) boten jedoch fast ausschließlich die hier getesteten überregionalen Ladedienste die meisten Ladepunkte.

DAS SIND DIE TESTSIEGER

Wer bietet das beste Gesamtpaket aus viel laden und wenig zahlen?

Das Prädikat „Testsieger unabhängige Anbieter“ wie auch das fürs beste Preis-Leistungs-Verhältnis geht an den EnBW mobility+ Viellader Tarif. Er überzeugt mit 1577 Euro pro Jahr und der Note „gut“ bei den Durchschnittskosten, erhält mit Zugang zu 57 500 Ladepunkten gar die Bestnote „sehr gut“. „Gut“ schneidet insgesamt auch der Tarif Elli Drive Highway ab, der für den niedrigen Preis von 1248 Euro zudem das Prädikat „Günstigster Ladetarif unabhängiger Anbieter“ einheimst. Mit 44 300 Ladepunkten schneidet er „befriedigend“ ab, landet auf Platz sieben der Gesamtwertung.

Als „Testsieger Autohersteller“ geht der Tarif BMW Charging/Mini Charging Active für das beste Preis-Leistungs-Verhältnis hervor, wird von der Mutter- wie der Tochtermarke identisch angeboten. Der Tarif bekommt sowohl bei der Preisbewertung (1139 Euro) als auch bei der Netzabdeckung (57 700 Ladepunkte) die Note „sehr gut“. Zusätzlich darf er sich noch „Günstigster Ladetarif Autohersteller“ nennen. cj/brü

TYPISCHE PROFILE BEIM E-AUTO-LADEN

Weniglader: Der Autofahrertyp für dieses Fahr-Profil fährt ca. 15 000 km pro Jahr. Er lädt überwiegend an der heimischen Wallbox, im Schnitt zweimal pro Monat an öffentlichen Ladesäulen (z. B. an Supermärkten oder Freizeiteinrichtungen).

Vielfahrer: Er ist überdurchschnittliche 30 000 km im Jahr elektrisch unterwegs und verfügt über eine eigene Lademöglichkeit zu Hause. Dazu kommen gut zehn Ladevorgänge pro Monat im öffentlichen Raum. Geladen wird viel an Autobahnen und gerne auch an Schnellladern.

„Laternenparker“: Dieser Profiltyp fährt ähnlich viel wie der Weniglader. Ihm steht kein Stellplatz mit privater Lademöglichkeit zur Verfügung, er lädt nur im öffentlichen Raum. Dabei plant er längere Standzeiten mit ein (z. B. über Nacht).