Lesezeit ca. 9 Min.
arrow_back

Das bringt 2022


Logo von fotoMAGAZIN
fotoMAGAZIN - epaper ⋅ Ausgabe 20/2022 vom 07.01.2022

JAHRESVORSCHAU

Die Corona-Pandemie und ihre Nebenwirkungen haben den Kamera- und Objektivmarkt auch 2021 mitgeprägt. Fehlende Komponenten, Chipmangel und logistische Probleme wirken sich zum einen auf die Lieferbarkeit angekündigter Produkte aus, haben aber auch dafür gesorgt, dass Neuvorstellungen verschoben wurden.

Inwieweit sich das 2022 ändern wird, ist schwer abzusehen und hängt nicht zuletzt vom weltweiten Verlauf der Pandemie ab.

Rein technisch könnte das laufende Jahr dagegen sehr spannend werden, denn es zeichnen sich Technologieumbrüche ab, die den Markt beleben könnten – beispielsweise die neuen Stacked-CMOS-Sensoren, die in immer mehr Kameras Einzug halten werden, oder zusätzliche Funktionen auf Basis der „Computational Photography“. Wir zeigen nach Herstellern sortiert, was bei Kameras und Objektiven 2022 auf uns zukommen könnte.

Artikelbild für den Artikel "Das bringt 2022" aus der Ausgabe 20/2022 von fotoMAGAZIN. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Canon

Vor einem Jahr hatten wir darüber spekuliert, dass ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 4,89€statt 6,99€
NEWS Jetzt gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von fotoMAGAZIN. Alle Rechte vorbehalten.
Lesen Sie jetzt diesen Artikel und viele weitere spannende Reportagen, Interviews, Hintergrundberichte, Kommentare und mehr aus über 1050 Magazinen und Zeitungen. Mit der Zeitschriften-Flatrate NEWS von United Kiosk können Sie nicht nur in den aktuellen Ausgaben, sondern auch in Sonderheften und im umfassenden Archiv der Titel stöbern und nach Ihren Themen und Interessensgebieten suchen. Neben der großen Auswahl und dem einfachen Zugriff auf das aktuelle Wissen der Welt profitieren Sie unter anderem von diesen fünf Vorteilen:

  • Schwerpunkt auf deutschsprachige Magazine
  • Papier sparen & Umwelt schonen
  • Nur bei uns: Leselisten (wie Playlists)
  • Zertifizierte Sicherheit
  • Freundlicher Service
Erfahren Sie hier mehr über United Kiosk NEWS.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 20/2022 von Bilder angeln. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Bilder angeln
Titelbild der Ausgabe 20/2022 von Ein Fall für das Siegerpodest. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Ein Fall für das Siegerpodest
Titelbild der Ausgabe 20/2022 von Die Bildertrends bei Paris Photo 2021. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Die Bildertrends bei Paris Photo 2021
Titelbild der Ausgabe 20/2022 von Madonnas Nipplegate. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Madonnas Nipplegate
Mehr Lesetipps
Blättern im Magazin
Anfassen erlaubt
Vorheriger Artikel
Anfassen erlaubt
In Action!
Nächster Artikel
In Action!
Mehr Lesetipps

... Canon 2021 ein spiegelloses Pendant zur Sport-SLR EOS-1D X Mark III bringen könnte – die Kamera kam tatsächlich, aber nicht wie von uns vermutet unter dem Namen sondern als EOS R3 (siehe Seite 84 bis 87). Ist also noch Luft nach oben? Bestimmt.

Anders als die Nikon Z 9 und Sony Alpha 1 nimmt die EOS R3 „nur“ Fotos mit 24

Megapixeln und Filme mit 6K auf. Für Sportfotografen ist die niedrigere Auflösung ein zweischneidiges Schwert. Zum einen hat sie den Vorteil, dass die Dateien kleiner sind und mehr Bilder auf die Speicherkarte passen beziehungsweise die Aufnahmen schneller in der Redaktion landen. Auf der anderen Seite bieten höhere Auflösungen mehr Crop-Potenzial, was sicherlich auch willkommen ist. Insofern könnte eine EOS R1 im Bereich von 45 bis 50 Megapixeln angesiedelt sein, aber anders als die hochauflösende EOS R5 und wie die EOS R3 auf einem Stacked-CMOS-Sensor aufbauen, der eine Sucheransicht ohne Dunkelphase, eine weitgehende Eliminierung der Rolling-Shutter-Problematik und das Blitzen mit E-Verschluss und kurzen Synchronzeiten ermöglicht. 8K-Video ohne Überhitzung sollte mit einem größeren Gehäuse als dem der EOS R5 auch kein Problem sein.

Im Vollformat-Einsteigerbereich erwarten wir von Canon 2022 eine Nachfolgerin der fast drei Jahre alten EOS RP, der beispielsweise eine Bildstabilisierung oder ein neuer Bildsensor gut stehen würde. Ein großes Fragezeichen sehen wir beim EOS-M-System. Hartnäckig halten sich Gerüchte, dass Canon beim kleinen APS-C-Sensor auf das RF-Bajonett umsteigt. Zwei unterschiedliche Anschlüsse zu verwenden, verschenkt Kompatibilität – insofern wäre ein Umstieg logisch. Dass sich im EOS-M-System in letzter Zeit wenig getan hat, könnte ein weiterer Hinweis auf einen Wechsel sein.

Im Sommer 2021 tauchten Leaks einer RF-Roadmap auf, auf der unter anderem das inzwischen erschienene RF 5,6-8/100-400 mm IS STM zu sehen war. Noch nicht offiziell angekündigt sind dagegen die auf der geleakten Roadmap befindlichen RF 18-45 mm IS STM und 24 mm IS STM Macro. Gerüchte ranken sich außerdem seit längerem um Tilt-und-Shift-Objektive für das RF-Bajonett.

Fujifilm

Bereits Anfang September 2021 hatte der Fujifilm-Manager Shinichiro Udono auf dem X-Summit angekündigt, dass 2022 – zum zehnten Geburtstag des X-Systems – ein neues Flaggschiff vorgestellt werden soll, das erstmals mit einem Stacked-

CMOS-Sensor ausgestattet sein wird. Wir tippen darauf, dass es sich um eine X-H2 handelt – die X-H1 war lange Zeit Fujis Top-Modell, hat inzwischen aber fast drei Jahre auf dem Buckel. Stacked-CMOS-Sensoren ermöglichen durch die Integration einer Speicherschicht eine schnellere Verarbeitung der Bilddaten und damit Sucheransichten ohne Dunkelphase, deutlich reduzierte Rolling-Shutter-Effekte und das Blitzen mit elektronischem Verschluss und kurzen Synchronzeiten (siehe Canon). Dabei will Fuji seiner X-Trans-Technik treu bleiben, also – anders als bei den GFX-Mittelformatkameras – weiter auf eine komplexe RGB-Farbfilteranordnung setzen, die Moirés reduziert und ein optisches Tiefpassfilter überflüssig macht. Weitere Äußerungen von Fuji deuten darauf hin, dass zunehmend „Computational Photography“ eine Rolle spielen könnte. Was das genau bedeutet, bleibt abzuwarten. Denkbar wären Bildserien, die automatisch miteinander verrechnet werden um beispielsweise den Dynamikumfang zu erhöhen, das Rauschen zu verringern oder einen ND-Filter zu simulieren (siehe Olympus). Wahrscheinlich wird Fuji die Auflösung gegenüber der aktuellen X-Trans-Generation (26 MP) erhöhen – bei der Vorstellung der letzten XF-Objektive hatte der Hersteller bereits deren Eignung für höhere Auflösungen künftiger Kameras betont. Stimmen die Gerüchte, so könnte Fuji auch zweigleisig fahren und eine 26-Megapixel- und eine höher auflösende Variante der X-H2 bringen. Mit Sicherheit wird ein neuer Bildsensor nach und nach auch in andere Kameras Einzug halten – als nächstes beispielsweise in eine X-T5 .

Auf der X-Roadmap für 2022 stehen zwei neue Objektive: Das XF 18-120 mm (ca. 27-180 mm beim Kleinbild) soll das erste XF-Objektiv sein, das gleichermaßen auf die Bedürfnisse von Filmern und Fotografen zugeschnitten ist. Das XF 150-600 mm (ca. 225-900 mm beim KB) wird die bisher längste Brennweite in der X-Serie haben. Zu den Lichtstärken machte Fuji noch keine Angaben. Auf der Roadmap für Mittelformat-Objektive steht ein neues Objektiv für 2022: das GF 20-35 mm (16-28 mm beim KB, noch ohne Angabe der Lichtstärke) wäre das weitwinkligste GF-Objektiv. Der Ausblick auf 2023 verrät außerdem, dass ein GF 1,7/55 mm (43 mm beim KB) und ein Tilt-und Shift-Objektiv (vermutlich um die 30 mm) geplant sind.

Leica

Leica hatte bereits auf der photokina 2018 angekündigt, bis 2020 fünf Festbrennweiten mit Lichtstärke 1:2 für das L-System auf den Markt bringen zu wollen. Nach dem SL 2/35 mm Asph. und dem SL 2/50 mm Asph. kam 2021 mit Verspätung das SL 2/28 mm Asph. Offen sind damit noch das SL 2/24 mm Asph. und das SL 2/21 mm Asph., die möglicherweise 2022 folgen könnten.

Im M-System scheint die M11 in den Startlöchern zu stehen – ein Bild ist schon Ende November aufgetaucht. Offensichtlich hat Leica wie schon bei den Q-Modellen die Bodenplatte weggelassen. Stimmen die Gerüchte, so könnte die Messsucherkamera außerdem einen neuen Bildsensor und eine USB-C-Schnittstelle mitbringen. Die offizielle Ankündigung könnte kurz nach Erscheinen dieses Heftes am 12. Januar erfolgen.

Nikon

Bei der Vorstellung der Z 9 hatte Nikon sich Ende Oktober auch zu künftigen Objektiven geäußert. So befindet sich das Supertele Nikkor Z 2,8/400 mm TC VR S mit integriertem 1,4-fach-Telekonverter für spiegellose FX-Vollformatkameras in der Entwicklung. Mitte Dezember hat Nikon außerdem zusammen mit dem FX-Zoom Z 2,8/28-75 mm die Entwicklung des Vollformatobjektivs Z 6,3/800 mm VR S angekündigt (siehe Seite 68). Auf der aktualisierten Roadmap stehen weitere Neuheiten für FX, allerdings ohne Datum der Markteinführung und Lichtstärke: die Tele-Festbrennweiten 85 mm S, 400 mm S und 600 mm S, die kompakte und vermutlich relativ preiswerte Weitwinkel-Festbrennweite Z 26 mm und das Telezoom Z 200-600 mm (ohne S). Doch auch für das bisher eher vernachlässigte spiegellose DX-Format, also für APS-C-Kameras, soll es zwei Neuheiten geben: ein Z 24 mm und ein Z 12-28 mm.

Kameraseitig hatte sich 2020 und 2021 viel getan. Neben der brandneuen Z 9 sind auch die Z 6II und die Z 7II (Markteinführung November/Dezember 2020) und die Z 5 (August 2020) noch recht aktuell. Dass es hier 2022 Nachfolgemodelle gibt, scheint uns eher unwahrscheinlich. Wünschen würden wir uns eine Nachfolgerin der DX-Kamera Z 50 – nennen wir sie Z50 II. Die Z 50 ist zum einen am ältesten (November 2019), zum anderen vermissen wir den Bildstabilisator. Dieser würde die Nutzung von Objektiven ohne eigenen Stabilisator – von Fremdherstellern oder aus dem eigenen FX-Sortiment – attraktiver machen.

Sony

Sony hat 2021 zwei Vollformatkameras (Alpha 1 und Alpha 7 IV) sowie eine APS-C-Systemkamera (ZV-E10) auf den Markt gebracht. Auch die Alpha 7S III vom Oktober 2020 ist noch recht aktuell. Gemessen am Alter wären am ehesten Nachfolger für die Alpha 6100, Alpha 6600, Alpha 9 II und Alpha 7R IV (alle September/Oktober 2019) zu erwarten. Aus unserer Sicht würde tatsächlich eine Alpha 9 III am meisten Sinn machen – zumal schon die Alpha 9 II eher eine dezente Modellpflege der Alpha 9 von 2017 war. Sie sollte mindestens mit der EOS R3 konkurrieren können, also 30 Raws/s schießen sowie eine erweiterte Motiverkennung und einen verbesserten Videomodus mitbringen. Wünschenswert wäre auch die aus der Alpha 7S III und Alpha 7 IV bekannte konsequente Touchscreen-Bedienung.

Eine Nachfolgerin der Alpha 6600, nennen wir sie Alpha 6700, wäre ebenfalls denkbar.

Hier könnten wir uns einen höher auflösenden Sucher (aktuell 2,4 Millionen Punkte), einen größeren Monitor, einen verbesserten AF und mindestens 4K/60p vorstellen.

Eine offizielle Objektiv-Roadmap gibt es aktuell von Sony nicht, in der Gerüchteküche werden aber einige Neuheiten geköchelt.

Nachdem Sony im November schon das FE 2,8/70-200 mm GM OSS in der zweiten Generation auf den Markt gebracht hatte, könnte demnächst das FE 2,8/24-70 mm GM II folgen. Eine Lücke klafft noch bei den sehr langen Brennweiten, wo ein 5,6/800 mm Sinn machen würde. Gerüchtehalber könnten außerdem ein 1,2/85 mm, ein 1,4/100 mm und ein 1,8/16 mm folgen.

OM Digital Solutions

Im November 2021 hatte OM Digital Solutions (die ausgegliederte Imagingund Audio-Abteilung von Olympus) angekündigt, den Namen Olympus nicht weiter zu nutzen. Die neuen Produkte, die 2022 auf den Markt kommen, werden demnach die Markenbezeichnung OM System tragen. Bereits mitgeteilt hatte der Hersteller, dass 2022 ein neues Micro-Four-Thirds-Flaggschiff (möglicherweise E-M1 X II oder EM-1 Mark IV) auf den Markt kommen soll, das „neue Standards in der Fotografie setzen wird“. Dabei soll auch zunehmend „Computational Photography“ eine Rolle spielen. In der Regel werden damit Funktionen bezeichnet, bei denen mehrere Aufnahmen miteinander verrechnet werden. Bisher können bereits einige Olympus-Kameras auf Basis von Mehrfachbelichtungen nächtliche Langzeitstudien aufnehmen (Live-Composite) oder einen ND-Filter simulieren (Live-ND) – man darf gespannt sein, was sich die Ingenieure noch einfallen lassen.

Vermutlich wird das neue Flaggschiff, dem Trend folgend, ebenfalls einen besonders schnellen Stacked- CMOS-Sensor nutzen. Sony hat mit dem IMX472 einen 20-MP-Sensor in dieser Bauweise im Angebot, es könnten aber weitere Bildwandler mit höheren Auflösungen folgen, die beispielsweise benötigt würden, um 8K-Video aufzuzeichnen. Wir rechnen mit der Ankündigung des neuen Flaggschiffs im ersten Quartal 2022.

Auf der Objektiv-Roadmap steht mit relativ konkreten Daten das Telezoom M.Zuiko Digital ED 4/40-150 mm Pro, dessen Vorstellung vermutlich nicht mehr lange auf sich warten lassen dürfte. Etwas vager sind die Angaben zu drei weiteren Objektiven: einem Makro mit einer Brennweite um die 100 mm und zwei Telezooms, die im Bereich von etwa 50 bis 200 und im anderen Fall bis etwa 250 mm liegen.

Bei den Telezooms hat der MFT-Fotograf also zukünftig eine noch größere Auswahl.

Panasonic

Eigentlich schon Ende 2021 wollte Panasonic die Lumix GH6 auf den Markt bringen. Die Markteinführung wird sich nun wohl auf das erste Quartal 2022 verzögern. Bekannt ist seit Ende Mai 2021, dass die GH6 mit einem neuen MFT-Sensor und Bildprozessor ausgestattet sein wird und Video mit 5,7K/60p und 10 Bit aufnehmen kann – ein Sensor mit 4:3-Seitenverhältnis müsste dafür rund 24 Megapixel auflösen. Weitere bereits bekannte Funktionen sind 4K/60p mit 10 Bit und 4:2:2 ohne Längenbegrenzung sowie Zeitlupen mit 4K/120p in 10 Bit.

Zu einer neuen Vollformatkamera gibt es bisher keine handfesten Hinweise. Wenn Panasonic im Bereich der aktuellen Highend-Modelle von Canon, Nikon und Sony mitspielen will, wäre aber ein Modell mit Stacked-

CMOS-Sensor und verbessertem Autofokus wünschenswert.

Bei den Vollformat-Objektiven hatte Panasonic im November eine weitere Brennweite aus der kompakten und lichtstarken 1,8er-Serie in Aussicht gestellt.

LUMIX S Objektiv Roadmap

Nach dem S 1,8/24 mm, S 1,8/50 mm, S 1,8/85 mm und S 1,8/35 mm soll das S 1,8/18 mm folgen.

Auf der aktualisierten Roadmap steht außerdem ein neues Superweitwinkelzoom. Da es bereits ein Lumix S 4/16-35 mm Pro gibt, könnte es sich um ein lichtstärkeres 2,8er-Zoom handeln. Denkbar wäre aber auch eine preiswertere und lichtschwächere Variante.

Ricoh

Bei Wechselobjektivkameras setzt Ricoh als einziger Hersteller ausschließlich auf die Spiegelreflextechnik. Nach dem neuen APS-C-Flaggschiff Pentax K-3 III könnte eine neue Vollformatkamera (K-1 III) bspw. mit verbessertem Autofokus folgen. Handfeste Anzeichen gibt es hierfür aber bisher nicht. Denkbar wäre auch, dass zeitnah eine neue 360-Grad-Kamera aus der Theta-Serie auf den Markt kommt.

Weitere Objektiv-Hersteller

Die beiden großen Objektivfremdhersteller Sigma und Tamron haben sich in letzter Zeit auf Produkte für Sonys E-Anschluss und im Fall von Sigma außerdem auf das L-Bajonett konzentriert, für welches das Unternehmen – neben Leica und Panasonic – auch Kameras anbietet. Auf den ersten Blick verwundert es, dass die beiden bisher keine Objektive für Canon RF und Nikon Z anbieten. Ein Grund hierfür ist, dass Canon und Nikon – anders als Sony – ihre Schnittstellen nicht offenlegen und die Objektivhersteller damit spätestens bei Blendensteuerung und Autofokus zum aufwendigen „Reverse Engineering“ zwingen. Das galt allerdings auch schon für SLR-Objektive, wo Sigma und Tamron ja ein umfangreiches Angebot für Canon und Nikon haben. Wir gehen daher davon aus, dass zumindest einer der beiden Objektivhersteller 2022

Objektive für RF und/oder Z bringen wird. Wir tippen primär auf Sigma, zumindest gibt es hier schon recht konkrete Gerüchte.

Die Lücke haben in der Zwischenzeit kleinere Hersteller wie 7Artisans, Irix, Laowa, Samyang und Viltrox gefüllt, die Objektive für Canon RF und Nikon Z anbieten – Viltrox sogar mit Autofokus. Hier ist 2022 wohl noch einiges zu erwarten. Erwähnenswert ist noch das japanische Unternehmen Tokina, das im Laufe des Winters mit dem SZX 8/500 mm Reflex MF ein manuelles Spiegeltele vermutlich für Canon EF, Nikon Z und F, Sony E und MFT auf den Markt bringen will. 2022 sollen außerdem eine Weitwinkel-Festbrennweite fürs Vollformat und zwei Weitwinkel-Zooms für APS-C folgen – alle drei für spiegellose Kameras.