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Das Deutsche Rote Kreuz in der Kinderkrankenpflege - ein Beispiel aus Krefeld


Kinderkrankenschwester - epaper ⋅ Ausgabe 3/2020 vom 10.03.2020
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Bildquelle: Kinderkrankenschwester, Ausgabe 3/2020

Sommerfest


Die Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz haben eine gewachsene Tradition. Sie gehören zum ältesten Teil der Rotkreuz-Bewegung, die von Henri Dunant ins Leben gerufen wurden. Der „Verband der Schwesternschaften vom Roten Kreuz“ wurde 1882 gegründet - heute gehören ihm 31 Schwesternschaften mit rund 20 000 Mitgliedern an. Die Rotkreuzschwestern haben das Ziel. die professionelle Pflege weiterzuentwickeln und für eine qualitativ hochwertige, menschliche Gesundheitsversorgung einzutreten.

Rotkreuzschwestern sind in eigenen Einrichtungen der DRK-Schwesternschaften als auch über die ...

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... Mitgliedergestellung in Einrichtungen anderer Träger tätig.

Ein Beispiel ist die DRK-Schwesternschaft Krefeld, deren Wurzeln im Jahr 1904 liegen: Am 14. April 1904 kamen 21 Krankenschwestern des bayrischen Roten Kreuzes nach Krefeld, um professionelle Krankenpflege in dem 1848 gegründeten „Allgemeinen Städtischen Krankenhaus“ (heute: Helios Klinikum Krefeld) zu leisten.

Nach einer langen Phase der Tätigkeit ausschließlich in Einrichtungen der Gestellungspartner entwickelte die Krefelder DRK-Schwesternschaft eigene Arbeitsfelder in der Stadt. Ein Schwerpunkt ist die Kinderkrankenpflege. Dazu gehören sowohl die enge Verbindung zum Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland e.V. als auch die zum langjährigen Leiter der Kinder- und Jugendmedizin, Prof. Dr. Hermann Schulte-Wissermann (auch einer der Mitbegründer der Fach-Zeitschrift „Kinderkrankenschwester“). Er setzte sich jahrzehntelang für die Auffassung ein, dass Kinder nicht als „kleine Erwachsene“, sondern als Kinder individuell zu pflegen sind.

Das erste eigene Arbeitsfeld in der Kinderkrankenpflege war der Aufbau eines ambulanten Kinderkrankenpflegedienstes in den 90zigern von der damaligen Oberin Karin Meincke eingeleitet wurde. „Heute betreuen wir mit ausgebildeten Kinderkrankenschwestern im Schnitt zehn bis 15 Kinder / Jugendliche in verschiedensten Bereichen und bis hin zu einer 24-Stunden- Pflege in den Familien“, beschreibt die amtierende Oberin Diane Kamps den Fortschritt. Die intensive Pflege findet in der 1:1 Betreuung statt. Die Pflegekräfte empfinden die Arbeit als sehr wertige Aufgabe und werden in ihren Kompetenzen durch regelmäßige Fallbesprechungen und Fortund Weiterbildungen gefördert.

Das erste eigene Arbeitsfeld in der Kinderkrankenpflege war der Aufbau eines ambulanten Kinderkrankenpflegedienstes in den 90zigern von der damaligen Oberin Karin Meincke eingeleitet wurde. „Heute betreuen wir mit ausgebildeten Kinderkrankenschwestern im Schnitt zehn bis 15 Kinder / Jugendliche in verschiedensten Bereichen und bis hin zu einer 24-Stunden- Pflege in den Familien“, beschreibt die amtierende Oberin Diane Kamps den Fortschritt. Die intensive Pflege findet in der 1:1 Betreuung statt. Die Pflegekräfte empfinden die Arbeit als sehr wertige Aufgabe und werden in ihren Kompetenzen durch regelmäßige Fallbesprechungen und Fortund Weiterbildungen gefördert.

Um 2005 entstand der Bereich der „sozialmedizinischen Nachsorge“, der sich bis zur Eröffnung des „stups-KINDERZENTRUMs“ 2012 weiterentwickelte. Eine Rotkreuzschwester hatte nach der Geburt ihres eigenen, schwerbehinderten Sohnes erlebt, was eine solche Situation für eine Familie bedeutet und den Start dieser Abteilung angestupst. Geschulte Case Managerinnen begleiten mittlerweile um die 130 Familien jährlich beim Übergang aus der Kinderklinik in die eigene Häuslichkeit und unterstützen - zum Beispiel bei der Anschaffung der notwendigen Geräte, bei der Antragstellung auf Pflegestufe und Pflegeleistung oder bei der Vernetzung mit Therapeuten.

Im Zuge dieser Arbeit entstand die Erkenntnis, dass in Krefeld auch ein Kinder- und Jugendhospiz mit stationären und ambulanten Elementen eine notwendige Einrichtung ist. Die Rotkreuzschwestern entwickelten ein Konzept, das das Miteinander von gesunden, kranken und behinderten Kindern - pflegerisch und pädagogisch - fördert.

Am 1. Oktober 2012 wurden der ambulante und stationäre Hospiz- und der inklusive Kita-/Tagespflegebereich in einem Gebäude eröffnet - mit zwölf Hospiz-Plätzen und zwei Gruppen in der Kita. Aktionen aller Art werden bereichsübergreifend durchgeführt - von der Nikolaus-Feier über Bastel- und Singaktionen bis zum Sommerfest. „Alle Kinder lernen, miteinander umzugehen und auch, dass das Thema Sterben zum Leben gehört. Die gesunden Kinder lernen, was der Tod bedeutet und verlieren ein Stück weit die Angst davor. Die kranken Kinder erleben bis zu ihrem Tod ein Leben in der Gemeinschaft - immer entsprechend ihrer Fähigkeiten“, so Diane Kamps. Dabei arbeitet die Schwesternschaft im Sinne der „familienorientierten Pflege nach Friedemann“ und achtet darauf, dass alle Familienmitglieder in ihren Bedürfnissen berücksichtigt werden. Zurzeit baut eine Mitarbeiterin die Angebote in der Geschwister-Arbeit systematisch auf. Auch geschulte Ehrenamtler sind ein wichtiger Faktor in der Arbeit.

Im Tagespflege-/Kita-Bereich können auch Kinder mit starken Beeinträchtigungen aufgenommen werden, weil ständig die Anbindung an die professionelle Kinderkrankenpflege gesichert ist.

Tagespflege, Elternbistro und Aussenansicht


Stupskinder Schützenfest


„Wir möchten für alle das Leben aktiv, fröhlich und positiv gestalten - auch wenn wir wissen, dass letztlich ein Kind eben nicht erwachsen werden kann“, so Diane Kamps. Insgesamt arbeiten rund um das stups-KINDERZENTRUM heute ca. 120 Haupt- und Ehrenamtliche MitarbeiterInnen verschiedener Professionen. Auch die Netzwerkarbeit wird bei uns in Krefeld großgeschrieben. So sind alle Abteilungen untereinander aber auch mit externen Institutionen u.a. Arztpraxen, Krankenhäusern, Therapiezentren, Seelsorgern vernetzt, um das bestmögliche für die Familien zu erreichen.

In dem eigenen Bereich des Fort- und Weiterbildungsinstituts werden im Schwerpunkt Palliative Care inkl. Pädiatrische Kompetenz, die Familien- Gesundheitsund Kinderkrankenpflege/Familienhebamme und spezielle Fortbildungen für die Kompetenzbildung im Bereich der Pädiatrie, der Familien- und Umweltbezogene Pflegetheorie und z.B. Kinästhetik angeboten.

Wir versuchen ständig unsere Angebote sowohl für unsere Familien mit den besonderen Kindern, als auch das Portfolio der Weiterbildung für unsere Mitarbeiter und interessierte Pflegekräfte anzupassen und zu erweitern um den ständig steigenden Anforderungen gerecht zu werden. Wenn Sie Interesse haben, besuchen Sie gerne unsere Homepage www.drk-schwesternschaft- kr.de.

AUTORIN

Diane Kamps DRK-Schwesternschaft Krefeld e. V. Hohenzollernstr. 91 47799 Krefeld