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DAS EBRO-DELTA: Die Arena der „BULLEN“


AngelWoche - epaper ⋅ Ausgabe 20/2019 vom 09.01.2019

Gar nicht mal so weit weg von uns, im und vor dem Ebro-Delta in Spanien geht die Post ab. Hier steigt man nicht in die Stierkampf-Arena, hier legt man sich mit den „Bullen“ des Mitelmeers an. Olé!


Artikelbild für den Artikel "DAS EBRO-DELTA: Die Arena der „BULLEN“" aus der Ausgabe 20/2019 von AngelWoche. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: AngelWoche, Ausgabe 20/2019

Rainer Korn kniet vor einem Tunfisch. Kurz darauf gab die Rute nach - und auch mit Hilfe seiner Mitangler konnte er den Fisch nicht mehr landen


Die „Bullen“ sind Blauflossentunfische, die über 200 kg schwer werden können. Und die bringen gleich eine ganze Kompanie weiterer schwergewichtiger Kämpfer mit, die den Angler, wenn es richtig gut läuft, recht schnell in die Kniee zwingen können. Diese „Kumpels“ heißen ...

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... Palometa, Bluefish, Goldmakrele oder Wels. Wels? Ja der Siluris Glanis lebt nicht nur in den Stauseen und im Lauf des Ebros, sondern auch nahe der Mündung. Ohne zu übertreiben: Wer ernsthaft in die Arena steigen will, sollte überlegen, sich mit einem Training in der „Muckibude“ zu wappnen. „Kutter & Küste“-Chef Rainer Korn hatte dies versäumt, und so kam, was kommen musste: Bei einem eher zufälligen Aufeinandertreffen mit einem Blauflossentun ging der gestandene Großfisch-Kenner im wahrsten Wortsinn in die Knie. Und nach ihm auch sein Mitfahrer und der Guide …

„KAMPFMASCHINEN“ IM FLUSS

Das Ebro-Delta ist ein gewaltiges, 320 km2 großes Schwemmland. Es liegt nur wenige Meter über dem Meeresspiegel, ist flach, sumpfig, mit Süßwasser-Lagunen und riesigen Röhricht-Beständen. Und es ist fruchtbar: Das Delta ist das größte Reisanbaugebiet Spaniens. Die Süßwasserlagunen des Nationalparks Ebrodelta bieten Millionen von Wasservögeln Nahrung, darunter auch den beeindruckenden Rosa Flamingos. Der Ebro selbst ist mit etwa 200 m gar nicht mal so breit. Dafür besticht er aber mit einem exzellenten Fischbestand: Neben Welsen gibt es Aale, Zander, Barsche – eben alles, was warmes Wasser schätzt und groß wird.

„KAMPFMASCHINEN“ IM MEER

Vor dem Delta, schon im Mittelmeer, breitet sich eine große Süßwasserlinse oberflächennah aus. Da die immer in Bewegung ist und auch abhängig von der Wasserführung des Ebros, ist es sinnvoll, sich einem Angelführer anzuvertrauen. Denn in dieser Zone „brennt die Hecke“. Wolfsbarsche, Bluefishes und Palometas machen hier Jagd auf Abermillionen Sardinen. Am Sandgrund, im Schnitt unter 100 m, jagen Rochen. Aber die wahren „Bullen“, eben die Blauflossentunfische und ihre kleineren, nichtsdestoweniger ebenso „gewalttätigen“ Verwandten, die Bonitos, False Alba- cores, Goldmakrelen oder Amberjacks patroullieren weiter draußen jenseits der Süßwasserlinse im salzigen Mittelmeer. Jede Fischart hat so ihre eigenen Fangzeiten, zu der sie in größeren Trupps, Schulen oder Schwärmen gegen die Küste stürmen. Aber eigentlich ist vor und im Ebrodelta das ganze Jahr über Fangzeit.

Ausgangspunkt jeder Fahrt ist der kleine Hafenort Riumar. Dort hat Guide Adrian Vogt Vidal seine Niederlassung. Er ist der „Godfather“ des Ebrodeltas, dass er mit seinen beiden 300 PS starken „Wellcraft 232 Fisherman“ beherrscht. Er bringt die Angler sicher zum Fisch. Und mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Drill seines Lebens …

Kapitaler Bonito. Die Tunfischverwandten werden beim Schleppen gefangen, Tunfische selbst auch mit Köderfischen


Steffi, Inhaberin des Angelladens in Riumar, mit einem Blauflossentunfisch, der auf einen relativ winzigen Köder gebsissen hat


Für eine Exkursion in den Nationalpark Ebrodelta sollte man sich Zeit nehmen. Dort leben die beeindruckenden Kolonien der Rosa Flamingos


BEI STURM GEHT’S AUF WELS

„Die Sonne scheint bei Tag und Nacht“ behauptet Imca Marina seit 1972 in ihrem Schlager „Viva España“. Das heißt aber nicht, dass es vor der Küste des Ebrodeltas nicht manchmal ganz schön wild zu gehen kann. Zu wild, um dann aufs Mittelmeer hinauszufahren. In solchen Fällen bietet dann der Ebro selbst Angelei vom Feinsten: Dann geht es dort auf die Flussmonster, die großen Welse. Wer es aber zwischendurch auch mal feiner und nicht so kräftezehrend mag, der kann sich dann auch mit Zandern oder Barschen „battlen“… Und das sowohl vom Boot als auch vom Ufer aus.
Das Ende des Kampfes, den sich Rainer Korn und seine Kollegen mit dem geschätzt 140 kg schweren Tunfisch lieferten, ist schnell erzählt: Die Rute, ist gebrochen, so dass Rainer und seine 3 Mitstreiter kaum noch eine Chance hatten, den Fisch ins Boot zu kriegen. Als sie dann mit ihren Kräften fast am Ende waren, hat sich auch noch der Hakenknoten gelöst - und der Fisch war weg! Dennoch waren sie nicht wirklich traurig über dieses Ende: Der Drill war so unglaublich, dass keiner von ihnen ihn jemals vergessen würde!

Päuschen mit Wels: Der Ebrofluss ist ebenso fischreich wie das Delat und das davor liegende Mittelmeer. Ideal, wenn es auf dem Meer stürmt


DAS PRAKTISCHE: Schnell mal ins Delta

Kein Pirat, sondern ein Angler in Schutzkleidung: Auf dem Meer brennt die Sonne unerträglich


Komplettangebote zu den Riesen des Ebrodeltas findet man im neuen Katalog von Kingfisher-Reisen: Tel.: 02 61 / 9 15 54-0, www.kingfisher.de Aufgrund der kurzen Anreise nach Barcelona mit dem Flieger und von da mit dem Leihwagen ins Delta, lassen sich auch gut Kurztrips, etwa ein verlängertes Wochenende, unternehmen. Perfekt für alle, die aus familiären oder beruflichen Gründen wenig Zeit zum Angeln haben. Natürlich sind auch kombinierte Angel- und Familienferien hier bestens möglich – ein riesiger Sandstrand mit flachem Wasser ist auch für Kleinkinder optimal.

Die Fangzeiten-Tabelle fürs Ebrodelta. Für Tunfische, Palometas und andere Arten gilt ein grundsätzliches „catch & release“


Fotos: Rainer Korn (3), Kingfisher (5)

Das Delta verdankt seine Entstehung den Ablagerungen des Ebros