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Das gebrochene Herz heilen : Vom Mut, nochmal zu lieben


Happy Way - epaper ⋅ Ausgabe 6/2018 vom 11.10.2018

Ein gebranntes Kind scheut das Feuer? Eine Weile mag es stimmig sein, wenn wir uns nach einer Enttäuschung Zeit nehmen, um auf die Füße zu kommen. Doch auf die Dauer sollten wir der Liebe wieder eine Chance geben. Wie man ein gebrochenes Herz heilt


Artikelbild für den Artikel "Das gebrochene Herz heilen : Vom Mut, nochmal zu lieben" aus der Ausgabe 6/2018 von Happy Way. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Happy Way, Ausgabe 6/2018

Zuneigung, Zärtlichkeit und Verbundenheit machen das Leben reich.


IMMER NOCH EIN ganzes Herz

In jedes Teil hier kannst Du jeweils den Namen eines Herzensbrechers eintragen, der Dir mal begegnet ist. Allerdings ist auch Platz für jeweils eine Sache, die an dieser Liebe echt war und die Dir gutgetan hat. Male zum Schluss den äußeren Rahmen um dieses Herz in einer ...

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... bunten, warmen Farbe aus. Denn es ist immer noch ein ganzes Herz.

Schreib es hier rein !


Mein Herz war verbrannt. Es war aufgegangen in der Hitze der Hoffnungen, Träume und Wünsche, die enttäuscht wurden. Zunächst in tausend Teile zersprungen, als der Mensch, dem ich am meisten vertraute, den ultimativen Betrug beging. Nach einigen Fehlstarts neuer Beziehungsanläufe glich es schließlich nur noch einem Häuffein Asche, die sich anschickte, in alle Winde zu verwehen. Liebe? Hatte dieses Leben für mich nicht vorgesehen. Ich machte mich bereit, für ein Leben in Einsamkeit.
Um mich herum zog ich die Schutzmauern hoch. Versuchte jemand, mir nahe zu kommen, wurde er bekämpft: So ein Drecksack, der will mir doch auch wieder nur das Blaue vom Himmel erzählen, um seine Ziele zu erreichen. Und so kam es, dass ich unfreundlich war. Zu einer Menge Männern. Einige hatten es vermutlich sogar verdient, andere hingegen weniger.

Abgeklärt verroht die Welt

„Ich mach‘s jetzt wie die Typen; ich werde von nun an auch alle nur noch ausnutzen und veräppeln“, seufzte meine Freundin Lydia neulich in den Telefonhörer, nachdem ihre letzte Flamme nach sechs Wochen leidenschaftlicher Versprechungen plötzlich per Kurznachricht das Weite suchte. So verroht die Welt (Liebe Lydia, wenn Du das hier liest, nicht sauer sein – lies weiter!). Wir begeben uns in einen Kampf, jeder gegen jeden. Wer dominiert, wer manipuliert geschickter? Welchen Verrat hat das Gegenüber wohl geplant? Platz für Liebe ist da nicht. Vor allem aber auch kein Verstand.
Denn wenn wir alle über einen Kamm scheren, verlieren wir unsere Fähigkeit, zu unterscheiden. Die Guten von den Schlechten, um es mal plakativ zu sagen. Wer jedem misstraut, der ein bestimmtes Merkmal trägt – etwa, weil er ein Mann ist – übersieht die Verschiedenheiten und Nuancen der einzelnen Persönlichkeiten. Wir schauen nicht mehr richtig hin, weil wir damit beschäftigt sind, uns in unseren Vorurteilen zu suhlen. Das führt zu Ablehnung, mal gegen kleinere Gruppen, mal gegen größere – wie etwa gegen das gesamte männliche Geschlecht.

Entscheidend ist der echte Kontakt

Das Geheimnis, um sich wieder öffnen zu können, lautet deshalb: unterscheiden zu können. Dazu müssen wir genau hinschauen, jedes Mal aufs Neue. Und uns dabei Zeit lassen. Denn wer seelisch ausgehungert ist, lässt sich leicht einwickeln von überschwänglichen Komplimenten und Liebesschwüren. „So wie mit Dir habe ich mich noch nie gefühlt“ ist wohl ein Standard-Satz ist jedem Aufreißer-Repertoire. Das ist aber nicht echt. Wir müssen uns klarmachen, dass wir nicht mit jemandem verschmelzen können, mit dem wir vorher noch gar nicht wirklich in Kontakt waren! Die Sehnsucht nach Verschmelzung ist tief in uns angelegt. Als Kinder ist es das, was wir uns unbewusst am meisten von unseren Eltern erhoffen – denn das garantiert Fürsorge und bedingungslose Liebe. Wurde dieses Bedürfnis in jungen Jahren nicht gestillt, klafft auch beim Erwachsenen oftmals eine Lücke. Dann neigen wir dazu, das Gefühl des Eins-Seins in einer Erwachsenenbeziehung nachholen zu wollen. Das tut ihr aber nicht gut. Denn wer konffuent statt kontaktvoll ist, so die psychologischen Begriffe, kann den anderen gar nicht richtig sehen. Man ist zu schnell zu nah dran.
Noch schlimmer: Schnell wird man auf diese Weise emotional abhängig. Dann wird beispielsweise berechtigte Kritik nicht geäußert, aus Angst „etwas kaputt zu machen“. Oder sie platzt erst heraus, wenn sich etwas unerträglich eingeschliffen oder hochgeschaukelt hat. Die Partnerschaft wird in diesem Fall zum zentralen Lebensinhalt, man versucht verzweifelt, zu gefallen. Nur: Das wird nicht immer gelingen. Und wichtiger: Bei einer solchen Konstellation handelt es sich nicht um eine Partnerschaft, sondern um ein Machtgefälle. Vielleicht leiden wir dann innerhalb einer solchen Beziehung so lange, bis irgendein Schrecken dem Ganzen ein Ende setzt.

Glückliche Paare sind unperfekt

Wenn wir unsere Seele einmauern, wird sie einsam. Umso eher laufen wir Gefahr, dass sie plötzlich kopffos aus ihrem Gefängnis herausplatzt – ähnlich einem ausgehungerten Kind, das schlagartig Zugang zu einer Tafel Schokolade bekommt. Es wird sie verschlingen, alles auf einmal, aber sie wird ihm nicht guttun. Dem Kind wird schlecht, dem Erwachsenen auch. Dann wird daheim wieder die Playlist mit den traurigen Liebesliedern in Endlosschleife abgespielt, wir fühlen uns bestätigt, dass wir wohl nie gut genug sein werden – gut genug, um Liebe zu verdienen. Halt, stopp! Liebe verdienen wir uns nicht. Wir erhalten sie auch nicht als Auszeichnung für unser gutes Aussehen und unsere gefällige Art. Einige der hübschesten Frauen, die ich kenne, sind Langzeit-Singles. Sie sind klug, stark, aber sobald sie sich verlieben, sind sie wie Butter in der Hand des anderen. Er spielt eine Weile damit herum – und lässt sie dann fallen.
Dagegen sagen die Frauen in meinem Umfeld, die seit Jahrzehnten stabil an ihren Partner gebunden sind, in der Regel sehr schnell und klar ihre Meinung. Sie äußern ohne Umschweife ihre Bedürfnisse und kommunizieren ihre Grenzen. Warum glauben einige von uns, dass sie das nicht dürfen? Oder dass sie durch das „Nicht-Perfekt-Sein“, also durch das „Nicht-vollkommenden-Fantasien-des-Partners-entsprechen“ die Beziehung riskieren würden?

Du bist liebenswert. Du wirst jemanden fi nden, der Deinen Wert erkennt.


Ein bisschen ist es wie eine Prophezeiung, die sich immer wieder selbst erfüllt. Denn wer dieses Gefühl im Herzen trägt, neigt dazu, sich unbewusst Menschen herauszupicken, mit denen eine gute und dauerhafte Beziehung nur schwer aufzubauen ist.
Frauen, die überwiegend positive Erfahrungen mit Männern gemacht haben, zählen als männliche Eigenschaften auf: Beschützerinstinkt, Verantwortungsbewusstsein, Verlässlichkeit, Mut. Sie suchen nach einem Partner, der solche Eigenschaften in besonderem Maße zu bieten hat.
Frauen, die vornehmlich negative Erfahrungen mit Männern gemacht haben, fallen möglicherweise ganz andere Eigenschaften zuerst ein: Tyrann, Lügner, Betrüger … Danach suchen sie dann nicht explizit, Gott bewahre! Aber diese Erfahrungen lassen ein Unkraut in ihrem Herzen wuchern, das es langsam mit seinen Wurzeln durchdringt und ihm nach und nach Saft und Kraft aussaugt: das Gefühl, nicht liebenswert zu sein.


Die guten Männer nehmen oft ganz vorsichtig Kontakt auf.


Zeige Dich so, wie Du bist

Wenn das Unterbewusstsein der Meinung ist, man könne gar nicht wirklich geliebt werden, dann wird jeder Annäherungsversuch als aggressiver Akt interpretiert, als Irreführung oder als Versuch, Dir etwas wegzunehmen. Der Rat anderer, Du solltest doch einfach mal wieder vertrauen, klingt dann zynisch. Das Problem: Eine solche Einstellung betäubt. Vorsichtiges Interesse nimmt man dann gar nicht mehr wahr. Wir bemerken nur noch die Männer, die mit der Holzhammer-Methode auf uns zukommen. Und das sind leider meist die abgezockten, die mit den Hintergedanken. Während derjenige, der uns vielleicht guttäte, so sanft und vorsichtig mit uns in Kontakt treten wollte, dass wir es gar nicht wirklich gemerkt haben. Noch etwas: Wenn wir jederzeit nett, freundlich, vorzeigbar und smalltalkfähig sind, hat unser Gegenüber eigentlich gar keine Ahnung, wer vor ihm steht. Perfektion schafft eben auch Distanz. Wer dagegen entspannt und locker seine Ecken und Kanten durchblitzen lässt, zeigt nicht nur, wie er wirklich ist. Man signalisiert so auch seinem Gegenüber, dass er in seinem ganzen Menschsein willkommen und angenommen ist.


Was wirklich zählt: Fühlst Du Dich wohl bei ihm?


Du hast ein Recht auf Glück!

Weißt Du was? Du darfst Dich nach Menschen umschauen, die Dir guttun, die das Beste in Dir hervorholen, die Dich unterstützen, dann und wann sogar feiern. Ja klar, die solideste und primäre Glücksquelle steckt in uns selbst. Aber es gibt einfach Menschen, die uns herunterziehen. Und andere, die uns aufbauen. Ich selbst habe nun beinahe sechs Jahre nach meiner letzten Beziehung wieder jemanden kennengelernt. So lange habe ich gebraucht, um mich neu zu sortieren.
Das ist okay so, denn ich habe diese Zeit genutzt, um mir ganz klar darüber zu werden, was ich will und was nicht. Bei diesem neuen Mann in meinem Leben habe ich nicht versucht, perfekt zu sein. Im Gegenteil, leider habe ich ihn gleich beim ersten Date über eine Stunde warten lassen, weil ich meinen Schlüssel nicht gefunden habe. Er blieb geduldig sitzen und freute sich einfach, als ich mit hochrotem Kopf schließlich ankam. Aus dem einen Date wurden viele und was uns am meisten verbindet, ist, dass wir uns einfach wohl miteinander fühlen. Er ist aufrichtig, warm, ein bisschen schüchtern, aufmerksam und einfühlsam. Ob diese Beziehung für immer halten wird? Wer weiß das schon. Aber jeder Moment mit ihm ist schön. Und das werde ich genießen. So lange es uns vergönnt ist.

DAS Herz-Chakra öffnen

Rolle Dich aus einer zusammengekauerten Hocke langsam auf. Lasse Deine Hände, die Dich gerade noch schützend umarmt haben, über Deinen oberen Brustkorb gleiten, um sie dann zu öffnen. Öffne Deine Arme weit, so als wolltest Du die Welt umarmen. Du bist sicher. Die Energie darf durch Dichfießen.

Richte nun deine Aufmerksamkeit auf Dein Herz, lege Deine Hand darauf und fühle Deinen ureigenen Herzschlag. Spüre, wie Dein Ein- und Ausatmen Dein Herz berührt. Bei jedem Einatmen nimm das Gefühl von Wärme wahr, das erzeugt wird. Bei jedem Ausatmen das Gefühl, wie diese Wärme ausstrahlt, das Universum nährt.

Denke an einen Moment in Deinem Leben, in dem Du tiefe, zarte Liebe gespürt hast: vielleicht auch für ein Kind oder ein Tier. Vielleicht gab es eine tiefe Umarmung, einen Moment der Seelenbegegnun Erinnere Dich. Erlebe diesen Moment noch einmal. Spüre Deine Liebe und Hingabe.

Erlaube Dir, Dich in diesem geschützten Rahmen in die Energie dieser Liebe fallen zu lassen. Sie darf sich immer weiter ausdehnen, in Dir und um Dich herum. Bleibe dort eine Weile, bevor Du wieder in die Außenwelt zurückkehrst.


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