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Das Gehirn – Computer oder Funkgerät?


Abenteuer Philosophie - epaper ⋅ Ausgabe 3/2018 vom 28.06.2018

Wie entsteht Bewusstsein? Wird es vom Gehirn erzeugt oder „bloß“ empfangen? Dies ist nach wie vor ein großes Rätsel. Die Antwort darauf kann unser Weltbild revolutionieren …


Die Wissenschaften der Psychologie, der Neurologie und auch der Philosophie versuchen, das Bewusstsein zu lokalisieren. Zur Erklarung des Bewusstseins gibt es zwei grundsatzliche Hypothesen hinsichtlich der Funktion des Gehirns. Die gangigste Hypothese sieht das Gehirn als eine Art Computer, also als ein Rechenwerk, das uber einen grosen Speicher fur alle komplexen Informationen, die der Korper verarbeitet, verfugt. Diese ...

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Bildquelle: Abenteuer Philosophie, Ausgabe 3/2018

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... „Produktionshypothese“ besagt, dass das Gehirn das Bewusstsein erschafft. Sie kann aber nicht alle Phanomene des Bewusstseins hinlanglich erklaren. Als Alternative gibt es die „Transmissionshypothese“, die das Gehirn als eine Art Funkgerat versteht.

Heute betrachten wir das Gehirn als Computer: Speicher für alle komplexen Lebensinformationen


92725991_© Peshkova | Dreamstime.com


Und doch leuchtet der ursprüngliche Geist kurz vor dem Tode wieder vollständig auf.


Es bleibt spannend, was wir auf der Baustelle „Gehirn“ noch alles entdecken werden


© Amy Walters | Dreamstime.com

Oskar Bloch, ein Professor fur Chirurgie in Kopenhagen, formulierte diese Unerklarlichkeit 1909 so:

„Man wusste längst, dass Geisteskranke Perioden haben können, in denen sie ganz gesund sind. … Wenn so ein Geisteskranker in seiner klaren Periode stirbt, so stirbt er ganz so wie ein Geistesgesunder. Wenn aber der, welcher seit Jahren geisteskrank ist, der teilnahmslos dasaß, als ob die Welt für ihn nicht vorhanden sei, der mehr wie ein Tier als wie ein Mensch lebte, ja, der nicht einmal in Bezug auf Intelligenz so hoch wie ein Tier stand, wenn der plötzlich Zeichen von Vernunft zeigt – und dies geschieht kurz bevor er stirbt – muss man mit Recht staunen.“

Terminale Geistesklarheit wurde von den Alten oft „das letzte Aufflackern der Seele“ genannt. Man konnte es aber genauso als ein Zeichen fur die Befreiung der Seele aus dem in solchen Fallen wahrlichen „Kerker“ ansehen.

Da das Hirn in wiederholten Fallen terminaler Geistesklarheit in relevanten Gehirnstrukturen weitgehend oder ganz zerstort gefunden wurde, erscheint die immer wieder genannte, biochemische Erklarung, dass kurz vor dem Tod ausgeschuttete Endorphine – diese konnen bekanntlich Glucksgefuhle auslosen – fur die terminale Geistesklarheit verantwortlich „sein konnten“, vollig unzureichend. An dem exemplarischen Fall „Kathe“ ist leicht zu erkennen, dass die Hypothese, das Bewusstsein wurde vom Gehirn hervorgebracht und ware nichts anderes als das Produkt der Komplexitat des Nervensystems, diesen Fall nicht befriedigend oder besser gesagt gar nicht erklaren kann. Und diese Unerklarbarkeit durch das „Computermodell“ des Gehirns verbindet diesen Fall der terminalen Geistesklarheit mit vielen anderen Phanomenen wie auserkorperliche Erfahrungen, Inselbegabungen, Spontanheilungen, Gedankenubertragung und anderen.

Als Alternative gibt es die heute wenig bekannte „Transmissions- oder Ubertragungshypothese“.


Schon Immanuel Kant hatte darauf aufmerksam gemacht, dass sich alle beobachtbaren Bewusstseinsphänomene mindestens genauso gut – wenn nicht sogar besser – erklären lassen, wenn wir annehmen, dass das Gehirn nicht das Bewusstsein erzeugt, sondern stattdessen nur wie ein Überträger wirkt.


Heute reprasentiert diese Funktionen das Funkgerat am besten wieder. Diese Hypothese setzt aber auch eine uber den physischen Korper hinausgehende Wesenheit voraus, die wir als Seele oder Geist bezeichnen konnen.

William James (1842–1910), der amerikanische Psychologe und Philosoph, Frederic W. H. Myers (1843–1901), der englische Dichter und Parapsychologe, und Henri Bergson (1859–1941), franzosischer Philosoph und Nobelpreistrager fur Literatur, haben zahlreiche Belege dafur vorgelegt, dass das Bewusstsein sich vom physischen Korper trennen kann, und es eine nachtodliche Kontinuitat des Bewusstseins gibt.

Diese Thesen sind in den 20er- und 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts nahezu ganz in Vergessenheit geraten. Diese Zeit war gepragt von den plakativen Thesen Friedrich Nietzsches und Bertrand Russels und von Materialismus und Positivismus.

In neuerer Zeit machte John Searle (*1932), einer der renommiertesten Gegenwartsphilosophen, im Jahre 2004 darauf aufmerksam, dass „der Materialismus“ „in einem gewissen Sinn die Religion unserer Zeit“ ist, zumindest fur die meisten „professionellen Experten“, die „auf den Gebieten der Philosophie, Psychologie, Bewusstseinsforschung und anderen Disziplinen“ tatig sind, die sich mit der Erforschung des Geistes („mind“) befassen. Der Materialismus wird von diesen Expertenakzeptiert, ohne ihn zu hinterfragen und er bildet den Rahmen, innerhalb dessen andere Fragen gestellt, angesprochen und beantwortet werden“.

Wenn wir nun die Transmissionshypothese auf den oben geschilderten Fall Kathe anwenden, dann erscheint Ubertragung zumindest in eine Richtung gestort. Die terminale Geistesklarheit zeigt, dass die Umweltinformationen in Form des Liedes offensichtlich aufgenommen wurden.


Ein übergeordnetes Bewusstsein hat vielleicht alles „mitbekommen“, aber die Verbindung zur Steuerung des Körpers war gestört.


Kurz vor dem Tod, war zumindest eine teilweise Verbindung da, sodass Kathe diesem Moment „wurdevoll“ entgegentrat. Wir stehen nun vor der seltsamen Situation, dass das derzeitige Paradigma zur Frage des Bewusstseins, die Produktionshypothese, viele Phanomene des Bewusstseins nicht befriedigend erklaren kann und gleichzeitig wird die diese Themen viele besser abdeckende Transmissionshypothese ignoriert.


Aber eine breite Annahme der Transmissionshypothese wäre mit einer Revolution des Weltbildes verbunden.


Sie wurde alle Lebensbereiche betreffen und mit einem umfassenden gesellschaftlichen Wandel verbunden sein.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel stammt aus dem Buch: Der Seelenbeweis von Wigbert Winkler


Eine faszinierende Studie, die aus wissenschaftlicher und spiritueller Sicht evidente Hinweise für die Existenz der Seele liefert!

Die Frage, ob es eine Seele gibt, die unsterblich ist und die Existenz des Menschen nach seinem physischen Ableben gewahrleistet, ist so alt wie die Menschheit. In allen Hochkulturen wurde druber geforscht und uberzeugendes Beweismaterial fur ein Fortleben nach dem Tod erarbeitet.

Wigbert Winkler dokumentiert die faszinierendsten historischen Einsichten der grosen Weisen und Wissenden – und setzt sie in Bezug zu den fortschrittlichsten Erkenntnissen der bedeutendsten Naturwissenschaftler. So entsteht eine Dokumentation des Besten aus zwei Welten, an deren Ende der glaubwurdige Nachweis erbracht werden kann: Die Seele existiert ohne jeden Zweifel! Ein Meilenstein in dem hochaktuellen Dialog zwischen Wissenschaft und Spiritualitat!

Der Autor: Dr. Wigbert Winkler ist Naturwissenschaftler und Geistesforscher. Er befasst sich seit vielen Jahren mit der Synthese von Wissenschaft und Spiritualitat. Er lebt in Osterreich und halt weltweit Vortrage zu diesem Thema. Er ist auch langjahriger Autor fur Abenteuer Philosophie.

Das Buch ist im Buchhandel erhaltlich.