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Das größte COMEBACK aller Zeiten


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HÖRZU - epaper ⋅ Ausgabe 43/2021 vom 22.10.2021

REPORT

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Bildquelle: HÖRZU, Ausgabe 43/2021

ABBA Der Auftritt beim ?Grand Prix Eurovision? 1974 im englischen Brighton war der Beginn der Weltkarriere

Darauf haben viele Millionen Fans weltweit fast 40 Jahre lang sehnsüchtig gewartet: ein Comeback von Abba. Ende 1981 erschien ihr bislang letzte Album „The Visitors“, im Übrigen die erste Audio-CD der Musikgeschichte. Die letzten gemeinsamen Auftritte der Schweden gab es 1982. Die Doku „Abba: Songs für die Ewigkeit“ (siehe TV-Tipp Seite 26) erinnert nun an die erfolgreichen Zeiten davor.

Neue Musik und ein besonderes Konzert

Alle Fanwünsche nach weiteren Konzerten und Alben blieben ungehört. Bis jetzt. Denn am 5. November erscheint „Voyage“. Die vorab veröffentlichten Songs „I Still Have Faith In You“ und „Don’t Shut Me Down“ erreichten Platz drei und fünf der deutschen Charts. „Es gab die beiden Songs. Aber ich hatte noch mehr“, sagt Benny Andersson. „Also warum nicht ein ganzes Album machen?“

Nun laufen die Vorbereitungen für ein ganz besonderes Ereignis: Am 27. Mai 2022 ist in London ...

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... Premiere für das erste virtuelle Konzert, das dann siebenmal pro Woche in der neuen Abba-Arena zu sehen sein wird. 100 Minuten dauert die Multimediashow mit Abbas größten Hits.

Die „Abbatare“ werden von einer zehnköpfigen Band live begleitet. Dafür haben Björn Ulvaeus, Benny Andersson, Anni- Frid Lyngstad und Agnetha Fältskog fünf Wochen lang in Spezialanzügen vor 160 Kameras 22 Songs gesungen. Jede Bewegung wurde aufgezeichnet, damit die digitalen Doubles alles originalgetreu auf die Bühne bringen. „Keiner von uns wusste, was auf uns zukommt. Aber wir sind in die Sache hineingewachsen “, sagte Agnetha Fältskog in einem Interview für einen schwedischen Radiosender. „Es war anders als alles, was wir vorher gemacht haben. Aber es fühlt sich gut an.“

Die vier „Abbatare“

Die virtuelle „Abba-Show“ ist ein Konzept aus Musik, Performance und Lichteffekten. Vorlage für die Abbatare sind Fotos von 1979. Fünf Wochen lang standen die Originale auf der Bühne und sangen ihre Hits, bis alles perfekt war. Jedes akribisch ausgefeilte Detail und jede Bewegung wurde von 160 Kameras aufgenommen und dann im Computer bearbeitet

Anfang der 80er-Jahre waren Abba am Ende

Auf eine Rückkehr der erfolgreichsten Band der 70er-Jahre hatten die Fans nicht mehr zu hoffen gewagt, allzu zerrüttet waren die Verhältnisse untereinander, als die Band Ende 1982 offiziell eine „Pause“ verkündete. Die Ehen von Björn und Agnetha sowie von Benny und Anni-Frid waren gescheitert. Das saubere Image war passé.

Auch kein noch so verlockendes Angebot brachte die vier wieder zusammen. Dafür reichten nicht mal eine Milliarde US-Dollar, die ein amerikanisches Konsortium im Jahr 2000 für eine Welttournee geboten haben soll. Nötig hatten sie das Geld sowieso nicht. Das Gesamtvermögen der Gruppe wird auf 900 Millionen Euro geschätzt. Nach Angaben ihrer Plattenfirma haben Abba 400 Millionen Tonträger verkauft.

Bis zur Trennung glich die Abba-Story einem Märchen. Seit 1966 machten Benny und Björn zusammen Musik. 1969 fanden die beiden Liebespaare zueinander. Agnetha Fältskog, die in Schweden bereits ein Star war, und Anni-Frid, Tochter einer Norwegerin und eines Deutschen, bastelten noch an ihren Solokarrieren und halfen anfangs nur mit ihrem Backgroundgesang aus. „Björn Ulvaeus & Benny Andersson“ hatten 1972 mit dem Song „She’s My Kind Of Girl“ einen kleinen Hit in Japan. Ab 1972 traten sie als „Björn & Benny, Agnetha & Anni-Frid“ auf. Bei ihrem ersten Besuch im deutschen Fernsehen in Ilja Richters „Disco“ sprang zwar eine Freundin für die hochschwangere Fältskog ein, aber das war eine Ausnahme. 1973 nahmen sie mit „Ring Ring“ am schwedischen Vorentscheid zum „Grand Prix Eurovision“ teil, wurden aber nur Dritte. Im Sommer änderten sie den Bandnamen in Abba, gebildet nach den Anfangsbuchstaben der Mitglieder.

Ein Jahr später wollten sie mit „Hasta Mañana“ einen neuen Anlauf nehmen, entschieden sich aber kurzfristig für „Waterloo“. Mit diesem siegreichen Auftritt in Brighton war 1974 der typische Abba- Sound geboren. Es folgte nun Hit auf Hit: „SOS“, „Mamma Mia“, „Fernando“, „Dancing Queen“ und „Super Trouper“, um nur einige ihrer neun Nummer-1-Hits in Deutschland zu nennen. Auch die schrillen Kostüme wurden ab 1974 zu ihrem Markenzeichen. Die hatten einen ganz praktischen Grund. Nach schwedischem Steuerrecht war es möglich, Ausgaben für Kostüme, die nicht für den täglichen Gebrauch geeignet waren, von der Steuer abzusetzen.

Ihr Geschäftssinn brachte ihnen Kritik in ihrer Heimat ein. Die Musik der vier sei zu kommerziell und seelenlos, hieß es. Von „Waterloo“ und „Ring Ring“ gibt es deutsche Versionen, weil sich die Hitfabrik Abba dadurch mehr Plattenverkäufe versprach. Sie vermarkteten sich immer perfekt. Das Logo mit dem umgedrehten B entstand bei einem Fotoshooting. Andersson hielt das B versehentlich falsch herum. Als der Fotograf das bemerkte, bedankten sich Ulvaeus und Andersson bei ihm für die „großartige Marketingidee“. Seit 1976 setzen Abba das Logo für all ihre Produkte ein.

Tatsächlich bauten Abba ein Imperium auf, das ihnen trotz des Endes der Band bis heute noch reichlich Geld einbringt. Und sie wachen darüber, dass sich niemand ungefragt an ihren Songs per Sampling bedient. Madonna hat sich in einem persönlichen Brief als Abba-Fan geoutet und erfolgreich um Erlaubnis für „Gimme! Gimme! Gimme!“ gebeten. Daraus wurde 2005 ihr Hit „Hung Up“. Die Queen of Pop weiß, was gut ist.

THOMAS KUNZE

DO 4.11. TV-TIPP

23.55 PRO SIEB EN

ABBA: SONGS FÜR DIE EWIGKEIT DOKU Der Film erzählt Geschichten, die sich hinter Songs von Abba verbergen