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DAS GROSSE HARR Y-GATE!


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Frau im Spiegel - epaper ⋅ Ausgabe 4/2023 vom 18.01.2023

ADEL

Artikelbild für den Artikel "DAS GROSSE HARR Y-GATE!" aus der Ausgabe 4/2023 von Frau im Spiegel. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Frau im Spiegel, Ausgabe 4/2023

HARRYS BUCH, ERFOLGREICH Am ersten Tag wurden mehr als 400 000 Exemplare von ?Spare? in Großbritannien verkauft. Nur der letzte Band von ?Harry Potter? verkaufte sich 2007 besser

Natürlich die böse Stiefmutter! Während sich Harry, 38, bisher mit konkreten Vorwürfen gegen Camilla, 75, noch zurückhielt, legt er in seinen Memoiren jetzt auch gegen die zweite Frau von Papa König Charles III., 74, richtig los: Sie habe sich mit einer perfiden Taktik zur Königin gemacht, ihr nahestehenden Journalisten Details aus dem royalen Privatleben zugespielt, selbst aus Vier-Augen-Gesprächen mit Prinz William, 40. Und Vater Charles hätte sie geheiratet, obwohl ihn zuvor beide Söhne „angebettelt“ hätten, sie nicht zum Traualtar zu führen. Als geschickte Intrigantin habe sie sich den Titel „Queen Consort“ erschlichen.

Camilla ist nun auch ein „Bösewicht“

So steht es in Harrys Memoiren „Reserve“ (englischer Originaltitel: „Spare“) zu lesen. Merkwürdig, wie auch einige anderen Aussagen. In einem TV-Interview relativierte dann Harry, im Grunde mit ihr ausgekommen zu sein und sich ...

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... bei persönlichen Begegnungen mit ihr eigentlich „wohlgefühlt“ zu haben. Wie das Erschleichen des Königinnen-Titels funktioniert haben soll, erklärt Harry nicht. Auf jeden Fall hatte (1926- 2022) einige Monate vor ihrem Tod entschieden, dass Camilla den Titel „Queen Consort“ erhalte.

Im Mittelpunkt der Angriffe stehen aber Bruder William und dessen Gattin Kate, 41. Einmal hätte William Harry zu Boden geschubst, das andere Mal habe er ihn nach der Beerdigung von

Prinz Philip

HARRY ÜBER CAMILLA:

„Sie musste ihr Image auf dem Weg zur Königsgemahlin rehabilitieren und genau das hat sie so gefährlich gemacht. Camilla opferte mich mehrmals auf ihrem persönlichen PR-Altar.“ („60 Minutes“-Interview, CBS)

HARRY ÜBER CHARLES:

„Ich wollte früh Vater werden, weil ich entschlossen war, nicht wie mein Vater zu sein. Er war relativ spät Vater geworden und ich hatte immer das Gefühl, dass das Probleme schuf, dass es Schranken zwischen uns errichtete.“ („Spare“)

HARRY ÜBER DIE QUEEN

„Sie war nicht erfreut. Aber sie war auch nicht schockiert. Sie wusste, wie unglücklich wir waren, sie hatte diesen Tag kommen sehen.“ (Harry in „Spare“ über die Reaktion der Queen auf den „Megxit“)

(1921-2021) am Kragen gepackt. Und dann habe William doch tatsächlich Harrys Gattin Meghan, 41, bei einer Art Krisen-Gespräch mit erhobenem Zeigefinger zurechtgewiesen, weil Meghan zu Kate, die kurz zuvor entbunden hatte, sagte, sie habe im Moment ein „Baby-Hirn“ und ihre Hormone spielten verrückt. William, ausgewiesener Musterschüler seiner Großeltern, mag hinter Palastmauern getobt haben über Harrys Enthüllungen – nach guter royaler Sitte sagt er öffentlich nichts.

Dafür verschont Harry die Leser auch mit Details nicht, die eher an anspruchsferne Reality-Formate erinnern: Mit 17 Jahren habe er hinter einem Pub seine Unschuld mit einer älteren Frau verloren. Bei einer Polarreise sei ihm fast sein „bestes Stück“ abgefroren. In seiner Party-Phase habe er Drogen, unter anderem Kokain und Halluzinationen erzeugende Pilze, eingenommen. Und er habe Kontakt mit seiner verstorbenen Mutter Diana (1961- 1997) gehabt und dabei über ein Stück zerbrochenen Christbaumschmucks gesprochen.

Gerade die vermeintlichen Rand-Details sorgen für Ärger – und überführen Harry, dass er offenbar ein schlechtes Gedächtnis hat. Beispiel: Er will von Diana persönlich eine „X-Box“ bekommen haben. Dumm nur: Diana starb 1997 – und die „X-Box“ gab es erst ab 2001 …

Immerhin, in einem der zugehörigen TV-Interviews sagte er deutlich: „Wir sind keine rassistische Familie“. Und die vielen Klagen und Vorwürfe bringen zumindest den in England verbliebenen Teil des Königshauses nicht in politischen Zugzwang. Das größte Problem für seine eigene Familie hat Harry vermutlich mit der Aussage geschaffen, er habe als Soldat im Afghanistan-Einsatz 25 gegnerische Taliban getötet, ohne sonderliche Emotionen, sie seien für ihn eher „Schachfiguren“ gewesen. Solche Aussagen sind weltweit bei Militärs verpönt – und bringen Harry, der sich bis dato schon durch Fotografen so bedroht fühlte, dass er auf Steuerzahler-Kosten Bodyguards forderte, in eine neue Gefahr. Im TV versuchte er danach, die Aussage zu verharmlosen – nebenbei kippte er Tequila-Shots vor laufender Kamera weg, wenn er eine Frage nicht beantworten wollte. Immerhin kündigte er an, er wolle weiterhin einen Kampf gegen die Medien führen. Genau die waren es übrigens, die Harry für „Netflix“-Doku und Buch bis zu 150 Millionen Dollar bezahlten. Das nennt man wohl, die Hand zu beißen, die einen füttert. Aber damit hat Harry ja Erfahrung.

A. ENGLERT / T. SEEGER

Er verstrickt sich in viele Widersprüche

HARRY ÜBER WILLIAM:

„William bestand darauf, unsere Bruderschaft in eine Art private Olympiade zu verwandeln.“ Über einen Streit 2019 schreibt Harry: „Er beschimpfte mich. Warf mir alle möglichen Schimpfwörter an den Kopf.“ („Spare“)

HARRY ÜBER KATE:

„Ich hatte immer gehofft, wir würden uns zu viert verstehen. Aber dann realisierte Kate, dass man sie jetzt mit Meghan vergleichen und sie zwingen würde, mit ihr zu konkurrieren.“ (ITV-Interview)

HARRY ÜBER ANDREW:

„Obwohl er in einen beschämenden Skandal verwickelt war und beschuldigt wurde, eine junge Frau sexuell missbraucht zu haben, hatte niemand vorgeschlagen, ihm seine Sicherheit zu entziehen.“ („Spare“)