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Das große Panorama- Spezial


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ColorFoto - epaper ⋅ Ausgabe 11/2021 vom 12.10.2021

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Bildquelle: ColorFoto, Ausgabe 11/2021

1. Grundlagen

Panorama-Aufnahmen heben sich durch eine besondere Charakteristik hervor. Während wir von unseren Kameras klassische Bildformate im 3:2- oder 4:3-Seitenverhältnis gewohnt sind, fallen Panoramafotos in der Regel deutlich breiter als hoch aus oder fesseln den Blick sogar mit einem 360-Grad-Rundumblick. Ziel ist es, möglichst viel von der Umgebung in einer einzigen Gesamtaufnahme abzubilden. Um das zu erreichen, gibt es verschiedene Herangehensweisen.

Vom Einzelbild bis zur Montage

Wenn es in erster Linie nur darum geht, ein Bild in einem möglichst breiten Seitenverhältnis zu zeigen, genügt vielleicht der ganz einfache Weg eines „Pseudopanoramas“. Dabei wird das Motiv mit einem sehr weitwinkligen Objektiv aufgenommen und das Bild später am Rechner in das gewünschte Seitenverhältnis zugeschnitten. Das führt zwar einerseits zum typischen Panorama-Look, bringt andererseits aber den Nachteil ...

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... mit sich, dass man nur so viel von der Umgebung abbilden kann, wie es der Bildwinkel des verwendeten Objektivs zulässt. Davon abgesehen geht durch den Zuschnitt auch Auflösung verloren.

Um mehr Spielraum in Sachen Bildwinkel und Auflösung zu bieten,nimmt man für Panoramen deshalb üblicherweise mehrere Einzelbilder auf, die sich später in der Bildbearbeitung mithilfe von „Stitching“-Funktionen zu einer großen Gesamtaufnahme zusammenfügen lassen. Nach jeder Einzelaufnahme dreht man die Kamera um einen zuvor festgelegten Winkel. Dieser Winkel wird als Schrittweite bezeichnet, seine Größe hängt von der verwendeten Kamera-Objektiv-Kombination ab.

Das Zusammensetzen der Einzelaufnahmen bietet gleich mehrere Vorteile. Zum einen ist der Fotograf bei der Wahl des Bildwinkels völlig frei. Er kann ein 180-Grad-Panorama aufneh-men oder sich um 360 Grad um seine eigene Achse drehen. Je mehr Aufnahmen aneinandergesetzt werden, desto größer wird auch der Bildwinkel. Dazu kommt der hilfreiche Aspekt, dass sich die Auflösung der Einzelbilder addiert. Da sich die Aufnahmen überlappen müssen, damit die Software die Übergänge findet, geht dabei zwar ein Teil der Auflösung verloren – dennoch bieten solche Panoramen enorm hohe Auflösungen und eignen sich bestens dazu, die Bilder großformatig und mit vielen Details zu drucken oder auszubelichten. Dabei entstehen Bilddateien, die teilweise einige Hundert Megabyte groß sind.

Überblick über die verschiedenen Panorama-Arten

Neben dem einreihigen Panorama, für das die Kamera auf der horizontalen Achse gedreht wird, besteht auch die Möglichkeit, mehrreihige Panoramen aufzunehmen. Dafür wird die Kamera zusätzlich nach oben und nach unten geschwenkt, um den Bildwinkel noch weiter zu vergrößern.

Wer sich mit der Panorama-Fotografie beschäftigt, wird bald auf die Begriffe Zylinder- und Kugelpanorama stoßen. Die zylindrische Projektion kann man sich so vorstellen, dass man in einem Zylinder steht und sich um 360 Grad um die eigene Achse dreht. Bei einem Kugelpanorama, auch sphärisches Panorama genannt, steht der Fotograf bildlich gesprochen im Innern einer Kugel und schaut in alle Richtungen. Also auch nach oben und nach unten. Diese Rundumblick lässt sich entweder als flaches Bild darstellen oder als virtuelles Panorama, in dem man sich mit speziellen Playern in alle Richtung drehen kann. Auch eine Wiedergabe als „Little Planet“ ist möglich. In diesem Fall wirkt das Motiv wie ein Miniplanet, auf dem Gebäude, Bäume und andere Objekte nach außen ragen. Das Flächenpanorama, auch perspektivische Projektion genannt, eignet sich hingegen sehr gut für Architekturmotive. Bei der Aufnahme von hohen Gebäuden kommt es normalerweise zu stürzenden Linien. Für ein Flächenpanorama wird das Gebäude deshalb in mehreren Reihen fotografiert, wobei jedes Einzelbild nur einen Teil des Gebäudes zeigt. Nach der Kombination der Bilder in der Stitching-Software erscheinen die Linien am Bildrand deutlich gerader. Eine weitere interessante Sonderform ist das Gigapixel-Panorama. Dazu werden sehr viele Einzelbilder – häufig mit Teleobjektiven – aufgenommen und anschließend zu einem extrem hochauflösenden und damit sehr detailreichen Panorama zusammengesetzt. Beim HDR-Panorama geht es hingegen um einen möglichst hohen Dynamikumfang. Hier werden für jedes Einzelbild zusätzlich unterschiedliche Belichtungen aufgenommen und am Rechner zu einem Gesamtpanorama zusammengesetzt.

Aus der Hand oder vom Stativ – nicht nur Geschmacksache

Grundsätzlich empfehlen wir, für professionelle Panoramen ein Stativ mit einem speziellen Panoramakopf zu verwenden. Solche Köpfe werden auch Nodalpunkt-Adapter genannt und sind sowohl für einreihige als auch für mehrreihige Panoramen erhältlich. Darüber erfahren Sie mehr im Abschnitt „Panoramaköpfe für ein- und mehrzeilige Panoramen“.

Wer nur gelegentlich ein Panorama aufnehmen möchte, muss dazu nicht zwingend spezielles Equipment kaufen. Panoramen gelingen durchaus auch aus der Hand. Dabei ist es wichtig, die Einzelbilder möglichst aus gleicher Höhe und mit ausreichend Überlappung aufzunehmen, damit die Stitching-Software später die Übergänge findet. Auf die Aufnahmeeinstellungen gehen wir im Praxisteil genauer ein.

Vom Stativ lässt es sich grundsätzlich präziser arbeiten. Zudem ist die Panoramafotografie aus der Hand eigentlich nur dann zu empfehlen, wenn das Hauptmotiv weit entfernt ist. Sobald die Aufnahme auch Objekte im nahen Vordergrund abbilden soll, kommt es aus der Hand beim Schwenken der Kamera unweigerlich zu einer Ver-schiebung zwischen dem Vorder- und dem Hintergrund. Dabei spricht man von einer Parallaxe. Bei einer starken Verschiebung auf den einzelnen Aufnahmen hat die Software später keine Chance mehr, das Panorama sauber zusammenzusetzen. Panoramen mit Details im Vodergrund setzen deshalb die Verwendung von Panoramaköpfen voraus, die Kamera und Objektiv so ausrichten, dass Vorder- und Hintergrund beim Schwenken in Deckung bleiben. Wie das funktioniert, erklären wir ausführlich wir im Praxis-Workshop auf Seite 71.

Welche Kameras und Brennweiten sind empfehlenswert?

In der analogen Fotografie gab es damals spezielle Kameras für Filme im extrabreiten Panoramaformat. Modelle wie die Noblex 150 UX, die Noblex 135 und die Linhof Technorama 617 wurden inzwischen neu aufgelegt und sind heute wieder erhältlich.

In der digitalen Fotografie ist die Erstellung von Panoramen grundsätzlich leichter möglich. Für ein hochauflösen-des Panorama kann man mit jeder Kamera mehrere Einzelbilder aufnehmen, die man zu einem Panorama zusammensetzt. Manche Kompaktkameras und Systemmodelle, zum Beispiel die Sony Alpha 6400, haben sogar eine Schwenkpanorama-Funktion an Bord, die die Einzelbilder automatisch in der Kamera zusammensetzt. Was die Objektive betrifft, ist vom Fisheye bis zum Tele im Grunde alles verwendbar. Mit kurzen Brennweiten genügen für Panoramen relativ wenige Einzelbilder, weshalb Weitwinkelobjektive auch geeignet sind, um das Panorama aus der Hand aufzunehmen. Im Vollformat sind 16 bis 24 Millimeter eine gute Wahl.

Selbstverständlich kann man auch mit längeren Brennweiten Panoramen aufnehmen. Gigapixelpanoramen entstehen sogar häufig mit Teleobjektiven. Da Objektive mit langen Brennweiten einen kleineren Bildwinkel abbilden als solche mit kurze Brennweiten, sind für das gleiche Panorama insgesamt mehr Einzelbilder nötig. Das führt zu einer deutlich höheren Gesamtauflösung. Festbrennweiten sind meist besser auf Abbildungsfehler korrigiert als Zooms. Daher sind Festbrennweiten die bessere Wahl. Dennoch kann das Panorama durchaus auch mit einem Zoom aufgenommen werden. Dann aber sollte die Brennweite während der Aufnahmeserie konstant bleiben. Bei der Arbeit mit einem Panoramakopf ist die Einstellung des Nodalpunkts für jede Brennweite neu vorzunehmen.

2. Panoramaköpfe für einzeilige und mehrzeilige Panoramen

Wer tiefer in die Panoramafotografie eintaucht, findet in Panoramaköpfen, auch Nodalpunkt-Adapter genannt, sehr gute Unterstützung für einund mehrzeilige Panoramen. Wie schon erwähnt, sind Panoramaköpfe grundsätzlich für Motive zu empfehlen, die nicht nur weit entfernte Objekte, sondern auch einen Vordergrund enthalten. Hier würde es aus der Hand zu einer sichtbaren Verschiebung zwischen Vorderund Hintergrund kommen, sodass sich die Einzelbilder kaum zusammensetzen lassen. Doch warum ist das so?

Damit Vorder- und Hintergrund bei den Aufnahmen deckungsgleich bleiben, muss man die Kamera-Objektiv-Konstruktion um die Lage der Eintrittspupille im Objektiv drehen. Sie unterscheidet sich von Objektiv zu Objektiv und ist leider nicht am Objektivgehäuse markiert. Man kann sie erraten, wenn man von vorne in das Objektiv sieht, stark abblendet und die Abblend taste drückt. Wo das Bild der geschlossenen Blende zu sehen ist, sitzt die Eintrittspupille. Um nicht raten zu müssen, bieten Panoramaköpfe präzise Einstellmöglichkeiten, um die Lage der Eintrittspupille über Einstellschlitten zu ermitteln.

In unserem Praxistest haben wir das professionelle Novoflex Panorama VR- System Pro II HD für rund 830 Euro mit dem an Hobbyfotografen gerichteten Rollei Panoramakopf 200 Mark II „updated Version“ für rund 150 Euro verglichen. Da könnte man einwenden, dass wir Äpfel mit Birnen vergleichen. Tatsächlich haben aber beide Köpfe die gleiche Aufgabe. Beide sind dazu gedacht, mehrzeilige Panoramen aufzunehmen – und so viel sei verraten: Die Ergebnisse sind im Grunde identisch. Der Preisunterschied macht sich vielmehr in Präzision, Verarbeitung und Bedienung bemerkbar. Darum wollen wir als Erstes das professionelle Novoflex Panorama VR-System Pro II HD vorstellen und daran erläutern, wie man bei einem solchen Panoramakopf den Nodalpunkt, die Lage der Eintrittspupille, ermittelt. Das Prozedere ist beim Rollei-Kopf nahezu identisch. Deshalb gehen wir bei der anschließenden Vorstellung des Rollei-Panoramakopfs vor allem auf die nennenswerten Unterschiede zum Novoflex-System ein.

Novoflex Panorama VR-System Pro II HD (ca. 830 Euro)

Am Novoflex-System fällt bereits beim Auspacken der einzelnen Bauteile die sehr gute Verarbeitungsqualität auf. Die mitgelieferte Panoramaplatte Q Pro II, der L-Winkel QPL-VR Pro, die zweite Panoramaplatte Panorama VR III und die Platte für die Kamera wirken sehr robust und hochwertig. Die Fräsungen an den Bedienrädern und die Schrift an den Skalierungen sind sehr präzise. Auch beim Zusammenbauen greifen alle Bauteile gut ineinander – nichts wackelt. Man muss allerdings auch das hohe Gewicht in Betracht ziehen: Das System bringt ohne Kamera rund 1,45 Kilogramm auf die Waage. Der Aufbau und die Einrichtung sind dank der ausführlichen Bedienungsanleitung mit hilfreichen Bildern sehr einfach.

Schauen wir uns den Aufbau im Einzelnen an. Zuerst schraubt man die recht massive Panoramaplatte Q Pro II auf den Stativkopf. Hier eignet sich ein Kugelkopf, der es nachher einfacher macht, das VR-System Pro II HD mithilfe der eingebauten Libelle auszurichten. Die Panoramaplatte besteht aus einem Klemmmechanismus, in den die L-Schiene eingesetzt wird; einer Feststellschraube, um die 360-Grad-Rotation zu ermöglichen und einer Schraube für die Rastung in unterschiedlichen Schrittweiten/Winkeln. Steht das Rad für die Schrittweite zum Beispiel auf der Zahl Acht, rastet der Kopf im Laufe der 360-Grad-Drehung acht Mal ein; steht es auf 16, sind es 16 Rastungen pro voller Drehung. Wozu braucht man diese Einstellung? Bei Weitwinkelobjektiven ist der Bildwinkel so groß, dass sich die volle Drehung in wenigen Schritten abfotografieren lässt. Mit einem Tele sind deutlich mehr Schritte nötig. Als Nächstes wird die L-Schiene auf die Panoramaplatte montiert – und zwar mit dem Teil der Schiene, der die größere Aussparung in der Mitte hat. Das ist wichtig, um später das oben auf der Panoramaplatte markierte Kreuz ablesen zu können, das beim Ausrichten der Kamera behilflich ist. Am nach oben ausgerichteten Teil der L-Schiene wird danach die zweite, kleinere Panoramaplatte Panorama VR III angesetzt. Auch sie ist mit einer Feststellschraube für die 360-Grad-Drehung ausgestattet. Statt einer weiteren Schraube für verschiedene feste Schrittweiten arbeitet Novoflex hier mit einem großen blauen Knopf, der mit dem Finger gedrückt werden muss, um den vertikalen Winkel für mehrreihige Panoramen zu wählen. Passt der Winkel, lässt man den Knopf wieder los, um die Panoramaplatte gegen eine weitere, ungewollte Bewegung zu sichern. Die Sperrfunktion ist sinnvoll, damit die Kamera, vor allem eine schwere SLR, nicht versehentlich nach unten kippen kann.

Nun kommt die Kamera ins Spiel. Sie wird mit einer Schraube und dem mitgelieferten Inbusschlüssel an der blauen Kameraschiene befestigt und samt der Schiene an der oberen Panoramaplatte VR III festgemacht. Damit ist der grundsätzliche Aufbau komplett.

Lage der Eingangspupille mit dem Novoflex VR-System Pro II HD ermitteln

Die gute Nachricht gleich zu Beginn: Die Anpassung des Panoramakopfs an Kamera und Objektiv ist nur einmal vorzunehmen. Bei Zooms ist zu beachten, dass die Einstellung immer nur für die jeweils verwendete Brennweite gilt. Wer bei einem 24-70-mm-Zoom sowohl mit 24 mm als auch mit 70 mm arbeiten will, muss den Kopf auf jede Brennweite einzeln einstellen. Die Einrichtung der Konstruktion kann im Vorfeld zu Hause vorbereitet werden. Wichtig ist dabei, sich die jeweils eingestellten Werte zu notieren, damit man den Pa noramakopf schnell wieder anpassen kann, wenn man am Aufnahmeort Objektive oder Brennweiten wechselt. So geht’s: Zuerst wird die Kamera mit dem Objektiv nach unten ausgerichtet. Bei aktiviertem Live-View bewegen Sie die L- Schiene auf der Panoramaplatte hin und her, bis das zentrale Fokusfeld der Kamera exakt über dem weiß markierten Kreuz (Bild rechts) sitzt. Je nach Objektiv kann es sein, dass das Kreuz nicht gut zu erkennen ist, weil das Objektiv zu nah dran ist und wegen einer längeren Naheinstellgrenze ein unscharfes Bild zeigt. In dem Fall können Sie die Kamera über die blaue Schiene einfach ein Stück nach oben schieben. Das ist an der Stelle noch kein Problem, da die blaue Schiene erst im nächsten Schritt eingerichtet wird.

Dazu drücken Sie die große blaue Taste am oberen, kleinen Panoramakopf und schwenken die Kamera um 90 Grad nach oben, bis sie nach vorne ausgerichtet ist. Um die Eintrittspupille zu ermitteln, benötigen Sie im Vordergrund ein Objekt, das in Deckung mit einem im Hintergrund ist. Zu Hause kann das im Vordergrund eine Stehlampe und ein Türrahmen im Hintergrund sein. Für unseren Praxistest sind wir rausgegangen und haben die Stange eines Lichtstativs mit einer Laterne in Deckung gebracht. Drehen Sie die Kamera nun nach links und nach rechts, sehen Sie, wie sich die Objekte im Vorder- und Hintergrund zueinander verschieben. Wächst der Abstand wie in den Beispielen auf Seite 70, ist die blaue Schiene am Novoflexkopf noch nicht ideal eingestellt. In diesem Fall schieben Sie sie etwas vor oder zurück und wiederholen den Vorgang. Ziel ist es, die Position von Kamera und Objektiv über die Schiene so einzustellen, dass die Objekte in Vorder- und Hintergrund auch bei einer Drehung deckungsgleich bleiben.

Klappt das, ist die Konstruktion so eingestellt, dass Sie Kamera und Objektiv um die Lage der Eintrittspupille drehen. Jetzt notieren Sie alle Werte auf den Skalen. Die Skala des Novoflex- Systems lässt sich an der oberen blauen Schiene sehr komfortabel von oben ablesen. Der anfangs eingestellte Wert für den Mittelpunkt der Kamera gilt für alle Objektive – solange Sie die gleiche Kamera benutzen. Nach einem Wechsel muss die untere Schiene neu eingestellt werden. Die blaue Schiene an der Kamera müssen Sie hingegen für jedes Objektiv und bei Zooms für jede Brennweite, einmal einstellen und den Wert notieren. Danach sind Sie fertig und können zu fotografieren beginnen.

Rollei Panoramakopf 200 Mark II „Updated Version“ (ca. 150 Euro)

Rollei liefert den Panoramakopf 200 Mark II „Updated Version“ in einem stabilen Koffer. Darin ist er zwar gut gepolstert, der Koffer belegt aber auch viel Platz in der Fototasche. Deshalb haben wir im Praxistest darauf verzichtet und den Panoramakopf, so wie er ist, direkt in unsere Tasche gepackt.

Für den Transport lässt sich der Rollei- Kopf sehr einfach platzsparend zusammenklappen (Bild Seite 68). Will man ihn vor Ort aufbauen, muss man nur eine große, griffige Schraube herausdrehen und sie nach dem Hochklappen der oberen Schiene wieder hineindrehen. Das ist etwas einfacher als beim Panoramakopf von Novoflex. Da lässt sich die L-Schiene zwar ebenfalls auseinandernehmen – man muss dazu aber einen Inbusschlüssel dabeihaben. Bei Rollei gelingt der Auf- und Abbau ohne zusätzliches Werkzeug. Im Vergleich hatten wir aber den Eindruck, dass die Konstruk tion bei Novoflex deutlich stabiler wirkt als bei Rollei. Der Panoramakopf 200 Mark II fällt mit 1171 Gramm auch leichter aus. Die Ausrichtung der Objektiv-Kamera- Kombinationen funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie bei Novoflex. Rollei liefert ebenfalls eine ausführliche Bedienungsanleitung mit. Da die Preisdifferenz zwischen den beiden Köpfen rund 680 Euro beträgt, schildern wir im Kasten oben die Unterschiede zwischen den beiden Modellen.

Die Unterschiede zwischen dem Rollei- und dem Novoflex-Kopf

Der Rollei-Kopf ermöglicht an der großen Haupt-Panoramaplatte vier verschiedene Schrittweiten auf der 360-Grad-Drehung: vier Schritte um 90 Grad, sechs Schritte um 60 Grad, 15 Schritte um 24 Grad und 24 Schritte um 15 Grad. Der Novoflex-Kopf bietet dagegen doppelt so viele Schrittweiten – angefangen bei acht Schritten (45 Grad) bis hin zu 72 kleinen Schritten (5 Grad).

Während sich die Schrittweite bei Novoflex über eine fest verbaute Schraube einstellen lässt, arbeitet Rollei mit einer Schraube, die für die vier Schrittweiten in vier verschiedene Öffnungen geschraubt wird. Damit sie nicht verlorengeht, ist die Schraube mit einem Band mit der Panoramaplatte verbunden.

Der Wechsel der Schrittweiten mag bei Rollei nicht so komfortabel sein, funktioniert aber durchaus gut. Man sollte nur darauf achten, beim Wechsel nicht vorne an das Gewinde der Schraube zu greifen – sonst hat man Schmiermittel an den Fingern.

Bei der oberen Panoramaplatte für vertikale Winkeländerungen können beide Köpfe in 10-Grad-Schritten bewegt werden. Auch hier liegen die Unterschiede im Bedienkomfort.

Während bei Novoflex ein blauer Sperrknopf gedrückt, der Winkel verändert und dann der Sperrknopf wieder losgelassen wird, benötigt man beim Rollei-Kopf dafür zwei Schrauben. Eine große Feststellschraube stellt den Drehwiderstand zum Verstellen des Winkels entweder höher oder leichtgängiger ein. Eine zweite, kleinere Schraube sperrt den Panoramakopf gegen jegliche Bewegung. Auch wenn die große Feststellschraube bei Rollei sehr fest angezogen wird, ist sie nicht wirklich gesperrt wie beim Sperrknopf bei Novoflex. Für schwere Kamera-Objektiv- Kombinationen würden wir daher Rollei-Nutzern empfehlen, die zusätzliche kleinere Sperrschraube anzuziehen.

Wenn auf der Suche nach der Lage der Eintrittspupille die obere Kameraschiene vorund zurückgeschoben wird, gelingt das mit dem Novoflex-Kopf insgesamt deutlich einfacher. Die Schiene läuft hier leichtgängiger. Beim Rollei-Kopf ist die Bewegung etwas hakelig. Ein entscheidender Unterschied liegt in der Beschriftung der Skalen: Während die Skala an der wichtigen oberen Kameraschiene bei Novoflex sehr komfortabel von oben abzulesen ist, sitzt die Skala bei Rollei auf der der Kamera zugewandten Seite. Man muss also seitlich an der Kamera vorbeischauen.

Wenn man viele verschiedene Objektive einstellen möchte und auch am Aufnahmeort häufig das Objektiv wechselt, kann das etwas anstrengend werden. Wer hingehen nur mit ein oder zwei Objektiven arbeitet, kann diesen Nachteil durchaus verschmerzen.

Im Endeffekt sind wir bei unserem Köln-Panorama, das auf Seite 73 abgebildet ist, mit beiden Köpfen zum gleichen Ergebnis gekommen. Somit gelingen auch mit dem günstigeren Rollei-Kopf für nur 150 Euro sehr schöne Panoramen. Für die gelegentliche Panoramafotografie reicht das völlig aus.

Wer sich hingegen diesem Thema ausgiebig widmen möchte und immer wieder mit verschiedenen Objektiven arbeitet, wird die wesentlich komfortablere Bedienung des Novoflex-Kopfs zu schätzen wissen – auch wenn der Preisunterschied von 680 Euro drastisch ist.

3. Praxistipps: Kamera einstellen

Panoramen sollten Sie manuell belichten. Der Grund ist ganz einfach. Wenn Sie die Kamera für ein Panorama schwenken, stellt der Automatikmodus für jedes Einzelbild eine neue Belichtung ein. Dann würden Sie hinterher unterschiedlich belichtete Einzelaufnahmen in die Software laden, die sich nicht sauber zusammenfügen lassen.

Manuelle Belichtung

Wenn Sie die Verschlusszeit, die Blende und die ISO-Empfindlichkeit dagegen manuell festlegen, bleibt die einmal eingestellte Belichtung für alle Einzelaufnahmen gleich. Außerdem ist es empfehlenwert, die Einzelbilder im RAW-Format aufzunehmen, damit Sie die Belichtung, den Dynamikumfang und den Weißabgleich bequem im Nachhinein korrigieren können.

Verschlusszeit und Blende

Wenn Sie das Panorama aus der Hand fotografieren wollen, sollten Sie eine Belichtungszeit wählen, die kurz genug ist, um Verwacklungen zu vermeiden. Dazu können Sie sich folgende Faustregel merken: Ohne Bildstabilisierung gelingen noch verwacklungsfreie Aufnahmen, wenn die Verschlusszeit nicht länger als der Kehrwert der verwendeten Kleinbildbrennweite ausfällt. Bei einer Kleinbildbrennweite von 24 mm sollte die Belichtungszeit also maximal 1/25 s sein. Wird das Panorama vom Stativ aufgenommen, sind auch längere Verschlusszeiten kein Problem.

Mit aktiviertem Bildstabilisator sind zwar längere Verschlusszeiten möglich; um viele Details zu erhalten, raten wir aber dazu, mit der oben genannten Kehrwertregel zu arbeiten. Bevor sie die Blende einstellen, sollten Sie mit einem Testlauf ermitteln, bei welchem Blendenwert die jeweilige Kamera- Objektiv-Kombination die größte Schärfentiefe erreicht. Schließt man die Blende zu weit, kommt es zu einer Beugungsunschärfe. In der Kleinbildfotografie arbeitet man häufig im Bereich zwischen Blende 5,6 und 11. Für kleinere Sensoren, zum Beispiel Micro Four Thirds, ist der Spielraum geringer Hier tritt die Beugungsunschärfe früher auf als beim Vollformat.

Wer sich bei der Wahl der optimalen Belichtungszeit nicht ganz sicher ist, kann als kleine Hilfestellung erst die Blende fest einstellen und dann die halbautomatische Blendenpriorität (Modus A) aktivieren. Bei einem Schwenk zeigt die Kamera dann in jeder Position die automatisch ermittelte Verschlusszeit zu der vorher festgelegten Blende an. Notieren Sie sich die Verschlusszeiten für eine dunkle und eine helle Stelle Ihres Panoramas. Danach können Sie in den manuellen Modus M wechseln und eine feste Verschlusszeit einstellen, die etwa in der Mitte der notierten Verschlusszeiten liegt. Das erhöht die Chancen, dass das Gesamtpanorama eine ausgeglichene Belichtung erhält.

Manueller Fokus

Damit die Kamera nicht für jede Einzelaufnahme neu fokussiert und im ungünstigsten Fall mal mehr auf den Vordergrund und dann wieder auf den Hintergrund scharfstellt, sollten Sie die Schärfe für das gesamte Panorama einmal manuell setzen. Sie können durchaus vor der Aufnahme den Autofokus verwenden, sollten ihn dann aber ausschalten, damit der Fokuspunkt gehalten wird.

Falls sie rein manuell scharfstellen, können Sie in der Panoramafotografie auch mit der „hyperfokalen Distanz“ arbeiten. Das ist der Fokussierabstand, der die maximale Schärfentiefe vom Hintergrund bis in den Vordergrund ermöglicht. Die hyperfokale Distanz fällt je nach Brennweite und Objektiv unterschiedlich aus. Es gibt Tabellen mit Richtwerten für verschiedene Brennweiten, die angeben, bei welcher Entfernungsangabe auf dem Objektiv die hyperfokale Distanz erreicht wird. Die Betonung liegt dabei aber auf „Richtwert“, die Angaben in der Tabelle müssen nicht immer hundertprozentig zutreffen. Es ist deshalb besser, vorher einen Test mit den gängigen Richtwerten zu starten und anschließend zu probieren, ob mit kleinen Verschiebungen der Fokusdistanz noch bessere Ergebnisse zu erzielen sind.

Verwacklungen vermeiden

Sollten Sie Ihr Panorama in den Abendstunden aufnehmen und dafür mit längeren Verschlusszeiten arbeiten müssen, ist es sinnvoll, einen Fernauslöser oder den Selbstauslöser der Kamera zu verwenden, um Verwacklungen zu vermeiden. Wer mit einer Spiegelreflexkamera fotografiert, kann auch noch die Spiegelvorauslösung aktivieren, um ein Maximum an Schärfe zu erhalten.

Bei der Arbeit mit älteren Kameras und Objektiven ist es außerdem hilfreich, den Bildstabilisator für Aufnahmen vom Stativ auszuschalten. Sonst kann es passieren, dass der Bildstabilisator Bewegungen auszugleichen versucht, die es gar nicht gibt, und damit eine Unschärfe erzeugt. Lediglich moderne Bildstabilisierungssysteme in jüngeren Kameras erkennen automatisch, wenn die Kamera ruhig steht, und deaktivieren die Stabilisierung automatisch.

4. Von der Serie zum Panorama:Stitchen mit Adobe Camera RAW

Es gibt verschiedene Software-Lösungen, mit denen sich die aufgenommenen Einzelbilder zu Panoramen zusammensetzen lassen. Neben dem professionellen, rund 150 Euro teuren PTGUI, das außer Gigapixel-, HDRund virtuellen Panoramen auch „Little Planets“ erzeugen kann, haben auch die Adobe-Programme wie Lightroom und Photoshop automatische Stitching-Funktionen an Bord.

Wir werden Ihnen in diesem Kapitel Schritt für Schritt erklären, wie Sie die RAW-Bilder einer Panoramareihe aus Adobe Bridge in Camera RAW zusammensetzen und an Photoshop übergeben. Die Panoramafunktion gibt es in Camera RAW seit der Version 9.4. Mit der Version 11.0 hat Adobe zusätzlich das Erstellen von HDR-Panoramen möglich gemacht.

Schritt 1 Einzelfotos importieren

Und so geht’s: Wählen Sie alle RAW- Bilder ihrer Aufnahmeserie in der Adobe Bridge aus und öffnen Sie sie in Camera RAW. Das geht zum Bei spiel mit der Tastenkombination „STRG+R“. Falls die Belichtung schwierig war und Korrekturen in den Lichtern und Schatten nötig sind, können Sie damit warten, bis das Pa norama zusammengesetzt ist. Das verschafft Ihnen die Gelegenheit, eventuelle Änderungen direkt im Gesamtbild zu überprüfen. Wählen Sie in der Bilder leiste alle Fotos der Serie aus. Wenn Sie nun mit der Maus über eines der kleinen Vorschaubilder in der Leiste fahren, erscheint oben rechts ein kleiner Button mit drei Punkten. Hier wählen Sie die Funktion „Zu Panorama zusammenfügen“.

Alternativ können Sie direkt darunter die Funktion für HDR-Panoramen öffnen, falls Sie jede Einzelaufnahme mit mehreren Belichtungen aufgenommen haben.

Schritt 2 Bilder zusammensetzen

Camera RAW beginnt im nächsten Schritt damit, die zuvor ausgewählten Einzelbilder automatisch zusammenzusetzen und in einer Vorschau darzustellen. Neben dem Vorschaufenster finden Sie mehrere Auswahlmöglichkeiten. So gibt es zum Beispiel die kugelförmige, die zylindrische und die perspektivische Projektion, wobei Camera RAW die erste Auswahl selbst festlegt.

Da die Software die Bilder automatisch so weit gegeneinander verschiebt, bis die Übergänge optimal übereinander sitzen, entstehen am Bildrand zuweilen leere Flächen. Camera RAW bietet für ihre Entfernung mehrere Optionen an. Sie können zum Beispiel die Software die „Kanten füllen“ lassen. In diesem Fall versucht Camera RAW, die Lücken automatisch mit Bildinformationen zu füllen, die zu den umliegenden Bildbereichen passen. Als weitere Möglichkeit steht ein Regler für die „Randverkrümmung“ zur Verfügung. Damit wird das Bild ein Stück in Richtung der Ränder verzogen. Wer mag, kann sogar die Randverkrümmung und „Kanten füllen“ miteinander kombinieren. Als dritte Option können Sie das Bild automatisch freistellen lassen. Camera RAW wählt dann einen Bildausschnitt, der sämtliche Lücken am Bildrand wegschneidet.

Schritt 3 Korrekturen vornehmen

Wenn es schnell gehen soll, können Sie zusätzlich ein Häkchen bei „Anwenden von automatischen Einstellungen“ setzen, um eine automatische Bildkorrektur durchführen zu lassen. Wollen Sie die Korrekturen lieber selbst im Detail vornehmen, lassen Sie das Feld frei und bestätigen das Panorama mit dem Bedienfeld „Zusammenfügen“. Das zusammengesetzte Bild wird nun im DNG-Format gespeichert und in Camera RAW als neues Bild zur Bildleiste hinzugefügt. Dank des DNG-Formats bleibt das Panorama als RAW-Datei mit sämtlichen Bildinformationen erhalten.

Schritt 4 Parameter anpassen

Sie können jetzt damit beginnen, in Camera RAW alle üblichen Bildeinstellungen vorzunehmen. Unterhalb der Bildleiste zeigt die Software direkt an, welche Auflösung das Panorama am Ende haben wird. In unserem Beispiel entsteht aus sechs Einzelbildern mit jeweils 24,5 Megapixeln aus der Nikon Z6 ein automatisch freigestelltes Gesamtpanorama mit 88,4 Megapixeln (16 339 x 5 411 Pixel). Die DNG-Datei hat eine Größe von 311 Megabyte.

Außer einzeiligen Panoramen kann Camera RAW auch mehrzeilige Aufnahmen zusammensetzen. Dazu laden Sie alle Reihen auf einmal in Camera RAW und führen die gleichen Schritte durch. Ist die Bearbeitung in Camera RAW abgeschlossen, können Sie die Panoramen im Bedienfeld „Öffnen“ an Photoshop übergeben und dort weiter bearbeiten.

Die Ergebnisse im Vergleich

Wie der Praxistest zeigt, erzielen wir mit den Panoramaköpfen von Novoflex (1) und Rollei (2) praktisch identische Ergebnisse. Beide Köpfe setzen die Einzelaufnahmen sehr gut um und ermöglichen Adobe Camera RAW auf diese Weise, das Panorama ohne jegliche Überschneidungsfehler zusammenzusetzen.

Das Ergebnis des Freihand-Schwenkpanoramas mit der Sony Alpha 6400 (3) wirkt auf den ersten Blick auch recht ordentlich – sieht man aber genauer hin, tauchen Fehler in den Bildübergängen auf. Sie zeigen sich zum Beispiel oben am Bogen der Hohenzollernbrücke. Außerdem gelingen mit der Sony keine Panoramen, die zusätzlich einen Vordergrund enthalten. Dieses Problem haben wir in den Grundlagen auf Seite 65 beschrieben.

Wer also umfassender in die Panorama-Fotografie einsteigen möchte, sollte lieber zu einem Panoramakopf greifen. Einsteigern und Hobbyfotografen dagegen wird der günstigere Rollei-Kopf sicherlich völlig ausreichen. Profis und Präzisions-Fans finden im Novoflex-Kopf eine erstklassige Lösung.

Bessere Ergebnisse mit dem Panoramakopf

Im Praxistest kommen wir mit dem preisgünstigen Panoramakopf (2) von Rollei auf das gleiche sehr gute Ergebnis wie mit dem deutlich teureren Profi-Kopf aus dem Hause Novoflex (1). Auf dem Freihand-Panorama mit der Sony A6400 (3) wurde die Brücke stellenweise nicht korrekt zusammengesetzt.