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Das ist doch kaum zu glauben


Servus Kinder - epaper ⋅ Ausgabe 4/2021 vom 25.11.2021

TIERE

Katze Schwarze Magierin

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Bildquelle: Servus Kinder, Ausgabe 4/2021

Lange Zeit genoss die Katze hohes Ansehen, egal welche Farbe sie hatte. Immerhin hielt sie dem Menschen die lästigen Mäuse vom Leib. In Ägypten galt sie sogar als heilig, und unter den Germanen war sie ein Symbol der Liebe. Das änderte sich im Mittelalter und schlug sogar ins Gegenteil um. Die Katze wurde zur Verkörperung des Bösen und mit dunkler Magie in Verbindung gebracht. Man nahm an, böse Geister würden sich in schwarze Katzen verwandeln, um unerkannt Unheil anzurichten. Daher stammt auch der Aberglaube, eine schwarze Katze bringe Unglück.

Als noch schlimmeres Omen galt eine von links kommende schwarze Katze. Links wurde als schlechte Seite angesehen. Lange versuchte man daher, Links- auf Rechtshänder umzutrainieren. Das ist zum Glück vorbei! Der chinesische Philosoph Konfuzius soll gesagt haben: „Ob es Unglück bringt, wenn dir eine schwarze Katze über ...

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... den Weg läuft, hängt davon ab, ob du ein Mensch oder eine Maus bist.“

Gattung: Hauskatze

Maximale Größe: 46 cm

Alter: 20 Jahre, Freigänger werden höchstens 16 Jahre

Vorkommen: weltweit

Gefährdet: nein

Was ist Aberglaube?

Die Menschen wussten früher viel weniger als heute. Die Welt war für sie ein einziges Rätsel. Für viele war die Religion, der Glaube an Gott, ein wichtiger Wegweiser durchs Leben. Doch auch die Religion konnte nicht auf alle Fragen eine Antwort geben.

Viele Menschen waren daher gläubig und abergläubisch zugleich. Sie hofften, durch bestimmte Handlungen mit Geistern und übernatürlichen Kräften in Verbindung treten zu können und so ihr Leben positiv zu beeinflussen.

Heute ist vieles anders. Die Wissenschaft ist so weit fortgeschritten, dass wir für viel mehr Dinge eine Erklärung haben. Dennoch ist jeder von uns auf die eine oder andere Art abergläubisch.

Vielleicht wollen die Menschen eben etwas Magie in ihrem Leben belassen?

Typische Aberglauben:

Bringt Glück: vierblättriges Kleeblatt, Daumen drücken Bringt Pech: zerbrochener Spiegel

Schlange Unsterbliche Heilerin

Wenn du an einer Apotheke vorbeikommst, halte nach dem Äskulapstab Ausschau. Dieser von einer Schlange umwundene Stab ist das Symbol der Apotheken. Benannt ist er nach Asklepios, dem Gott der Heilkunst in der griechischen Mythologie. Die ungiftige Äskulapnatter galt als Zeichen für Heilkraft, aber auch für Scharfsichtigkeit und Wachsamkeit. Aber das ist noch nicht alles.

Schlangen wachsen ihr Leben lang. Ihre Haut wächst jedoch nicht mit. Deshalb häuten sie sich alle paar Wochen. Darum sind Schlangen auch ein Symbol für ewige Jugend und Unsterblichkeit.

Gattung: Äskulapnatter

Maximale Länge: 1,80 m

Alter: bis zu 30 Jahre

Vorkommen: in Österreich, Deutschland, der Schweiz und im Mittelmeerraum

Gefährdet: ja

Steinbock Unverwundbarer Kletterer

Dem Steinbock ist kein Felsen zu steil, kein Abgrund zu tief, kein Gipfel zu hoch. Er hält nicht einmal Winterschlaf, um der klirrenden Kälte des Hochgebirges zu entgehen. Vom Mut, der Kraft und der Schwindelfreiheit dieses Kletterers wollten auch die Menschen etwas haben. Der Steinbock wurde deshalb im gesamten Alpengebiet gejagt. So gut wie alles an ihm wurde zu Medizin gemacht. Nicht nur sein Fell und sein Horn, sogar seine Ausscheidungen wurden verwertet.

Am begehrtesten war das Herzkreuz. So nannte man die verknöcherte Sehne im Inneren seines Herzmuskels. Sie galt als Glücksbringer und sollte unverwundbar machen.

Der Steinbock wurde so sehr gejagt, dass zu Beginn des 19. Jahrhunderts nur noch rund hundert Steinböcke in den Alpen übrig waren. Dann wurde er zum Glück unter Schutz gestellt. Heute leben wieder etwa 40.000 Steinböcke in den Alpen.

Gattung: Alpensteinbock

Schulterhöhe: bis zu 80 cm

Maximale Hornlänge: 1 m

Lebenserwartung: 15–20 Jahre

Vorkommen: Alpen

Gefährdet: jetzt nicht mehr

Kröte Verzauberte Gestalt

Sie ist plump, hat kurze, dicke Beine und riesige Glubschaugen. Manche Menschen bezeichnen Kröten – wie diese Kreuzkröte – daher als hässlich. Ist es vielleicht deshalb der Frosch und nicht die Kröte, den die Prinzessin im Märchen küsst und in einen Prinzen verwandelt? Schon möglich. Immerhin hat der Frosch wenigstens eine glatte Haut und ist nicht voller Warzen.

Wenn die Kröte in Märchen vorkommt, dann als verwandelte böse Hexe, die am Wegesrand lauert, um den Menschen vom rechten Weg abzubringen. In Wahrheit tun Kröten Menschen nichts, im Gegenteil: Eine Kröte im Garten ist toll, weil sie die Schnecken frisst. Ihr Aussehen hat gute Gründe. Anders als der Frosch lebt die Kröte lieber an Land als im Wasser. Trotzdem mag sie es feucht. Ihre Warzen sind in Wirklichkeit Drüsen, die Flüssigkeit absondern, damit sie nicht vertrocknet.

Gattung: Kreuzkröte

Maximale Größe: 8 cm

Lebenserwartung: 7 Jahre

Verbreitung: in ganz Europa

Gefährdet: ja

Rabe Schlauer Pechvogel

Wegen seiner krächzenden Stimme und seiner schwarzen Farbe hatte der Rabe lange Zeit nicht den besten Ruf. Er galt als Unglücksbote. Flog ein Rabe dreimal über dasselbe Dach, würde jemand aus diesem Haus sterben, so war früher die Überzeugung.

Raben wurde auch ein schlechter Charakter nachgesagt. So waren sie an ­ geblich nicht nur diebisch, sondern auch schlecht zu ihren Jungen, also richtige Rabeneltern. Der Rabe hatte einen derart miesen Ruf, dass er von den Menschen gejagt und in Europa fast ausgerottet wurde.

Mittlerweile weiß man, dass das alles Unfug ist. Der Rabe ist ein höchst intelligentes Tier und auch sehr neugierig. Gern spielt er mit glänzenden Gegenständen. Er ist fürsorglich und seinem Partner ein Leben lang treu. Trotzdem lebt in unserer Sprache der Unglücksrabe weiter. Damit bezeichnen wir jemanden, der viel Pech hat.

Gattung: Kolkrabe

Maximale Größe: 55–67 cm

Flügelspannweite: 115–130 cm

Lebenserwartung: 10–15 Jahre

Verbreitung: weltweit

Gefährdet: nein, in manchen Ländern wie in Österreich wird er aber gejagt

Eule Stille Nachtwächterin

Die Eule ist von Natur aus ideal an das nächtliche Leben angepasst. Ihre Augen verstärken kleinste Lichtmengen, weshalb sie bei Vollmond ausgezeichnet sehen kann. Dieser Vogel hat auch einen großartigen Gehörsinn. Die Schleiereule kann Mäuse sogar unter einer Schneedecke hören. Außerdem beherrscht die Eule eine spezielle Flugtechnik, die es ihr ermöglicht, völlig lautlos zu fliegen. Ihren Kopf kann sie um 270 Grad drehen. Das alles machte sie in früheren Zeiten zu einem sehr geheimnisvollen Wesen.

Die Eule galt einst gar als Totenvogel, weil sie sich gerne an Orten aufhält, an denen Geister umgehen sollen, nämlich auf Friedhöfen und in Ruinen. Lange Zeit sagte man ihr nach, mit dem Teufel unter einer Decke zu stecken und Überbringer von Seuchen zu sein. Bis ins 20. Jahrhundert wurden deshalb tote Schleiereulen an Scheunentore gehängt. Die Bauern glaubten, so ihren Hof vor Blitzschlag, Feuer, Hagel und anderem Unglück schützen zu können.

Gattung: Schleiereule

Maximale Körpergröße: 35 cm

Flügelspannweite: bis zu 95 cm

Lebenserwartung: 15 Jahre

Verbreitung: weltweit, mit mehr als 30 Unterarten

Gefährdet: ja, in manchen Regionen Österreichs

Fledermaus Jagende Superheldin

Den Winter verschläft sie ganz, versteckt in irgendeinem alten Dachboden. Im Sommer schwirrt die Fledermaus nur bei Dämmerung lautlos durch die Lüfte und geht auf Insektenjagd. So urplötzlich, wie sie aufgetaucht ist, so schnell verschwindet sie wieder. Kein Wunder, dass die geheimnisvolle und unheimliche Lebensweise der Fledermaus seit jeher die Fantasie der Menschen angeregt hat.

Der Superheld Batman geht als Fledermausmensch nachts nicht auf Insekten-, sondern auf Verbrecherjagd. Aber Vampire sollen sich bekanntlich auch in Fledermäuse verwandeln und schlafenden Menschen Blut aussaugen können. In Teilen Afrikas und Asiens werden Fledermäuse als Delikatesse verspeist. Und in Indien gelten sie als Heilmittel. Aber auch das ist reiner Aberglaube.

Gattung: Langohrfledermaus

Flügelspannweite: 30 cm

Lebenserwartung: 25

Jahre Vorkommen: weltweit

Gefährdet: alle 28 der in Österreich vorkommenden Fledermausarten sind stark bedroht

Der Narwal Schwimmendes Einhorn

Keiner hat je ein Einhorn zu Gesicht bekommen. Das weiße Pferd mit dem Horn auf der Stirn ist ein Fabelwesen und nur in Märchenbüchern und Filmen zu Hause. Trotzdem glaubten die Menschen früher fest an seine Existenz. Zählten nicht Könige die bis zu drei Meter langen Hörner zu ihrem Schatz? Bestand nicht der dänische Königsthron aus lauter Hörnern? Und wurde das Horn nicht jahrhundertelang in jeder größeren österreichischen Stadt gegen Fieber und andere Leiden verkauft? Das alles stimmt wirklich. Doch das lange Horn stammt nicht von dem pferdeähnlichen Tier, sondern von einem Meeresbewohner: dem Narwal.

Der Narwal ist am Rand des ewigen Eises in der Arktis zu Hause. Jahrhundertelang hatten die Wikinger gute Geschäfte mit seinem Stoßzahn gemacht. Erst im 17. Jahrhundert wurde der Schwindel um die wahre Herkunft des Einhorns von einem dänischen Naturforscher aufgedeckt. Inzwischen darf der Narwal nicht mehr gejagt werden, weil er so selten geworden ist. In der Schatzkammer der Hofburg in Wien kannst du noch heute sein Horn bewundern, im Thronschatz der Habsburger.

Gattung: Narwal

Länge: 4–5 m

Hornlänge: bis zu 2,7 m

Lebenserwartung: 50 Jahre

Verbreitung: Arktis

Gefährdet: ja