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Das ist im Netzwerk mit Windows 11 neu


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PC Welt XXL - epaper ⋅ Ausgabe 8/2021 vom 17.09.2021

Windows 11: Das ist neu bei WLAN & Heimnetz / Netzwerk-Guide

Windows 11 ist von Grund auf neu designt und enthält viele Verbesserungen: Startmenü, Taskleiste, Suche, abgerundete Fenster, Widget-Leiste, automatisches Anordnen von Fenstern und die Teams-Integration zählen zu den Top-Neuheiten – Anpassungen hinsichtlich der Netzwerkfunktionen dagegen nicht. Trotzdem gibts im LAN und WLAN viel Neues in Windows 11 zu entdecken, auch wenn Microsoft in diesem Punkt keine „neue Ära einläuten“ wird, wie Microsoft-Chef Satya Nadella während der Systemvorstellung verkündete.

Endlich Ordnung bei den Netzwerkeinstellungen

Die unübersichtlich und nervig zu bedienenden Menüs der bisherigen Einstellungen-App sind vielen Nutzern ein Ärgernis. Die neue App für Systemeinstellungen in Windows 11 wirkt aufgeräumter und ist dadurch leichter zugänglich. Wichtige Informationen werden direkt angezeigt. Das ...

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Bildquelle: PC Welt XXL, Ausgabe 8/2021

Aufgeräumte WLAN- und LAN-Einstellungen, bequemes Deaktivieren von Netzwerkadaptern und die Vorbereitung auf Wi-Fi 6E mit WPA3-H2E-Verschlüsselung zählen zu den Netzwerkneuheiten in Windows 11.
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... Netzwerk-Management hat Microsoft unter dem Punkt „Netzwerk & Internet“ zusammengelegt. Nach dem Klicken sehen Sie drei Informationen auf einen Blick: Ob und mit welchem Netzwerk Sie verbunden sind, welches Netzwerkprofil – öffentlich oder privat – Windows 11 verwendet und wie viel Daten Sie in den letzten 30 Tagen im Netzwerk übertragen haben.

Dank der klaren Struktur finden Sie die gerade benötigten Netzwerkoptionen recht schnell. Wer Windows 11 eine Zeit lang benutzt und dann die Netzwerkeinstellungen an einem PC mit Windows 10 öffnet, fühlt sich in die Steinzeit zurückversetzt.

Windows 11 bringt mehr Komfort in drahtlosen Netzwerken

Erheblich mehr Bequemlichkeit bringt Windows 11 beim Zugriff auf Funknetzwerke. Abgesehen vom WLAN-Tethering per mobilem Hotspot erreichen Sie alle Einstellungen mit einem Klick auf „WLAN“. Es folgen drei Untermenüs. Das erste bringt Sie zu den Einstellungen für die aktive Verbindung. Hier können Sie die IP-Adresse und weitere Parameter einsehen und das voreingestellte Netzwerkprofil von „öffentlich“ auf „privat“ ändern.

Das zweite Menü zeigt die Netzwerke in Reichweite an, mit denen Sie sich auf Wunsch verbinden. Es entspricht im Wesentlichen den Funktionen, die Sie per Klick auf den WLAN-Button auf der Taskleiste und auf die rechte Seite des WLAN-Buttons in den Schnelleinstellungen erreichen.

Der dritte Menüpunkt „Bekannte Netzwerke verwalten“ fasst die Drahtlosnetzwerke zusammen, mit denen Windows 11 bereits verbunden war. Nach Auswahl des gewünschten WLANs können Sie verhindern, dass die Anmeldung automatisch abläuft. Um eines der von Windows 11 gespeicherten Verbindungsprofile zu löschen, klicken Sie auf „Nicht speichern“. Bei einer erneuten Verbindung mit dem WLAN fragt Windows nach dem Passwort.

Zum Wechsel des Computernamens genügt ein Klick

Den Computernamen, unter dem Ihr Rechner im Netzwerk angezeigt wird, fragt Windows 11 bereits bei der Neuinstallation des Systems ab. Später lässt er sich über eine neue Verknüpfung auf der Startseite „System“ der Einstellungen-App leicht ändern. Der Name wird oben rechts neben der Desktop-Vorschaugrafik angezeigt. Gehen Sie zum Ändern auf „Umbenennen“. Nach der Änderung ist ein Neustart nötig, damit der neue PC-Name übernommen wird.

Erweiterte Freigabeeinstellungen: Alles bleibt beim Alten

Nicht in die neue Einstellungen-App hat es das Netzwerk- und Freigabecenter geschafft. Relevant sind die dort befindlichen Einstellungen zum Ein- und Ausschalten der Netzwerkkennung, der Datei- und Druckerfreigabe und dem Wechsel zu Freigaben mit oder ohne Kennwortschutz.

Wie schon bei Windows 10 müssen Sie für Änderungen an diesen Schaltern auch bei Windows 11 in die alte Systemsteuerung und dort zu „Netzwerk und Internet –› Netzwerk- und Freigabecenter –› Erweiterte Freigabeeinstellungen ändern“ wechseln. Immerhin führt Sie Windows 11 direkt zum Dialog, wenn Sie im neuen Startmenü nach „Freigabe“ suchen und den vorgeschlagenen Treffer „Erweiterte Freigabeeinstellungen verwalten“ anklicken.

Netzwerk- und Lautsprecher-Icon in der Taskleiste gruppiert

Eine kleine Überraschung gibt es auf der Taskleiste: Microsoft hat die Icons für das Netzwerk, Lautsprecher und Akkustatus zu einer Symbolgruppe zusammengefasst. Überfahren Sie mit dem Mauszeiger eines der Symbole, hebt Windows die ganze Gruppe hervor. Die beim kurzen Stehenlassen des Zeigers eingeblendete Quickinfo bezieht sich allerdings auf das gewählte Symbol – etwa den Namen des WLANs. Auch das Rechtsklickverhalten korrespondiert mit dem gewählten Icon: Nach einem Klick mit der rechten Maustaste auf das Netzwerksymbol können Sie die „Netzwerk- und Interneteinstellungen“ öffnen.

Die Gruppierung steht im Zusammenhang mit den überarbeiteten Schnelleinstellungen, die in Windows 11 von den Benachrichtigungen getrennt sind. Auf welches der Icons Sie auch klicken: Windows 11 öffnet stets das Schnelleinstellungsfenster. Hier können Sie zum Beispiel das WLAN wechseln, den Flugzeugmodus aktivieren oder in den Stromsparmodus wechseln. Das Zusammenfassen der Icons auf der Taskleiste ist daher konsequent und nicht weiter mit Nachteilen verbunden.

Die Buttons in den Schnelleinstellungen passen Sie mit einem Rechtsklick auf einen freien Bereich und „Schnelleinstellungen bearbeiten“ an. Für Notebook-Nutzer bietet es sich an, den Button „Flugzeugmodus“ mit der Maus direkt neben den WLAN-/ LAN-Button zu ziehen. Ein Klick auf „+ Hinzufügen“ und „Mobiler Hotspot“ fügt einen zusätzlichen Button zum Ein- und Ausschalten des Windows-11-Hotspots ein.

Neuer Schalter zum temporären Offlinegehen im Netzwerk

Windows 11 macht es einfach, Netzwerkadapter vorübergehend zu deaktivieren und so offline zu gehen. Anders als beim Flugmodus, der den Adapter nicht trennt, sondern nur die Datenübertragung blockiert, koppeln Sie den Adapter vollständig ab. Es genügt, die Einstellungen-App zu öffnen und unter „Netzwerk & Internet –› Erweiterte Netzwerkeinstellungen“ beim gewünschten Adapter auf „Deaktivieren“ zu klicken. Tipp: Klicken Sie hinter „Deaktivieren“ auf den Pfeil nach unten, dann lässt sich der Adapter bei Bedarf umbenennen.

Netzwerkbefehle ausführen im Windows-Terminal

Die Kommandozeile ist ein praktisches Tool, um Probleme in einem Netzwerk zu erkennen und zu beheben. In Windows 11 hat Microsoft den altbackenen Kommandozeileninterpreter cmd.exe durch das Windows- Terminal ersetzt. Darüber führen Sie Netzwerkbefehle wie „ipconfig“ zur Anzeige der TCP/IP-Netzwerkkonfigurationswerte oder „getmac“ zur Abfrage der physischen MAC- Adressen Ihrer Netzwerkadapter aus.

Um das Terminal zu starten, klicken Sie mit der rechten Maustaste in der Taskleiste auf den Windows-11-Button und auf „Windows- Terminal“. Nun öffnet sich das neue Eingabefenster, das die Funktionen der Power- Shell, der CMD-Eingabeaufforderung und der Azure-Cloud-Shell vereint. Über das Pluszeichen im Fensterbalken lassen sich weitere Eingabefenster als Tab öffnen. Über die Registerkarten scrollt die Bildschirmausgabe von Befehlen nicht mehr so schnell weg. So können Sie zum Beispiel die Ergebnisse eines Befehls bequem als Grundlage für weitere Befehle verwenden. Ein Klick auf den kleinen Pfeil nach unten und „Einstellungen“ bringt Sie zur Einstellungen- App mit den Optionen zum Individualisieren des Terminalfensters.

WINDOWS 11 MIT WI-FI 6E UND WPA3 H2E

Windows 11 hat mit WPA3 H2E den neuen WLAN-Verschlüsselungsstandard an Bord, der für sichere Verbindungen mit 6-GHz-WLAN wichtig ist. Das Protokoll soll ein Abhören der drahtlosen Kommunikation ausschließen.

Mittlerweile sind viele Geräte mit Wi-Fi 6 im Handel. IEEE 802.11ax, so das Kürzel von Wi-Fi 6, funkt im 2,4- und 5-GHz-Band und ermöglicht ein höheres Tempo als WLAN-ac (Wi-Fi 5). Wi-Fi 6E – das „E“ steht für „Extended“ – setzt auf Wi-Fi 6 auf und nutzt zusätzlich den kürzlich von der Bundesnetzagentur für Deutschland freigegebenen 6-GHz-Bereich für WLAN-Übertragungen. Durch die Einführung von Wi-Fi 6E kommen also neue Frequenzen hinzu. So sollen schon bald Nutzer von Windows 11 auf bessere WLAN-Verbindungen zurückgreifen können.

Das bringt Wi-Fi 6E: In Innenstädten und anderen Gebieten mit hoher Nutzerzahl verstopfen immer mehr WLAN-Geräte die bislang verwendeten 2,4-und 5-GHz-Frequenzbänder. Wi-Fi 6E sorgt für Entlastung im Funkverkehr, in dem es Funkdaten auch im Frequenzbereich zwischen 5,925 und 7,125 GHz übermittelt. Hier stehen maximal sieben Kanäle mit je 160 MHz Bandbreite oder bis zu 14 Kanäle mit je 80 MHz Bandbreite zur Verfügung. Die Übertragungsgeschwindigkeit auf den neuen 6E-Frequenzen entspricht der von Wi-Fi 6.

Das bringt WPA3 H2E: Die WPA3-Erweiterung WPA3 H2E soll die Sicherheit von drahtlosen WLAN-Verbindungen erhöhen und ist Voraussetzung für Nutzung des Wi-Fi-6E-Standards. Die Abkürzung „H2E“ steht für „Hash to Element“. H2E erweitert den bisherigen WPA3-Schutzstandard und soll etwaige Angriffsmöglichkeiten einschränken, durch die sich Unbefugte in die Funkkommunikation einklinken könnten.