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Das ist Sommer!


Deutsch perfekt - epaper ⋅ Ausgabe 9/2019 vom 17.07.2019

Was macht den Sommer wirklich zum Sommer? Es sind die vielen kleinen Dinge, die wir riechen, schmecken, hören, sehen und fühlen. Von Claudia May


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Bildquelle: Deutsch perfekt, Ausgabe 9/2019

Riechen
Das Phänomen: Kurz vor (und auch während) eines Sommerregens riecht es intensiv nach Erde und Stein.

Darum gehört es zum Sommer: Weil es dieses Regen-Aroma nur dann gibt, wenn es lange warm und trocken war. Denn Pflanzen und auch die Bakterien im Boden geben die ganze Zeit chemische Substanzen ab. Dazu kommt Steinstaub. Regnet es lange nicht, sammeln sich diese Stoffe. Wird die Luft nun feucht, arbeitet der Stoffwechsel der Bakterien intensiver. Fällt ...

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Darum gehört es zum Sommer: Weil es dieses Regen-Aroma nur dann gibt, wenn es lange warm und trocken war. Denn Pflanzen und auch die Bakterien im Boden geben die ganze Zeit chemische Substanzen ab. Dazu kommt Steinstaub. Regnet es lange nicht, sammeln sich diese Stoffe. Wird die Luft nun feucht, arbeitet der Stoffwechsel der Bakterien intensiver. Fällt dann der erste Regen, lösen sich noch mehr chemische Stoffe aus dem Boden. Und in unsere Nase kommt das bekannte Aroma eines Sommerregens.Wen das stört: Gäste der Grillparty am See. Wer zwischen zwei Würstchen die dunklen Wolkentürme am Horizont sieht, weiß genau: Die Open-Air-Feier ist beendet. Rette sich, wer kann!

Das Phänomen: In Bus oder U-Bahn kommt plötzlich ein unangenehmer Geruch zur eigenen Nase. Schnell ist klar: Das Deodorant des Mannes nebenan hat versagt. Und das vor Stunden.Darum gehört es zum Sommer: Bei hohen Temperaturen schwitzt jeder schnell. Und speziell für männliche Bankangestellte wird es an dieser Stelle anstrengend. Denn lange Hosen sind Pflicht und Sandalen ein Tabu. Wehe dem, der am Morgen sein Deodorant vergisst und kein zweites im Büroschrank hat!Wen das stört: Alle. Wirklich alle.

Das Phänomen: die Aroma-Kombination aus Chlor, Pommes frites und Sonnenöl im Freibad.

Darum gehört es zum Sommer: Ein Besuch im Freibad ist bei hohen Temperaturen immer toll. Und natürlich braucht der hungrige Badegast dann auch die typischen Freibad-Pommes mit Ketchup und Mayonnaise. Über allem schwebt das Aroma von Chlor, das zur Desinfektion im Wasser ist. Und auf Wasser und Menschen ist die obligatorische Ölschicht, die vor Sonnenbrand schützt.

Wen das stört: Menschen, die ein bisschen über Chemie wissen. Denen ist

Deutsch perfekt 9 / 2019 klar: Chlor riecht normalerweise nicht. Kommt aber Harnstoff dazu, reagiert es zu Trichloramin. Und das riecht dann. Kleiner Trost: Auch auf der Haut jedes Menschen befindet sich Harnstoff. Es ist also normal, dass es im Freibad ein bisschen riecht. Wird das Aroma aber sehr intensiv, sind wahrscheinlich kleine Kinder in der Nähe …

Das Phänomen: Asphaltgeruch und Abgase auf Autobahnen.

Darum gehört es zum Sommer: Sommerzeit ist Baustellenzeit. Jetzt werden kaputte Straßen repariert. Und der Tunnel. Außerdem die Brücke. Und wenn wir schon dabei sind, kümmern wir uns auch um die Verbindung von der A33 zur A1.Wen das stört: Autofahrer, die im Stau stehen. Denn mit sauberer Sommerluft hat die Kombination aus Abgasen und Asphaltgeruch wirklich nichts zu tun.

Das Phänomen: Duft nach Blüten. Besonders am Abend oder nachts kann dieser sehr intensiv sein.

Darum gehört es zum Sommer: Weil schöne Blumen fast ein Synonym für warme Temperaturen sind. Rose, Lavendel oder auch Lindenblüten: Wer denkt bei diesen Aromen noch an den Winter?Wen das stört: Autofahrer, die ihren Pkw unter einer Linde parken und denken, dass die Blüten dieses Baumes daran schuld sind, dass alles klebt. Das ist aber falsch: Es sind Blattläuse, die den Saft aus den Blättern saugen und dann Zuckerstoffe ausscheiden. Diese tropfen dann vom Baum.

Schmecken
Das Phänomen: ein bisschen schwarz, ein bisschen zu viel Salz und viele Vitamine sind auch nicht darin. Aber lecker ist sie, die Grillfackel aus Schweinebauch. Dazu eine Portion Kartoffelsalat, viel Ketchup – und ein halbes Baguette. Die Grillsaison ist da!

Darum gehört es zum Sommer: Man muss es ehrlich sagen: Die meisten Deutschen grillen so, dass nicht nur Argentinier am liebsten weinen möchten. Das Fleisch kommt bei großer Hitze über das

Feuer, irgendwann wieder runter und dann rauf auf den Teller. Benutzt man einen Einweggrill, schmeckt alles auch noch intensiv nach Grillanzünder. Gourmetessen geht anders. Aber die Kombination dieser Aromen schmecktfür Deutsche nach Jugend, Freiheit – und Sommer.Wen das stört: den Nachbarn, der gerade seine Wäsche draußen hat. Denn diese bekommt Grillaromen. Und er selbst großen Hunger.

Das Phänomen: eiskalte Getränke. Egal ob Bier, Weißwein oder eine Cola: Wenn kondensierte Flüssigkeit vom Glas perlt, schmeckt es vielbesser.

Darum gehört es zum Sommer: Auch wenn jeder als Kind von seinen Eltern gehört hat, dass sehr kalte Getränke nicht sehr gesund sind und die intelligenten Beduinen ihren Tee in der Wüste warm trinken – so schmeckt der Sommer! Wir wollen unsere Bierflasche aus dem kalten Fluss holen, den Weißwein aus dem Kühlschrank, und in der Cola sollen mindestens drei Eiswürfel schwimmen.

Wen das stört: unseren Körper. Er fängt beim Trinken eines kalten Getränks nämlich an zu heizen, um das Kaltgetränk auf Körpertemperatur zu bringen. Das bringt Wärme – die wir eigentlich nicht haben wollen.

Das Phänomen: Eis! Zitrone, Vanille, Schokolade … und dazu viel Sahne, frisches Obst und eine Waffel.

Darum gehört es zum Sommer: Muss man das bei Eis wirklich noch erklären?

Wen das stört: die Sonne. Die sorgt nämlich dafür, dass alles viel zu schnell schmilzt. Und Erdbeersoße auf dem weißen T-Shirt ist wirklich nicht schön.

Das Phänomen: frischer Salat in den verschiedensten Variationen.

Darum gehört es zum Sommer: Fettes Essen passt speziell mittags nicht zum Sommer. Auf jeden Fall dann nicht, wenn man noch arbeiten muss und keine Siesta geplant ist. Und weil das Gemüse jetzt aus der Region kommt, ist es besonders lecker.

Wen das stört: niemanden. Überzeugte Fleischesser nehmen einen Wurstsalat. In diesem findet man zwar kein grünes Blatt, aber Zwiebeln und das WortSalat .

Das Phänomen: Salzwasser im Mund. Die Welle war nämlich doch schneller da, als gedacht.

Darum gehört es zum Sommer: weil Urlaub am Meer toll ist! Außerdem ist das Schwimmen wegen des Salzes im Wasser auch ein bisschen einfacher. Und wenn man ehrlich ist: Salzwasser schmeckt zwar nicht toll, ist aber immer noch besser als die Chlorvariante im Freibad.

Wen das stört: Die vielen kleinen Organismen, die im Meerwasser leben. Das war’s für die dann nämlich. Für den gesunden Menschen ist ein bisschen Salzwasser nicht schlimm. Man sollte danach nur genug (normales Wasser!) trinken.

Hören
Das Phänomen: die Kombination aus Wasser und Kindern. Egal ob am Meer, im See oder mit Wasserpistolen im Garten: Das ist laut – und fröhlich.

Darum gehört es zum Sommer: Schon bei den ersten Sonnenstrahlen im Frühling wollen speziell kleine Kinder sofort das Planschbecken aus dem Keller holen und in den Garten stellen. Aber die Eltern beharren auf hohen Sommertemperaturen. Ist es dann endlich warm, dauert alles viel zu lang. Und noch bevor der Wasserschlauch vom Bad durch die ganze Küche und das offene Fenster gelegt wurde, stehen die lieben Kleinen in Badekleidung draußen. Und wenn der erste Tropfen fließt, gibt es kein Halten mehr: Es wird gekreischt und im Wasser getobt, bis das nächste Eis eine kleine Pause verspricht.

Wen das stört: den Nachbarn, der aus Prinzip laute Kinder als einen Affront sieht. Und der es schade findet, dass Kinderlärm in Deutschland im gesetzlichen Sinne gar kein Lärm ist. Aber so bleibt ihm vielleicht ein bisschen Zeit, um den nächsten Falschparker aufzuschreiben.

Das Phänomen: Vogelgezwitscher. Einige Arten fangen mit ihrem Konzert lange vor Sonnenaufgang an.

Darum gehört es zum Sommer: Es wird früh hell, also starten die Vögel mit ihrer Sinfonie auch früh. Denn der Sonnenaufgang ist für alle Arten der Bezugszeitpunkt. Manche starten, wenn es noch komplett dunkel ist. Andere lassen sich ein bisschen mehr Zeit. Gut zu wissen: Die Vögel im Osten fangen immer früher an als ihre Kollegen im Westen.

Wen das stört: den Partygast, der nach einer langen Nacht endlich einschlafen will.

Das Phänomen: laute Musik an roten Ampeln. Und zwar fünf verschiedene Musikstile aus fünf verschiedenen Pkws.Darum gehört es zum Sommer: Jetzt sind die Cabrios unterwegs. Und wer keins fährt, macht seine Fenster weit auf und das Radio noch lauter.Wen das stört: Der eine mag Reggae, der andere Techno. Und wenn aus dem grünen Opel dann ein Lied mit dem Titel „Guildo hat euch lieb“ kommt, will fast jeder gern an einem anderen Ort sein

Das Phänomen: Rasenmäher. Laute Rasenmäher. Und zwar immer dann, wenn man seine Ruhe haben will.

Darum gehört es zum Sommer: Die Flora hat (wenn es nicht zu trocken wird) nun beste Bedingungen. Gartenfreunde können dem Gras also beim Wachsen zuschauen.

Wen das stört: jeden. Auch denjenigen, der mit dem Rasenmäher unterwegs ist. Denn eigentlich könnte er oder sie genau jetzt auch faul in der Sonne liegen

Das Phänomen: der Tischventilator im Büro. Professionelle Angestellte haben die große Variante, die mitten im Raum steht.

Darum gehört es zum Sommer: Weil die Chefin immer noch keine Klimaanlage gekauft hat! Aber alle verstehen sie. Bei Klimaanlagen werden die meisten Deutschen nämlich sofort krank. Schon aus Prinzip.

Wen das stört: Da lagen doch vor drei Sekunden noch die wichtigen Dokumente neben dem Computer …?

Sehen
Das Phänomen: rot, röter, Sonnenbrand! Wer zu lange in der Sonne war und die Sonnencreme vergessen hat, bekommt oft ziemlich komische Bilder auf der Haut. Und nein, gesund sind diese Sonnen- Tattoos nicht.

Darum gehört es zum Sommer: weil die Sonne schuld ist! Ohne sie gibt es keinen Sonnenbrand. Aber: Jeder mit ein bisschen Intelligenz schützt sich vor der Sonne. So ist Sonnencreme in Deutschland viel günstiger als in anderen Ländern. Es gibt außerdem spezielle Kleidung, und auch ein Hut ist eine gute Idee. Und im Schatten ist es speziell mittags wirklich sehr nett.

Wen das stört: Dermatologen. Ultraviolettes Licht kann nämlich Hautkrebs verursachen. Und leider gibt es davon in Deutschland immer mehr Fälle.

Das Phänomen: Sterne. In einer klaren Nacht.

Darum gehört es zum Sommer: Weil es abends noch warm ist, bleibt jeder gern länger draußen. Und schaut sich dann zum Beispiel das Sommerdreieck an, das zuerst im Osten zu sehen ist und dann nach oben wandert. Außerdem haben Mitte Juli immer die Vorboten der Perseiden Premiere!

Wen das stört: Stadtplaner, die sich um die Beleuchtung kümmern (müssen). Sehr helle künstliche Lichtquellen machen den Blick in die Sterne nämlich unmöglich.

Das Phänomen: der gemütliche Balkongarten inklusive Kunstrasenteppich, Solarlampe, Windspiel, Steinfigur, Liegestuhl und mindestens 15 verschiedenen Pflanzen.

Darum gehört es zum Sommer: Wenn wir ehrlich sind, gehen nur Raucher im Winter auf den Balkon. Jetzt ist er eine private kleine Oase, auf der Urlaubsträume wahr werden (bis uns das Wasser aus der Gießkanne des Nachbarn von oben trifft).

Wen das stört: Manche Vermieter reagieren ziemlich negativ auf extravagante Dekorationen. Auch das Wäschetrocknen auf dem Balkon können sie aus ästhetischen Gründen verbieten. Die Balkonbrüstung ist dann die Grenze – höher darf die nasse Kleidung nichthängen.

Das Phänomen: romantische Sonnenuntergänge.

Darum gehört es zum Sommer: diese Farben! Dieses Rosa im hellen Blau! Und dazwischen eine Brücke wie aus Feuer. Klar, eigentlich ist das alles nur Physik. Und tolle Sonnenuntergänge gibt es auch an Winterabenden. Aber wer hat denn im @ Dezember um 16.20 Uhr Zeit, diese anzusehen?

Wen das stört: Rationalisten. Denn eigentlich geht die Sonne nicht unter, die Erde dreht sich weiter.

Das Phänomen: ein Sommerlochtier.Darum gehört es zum Sommer: Das Parlament macht Pause, und auch viele andere Institutionen haben Ferien. Worüber sollen die Medien jetzt berichten? In dieser Situation hilft nur das Sommerlochtier. 2001 wurde zum Beispiel „Killerwels Kuno“ bekannt, ein 35 Kilogramm schwerer Fisch aus Mönchengladbach (Nordrhein- Westfalen). Er hat ein Hundebaby vernascht, wurde berichtet. Populär war auch Kuh Yvonne, die im Sommer 2011 in Bayern 98 Tage lang auf der Flucht war. Genau als sie Anfang September endlich wieder gefunden wurde, endete auch die parlamentarische Sommerpause.Wen das stört: zuerst einmal die Tiere. Die werden nämlich meistens intensiv gesucht – und bleiben nicht immer am Leben, wenn man sie schließlich findet.

Fühlen
Das Phänomen: endlich wieder Luft an den Füßen! Nach Monaten im dunklen Stiefel dürfen Zehen wieder die Sonne spüren.

Darum gehört es zum Sommer: weil Flip-Flops, Birkenstock-Sandalen oder offene Stilettos keine Chance gegen Schnee und Regen haben. Genau jetzt ist ihre Saison! Außerdem kurbeln sie im ganzen Land den Verkauf eines medizinischen Produkts an: Pflaster. Denn ganz reibungslos funktioniert der Schuhwechsel selten.

Wen das stört: Menschen mit Podophobie. Diese haben eine große Abneigung gegenüber Füßen. Und im Sommer kann das zu einem großen Problem werden.

Das Phänomen: Sand im Bauchnabel.Darum gehört es zum Sommer: Wie soll Sand unter den dicken Winterpullover und dann in den Bauchnabel kommen? Das funktioniert nur, wenn ein Mann eine Badehose oder eine Frau einen Bikini oder Badeanzug trägt.

Wen das stört : den Träger oder die Trägerin des Bauchnabels. Angenehm ist das nämlich nicht. Aber es ist auch nicht weiter tragisch.

Das Phänomen: Insektenstiche.

Darum gehört es zum Sommer : Weder Bienen noch Wespen oder Mücken sind in den kalten Monaten aktiv. Aber jetzt kommen sie mit vielen Freunden und Verwandten zu Besuch.Wen das stört: Ja, wen denn nicht? Das tut weh! Außerdem transportieren Wespen vor dem Stich noch das halbe Würstchen vom Grill zu ihrer Familie! Und die Mücken suchen im Schlafzimmer mindestens zwei Stunden mit einem lautenSssssss nach der richtigen Stelle zum Stechen (An dieser Stelle vielen Dank an die Bienen für den Honig, wir lieben euch! Und wir wollten wirklich nicht auf euch treten …).

Das Phänomen: nasse Badekleidung.

Darum gehört es zum Sommer: Natürlich gibt es auch im Hallenbad nasse Badehosen und Badeanzüge. Aber dort ist es selten ein Problem: Es gibt kaum Wind, es ist immer warm, und die nächste Dusche ist auch nicht weit. Im Juli am See oder Meer heißt das Motto dann: trocknen lassen.

Wen das stört: Eltern. Denn die direkte Konsequenz nasser Badekleidung ist, wie sie glauben, eine Blasenentzündung. Immer. Und leider erinnert sich jeder noch als Erwachsener daran. Deshalb sitzen wir entweder mit sehr schlechtem Gewissen da, oder wir versuchen uns wie ein Akrobat unter einem Handtuch trockene Sachen anzuziehen.

Das Phänomen: Sommerwind.

Darum gehört es zum Sommer: Er macht auch Temperaturen über 30 Grad Celsius ein bisschen angenehmer. Und nicht nur der Sänger Roland Kaiser weiß, dass er gern mit langen Haaren spielt und an die Urlaubsliebe erinnert.

Wen das stört: Besitzer von Luftmatratzen und aufblasbaren Wasserbällen. Eben war beides noch am Strand, plötzlich ist es auf dem Weg in Richtung Australien.


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