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DAS KELTISCHE SÜDFRANKREICH


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Golfpunk - epaper ⋅ Ausgabe 3/2022 vom 03.06.2022

PLANET GOLF

Artikelbild für den Artikel "DAS KELTISCHE SÜDFRANKREICH" aus der Ausgabe 3/2022 von Golfpunk. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Golfpunk, Ausgabe 3/2022

ROSSLARE GOLF CLUB OLD COURSE

18 Löcher, Par 72, 6.205 Meter

Adresse Warren Middle Rosslare, Co. Wexford Tel. 353 53.913.2203 www.rosslaregolf.com

Greenfee Mo. -Fr.: 55 Euro Sa. & So.: 70 Euro

Kein Wunder, dass auf dieser malerischen Sandbank neben schicken Ferienhäusern auch 30 Golflöcher (neben dem Old Course verfügt der Rosslare GC noch über eine Zwölflochschleife) Platz gefunden haben, ist dieser Küstenabschnitt doch der sonnigste Irlands. Der 1905 gegründete Golfclub zog 1928 hierher, nachdem das Architektenduo Fred Hawtree und J. H. Taylor einen klassischen „9 in & 9 out“-Links-Kurs in die Dünen gebaut hatten. Diese fallen nicht allzu hoch aus und auch die Grünkomplexe sind äußerst fair gehalten, was Rosslare Old zu einem Erlebnis für alle Spielstärken macht. Eines der größten Schnäppchen auf der grünen Insel ist es obendrein.

Killerloch Loch 11 ist eine dieser Bahnen, bei denen ...

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... man am Abschlag sein Leben darauf verwetten würde, einem Par 5 gegenüberzustehen, um dann beim Blick auf die Scorekarte eines Besseren belehrt zu werden. Neben der schieren Länge verdeckt obendrein noch eine Düne beim kniffligen Schlag ins Punchbowl-Grün die Sicht auf die Flagge.

A ls unser Kleinbus vom Parkplatz des Dubliner Flughafens rollt und sich in den fließenden Verkehr auf die Autobahn in Richtung Süden einfädelt, wird mir bewusst, dass unser letzter Besuch auf der Grünen Insel tatsächlich schon mehr als zwei Jahre zurückliegt. Beinahe so lange hatten die Iren ihre Golfplätze für sich. Das freute zwar die Golfer, verursachte allerdings in den Golfclubs, bei ihren Schatzmeistern und nicht zuletzt bei der irischen Tourismusindustrie, die zu einem erheblichen Teil von Schläger schwingenden Amerikanern und Kontinentaleuropäern gestützt wird, für schlaflose Nächte.

Doch nun sind sie scheinbar alle hier, die Golfer aus der ganzen Welt, die ihre Teetimes der vergangenen 24 Monate auf Golfplätzen wie Ballybunion, Waterville, Lahinch oder Old Head wie einen Schatz gehütet und auf die Saison 2022 geschoben haben. Und wir sind Teil dieser Invasion von Golfern, die das Spiel endlich wieder in seiner ursprünglichen Form, nämlich zwischen Dünen den Elementen ausgesetzt, spielen möchten.

Entlang der M50-Ringautobahn um Dublin zieht Golfplatz um Golfplatz am Busfenster vorbei, auf einer mit riesigen Fangzäunen gesicherten Driving Range feilen Büroangestellte und Handwerker nach Feierabend an ihrem Schwung und die Schilder in entgegengesetzter Richtung tragen den Namen eines echten Sehnsuchtsorts für Golfer: Portmarnock. Vielleicht beim nächsten Mal, unsere Ziele liegt weiter südlich.

Es fühlt sich gut an, wieder in einem Land zu sein, in dem Golf so sehr Volkssport und fester Bestandteil einer jeden Gemeinde ist wie hierzulande der Fußball, und als wir auf den Parkplatz des European Club einbiegen, freuen wir uns wie Grundschüler, die in der ersten Woche der Sommerferien endlich in den Europa-Park dürfen.

Tatsächlich ist der Name nicht das Einzige, was der süddeutsche Vergnügungspark und dieser einzigartige Links-Platz gemein haben. Sind es im Badischen die Achterbahnen und Kettenkarussells, die am Ende eines Tages für Schwindel sorgen, rufen hier in Irland mannstiefe Topfbunker und wilde Grünkonstruktionen oft denselben Effekt hervor.

Seit seiner Eröffnung 1992 ist der European Club das Baby und der private Sandkasten des Pat Ruddy, einem Charakter, wie er nur in Irland heranwachsen kann.

Eigentlich hätte Ruddy katholischer Priester werden sollen, doch anstelle der Bibel verschlang er als Jugendlicher lieber die Werke des legendären britischen Golfautors Henry Longhurst. Also wurde er eine Art Prediger in Sachen Golf, baute als Architekt einige der berühmt-berüchtigsten Plätze Irlands, darunter den Sandy Hills Links in Rosapenna und den Glashedy Links von Ballyliffin. Das Kronjuwel seines Schaffens ist jedoch ohne Zweifel sein 1992 eröffneter European Club, in dem er Tag für Tag seine Mitglieder und Gäste aus aller Welt empfängt.

„Herzlich willkommen! Schön, dass ihr euch hertraut“, empfängt uns Ruddy grinsend vor dem Clubhaus. Der Himmel ist strahlend blau und das Thermometer zeigt angenehme 22 °C, untypischerweise bläst nicht einmal das kleinste bisschen Wind über die Anlage. „Warum sollten wir uns an einem solchen Tag nicht trauen?“, entgegne ich naiverweise. „Noch lacht ihr, aber in vier Stunden werdet ihr wissen, warum ich ganz sicher in der Hölle landen werde.“

In dieser Begrüßung stecken zwei Informationen, die Ruddy äußerst wichtig sind: Sein Platz zählt zu den schwierigsten Irlands, vielleicht sogar der Welt, und wenn er etwas nicht leiden kann, so ist es langsames Spiel. Auf den Scorekarten, die alle Lämmer hier zur Schlachtbank führen, steht schließlich fett geschrieben: „Stay awake – Get around wirthout delays – You are an athlete!“

Was soll man über einen Links-Platz sagen, den Rory McIlroy als den wahrscheinlich besten Platz, den er je gespielt habe, bezeichnet, auf dem er sich jedes Mal wieder über die körperliche und mentale Herausforderung freue, die Ruddy ihm abverlangt, über dessen Fairways seit Jahrzehnten die besten Golfer des Planeten marschieren und auf dem der Platzrekord trotzdem „nur“ eine bescheidene 67 (-4) ist, aufgestellt von einem gewissen Tiger Woods? Weil das Dünenland Platz für mehr als 18 Löcher bot, baute Ruddy einfach 20 und überlässt den Golfern, wie viele sie spielen wollen.

Als wir später mit viel zu wenigen Bällen, schmerzhaft hohen Zahlen auf den Scorekarten, aber auch einem unmissverständlichen Grinsen im Gesicht zurück ins bescheidene Clubhaus kommen, zapft Pats Nachwuchs Sidon und Gerard bereits Guinness und ihr Vater ist bereit, Hof zu halten. Neben den famosen 20 Löchern des Links ist eine Rede zur Lage der Golfnation von Pat Ruddy nämlich die heimliche Attraktion eines Besuchs im European Club. Ruddy ist mittlerweile 76 Jahre alt, wirkt aber eher wie 90 und dies ist keinesfalls eine Beleidigung, sondern ein vor Hochachtung strotzendes Kompliment. Denn normalerweise bräuchte es mindestens 100 Jahre, um all die Erfahrungen und das Wissen über den Golfsport im Allgemeinen und die Golfplatzarchitektur im Besondern zusammenzutragen und sie in Yoda-hafte Golfweisheiten zu verpacken: „Nicht fair Golf ist!“ oder „Überlegt spielen und das Fairway treffen ihr müsst!“ nehmen wir mit nach Hause. Aber nicht nur das, auch eine signierte Ausgabe seines Buchs „The Perfect Golf Links“ und ein Stück von Mrs. Ruddys hausgemach ter Apfeltorte bekommt jeder zum Abschied überreicht. Golf im European Club ist eine echte Familienangelegenheit – körperliche Züchtigung eingeschlossen.

THE EUROPEAN CLUB 18 (+2) Löcher, Par 71 (77), 6.746 (7.119) Meter

Adresse Ardanairy Brittas Bay, Co. Wicklow Tel. +353 404.47415 www.theeuropeanclub.com

Greenfee Mo. -Fr.: 230 Euro Sa. & So.: 250 Euro Wintersaison: 120 Euro

Pat Ruddy, seines Zeichens Erschaffer und Besitzer des European Club, empfängt die Gäste mit einem Begrüßungstext im Yardage Guide, der mit den Worten „A Primeval Golf Challenge“ überschrieben ist. Übersetzt für Hobby-Golfer heißt das so viel wie: „Ihr, die ihr hier eintretet, lasst alle Hoffnung fahren“, schließlich sind diese 20 Spielbahnen (ja, 20!) das in Sachen Anspruch Knackigste, was die Grüne Insel zu bieten hat. Dennoch kommt der Spaßfaktor nie zu kurz, denn diese Wiese birgt einige wahnsinnige Designdetails wie das 115 Meter lange Grün der 12.

Killerloch Mit satten 443 Metern ist Loch 7 von den Backtees für Normalsterbliche schlicht unspielbar. Aber auch von den „vorderen“ Abschlägen wartet ein Monster von einem Par 4 auf seine Opfer, das links und rechts des Fairways von Bälle fressendem Marschland flankiert wird, in dem bereits ganze Suchtrupps verschollen sind.

„Noch lacht ihr, aber in vier Stunden werdet ihr wissen, warum ich ganz sicher in der Hölle landen werde.“

Am nächsten Morgen knallt die Sonne mit beeindruckender Kraft durch die Fenster meines Doppelzimmers mit Meerblick in „Kelly’s Resort Hotel & Spa“ und es scheint, als hätte der Wetterbericht, der vor Abflug nach Irland noch viel zu gut aussah, als dass man ihn hätte glauben können, tatsächlich recht behalten sollte. „Das ist nicht verwunderlich“, brummt unser Busfahrer Frank, der vor dem Frühstück auf dem Parkplatz noch schnell eine Zigarette raucht, „schließlich befinden wir uns im sonnigen Südosten von Irland.“ Was für unsere Touristenohren vom Kontinent wie blanker Sarkasmus klingt, lässt sich tatsächlich statistisch belegen, bieten Wexford und die umliegenden Counties des Sunny Southeast im Sommer mit sieben täglichen Sonnenstunden 120 Minuten mehr Sonnenschein als der Rest der Insel. „Bei all der Arbeit auf seinem Platz hat die irische Sonne Pat Ruddy sogar Hautkrebs auf die Glatze gebrannt“, führt Frank trocken aus, während er den letzten Zug inhaliert. „Der Dermatologe hat ihn weggeschnitten und nun geht es ihm wieder blendend.“

Mit Lichtschutzfaktor 50 bewaffnet und Kappen auf dem Kopf stellen wir uns an diesem Tag der zweiten Runde Links-Golf unseres Abstechers an die irische Riviera im Rosslare Golf Club. Erneut stört noch nicht mal ein laues Lüftchen den Ballflug und im Gegensatz zu gestern haben auf den sichtbar weniger ondulierten Grüns die Birdie-Putts auch eine Chance zu fallen. Hier ist Golf purer Genuss und kein Überlebenskampf wie noch vor 24 Stunden. Abschläge rollen auf den staubtrockenen und brettharten Fairways auf Längen, von denen man zu Hause nur träumen kann, und die Scorekarten sind daher auch nicht blutgetränkt. Reichlich Blut – Filmblut besser gesagt – floss hier lediglich am benachbarten Curracloe Beach, an dem Steven Spielberg einst die Landung der Alliierten in der Normandie für sein Epos „Saving Private Ryan“ nachstellte, für das er einen Oscar gewann.

MOUNT JULIET ESTATE

18 Löcher, Par 72, 6.642 Meter

Adresse Mount Juliet Estate Thomastown, Co. Kilkenny Tel. +353 56.777.3000 www.mountjuliet.ie

Greenfee Mo. -Fr.: 125 Euro Sa. & So.: 160 Euro Wintersaison: ab 85 Euro

Dieser 1991 von Jack Nicklaus und Christy O’Connor sen. fertiggestellte Championship-Platz ist Parkland-Golf vom Allerfeinsten. Inmitten eines sechs Quadratkilometer großen irischen Landsitzes, dessen Geschichte bis in das Jahr 1752 zurückreicht, hat der „Golden Bear“ 18 seiner besten Lochschablonen entlang majestätischer Bäume durch ein verwunschen wirkendes Tal und über sattgrüne Wiesen gelegt. 2002 und 2004 gastierten hier die Besten der Besten im Rahmen der WGC American Express Championship und nach einer erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr kehren die Irish Open 2022 nach Mount Juliet zurück.

Killerloch Mit seinem leichten Dogleg nach rechts einen recht steilen Hang hinunter ist das Fairway von Loch 13 alles andere als einfach zu treffen. Hier den Schlag ins Grün vom kurz gemähten Gras zu spielen ist jedoch absolut essenziell, denn das von frontalem Wasser und einer imposanten Steinmauer gesäumte Grün macht selbst erfahrenen Golfern Angst.

Links-Perlen wie der knapp 100 Jahre alte Old Course des Rosslare Golf Club sind das Salz in der Suppe eines jeden Irland-Urlaubs. Diese Hidden Gems tauchen zwar in keinem Ranking der besten 100 Golfplätze der Welt auf, sind jedoch in Sachen Charme und Authentizität kaum zu überbieten. Hier werden keine Heerscharen von Bagtags sammelnden Golftouristen durch die Dünen gejagt, sondern Gäste reihen sich zwischen Locals ein, die stolz sind, ihren Platz präsentieren zu dürfen, und die ihr Wissen über die kleinen versteckten Fallen ihres Links gerne teilen. All das gibt es in Rosslare zum absoluten Schnäppchenpreis, was den Besuch in diesem Golfclub mit seinem urgemütlichen Clubhaus noch angenehmer macht.

Von den knapp mehr als 300 Golfplätzen Irlands sind rund 50 waschechte Links-Plätze. Das meiste Golf wird also auch auf der Grünen Insel auf Parkland-Plätzen gespielt, und wie vorzüglich diese zum großen Teil sind, durften wir bereits zu Beginn unserer Reise bestaunen, als wir dem pompösen Powerscourt House, durch dessen riesigen Garten sich zwei vortrefflich manikürte 18-Loch-Championship-Plätze schlängeln, einen Besuch abstatteten. Leider blieb dort nur Zeit, die sattgrünen Fairways und ihr Schachbrettmuster zu bestaunen, schließlich warteten Pat Ruddy und seine 20 Spielbahnen an der Küste auf uns. Doch ein Golf-Trip nach Irland, der sich ausschließlich auf Links-Plätzen abspielt, wäre nicht repräsentativ und so statten wir zum Abschluss unserer Rückkehr nach Irland dem Mount Juliet Estate im Herzen des County Kilkenny einen Besuch ab.

Mount Juliet? War da nicht was? Genau! Auf diesem herrschaftlichen Anwesen, das der Earl of Carrick Mitte des 18. Jahrhunderts für seine Frau Juliet errichtete und nach ihr benannte, designte Jack Nicklaus in den 90er-Jahren einen 18-Loch-Championship-Platz, der höchsten internationalen Standards genügen sollte. Bereits zum Ende des vergangenen Jahrtausends duellierten sich hier Tom Watson und Fred Couples für die TV-Kameras im Rahmen von „Shell’s Wonderful World of Golf“ und 2002 wurde es dann ernst, als die Elite zur WGC American Express Championship nach Irland kam und Tiger Woods den Siegerscheck einkassierte. Zwei Jahre später gewann Ernie Els die WGC in Mount Juliet und dieses Jahr finden auf diesem bildschönen Platz rund um das unglaublich poshe Luxushotel erneut die Irish Open statt.

„Auf diesem herrschaftlichen Anwesen, das der Earl of Carrick Mitte des 18. Jahrhunderts für seine Frau Juliet errichtete und nach ihr benannte, designte Jack Nicklaus in den 90er-Jahren einen 18-Loch-Championship-Platz.“

Als unser Bus in andächtiger Schrittgeschwindigkeit vorbei am 18. Grün in Richtung Hotel schleicht, sind Platzarbeiter mit einem Radlader fieberhaft damit beschäftigt, ein Golfcart auf dem riesigen See des Schlusslochs zu ziehen.

Am nächsten Morgen liegt dieser friedlich da, als wäre nichts gewesen, und auch der Starter, der uns auf die Runde schickt, setzt ein Pokerface auf: „Ich weiß nicht, wovon ihr sprecht“, grinst er und fügt, nachdem unsere Drives irgendwo in der Nähe des ersten Fairways gelandet sind, hinzu: „Das war ein Privatcart eines unsere Anwohner. Er ist wohl falsch abgebogen…“ Alles klar – da trifft es sich doch gut, dass wir lieber laufen, denn so lassen sich die 18 Löcher Parkland-Himmel, die nun vor uns liegen, viel besser und intensiver erleben. Was für ein Glück, dass die Insel endlich wieder geöffnet hat!

WOHNEN

THE GLENVIEW HOTEL

DELGANY, CO. WICKLOW Eine halbe Autostunde südlich von Dublin bietet dieses Viersternehotel mit seinen 71 Zimmern und Suiten ein ideales Basislager, um die Südostküste und den „Garten Irlands“, wie die Gegend um Wicklow von den Einheimischen genannt wird, zu erkunden. Der Leisure Club samt Pool ist riesig, das „Woodlands Restaurant“ bietet gehobene Küche und viele Golfplätze, darunter der European Club, liegen praktisch vor der Haustür. www.glenviewhotel.com

KELLY’S RESORT HOTEL

ROSSLARE, CO. WEXFORD Das Resort der Familie Kelly ist eine echte Institution in Irland und kann auf eine Geschichte zurückblicken, die bis ins Jahr 1895 reicht. Daher bietet diese einmalige Hotel vom gemütlichen Lesezimmer im ältesten Teil des Gebäudes bis hin zum übermodernen Sea Spa und zu mehreren vorzüglichen Restaurants alles, was das Strandurlauberherz begehrt. Während der Sommerferien trifft sich vom Partyvolk bis zu Erholungsuchenden hier halb Irland. www.kellys.ie

MOUNT JULIET ESTATE

THOMASTOWN, CO. KILKENNY Als Teil der „Autograph Collection“ sind beide Hotels des Mount Juliet Estate, „Hunters Yard“ und das „Manor House“, auf absolutem Fünfsterne-Niveau über jeden Zweifel erhaben. Die Szenerie des riesigen Landsitzes ist spektakulär, sämtliche Zimmer und Suiten geschmackvoll und hochwertig möbliert und ein Privatkino mit zwölf Sitzplätzen steht ebenfalls zur Verfügung. Neben einem Weltklasse-Golfplatz findet sich hier selbstverständlich auch ein Gestüt für die Reiter, fließen zwei Flüsse für die Angler und wartet eine Range auf die Bogenschützen – standesgemäß! www.mountjuliet.ie