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Das neue Mint 20.2 („Uma“)


LinuxWelt - epaper ⋅ Ausgabe 5/2021 vom 30.07.2021

Linux Mint 20.2

Artikelbild für den Artikel "Das neue Mint 20.2 („Uma“)" aus der Ausgabe 5/2021 von LinuxWelt. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: LinuxWelt, Ausgabe 5/2021

Wenn Sie dieses Magazin in der Hand haben, ist das beliebte Desktopsystem Linux Mint in neuester Version 20.2 verfügbar (www.linuxmint.com). Wie immer bei Linux Mint gibt es neben der Hauptversion mit Cinnamon wieder Varianten mit XFCE- und Mate-Desktop – alle in 64 Bit. Der ISO- Download der Cinnamon-Hauptedition beträgt ziemlich genau zwei GB, ist für Linux- Welt-Leser aber hinfällig, weil das installierbare Livesystem von der Heft-DVD bootet. Wie Sie diese Betaversion umstandslos zur finalen Version umwandeln, lesen Sie im Kasten „Upgrades auf Mint 20.2“.

Anlass für die neue Version ist die turnusgemäße Erneuerung der Ubuntu-Systembasis auf Ubuntu 20.04.2, also auf den zweiten Release Point der aktuellen Ubuntu-LTS-Langzeitausgabe. Das Kernel-Upgrade auf 5.8 (HWE-Stack) macht Linux Mint allerdings nicht mit, sondern bleibt beim Linux-Kernel 5.4. Linux Mint 20.2 erhält Updates bis ...

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... April 2025. Auf den folgenden Seiten lesen Sie, was Version 20.2 abgesehen vom aktualisierten Unterbau an sichtbaren Neuerungen mitbringt.

Erweiterte „Aktualisierungsverwaltung“

Das Tool Mintupdate, deutsch „Aktualisierungsverwaltung“, hat zwei neue Aufgaben erhalten – die zentrale Aktualisierung von Flatpak-Software sowie der Cinnamon- Spices. Aufmerksame Nutzer werden dies bei manueller Aktualisierung erkennen, wenn sie die angezeigte Updateliste genauer durchgehen.

Die Funktionen zeigen sich aber auch nach „Bearbeiten –› Einstellungen“ im Register „Automatisierung“. Dieser Dialog erlaubt vollständig automatische Downloads und Installationen aller Updates.

Flatpaks-Update: Für die Aktualisierung installierter Flatpak-Programme sorgt Linux Mint schon länger. Dafür wurde bisher ein Task unter „Systemeinstellungen –› Startprogramme“ genutzt.

Die Aufgabe ist nun zur zentralen „Aktualisierungsverwaltung“ gewandert. Sichtbarer Niederschlag ist im Register „Automatisierung“ der neue Schalter „Flatpaks automatisch aktualisieren“. Der ist standardmäßig inaktiv. Wer dies ändert, sorgt für automatische Flatpak-Updates, sollte aber bedenken, dass Flatpaks erhebliche Downloadmengen auslösen. Das ist nur bei stationären PCs zu empfehlen. Dem Mint- Team ist das Problem durchaus bewusst, denn das System unterbindet die automatische Aktualisierung, wenn ein Notebook im Akkubetrieb läuft.

Spices-Update: Cinnamon-Spices sind kleine, zum Teil nützliche, zum Teil schicke Erweiterungen. Unter „Spices“ subsumiert Cinnamon „Applets“ (für die Systemleiste), „Erweiterungen“ (für Cinnamon allgemein), „Desklets“ (Desktopgadgets wie Analoguhr, Wetter o. Ä.) und schließlich „Themes“. Bislang konnte das kleine Tool „Spices-Aktualisierung“ – seinerseits ein optionales Applet – die installierten Cinnamon-Spices auf neue Versionen prüfen und gegebenenfalls aktualisieren. Das Tool dürfte ab sofort arbeitslos werden, weil die allgemeine „Aktualisierungsverwaltung“ diesen Job übernimmt. Auch dies wird im Register „Automatisierung“ sichtbar. Wer die Spices automatisch aktualisieren will, kann hier die neue Option „Cinnamon-Gewürze automatisch aktualisieren“ einschalten (manchmal ist deutsche Lokalisierung einfach kontraproduktiv).

Benachrichtigungen: Bislang wurden ausstehende Updates nur durch einen orangefarbenen Punkt auf dem Symbol des Updatemanagers in der Taskleiste angezeigt. Mint 20.2 protokolliert jetzt, wie lange Updates bereits verfügbar sind und wie lange deren Installation bereits aufgeschoben wurde. In unaufdringlichen Abständen von zwei Tagen erfolgt dann eine dezente Erinnerung.

Warpinator für Android

Das vom Mint-Chef Clément Lefèbvre entwickelte Tool „Warpinator“ erlaubt einfachen, verschlüsselten und schnellen Datenaustausch im lokalen Netzwerk – ohne Server, ohne Samba. Das Tool wurde jetzt erweitert und ermöglicht die Auswahl des gewünschten Netzwerkadapters, falls mehrere vorliegen (Ethernet, Wi-Fi). Damit auch andere Ubuntu-basierte Distributionen mitspielen können, liefert Lefèbvre das Tool über sein PPA aus (ppa:clementlefebvre/ grpc). Angesichts der zahlreichen Möglichkeiten der Datenübertragung im Netzwerk ist die Dringlichkeit dieses weiteren Tools aber durchaus fraglich.

Die jüngste Entwicklung stärkt den Warpinator aber signifikant: Es gibt neuerdings auch eine Android-App für Smartphones und Tablets. Bei Redaktionsschluss lieferte die Suche auf Google Play nach „Warpinator“ noch das Ergebnis „Warpinator (inoffiziell)“, diese App war aber bereits einsatzbereit. Voraussetzung für den Warpinator- Austausch ist bekanntlich nur, dass das Tool auf den beteiligten Systemen läuft. Diese Geräte werden dann in der App angezeigt, erlauben eine Ordnerdurchsicht und den Datendownload an gewünschter Stelle („Speicherort für empfangene Dateien“).

Nemo mit Inhaltssuche

Der Dateimanager Nemo erhält eine nützliche Ergänzung: Nach Klick auf das Lupensymbol erscheint jetzt eine zweizeilige Abfrage. Die erste Zeile ist ein Filter nach Dateinamen und kann auf das aktuelle Verzeichnis begrenzt oder rekursiv auf alle Unterordner bezogen werden. Die zweite Zeile ermöglicht die neue Inhaltssuche. Dabei verarbeitet Nemo neben purem Text alle verbreiteten Formate wie Office- oder PDF-Dokumente. Diese Funktion ist – auf überschaubare Datenmengen angesetzt –ebenso flott wie praktisch. Dass die Nemo- Suche indexbasierte Suchexperten wie etwa Docfetcher oder Recoll gleichwertig ersetzt, wird niemand ernsthaft erwarten. Nemo hat noch eine neue Marginalie zu melden: Bekanntlich kann jedes Dateiobjekt nach Rechtsklick („Zu Favoriten hinzufügen“) in die Favoritenliste aufgenommen werden, die in der Navigationsspalte über „Favoriten“ jederzeit zugänglich ist, auf Wunsch auch als kleines Leistenapplet. Jetzt erscheint unter „Bearbeiten –› Einstellungen –› Ansichten“ die zusätzliche Option „Favoriten vor anderen Dateien sortieren“. Falls aktiv, werden also die favorisierten Dateiobjekte zusätzlich in der Ordnerliste nach oben sortiert. Das ist deshalb ein wenig verwirrend, weil es ja noch die weitere Option „Anheften“ gibt, die Dateiobjekte ebenfalls nach oben sortiert.

Aber gewiss: Es kann Dateiobjekte geben, die man durch „Anheften“ in ihrem Verzeichnis nach oben sortieren will, ohne sie gleich als globale Favoriten zu adeln.

UPGRADES AUF MINT 20.2

Von der Beta zur Final: Aus Termingründen kann die beiliegende Heft-DVD nur die Betaversion von Linux Mint 20.2 anbieten. Für Neuinstallationen ist dies dennoch der ideale Installationsweg, weil Sie sich den Zwei-GB-Download und das Übertragen auf USB ersparen. Die Mint-Beta kann nämlich, weil die Ubuntu-Systembasis bereits vollständig vorliegt, ohne Aufwand auf die finale Version gehievt werden. Dafür genügt eine einfache Systemaktualisierung mit sudo apt dist-upgrade im Terminal.

Upgrades von 20.x: Wenn Sie bereits ein Linux Mint 20 oder 20.1 installiert haben, brauchen Sie natürlich kein Installationsmedium. Für die Aktualisierung auf Version 20.2 gibt es einen einfachen Upgradepfad. Wie genau, blieb bis Redaktionsschluss Anfang Juli noch offen. Nach bisherigen Erfahrungen kommt entweder der komfortable Weg über die grafische „Aktualisierungsverwaltung“ in Betracht oder die Variante über das mit sudo apt install mintupgrade nachinstallierte Terminaltool „mintupgrade“, das anschließend mittels mintupgrade download mintupgrade upgrade den Download und das Upgrade der neuen Komponenten erledigt. Welchen Weg das Mint-Team im aktuellen Fall vorsieht, erfahren Sie im Zweifel auf https://blog.linuxmint.com/.

Neues oder verbessertes Zubehör

Schon seit 2016 entwickelt Linux Mint desktopunabhängige X-Apps, die auf allen Gnome-affinen Oberflächen funktionieren. Seit ersten Kandidaten wie Texteditor Xed oder Player Xplayer sind stets weitere Zubehörprogramme hinzugekommen.

Bulky File Renamer: Mit dem Python-Tool bulky.py („Bulky File Renamer“) gibt es ab sofort eine neue X-App und Mint-Eigenentwicklung. Es ist nicht in den Dateimanager integriert, sondern erscheint als unabhängiges Programm im deutschen Menü unter „Zubehör –› Dateiumbenennung“. Der Bulky File Renamer ist durchaus nützlich, teilt aber das Schicksal aller solcher Tools: So richtig Spaß wird das Massenumbenennen im Dateisystem niemals machen. Da die Dateimanager-Integration fehlt, muss man erst zum Ziel navigieren und dort alles markieren, was in die Auswahl soll. Danach stehen Zeichenersetzungen, Einfügen von Text an bestimmter Position, Löschen von Zeichen an bestimmter Position und Änderungen von Groß-und Kleinschreibung als Funktionen bereit. Zur Kontrolle werden die geänderten Namen in der linken Spalte angezeigt, erst der Klick auf „Umbenennen“ löst die Aktion aus. Bulky arbeitet nicht rekursiv.

Sticky Notes – unter „Zubehör –› Notizen“ im deutschen Menü – ersetzen das bisherige Gnome-Zubehör Gnote. Das Python-Tool ist zweifellos simpler und auch hübscher als der Vorgänger und klebt virtuelle, skalierbare und auf Wunsch farbige Post-it-Zettel mit kurzen Notizen auf den Desktop.

Webapps: Diese verdienstvolle Mint-Eigenentwicklung gehört seit Version 20.1 zum Standard und hat die Aufgabe, Internetsites wie lokale installierte Desktopprogramme darzustellen. Eingerichtete Webapps erscheinen dann im Hauptmenü und lassen sich auch in die Systemleiste einbauen. Der Einrichtungsdialog bietet ab sofort zusätzlich einen Schalter für Incognito-(Chrome) beziehungweise Private-Fenster (Firefox).

Hinweis: Wer einen Eindruck erhalten will, welchen Umfang die Mint-Eigenentwicklungen inzwischen haben, ist mit einem Befehl wie „ls /usr/bin/mint*“ nur unzureichend informiert. Die Github-Seite https://github.com/linuxmint/ zeigt eine dreistellige Anzahl, worunter aber auch kleine Forks, Cinnamon-Spices und obsolete Tools auftauchen.

Cinnamon-Version 5.0.3

Trotz der Anzahl von beachtlichen Systemund Zubehörtools ist das Aushängeschild von Linux Mint bekanntlich die Desktopumgebung Cinnamon. Diese hat nun die Versionsziffer „5“ erreicht, ohne allerdings spektakuläre Veränderungen zu zeigen. Offensichtlich gab es aber Speicherlecks, die zu stark überhöhtem RAM-Verbrauch führen konnten und die mit der jetzigen Version 5 behoben wurden.

Speichergrenze: Um weiteren, bislang nicht erkannten Speicherlecks vorzubeugen, gibt das System dem Benutzer jetzt zudem ein Werkzeug an die Hand: Unter „Systemeinstellungen –› Allgemein“ erscheint der neue Punkt „Speichergrenze“. Hier können Sie dem Cinnamon-Desktop ein MB-Limit vorgeben. Voreingestellt sind „2048“, minimal zulässig sind „1024“, also ein GB RAM. Der Verbrauch wird laut Voreinstellung alle 300 Sekunden überprüft. Ist dabei das Limit überschritten, wird Cinnamon einfach zwangsläufig neu gestartet. Diese neue Option vermittelt angenehme Kontrolle über den Desktop, scheint aber nach unserer Erfahrung eher unnötiger Luxus: Im normalen Betrieb summieren sich alle Cinnamon-Prozesse niemals auf 1024 MB, was als unterstes einstellbares Limit der neuen „Speichergrenze“ gilt. Die typischen Werte liegen eher zwischen 100 und 200 MB.

Spice-Updater: Wie schon bei der Aktualisierungsverwaltung (Mintupdate) angesprochen, übernimmt diese jetzt auch die Updates für die Cinnamon-Spices. Eigentliches Basistool dafür ist aber ein neues Kommandozeilenprogramm mit dem Namen „cinnamon-spice-updater“. Im Prinzip muss die Aktualisierungsverwaltung nur periodisch den Aufruf cinnamon-spice-updater --updateall auslösen. Das Tool kann natürlich auch manuell im Terminal genutzt werden und bietet dabei noch detailliertere Funktionen.

Detailverbesserungen: Das Mint-Team meldet eine Reihe weiterer Anpassungen und Codebereinigungen. So wurde der Screensaver mit einem Fallbackfenster in einem eigenen Prozess erweitert, der die Sitzung selbst dann schützt, wenn der Bildschirmschoner abstürzen sollte. Auf Notebooks wurden die Anzeige des Akkuladestands und Warnmeldungen bei kritischen Akkustand präziser. Für HP-Geräte verspricht eine neuere HPLIP-Version verbesserte Unterstützung („HP Linux Imaging and Printing“).

Aufgeräumt wurde außerdem bei der „Spices“-Verwaltung in den Systemeinstellungen. Was die „Applets“, „Erweiterungen“, „Desklets“ dort unter „Verwalten“ (bereits im System) und „Herunterladen“ (im Web) anzeigten, unterschied sich bislang häufig in der Sprache, beim Icon oder in der inhaltlichen Beschreibung. Dies wurde in Mint 20.2 weitgehend vereinheitlicht. Alle Spices sind übrigens auch unter https://cinnamon-spices.linuxmint.com mit dem Browser zu erreichen.

Bekannte Verbote und Defizite

Snap-Apps bleiben verboten: Das Mint-Team lehnt Ubuntus Snap-Pakete kategorisch ab und schlägt sich entschieden auf die Seite der dezentralen Flatpak-Container. Flatpak-Unterstützung ist daher im Terminal wie in der grafischen „Anwendungsverwaltung“ integriert.

Andererseits ist aber unbestritten, dass der zentrale Ubuntu/Canonical-Snapstore eine attraktive Softwarequelle ist und Snaps meistens beträchtlich schlanker ausfallen als Flatpaks. Wer den Snap-Daemon snapd unter Linux Mint mit sudo apt install snapd nachinstallieren will, erhält seit Version 20 die Auskunft „Paket snapd ist nicht verfügbar“. Verantwortlich ist eine kleine Verbotsdatei, die man nur löschen, verschieben oder umbenennen muss: cd /etc/apt/preferences.d/ sudo mv nosnap.pref nosnap.pre_ Danach ist die Installation der Snap-Umgebung möglich und somit auch wieder der Zugriff auf den Ubuntu-Snapstore, dies allerdings nur im Terminal über snap install.

Home-Verschlüsselung: Nach wie vor bietet die Mint-Installation bei der Einrichtung des Erstbenutzers die Option „Meinen persönlichen Ordner verschlüsseln“ – also die Home-Verschlüsselung mit Ecrypt FS. Im späteren Betrieb wird dann durch die Benutzeranmeldung der verschlüsselte Inhalt aus „/home/.ecryptfs/[Konto]“ unverschlüsselt nach „/home/[Konto]“ gemountet. Umgekehrt sollte die Kontenabmeldung dafür sorgen, dass die Home-Daten wieder ausgehängt und verschlüsselt sind. Dass dies nicht geschieht, ist Bug und Feature zugleich: Das Aushängen unterbleibt aus Leistungsgründen, weil diese Ecrypt-FS-Aktion in Verbindung mit dem Systemd-Daemon zu langsam ist. Ein gravierendes Datenschutzproblem ist dies nicht, da es nur Mehrbenutzersysteme betrifft. Die wesentliche Aufgabe der Home-Verschlüsselung, die Daten eines Notebooks vor Fremdzugriff zu schützen, bleibt erfüllt. Trotzdem wird Home-Verschlüsselung zunehmend zum Auslaufmodell, dem die alternative Cryptsetup-Komplettverschlüsselung vorzuziehen ist (unter „Erweiterte Funktionen“ bei der Partitionierung).