Lesezeit ca. 8 Min.
arrow_back

Das perfekte Geschenk


Logo von fotoMAGAZIN
fotoMAGAZIN - epaper ⋅ Ausgabe 110/2021 vom 01.10.2021

WANDKALENDER

Artikelbild für den Artikel "Das perfekte Geschenk" aus der Ausgabe 110/2021 von fotoMAGAZIN. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: fotoMAGAZIN, Ausgabe 110/2021

Getestet haben wir Kalender im Format DIN A3 quer. Diese Größe erhalten Sie bei fast allen Anbietern am Markt – und sie ist zugleich ein guter Kompromiss für ein Geschenk zum Jahreswechsel: Groß genug, um die Fotos ordentlich wirken zu lassen, nicht zu groß, um noch einen Platz an der Wand zu finden. Außerdem sind Kalender in dieser Größe bereits ab ca. 20 Euro erhältlich. Die Preise unserer zehn Testkandidaten entnehmen Sie bitte der Tabelle auf Seite 67.

DRUCKVERFAHREN

Kalender werden in drei Produktionsverfahren angeboten: Digitaldruck, Belichtung und Inkjet. Im Digitaldruck lässt sich (im Prinzip) jedes Papier bedrucken – also auch kräftige, stabile Papiere, die sich nicht so schnell wölben. Nachteil: Die Bildqualität fällt hinter die beiden anderen Verfahren zurück. Bei einer Belichtung kommen die üblichen Fotopapiere zum Einsatz: Die Qualität entspricht hochwertigen Abzügen – ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 6,99€
NEWS Jetzt gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von fotoMAGAZIN. Alle Rechte vorbehalten.
Lesen Sie jetzt diesen Artikel und viele weitere spannende Reportagen, Interviews, Hintergrundberichte, Kommentare und mehr aus über 1050 Magazinen und Zeitungen. Mit der Zeitschriften-Flatrate NEWS von United Kiosk können Sie nicht nur in den aktuellen Ausgaben, sondern auch in Sonderheften und im umfassenden Archiv der Titel stöbern und nach Ihren Themen und Interessensgebieten suchen. Neben der großen Auswahl und dem einfachen Zugriff auf das aktuelle Wissen der Welt profitieren Sie unter anderem von diesen fünf Vorteilen:

  • Schwerpunkt auf deutschsprachige Magazine
  • Papier sparen & Umwelt schonen
  • Nur bei uns: Leselisten (wie Playlists)
  • Zertifizierte Sicherheit
  • Freundlicher Service
Erfahren Sie hier mehr über United Kiosk NEWS.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 110/2021 von Gemeinsame Interessen. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Gemeinsame Interessen
Titelbild der Ausgabe 110/2021 von Zeitloser Glamour. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Zeitloser Glamour
Titelbild der Ausgabe 110/2021 von Leica Oskar Barnack Award: die Finalisten. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Leica Oskar Barnack Award: die Finalisten
Titelbild der Ausgabe 110/2021 von NEWS-TICKER. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
NEWS-TICKER
Mehr Lesetipps
Blättern im Magazin
Im Nebelwald
Vorheriger Artikel
Im Nebelwald
Positive Prognosen
Nächster Artikel
Positive Prognosen
Mehr Lesetipps

... allerdings ist die Auswahl beim Papier auch auf handelsübliche Fotopapiere begrenzt. Nachteil: Fotopapiere wellen sich leicht, vor allem bei Feuchtigkeit.

Seit ein paar Jahren gibt es auch Kalender im Inkjetverfahren. Hier sind die Hersteller auf beschichtete Papiere angewiesen, aber prinzipiell können das auch stabile Papiere sein. Inkjet liefert ebenfalls eine sehr gute Bildqualität.

Wir haben im Test keine belichteten Kalender aufgenommen (obwohl einige der getesteten Anbieter diese auch im Programm haben). Wir empfehlen in der Regel Inkjet oder Digitaldruck: Die Stabilität des Papiers ist deutlich relevanter für die Qualitätsanmutung als die reine Abbildungsqualität. Das feine Druckraster eines modernen Digitaldrucks lässt sich bei normalem Betrachtungsabstand nicht mehr erkennen und auch von der Farbdynamik her ist der Digitaldruck nah bei der klassischen Belichtung oder dem Inkjet-Druck.

GLANZ UND GLORIA

Bei fast allen Anbietern haben Sie die Wahl zwischen matten und glänzenden Papieren. Glänzende Medien zeigen kräftigere Farben mit größerem Dynamikumfang – allerdings reflektieren sie das Umgebungslicht. Vor allem, wenn Sie nicht wissen, wo der verschenkte Kalender hängen wird, sollten Sie eher matte oder semimatte Papiere wählen.

Cewe

Cewe hat die Kalender-Software mit den meisten Freiheitsgraden – ohne dass sie unübersichtlich wäre. Wer also wechselnde Kalendarien individuell an jede Kalenderseite anpassen will, ist hier richtig. Nirgendwo sonst ist es so einfach, eigene Einträge inklusive Foto im Kalendarium hinzuzufügen. Der Kalender auf dem semimatten Papier ist farbkräftig, aber nie übertrieben. Auch Porträts kommen gut. Schwarzweiß war nicht ganz neutral. Die Hängung ist fast gerade mit leichter Neigung zum Konkaven.

Fotobook

Tolle Bildqualität, sehr gute Auflösung bei dem Kalender im Canon-Inkjetverfahren. Auch die Farben sind schön. Die Oberfläche ist leicht samtig. Porträts kommen sehr gut. Einziger kleiner Kritikpunkt: Die Kontraste sind etwas steil. Das Inkjetpapier hängt nicht ganz so glatt wie dickes Digitaldruckpapier, aber Fotobook stabilisiert den Kalender mit einer kräftigen Papprückwand. Die Software ist leider etwas unflexibel: Das Kalendarium ist nicht pro Monat wechselbar – allerdings detailliert anpassbar. Eigene Einträge lassen sich einfügen.

Fotobuch.de

Fotobuch.de hat die eleganteste Software – mit keiner anderen macht es so viel Spaß, einen Kalender zu layouten. Dabei ist das System sehr flexibel – wenn auch nicht ganz so wie bei Cewe.

Kalendarientypen und -größen werden einfach mit der Maus auf die Kalenderseite gezogen, die Farben und weitere Parameter lassen sich per Mausklick anpassen. Man kann einen Kalender in wenigen Minuten erstellen oder aber exakt durchlayouten – auch ohne Layout-Kenntnisse.

Der Digitaldruck ist sehr gut auf kräftigem Papier. Es ist halbmatt und reflektiert leicht. Die in Stufen einstellbare Optimierung hat die Tiefen leicht aufgehellt, aber meist zum Vorteil.

GESTALTUNG

Bei der Gestaltung eines Kalenders gibt es zwei Wege: Eine Einheitlichkeit erreichen Sie, wenn alle zwölf Monatsblätter das gleiche Kalendarium an der gleichen Stelle zeigen. Bei unseren DIN-A3-Testkalendern im Querformat benötigen Sie daher mindestens 13 Fotos (die Monate plus Deckblatt), die im Querformat funktionieren. Das genaue Seitenverhältnis hängt davon ab, ob das Kalendarium unten liegt oder senkrecht an der Seite. Flexibilität ergibt sich dadurch, dass Sie Ränder stehen lassen oder das Foto groß aufgezogen unter das Kalendarium legen – was funktioniert, wenn dort nur ruhige Motivteile liegen.

Tipp: Damit das Kalendarium lesbar bleibt, auch wenn es auf einem Foto steht, können Sie einen halbtransparenten Hintergrund hinter das Kalendarium legen.

FotoQuelle

FotoQuelle (eine Marke von Orwo) hat eine Software, mit der sich fast alle Parameter des Kalendariums fein einstellen lassen. Der Kalendariumstyp wird per Vorlage auf die jeweilige Monatsseite gezogen, per Doppelklick darauf öffnen sich die Optionen. Individuelle Kalenderseiten lassen sich so problemlos, aber mit etwas Aufwand anlegen. Leider ist die Software etwas hakelig und nicht mehr ganz Up-to-date.

Wir hatten „Papier mit Goldeffekt“ gewählt. Ein schönes, mattes und zugleich hochweißes Papier, dass einen metallischen Glanz auf helle und gelbliche Töne legt. Auch wenn das Druckraster mit gutem Auge sichtbar bleibt: sehr schön!

Ifolor

Ifolors elegante Gestaltungs-Software ist stark bei Fotobüchern, schwächelt aber bei den Kalendern: Es gibt nur unten laufende Kalendarien, die zudem nicht monatlich wechselbar sind. Es gibt gute, aber nur wenige Seitenvorlagen. Sollen Bilder vollflächig auf der Seite liegen (und das Kalendarium transparent auf dem Foto), so muss man tricksen.

Der Kalender ist sehr gut ausgearbeitet, mit schönen, kräftigen Farben. Das Druckraster ist nicht ganz so fein wie bei Fotobuch.de oder Cewe/Pixum, aber das fällt an der Wand nicht auf – so nah geht der Betrachter in der Regel nicht an das Bild heran. Die Hängung ist gut mit ganz leichter Neigung zu konkav.

Meinfoto

Meinfoto ist eine Marke von Picanova. Eine Software zur Installation gibt es nicht. Layoutet wird im Browser. Die Bedienung der Applikation ist einfach, aber es gibt kaum Einflussmöglichkeiten auf das Kalendarium: Seine Position und Art ist fix (immer unten), lediglich die Farbe lässt sich beeinflussen. Immerhin kann man es so auch auf ein Foto stellen, das vollflächig auf der Seite liegt.

Die Druckqualität des Kalenders ist gut, kommt aber bei der Detailauflösung nicht ganz an Cewe/Pixum heran. Schwarzweiß und Nachtfotos sind allerdings besser als bei Cewe (neutraler), aber dafür waren die Hauttöne beim Porträt nicht gelungen. An der Wand hängt der Meinfoto-Kalender gut.

Während Cewe/Pixum, Fotobuch.de und Saal das als Standardfunktion anbieten, müssen Sie bei anderen Anbietern tricksen: Legen Sie ein Rechteck in der Größe des Kalendariums an, schieben Sie es unters Kalendarium und stellen Sie dessen Transparenz auf ca. 50 Prozent. So scheint das Foto noch durch und die Einträge bleiben lesbar.

BUNTE TÜTE

Die zweite Art des Kalenderdesigns ist das zwischen den Monatsblättern wechselnde Kalendarium. Passen Sie einfach dessen Position, Größe und Farbe an das jeweilige Foto auf dem Monatsblatt an. Zwar wirkt der Kalender im Ganzen nicht einheitlich, aber man sieht ja immer nur eine Seite an der Wand. Der Vorteil des wechselnden Layouts: Foto und Kalendarium passen immer optimal zusammen. Auf einem Querformatkalender lassen sich so auch Panoramen, Quadrate oder mit etwas Ausprobieren sogar Hochformate platzieren.

Pixum

Pixum lässt bei Cewe produzieren und verwendet auch deren Gestaltunsgs-Software. Von daher gilt auch hier: Die Gestaltungsfreiheit ist enorm. Wir haben bei Pixum einen Kalender in „edel-matt“ bestellt, den es unter anderem Namen auch direkt bei Cewe gibt. Er ist etwas teurer als der Standard, aber stark matt – was die Farbdynamik einschränkt, aber auch jede Reflektion an der Wand verhindert. Außerdem hängt das sehr starke Papier auch gerader an der Wand und die Auflösung ist etwas besser. Wir würden den (aufpreispflichtigen) Edelmatt-Kalender immer dann empfehlen, wenn am Hängungsort Lichtquellen reflektieren können, bei Porträts und auch für Schwarzweiß-Kalender.

PosterXXL

PosterXXL hat eine Software für Windows und macOS, diese aber entspricht exakt der Web-App – die Installation hat lediglich den Vorteil, dass Projekte auch lokal gespeichert werden können.

Bei PosterXXL gibt es keine Möglichkeit, das Kalendarium zu beeinflussen. Es läuft immer quer unten über die Seite und lässt sich nicht transparent setzen. Soll es auf einem Foto stehen, so muss man es als Hintergrundbild einrichten. Die Druckqualität ist gut und mit der von Meinfoto vergleichbar. Allerdings gefielen uns hier die Porträts besser – dafür ist die Schwarzweiß-Wiedergabe nicht ganz so neutral. Die Hängung ist gut, aber leicht konkav.

EIGENE EINTRÄGE

Bei einigen Anbietern lässt sich der Beginn des Kalendarium auf einen beliebigen Monat festlegen – was aber nur wenige Anwender tatsächlich nutzen. Schön ist es, wenn die Ferien und Feiertage (des jeweiligen Landes bzw. Bundeslandes) auto- matisch eingetragen werden können. Bei einigen Anbietern können Sie auch eigene Einträge (Geburts- oder Hochzeitstage) vornehmen – bei Cewe/Pixum und Foto- buch.de sogar mit einem kleinen Bild im Kalendarium. Die Software merkt sich die Einträge, sodass der nächste Kalender im folgenden Jahr wieder die Jahrestage zeigt. Bei FotoQuelle lassen sich sogar Termin- sätze im Datenbankformat importieren. Manche Spezialfunktionen braucht man auf den ersten Blick vielleicht nicht – aber das Basteln am eigenen Kalender macht auf jeden Fall viel Spaß und lohnt sich.

FAZIT

»Die Druckqualität ist nur eins von mehreren Qualitätsmerkmalen.«

Die Nase vorn bei der Druckqualität haben Fotobook und Whitewall, aber die Software führt bei beiden zur Abwertung. Wer sich daran nicht stört: Bestellen!

Insgesamt hat uns der Kalender von Pixum am besten gefallen, auch wenn das stark matte Papier wenig Dynamik zeigt: Es wirkt jedoch schön, ist stabil an der Wand und die Software ist klasse. Cewe bietet übrigens den gleichen Kalender an, im Test war hier aber die Variante mit semimattem Papier. Fotobuch.de folgt direkt hinter Pixum – und ist zudem sehr günstig.

Aber auch Meinfoto und PosterXXL bieten Qualität zu guten Preisen an, leiden jedoch unter einer unflexiblen Software. Besser macht es Saal. Und FotoQuelle ist ein Tipp für alle, die den warmmetallischen Schimmer mögen. Uns hat er gut gefallen.

Saal Digital

Hat man sich bei Saal Digital etwas in die Gestaltungs-Software eingedacht, so kann man zügig und sehr flexibel gestalten. Was allerdings nicht funktioniert: Die Position des Kalendariums steht über den Kalender hinweg fest. Farben, Transparenz und auch seine Größe lassen sich jedoch individuell regulieren. So können Sie die Seiten (auch mit guten Vorlagen) problemlos und individuell gestalten. Die Druckqualität ist durchweg gut und kann mit Cewe/Pixum und mit fotobuch.de mithalten. Schwarzweiß ist sehr neutral, die Porträts sind ebenfalls gut. Wenn das Papier kräftiger wäre, könnte der Kalender ganz vorn mitspielen. An der Wand hängt er gerade.

Whitewall

Whitewall verwendet dasselbe Online-Gestaltungsmodul wie Meinfoto und erlaubt eine Auswahl bei den Kalendarien – die jedoch ebenfalls über die Kalenderblätter hinweg gleich bleiben. Wie bei Meinfoto können nur die Farben im Kalendarium angepasst werden. Vorteil der Whitewall-Kalendarien: Sie wirken sehr professionell gestaltet.

Nur bei Whitewall gibt es ein halbtransparentes Vorschaltblatt. Die Druckqualität ist sehr fein – geschlagen in puncto Auflösung wird der Kalender nur noch von Fotobook. Solche Details aber sieht man nur bei hochauflösenden Fotos und bei einem Abstand von wenigen Zentimetern. Wichtiger: Porträts werden schön, die Farben bei Landschaften sind kräftig und das Schwarzweiß-Bild ist neutral.