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DAS PERFEKTE WOCHENENDE: Schönes Wochenende!


Deutsch perfekt - epaper ⋅ Ausgabe 6/2018 vom 30.05.2018

Kurzreisen sind in. Wir stellen vor: zehn persönliche Tipps für ein perfektes Wochenende – in Deutschland, Österreich und der Schweiz.


Artikelbild für den Artikel "DAS PERFEKTE WOCHENENDE: Schönes Wochenende!" aus der Ausgabe 6/2018 von Deutsch perfekt. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Deutsch perfekt, Ausgabe 6/2018

1 Rothenburg ob der Tauber, 2 Potsdam, 3 Dresden, 4 Jena und Weimar, 5 Mainz, 6 Appenzeller Land, 7 Langeneß, 8 Wien, 9 Hamburg, 10 Heidelberg

MITTEL

1 Rothenburg ob der Tauber
Wo die Zeit stehen geblieben ist

Mit Rothenburg ist es ein bisschen komisch: So mancher Japaner kennt die Kleinstadt besser als so mancher Norddeutsche. Sicher ist: Dieser Ort an der Grenze zwischen Bayern und Baden-Württemberg ist so etwas wie der Prototyp einer mittelalterlichen Altstadt. Hinein ...

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Mit Rothenburg ist es ein bisschen komisch: So mancher Japaner kennt die Kleinstadt besser als so mancher Norddeutsche. Sicher ist: Dieser Ort an der Grenze zwischen Bayern und Baden-Württemberg ist so etwas wie der Prototyp einer mittelalterlichen Altstadt. Hinein geht es durch eines der Tore. Einen Plan für den Besuch braucht man nicht: An jeder Ecke ist ein hübsches Gebäude oder ein schöner Platz zu entdecken. Am besten zu sehen ist die Struktur der Altstadt bei einem Rundgang über die zwei Kilometer lange Stadtmauer. Nicht verpassen! Genauso wenig wie den Marktplatz mit der Marien-Apotheke. Direkt daneben ist übrigens der berühmte Laden von Käthe Wohlfahrt, der das ganze Jahr über Weihnachtsschmuck verkauft. Interessanter ist aber das Mittelalterliche Kriminalmuseum. Das liegt gleich um die Ecke. Mein persönliches Highlight ist die kleine Wolfgangskirche, wo man die Kasematten besichtigen kann. Und es gibt noch viel mehr zu entdecken, auch kulinarisch: Cafés und Bäcker bieten in vielen Varianten die Schneeballen an, ein süßes Gebäck – unbedingt probieren!
Nadine Miller tun manchmal die Bustouristen ein wenig leid, die nur ein, zwei Stunden in der Stadt verbringen – als geborene Rothenburgerin weiß unsere Sprachredakteurin, dass sie vieles verpassen.

Fast wie in Italien: das Plönlein in Rothenburg ob der Tauber


2 Potsdam
Berlins kleine Schwester

Die Hipster in Berlin-Mitte gehen Ihnen auf den Keks, und am Brandenburger Tor ist es Ihnen viel zu voll? Dann fahren Sie doch ein paar Kilometer weiter, nach Potsdam! Dort finden Sie am Luisenplatz auch ein Brandenburger Tor. Das ist zwar nicht so groß wie das in Berlin und auch nicht so berühmt. Dafür ist die Atmosphäre dort viel entspannter.

Potsdam ist so etwas wie die brave kleine Schwester der chaotischen Hauptstadt: Es ist ruhiger, ohne langweilig zu sein. Es ist sauber, wirkt aber nicht steril. Und es ist gerade noch so klein, dass man im Zentrum fast überall zu Fuß hinkommt.

Und wie stilvoll es sich dort spaziert! Überall ist es grün, überall sind fantastische Denkmäler und Gebäude zu entdecken. 15 Schlösser mit Parkanlagen gibt es in Potsdam, Sanssouci heißt das bekannteste. Schon seit 1990 stehen die ersten von ihnen auf der Welterbe-Liste der UNESCO. Inzwischen gehören rund fünf Quadratkilometer Park und 150 Gebäude dazu. Die Potsdamer Kulturlandschaft ist damit die größte Welterbestätte Deutschlands. Dazu kommen mehr als 20 Seen und Flüsse im Stadtgebiet – idyllischer geht es kaum.

Aber nicht nur durch Schlossparks und an Seeufern entlang lassen sich herrliche Spaziergänge machen. Auch das Zentrum mit seiner Fußgängerzone, den kleinen Geschäften und den vielen Restaurants und Straßencafés ist die ideale Kulisse für einen gemütlichen Bummel. Man merkt, dass viele reiche Einwohner viel Geld dafür geben, damit ihre Stadt immer noch schöner wird: Im Zentrum ist fast jedes historische Gebäude renoviert.

Wem das zu viel Idylle und Schönheit ist – der ist in einer halben Stunde mit der S-Bahn im Chaos von Berlin-Mitte.

Immer dann, wenn ihre Mutter zu Besuch kommt, fährt unsere Berlin-KorrespondentinBarbara Kerbel nach Potsdam – beide lieben Spaziergänge durch den Schlosspark Sanssouci.

Typisch Potsdam: gemütliche Pausen im Holländischen Viertel.


Auf der Brühlschen Terrasse zeigt sich Dresden von einer seiner schönsten Seiten.


3 Dresden
So schön, aber so ein Pech!

Das Image von Dresden hat in den letzten Jahren ziemlich gelitten. Erst nahm die UNESCO der Stadt ihren Welterbe-Titel wieder weg, wegen einer Brücke. Dann kamen die Leute von Pegida und schrien jeden Montag ihre rassistischen Parolen, angeleitet von einem Kriminellen. Ach, schönes Dresden! Das passt doch alles gar nicht zu so einer Kulturmetropole!

Aber das ist die sächsische Hauptstadt noch immer: ein grandioser Ort der Kultur – und damit ein ideales Ziel für eine Kurzreise. Bis heute sprechen sie dort vom Canaletto-Blick, dem Blick von der Elbe auf die so hübsche Stadt. Es ist die Perspektive eines vor bald 300 Jahren geborenen Malers, dessen berühmtes Bild in der Gemäldegalerie Alte Meister hängt. Die ist nur eines von mehr als 50 Museen in der Stadt. Aber Dresden ist nicht nur ein Ort der alten Meister. Moderne Meister tanzen im Europäischen Zentrum der Künste. Und in der Neustadt mit ihren vielen kleinen Restaurants und Kunsthandwerkerläden zeigt sich die Stadt von ihrer hippen Seite – zum Beispiel im Raskolnikoff, einem Restaurant mit einer außergewöhnlichen Geschichte.

Perfekt wird das Dresden-Wochenende durch eine Kombination von Stadt und Land. Nur eine Dreiviertelstunde entfernt liegt der Nationalpark Sächsische Schweiz mit seinen eindrucksvollen Formationen. Aber es geht auch anders. Das Wetter ist gut? Dann auf nach Radebeul: Das Staatsweingut Schloss Wackerbarth ist Weinberg, Park und Belvedere in einem. Und nicht weit entfernt liegt das Wasserschloss Moritzburg – ich kenne kein schöneres.

Auch 20 Jahre, nachdem seine Eltern nach Dresden zogen, ist ChefredakteurJörg Walser immer noch oft und gern in der Stadt an der Elbe.

4 Jena und Weimar
Goethe war schon da

Nächste Station: Paradies! Wer mit dem Zug nach Jena reist, kann wirklich im Paradies aussteigen. Um genau zu sein: am Paradies-Bahnhof. Der liegt direkt an einem großen, schönen Park mit diesem wunderbaren Namen. Nach einer langen Zugfahrt ist ein kleiner Spaziergang genau das Richtige, um ein perfektes Wochenende in Jena zu beginnen. Im Schatten der Bäume am Fluss Saale zeigt sich die Stadt von ihrer romantischsten Seite.

Jena ist nicht arm an romantischen Plätzen – populär vor allem bei den vielen Studenten seiner beiden Universitäten, die jeden fünften Einwohner ausmachen. Wo sie ihr Leben genießen? In der Wagnergasse zum Beispiel. Dort gibt es ein Lokal neben dem anderen und an warmen Sommertagen kaum noch ein Durchkommen, weil die Außenplätze der Cafés und Bars bis zum letzten Platz gefüllt sind. In Sommernächten vibriert die Luft in der Stadt. Denn nun können sich Besucher nicht nur in den vielen kleinen, schönen Kulturklubs amüsieren. In der Kulturarena auf dem Theaterplatz gibt es vom 5. Juli bis 19. August das große Open-Air-Spektakel – zum Beispiel mit klassischen Konzerten, aber auch Rock-, Pop- und Jazzabenden.

Viel gefeiert und wenig geschlafen? Dann am besten am Sonntag mit dem Zug ins nur 20 Minuten entfernte Weimar fahren und dort den Tag gemütlich verbringen. Zuerst vielleicht noch etwas ausruhen im Park am Flüsschen Ilm. Und dann mit frischer Kraft auf Zeitreise gehen – zum Beispiel am Frauenplan 1. Dort – im heutigen Goethe-Nationalmuseum – hat Johann Wolfgang von Goethe vor 200 Jahren gelebt. Besucher können heute durch die original erhaltene Wohnung eines der größten deutschen Künstler spazieren und dessen Aura spüren.

Unser KorrespondentMarcel Burkhardt fühlt sich in der Region zu Hause: In Jena ist er zur Welt gekommen.

Idyllisch: das Gartenhaus von Johann Wolfgang von Goethe in Weimar.


5 Mainz
Wein und Wurst

Zum perfekten Wochenende gehört für die Mainzer ein Marktfrühstück. Ganze Familien und große Freundesgruppen treffen sich am Samstagvormittag im Zentrum der Stadt. Am mehr als 1000 Jahre alten Dom verkaufen Bauern Obst und Gemüse. Außerdem gibt es frisches Brot, Wurst und auch am Morgen schon Wein! Die Mainzer lieben dieses Getränk zu jeder Tages- und Nachtzeit. Kein Wunder: Seit 2000 Jahren gehört Wein hier zur Kultur. Heute darf sich Mainz deshalb auch „deutsche Weinhauptstadt” nennen.

„Weck, Worscht un’ Woi”, wie es im Dialekt heißt – Brötchen, Wurst und Wein – essen und trinken die Menschen dann während eines großen Picknicks direkt am Marktplatz. Je mehr Leute zusammenkommen, desto besser ist das, so sehen das die Mainzer. Fremde sind deshalb nie lange fremd. Die Mainzer nehmen ihre Gäste einfach mit offenen Armen in Empfang.

Das hat sich herumgesprochen. So kommen das ganze Jahr über Besucher aus der ganzen Welt. Viele erreichen Mainz von Frühling bis Herbst über das Wasser. Mit Schiffen kommen sie zum Beispiel aus Basel den Rhein hinunter oder aus Rotterdam (Niederlande) den Rhein hoch. Das ist eine besonders schöne Art zu reisen, weil der Weg durchs Obere Mittelrheintal führt.

Vor 200 Jahren machten vor allem englische und deutsche Künstler diese Gegend populär. Eine Reise dorthin lohnt sich noch immer. Von Mainz aus fahren jeden Tag mehrere Schiffe vorbei an alten Burgen zu so schönen Orten wie Bacharach und Oberwesel. Oder es geht direkt zum Loreley-Felsen. Die schöne Frau hat Bootsmännern früher den Verstand genommen, so die Legende. Die Legende ist frisch geblieben – und ein Grund dafür, dass das Obere Mittelrheintal seit 2002 zum Weltkulturerbe gehört.

An seinem Wohnort gefälltMarcel Burkhardt die Lebensart der Menschen sehr – wie auch dieses Motto der Mainzer: erst einmal ein Gläschen Wein, gearbeitet ist später schnell.

Lebenskraft heißt die Skulptur von Andreu Alfaro vor dem Mainzer Rathaus.


Viel Platz für Träume im Appenzeller Land.


Foto: Pierre Adenis/laif

6 Appenzeller Land
Diese Landschaft!

Der Frühsommer ist in der Schweiz die ideale Wanderzeit. Deshalb beginnt eine Tour durch das Appenzeller Land am besten ganz oben: Auf dem höchsten Berg der Ostschweiz, dem Säntis, ist die Aussicht gigantisch. Mit etwas Glück sind die Schweiz, Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Frankreich und Italien zu sehen. Und auch wenn ein paar James-Bond-Filme nicht hier, sondern an anderen Schweizer Orten (zum Beispiel im Berner Oberland und im Tessin) gedreht wurden, sieht die Bergstation auf dem Säntis mit ihrer Funkanlage aus wie die perfekte Kulisse für einen Agentenfilm in Retro-Optik. Es würde einen kaum wundern, neben den Gämsen auch Sean Connery über die Felsen springen zu sehen. Auf den 2501 Meter hohen Berg kommt man zu Fuß von der Talstation Schwägalp. Für die Wanderung braucht man gute Schuhe, Trittfestigkeit und Ausdauer, aber auch Unerfahrene können sie machen. Wer nicht laufen will, der kommt aber auch mit der Seilbahn hoch und kann dann gemütlich spazieren gehen oder, im Gras sitzend, die Aussicht genießen. Wer weiter wandern will, geht bis zum Rotsteinpass und übernachtet im typisch Schweizerischen Massenlager. Den gleichen Weg am nächsten Tag wieder zurück, mit der Bahn hinunter zur Schwägalp und dann mit dem Bus ins hübsche Dorf Urnäsch: Dort informiert das Brauchtum-Museum über die Appenzeller Geschichte – zum Beispiel über das Silvesterchlausen mit seinen aufwendigen Kopfbedeckungen oder auch über das sehr späte Frauenwahlrecht im Kanton Ausserrhoden (erst 1989!). Hunger? Eine Spezialität im Appenzeller Land sind die Älplermagronen, ein traditionelles Gericht mit Käse und Zwiebeln, das es in den gemütlichen Urnäscher Restaurants gibt. Weiter geht es mit dem Zug ins 20 Minuten entfernte, größere Städtchen Appenzell, wo man den Tag mit leckerem Appenzeller Käse oder auch mit dem feinen Appenzeller Whiskey, dem Säntis Single Malt, langsam zu Ende gehen lässt. Am dritten Tag lohnt ein Spaziergang von Appenzell bis Gontenbad mit Blick auf die Bergmassive des Alpstein.

Seit unsere AutorinSusanne Schmetkamp vor zehn Jahren nach Zürich zog, ist sie immer wieder in die Region gefahren. Sie liebt die Atmosphäre, die traditionellen Häuser im Appenzeller Stil, das Klima, das Essen – und besonders die Silversterchläuse am 13. Januar.

7 Langeneß
Vorsicht, nasse Füße!

Eine Warnung gleich am Anfang: Wer Angst davor hat, sich nasse Füße zu holen, bleibt besser gleich auf dem sicheren Festland. Wer aber im nordfriesischen Schüttsiel (Schleswig-Holstein) die Fähre nach Langeneß besteigt, ist knapp zwei Stunden später in einer anderen Welt. Diese Luft! Diese Stille! Und erst das Meer!!!

Zehn Halligen gibt es vor der nordfriesischen Küste. Langeneß ist die größte. Anders als Inseln haben Halligen keinen Deich, der sie vor dem Meer schützt. Der einzige Schutz vor dem Wasser sind die Warfen: Hügel, auf denen die Häuser stehen. 18 Warfen gibt es auf Langeneß, auf fast allen kann man in Ferienwohnungen übernachten. Außerdem gibt es ein kleines Vier-Sterne-Hotel und ein Gasthaus mit ein paar Gästezimmern.

Mehrmals pro Jahr heißt es „Land unter”: Bei einer Sturmflut steigt das Wasser so hoch, dass die Hallig komplett unter Wasser ist. Nur die Warfen schauen dann noch aus dem Wasser heraus. Wer einmal erlebt hat, wie das Meer über Nacht fast bis zur Terrasse des Hotelzimmers herangekommen ist, wird diesen Eindruck nicht so schnell wieder vergessen: das gemischte Gefühl aus leichter Angst (Ist die Warf wirklich hoch genug?), Gemütlichkeit (man ist ja drinnen, und es wird schon alles gut gehen) und Faszination für das Naturspektakel.

Die Natur bleibt spektakulär, wenn das Wasser wieder weg ist und auf die Flut die nächste Ebbe folgt. Dann ist der Weg frei für eine Wanderung durch das Watt mit seinem sehr speziellen Ökosystem. Im Sommer kann man bei Flut auf Langeneß selbstverständlich auch baden. Und im Winter? Da hat man die Hallig fast für sich allein.

Unsere Berlin-KorrespondentinBarbara Kerbel liebt das Meer. Aus geografischen Gründen fährt sie meistens an die Ostsee – aber ihr letzter Aufenthalt auf Langeneß ist unvergessen.

Viel Grün und noch mehr Wasser: die Hallig Langeneß.


Zeit für eine Pause: zum Beispiel in einer Strandbar an der Donau in Wien.


8 Wien
Die Populäre

Wissen Sie, welche deutschsprachige Stadt am meisten besucht wird? Nicht Berlin, München oder Hamburg, sondern Wien. Die österreichische Hauptstadt zieht jedes Jahr rund sieben Millionen Touristen an. Das hat Gründe: Mit Sehenswürdigkeiten wie der Hofburg, dem Stephansdom, dem Prater und Schloss Schönbrunn ist Wien eine der schönsten Städte Europas.

Besonders zu empfehlen ist ein Besuch in den Sommermonaten. Bei warmen Temperaturen fühlt man sich in Wien fast wie in Italien. Die österreichische Metropole ist für ihre Kaffeehäuser bekannt. Mitten im Zentrum und trotzdem von den meisten Touristen unentdeckt liegt am Franziskanerplatz das Kleine Café. Es ist eng und wirkt sehr unscheinbar, trotzdem gibt es fast kein authentischeres Wiener Café.

Sie haben genug davon, in der heißen Sonne zu sitzen, und wollen sich ein wenig abkühlen? Gehen Sie zur Donauinsel! An der neuen und an der alten Donau gibt es viele Badeplätze – eine angenehme Abkühlung ist garantiert. Für ein ganz spezielles Badeerlebnis empfiehlt sich das Krapfenwaldlbad. Es ist das höchstgelegene Freibad Wiens. Dort haben Sie beim Schwimmen auch noch eine schöne Aussicht. Wenige Kilometer weiter gibt es einen noch besseren Blick auf die Stadt: Von der Aussichtsplattform des Kahlenbergs aus können Sie Ihren Blick ungestört über Wien schweifen lassen und die Schönheit der Stadt bewundern.

Unser RedakteurGuillaume Horst fährt immer wieder in die Stadt, seit sein bester Freund vor zehn Jahren dorthin gezogen ist – besonders gerne geht er ins Naturhistorische Museum.

9 Hamburg
Für Familien: Deutschlands größter Hafen und mehr

Genießen Sie die Atmosphäre an den Landungsbrücken. Aber von dort sehen Sie nur einen kleinen Teil des Hafens. Deshalb: rauf aufs Schiff – und eine Hafenrundfahrt machen. Nehmen Sie unbedingt eines der kleinen Schiffe, eine Barkasse. Nur sie passt auch in die engen Kanäle. Und: Achten Sie auf die Gezeiten. Nur bei niedrigem Wasser können die Schiffe in die Speicherstadt fahren. Eine gute Alternative für eine Tour über die Elbe ist die Fähre 62: Man kann sie mit einem normalen Bus- und Bahnticket benutzen. Steigen Sie ein, fahren Sie bis Finkenwerder. Sie können dort aussteigen und mit der Familie Eis essen (Eisinsel, Steendiek 43). Oder auf der Fähre bleiben und direkt zurückfahren. An den Landungsbrücken gibt es am Ende des Pontons den Imbiss Brücke 10, der sehr leckere Fischbrötchen hat. Man kann dort auch gut sitzen und das Panorama genießen.

Jetzt geht es eine Etage tiefer: in den alten Elbtunnel von 1911. Der Eingang ist in dem Gebäude mit der großen Kuppel ganz in der Nähe der Landungsbrücken. Steigen Sie die Treppe hinunter, zählen Sie zusammen die Stufen! Unten schauen Sie den Pkws zu, die hier mit dem Aufzug nach unten kommen.

Danach geht es weiter in die Speicherstadt. Genauer: ins Miniatur-Wunderland. Diese größte Modelleisenbahn-Anlage der Welt ist fantastisch! Wichtig: Vorher online die Tickets kaufen, sonst müssen Sie wahrscheinlich sehr lange warten.

Von dort ist es dann nicht weit zur Hafencity. Bei einem Spaziergang können Sie fantastische Architektur sehen – wie die populäre Elbphilharmonie. Besuchen Sie die Plaza im 8. Stock dieses extravaganten Konzerthauses! Für diese Aussichtsplattform kann man vorher online ein Ticket buchen. Danach unbedingt den Piraten-Spielplatz am Grasbrookhafen besuchen!

Wenn es dunkel wird, können Sie in die oberste Etage des Hotel Hafen Hamburg fahren und bei einem Cocktail in der Tower Bar das Panorama noch einmal von oben genießen (das funktioniert ohne Kinder besser).

Familiär hat unsere RedakteurinClaudia May eine spezielle Beziehung zum Hafen – ihr Großvater und ihr Urgroßvater haben dort gearbeitet.

Enge Kanäle: Nur die Barkassen fahren durch die Hamburger Speicherstadt.


Viel Rot in noch mehr Grün: Heidelberg ist mit Sandstein gebaut.


10 Heidelberg
Für Gartenfreunde

Rot ist Heidelberg, rot von dem Sandstein, der überall für die Gebäude verwendet worden ist. Im Schloss, der berühmtesten Ruine Deutschlands. In der bekanntesten Brücke, die nicht nur alt ist, sondern auch so heißt. In der Universität, gegründet 1386, so früh wie keine andere in Deutschland. Wer in die UNESCO-Literaturstadt kommt, läuft am besten erst einmal den Philosophenweg hinauf. Zu entdecken gibt es nicht nur ein perfektes Heidelberg-Panorama, sondern auch eine außergewöhnliche Pflanzenwelt: An diesem Ort, einem der klimatisch wärmsten in Deutschland, wachsen Exoten wie Zypressen, Palmen, Pinien und Bambus. Wieder unten wartet die Altstadt, auf die im Krieg kaum eine Bombe fiel. Wenn das Wetter schön ist, lohnt sich ein Ausflug ins 17 Kilometer entfernte Weinheim. Auch die Kleinstadt hat eine sehr hübsche Altstadt – und dort wachsen weitere Exoten. Im Wald, im Schlosspark und im Schau- und Sichtungsgarten Hermannshof, einem der schönsten Gärten Europas.

ChefredakteurJörg Walser ist in Weinheim aufgewachsen. Er fuhr oft in die Universitätsstadt Heidelberg, um das Amerikahaus zu besuchen. Später war – nach den Jahren bei der Schülerzeitung – die HeidelbergerRhein-Neckar-Zeitung seine erste richtige Station als Journalist.


Fotos: Ulf Böttcher/Lookphotos; Helen Ross/iStock.com

Fotos: Nikada/iStock.com; Martin Siepmann/imageborker.com/mauritius images

Fotos: Sabine Lubenow, Christian Bäck/Lookphotos

Foto: julof90/iStock.com