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Das sind Deutschlands beste IT-Dienstleister 2022


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Computerwoche - epaper ⋅ Ausgabe 38/2022 vom 16.09.2022

Spezial IT-Dienstleister

Auf dem diesjährigen ChannelPartner-Kongress haben COMPUTERWOCHE und ChannelPartner wie in jedem Jahr die kundenfreundlichsten IT-Dienstleister ausgezeichnet. Bisher waren die Gewinner dieses Awards jeweils als „Bestes Systemhaus“ bezeichnet worden. Da aber viele der bewerteten IT-Dienstleister sich nicht mehr als „reines“ Systemhaus betrachten, sondern sich breiter aufgestellt sehen, haben wir uns entschlossen, den Award in „Bester IT-Dienstleister“ umzubenennen. Mit diesem generischen Begriff können nämlich auch die meisten Anwenderunternehmen etwas anfangen.

Diese Umfirmierung hat sich auch positiv auf die Beteiligung an der Umfrage ausgewirkt. 720 IT-Dienstleister wurden von ihren Kunden beurteilt, 60 von ihnen haben dabei eine ausreichende Anzahl von Bewertungen erhalten, um ins Ranking zu gelangen. Insgesamt 2.335 Anwenderunternehmen haben sich an der Umfrage ...

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... beteiligt.

Die Bewertungskriterien

Abgefragt wurden alle Projektphasen: angefangen bei der Erstellung des Angebots, über die Beratungskompetenz im Vorfeld des Vorhabens bis hin zum eigentlichen Projektverlauf (Reaktionszeit, Kompetenz etc.). Explizit bewertet wurden auch die Termintreue, das Preis-Leistungs-Verhältnis sowie die Qualität der Betreuung (Wartung, Schulung etc.). Zusätzlich wurden in diesem Jahr Kriterien wie das Projektmanagement (Kommunikation der Meilensteine, Reaktionszeit auf Nachfragen, technische Kompetenz), die Qualität der Zusammenarbeit, die Innovationskompetenz des IT-Dienstleisters und dessen Vernetzung mit den Technologielieferanten beurteilt.

Die Projektkategorien

Die von den IT-Entscheidern bewerteten Projekte wurden insgesamt sechs Projektkategorien zugeordnet:

→ IT-Sicherheit/IT-Security

→ Data Center (Server, Storage, Hyperconverged Systems)

→ Netzwerklösungen (Netzwerküberwachung, Netzwerksicherheit, Netzwerk-Monitoring)

→ Client-Hardware, inklusive Zubehör wie Monitore etc.

→ Cloud, inklusive der Einführung von XaaS-Strukturen

→ Modern Work („neue“ Arbeitsplätze, Mobility-Konzepte, UCC-Lösungen)

→ Software (Entwicklung von Individual-Software, Anwendungen, Infrastruktur-Software)

↔ Dokumentenmanagement und Archivierung

→ Printing-Lösungen, inklusive Managed Print Services

→ Sonstiges

Validität des Awards „Bester IT-Dienstleister“

Oft werden Siegel und Signets, die ihrem Anspruch nach unabhängige Qualitätssiegel sein sollten, zum Kauf angeboten, oder es wird für die Aufnahme ins Ranking ein finanzielles Entgelt erhoben. Hier möchten wir ausdrücklich betonen, dass alle von COMPUTERWOCHE und derer Schwesterpublikationen ChannelPartner, CIO und CSO vergebenen Siegel seit jeher völlig unabhängig von den Geschäftsbeziehungen unseres Mutterkonzerns zu den bewerteten Unternehmen sind und bleiben werden. Allein das Kundenfeedback oder das Urteil einer unabhängigen Jury liefern die Basis für unsere Awards und Auszeichnungen. So basieren alle unsere Rankings ausnahmslos auf Erhebungen neutraler, unabhängiger Marktforschungsinstitute oder Jurys mit sehr akribischen Prüfroutinen zur Qualitätssicherung. Dazu zählen unter anderem harte Prüfungen gegen Missbrauchs- und Manipulationsversuche. Diese führten auch schon mehrfach zum Ausschluss von Firmen aus Rankings. Die Prüfkriterien legen wir aus gutem Grund nicht offen. Warum sind uns diese Unabhängigkeit und die Vorsichtsmaßnahmen gegen Missbrauch so wichtig? Weil wir wissen, dass Siegel und Awards potenziellen Einfluss auf Kaufentscheidungen haben können. Diese Verantwortung nehmen wir sehr ernst. Gleichwohl ist uns sehr bewusst, dass es auch trotz dieser vielen Sicherheitsstufen nie eine 100-prozentige Gewährleistung geben kann. Unsere Marktforschungspartner und wir garantieren jedoch, dass wir stets alles tun, um Missbrauch und Manipulationen zu verhindern.

Damit haben wir die Zahl der Projektkategorien von sechs auf zehn erhöht, dies war aber durch die pandemiebedingte Beschleunigung der Digitalisierungsbemühungen vieler Anwenderunternehmen nötig geworden. Dadurch haben zum Beispiel DMS-Projekte (Dokumentenmanagementsysteme) und digitale Archivierung deutlich an Bedeutung gewonnen. „Modern-Work“-Projekte sind von der reinen Hardware-Ausstattung der modernen Arbeitsplätze klar zu trennen, weil dazu auch umfangreiche Software-Ausstattung (UCC, EMM, etc.) gehört, das Ganze flankiert durch die deutlich breiter werdende Cloud-Akzeptanz vor allem im Mittelstand.

Die vier Umsatzklassen

Basis der Award-Verleihung bildet die Gesamtnote eines IT-Dienstleisters über alle Projekt- kategorien hinweg. Um eine faire Grundlage für die Preisvergabe zu gewährleisten, werden die Ergebnisse der Umfrage in vier Umsatzklassen ausgewertet.

Als Klassifizierungsmerkmal gilt der Jahresumsatz, den die IT-Dienstleister 2021 in der Region DACH (Deutschland, Österreich, Schweiz) erwirtschaftet haben. Dabei haben wir die Umsatzgrenzen wie im Vorjahr bei 50 und 250 Millionen sowie bei einer Milliarde Euro gezogen. Daraus ergaben sich so wie auch 2021 vier Umsatzklassen:

→ Umsatzklasse 1: IT-Dienstleister mit Jahresumsatz über einer Milliarde Euro

→ Umsatzklasse 2: IT-Dienstleister mit Jahresumsatz zwischen 250 Millionen und einer Milliarde Euro

→ Umsatzklasse 3: IT-Dienstleister mit Jahresumsatz zwischen 50 und 250 Millionen Euro

→ Umsatzklasse 4: IT-Dienstleister mit Jahresumsatz unter 50 Millionen Euro

Erfahrungsgemäß steigen von Jahr zu Jahr einige IT-Dienstleiter – bedingt durch höhere Umsätze – eine Umsatzklasse hinauf, Abstiege gibt es hier nicht. Manch ein Name verschwindet zwar, aber meist nach der Übernahme durch einen umsatzstärkeren IT-Dienstleister.

Die Gewinner

Der Vergleich des diesjährigen Rankings mit dem vorjährigen ist zwar nicht eins zu eins möglich, weil wir die Bewertungskriterien und Projektkategorien modifiziert haben, dennoch kann man sich hier durchaus auch an der Vorjahreswertung orientieren.

So konnte etwa die SVA System Vertrieb Alexander GmbH ihren Erfolg aus dem Vorjahr wiederholen und den ersten Rang in der Umsatzklasse 1 (über eine Milliarde Euro) belegen. Dem Systemhaus aus Wiesbaden gelang es auch 2021, hohe Kundenzufriedenheit in starkes organisches Wachstum zu verwandeln. Im Vorjahr erhöhte SVA ihre Erlöse um 21 Prozent, ein Wert, den kein anderer deutscher IT-Dienstleister in dieser Umsatzklasse toppen konnte. Und trotz dieses Zuwachses bescheinigen Kunden der SVA nach wie vor durchgängig hervorragende Leistungen in allen Bereichen. Auch diese Leistung gilt es zu honorieren, ist doch starkes Wachstum oft mit nachlassender Kundenbetreuung verbunden.

Bewertung per NPS-Punkte-Skala

Das Bewertungssystem für die Umfrage zum „Besten IT-Dienstleister“ haben wir 2022 von der bisherigen Notenskala auf eine Punkteskala (Net Promoter Score, NPS) umgestellt. Das ermöglicht eine noch filigranere Ergebnisauswertung. Kunden konnten ihre IT-Partner dabei auf einer Punkteskala von 0 (je Fragestellung: sehr schlecht beziehungsweise. äußerst unwahrscheinlich) bis 10 (= sehr gut beziehungsweise höchst wahrscheinlich) bewerten. Als „Promotoren“ werden die IT-Dienstleister bezeichnet, die mit 9 oder 10 bewertet wurden, als „Detraktoren“ diejenigen, die 0 bis 6 Punkte erhielten. IT-Partner, die mit 7 oder 8 Punkten beurteilt wurden, gelten als „indifferent“. Der Net Promoter Score wird nach folgender Formel berechnet: NPS = Promotoren (in Prozent aller Befragten) minus Detraktoren (in Prozent aller Befragten). Damit liegt der Wertebereich des NPS zwischen plus 100 und minus 100 Punkten.

Auf dem zweiten Platz in der ersten Umsatzklasse konnte SoftwareOne seine Stärken ausspielen. Dazu zählen aus Sicht der Kunden vor allem die Flexibilität in der Zusammenarbeit, der hohe Beitrag zur Verbesserung der Prozesse und die Termintreue. Trotz vieler Lieferengpässe gelang es Cancom 2021 erneut, den dritten Platz in dieser Umsatzklasse zu verteidigen. Kunden schätzen an dem Münchner IT-Dienstleister vor allem dessen individuell abgestimmten Angebote, die Termintreue sowie das gute Preis-Leistungs-Verhältnis.

In der Umsatzklasse 2 (zwischen 250 Millionen und einer Milliarde Euro) wetteiferten in diesem Jahr sechs Kandidaten um die Top-Platzierungen. Platz 3 eroberte sich die Ratiodata SE. Der auf Banken und Finanzunternehmen spezialisierte IT-Dienstleister überzeugte seine Kunden vor allem mit guter Betreuung auch im Nachgang von Projekten und hoher Innovationskraft. Kunden schätzen an ihrem Partner außerdem die unkomplizierte, flexible Zusammenarbeit.

Die Silbermedaille in dieser Umsatzklasse ging an Controlware. Kunden schätzen an ihrem hessischen Cyber-Security-, Netzwerk- und Data-Center-Spezialisten vor allem das hohe Maß an strategischem Verständnis für ihre Belange. Sie honorieren die individuell auf ihre Anliegen zugeschnittenen Lösungen sowie ebenfalls die aufmerksame Betreuung im Nachgang von Projekten.

Netgo und Medialine wieder ganz vorn

Mit deutlichem Abstand gewann Netgo das Rennen um die Kundengunst in der Umsatzklasse 2. Kaum in diese Klasse aufgestiegen, wurde das Unternehmen dort gleich „Meister“. Neben Innovationskraft, Flexibilität, sehr gutem Projektmanagement sowie dem wertvollen Beitrag zu Prozessverbesserungen schätzen Kunden an der Netgo-Gruppe auch deren hervorragende Vernetzung mit den Technologielieferanten.

Elf Firmen haben es ins Ranking der Umsatzklasse 3 (50 bis 250 Millionen Euro) geschafft. Hier fallen die Abstände zwischen den IT-Dienstleistern erfahrungsgemäß sehr knapp aus, sodass der Wettbewerb jedes Jahr spannend bleibt und immer wieder Überraschungen auf dem Siegertreppchen bereithält.

Den dritten Platz konnte sich diesmal MR Datentechnik sichern. Kunden schätzen an dem Nürnberger Systemhaus vor allem dessen hervorragendes Projekt-Management und schnelle Reaktionszeiten, hohe Kompetenz sowie sehr gute Betreuung im Nachgang von Projekten. Dem Unternehmen gelingt es, seine Kunden trotz fortschreitenden Wachstums stets zufriedenzustellen. Und auch 2022 hat die bayerische Staatsregierung das fränkische Unternehmen als Top-Arbeitgeber ausgezeichnet. Grundlage für diese Auszeichnung ist eine ausführliche Bewertung der eingereichten Geschäftsunterlagen durch eine unabhängige Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft.

Avodaq auf Platz 2

Die Silbermedaille in dieser Umsatzklasse ging an Avodaq. Dem mehrfach von Cisco als Top-Partner ausgezeichneten Unternehmen gelang in diesem Jahr erstmals auch der Sprung aufs Siegerpodest bei den von COMPUTERWOCHE und ChannelPartner beauftragten Kundenbefragungen. Herausragend schnitt Avodaq vor allem bei Beratungs- und Lösungskompetenz, individueller Angebotserstellung und beim Preis-Leistungs-Verhältnis ab.

Als „Bester IT-Dienstleister in der Umsatzklasse 3“ darf sich in diesem Jahr die Medialine Eurotrade AG bezeichnen. Das bereits mehrfach auch als „Bester Managed Service Provider” ausgezeichnete Unternehmen punktete mit seiner hervorragenden Kompetenz bei Beratung und Umsetzung von IT-Architekturen. Auch seine Innovationskraft überzeugte die Kunden.

Am engsten ging es – wie jedes Jahr – in der Umsatzklasse 4 (unter 50 Millionen Euro) zu. Dort entschieden oft Zehntelpunkte über die Platzierungen. Die Bronzemedaille gewann Mahr EDV. Die Kunden des Berliner IT-Dienstleisters fühlen sich sehr gut verstanden, hervorragend beraten und schätzen dessen Flexibilität ebenso wie seine Termintreue.

Platz zwei wurde in dieser Umsatzklasse nicht vergeben, denn zwei Unternehmen wurden jeweils exakt punktgleich bewertet und dürfen sich nun beide mit dem Meistertitel in Umsatzklasse 4 schmücken. Und das sind die MR Systeme GmbH und die Systemhaus Erdmann GmbH & Co. KG. Beide haben in allen zwölf Bewertungskriterien mit absoluten Top-Werten abgeschnitten. Ob Lösungskompetenz, Reaktionszeit, Preis-Leistung oder Innovationskraft – Kunden schätzen beide Unternehmen. Alle Ergebnisse der Channel-Befragung 2022 finden Sie noch einmal zusammengefasst unter diesem Link: