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Das Verweben gemeinsamer Widerstände


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WeltTrends - epaper ⋅ Ausgabe 177/2021 vom 01.07.2021

Im Jahr 1994 begann in Mexiko der Aufstand der überwiegend indigen geprägten Zapatisten. Er richtete sich gegen Neokolonialismus und Neoliberalismus. Nachdem die Zapatisten jahrelang versucht hatten, die mexikanische Gesellschaft in Richtung einer Basisdemokratie zu transformieren, waren sie an vielfältigen Widerständen gescheitert. Jedoch schufen sie einen alternativen autonomen Raum, der sich durch Basisdemokratie, kollektives Eigentum, Gender- und Naturgerechtigkeit auszeichnet. 500 Jahre nach der Eroberung beschlossen die Zapatisten, eine Weltreise zu unternehmen. Die Botschaft der „Zapatour“: Die Konquistadoren haben uns nicht erobert, der Widerstand wird fortgesetzt, nun jedoch global enger vernetzt.

Am 13. August 1521 eroberte eine Einheit von einigen Hundert spanischen Konquistadoren die Hauptstadt des Azteken-Reiches, Tenochtitlán, das heutige Mexiko-Stadt. Von dort setzte sich die ...

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Bildquelle: WeltTrends, Ausgabe 177/2021

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... Eroberung ganz Amerikas fort. Es kam in Mexiko zu einen der größten Genozide aller Zeiten. Über 22,5 Millionen Menschen starben infolge von Eroberungskriegen, eingeschleppten Krankheiten, Zwangsarbeit, Strafexpeditionen und Hunger. Zwar sind in Europa die Namen des spanischen Eroberers Hernán Cortéz und des aztekischen Herrschers Moctezuma einigermaßen bekannt, doch ist die ganze Tragweite des äußeren gewaltsamen Eingriffs in die fremde Kultur der originären Völker Amerikas bei Weitem nicht allen bewusst. Die Eroberer werden im Schulunterricht behandelt und zum vorletzten Aztekenherrscher schrieb Friedrich II. eine Oper, die heute noch hin und wieder aufgeführt wird und ein Lehrstück für die Postkolonialismus-Forschung sein dürfte. Doch was damals begründet wurde, die ungleiche Entwicklung zwischen dem Abendland, heute „Globaler Norden“ genannt, und der eroberten Welt in Amerika, Teil des „Globalen Südens“, ist für die Mehrheit der Europäer völlig unklar. Für die europäische Entwicklung waren das Gold und die Schätze Amerikas wichtig. Gleichzeitig nahm das Elend der originären Völker während der Kolonialzeit bis heute seinen Lauf. Eingeschlossen in eine extrem ungleiche und abhängige Entwicklung blieben die Indigenen, die eigentlichen Herren der amerikanischen Erde, die Untersten in der sozialen Hierarchie der amerikanischen Gesellschaften.

Promotion und Habilitation zur Außenpolitik lateinamerikanischer Staaten, Professorin an der Universidad Nacional de Colombia in Bogotá und an der Johannes Kepler Universität Linz, seit 2017 Senior Research Fellow am Institut für Internationale Politik in Potsdam zimmering@t-online.de