Bereits Kunde? Jetzt einloggen.
Lesezeit ca. 10 Min.

DATENSICHERUNG: Backup für Bequeme


Chip - epaper ⋅ Ausgabe 8/2019 vom 05.07.2019

Fast jeder zweite Deutsche hat schon Daten unwiederbringlich verloren. Wir zeigen,wie Sicherungen ganz einfach klappen – denn nur ein Backup schützt


Artikelbild für den Artikel "DATENSICHERUNG: Backup für Bequeme" aus der Ausgabe 8/2019 von Chip. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Die Software aus diesem Beitrag finden Sie auf dervirtuellen CHIP-DVD


ILLUSTRATIONEN: AkINbOSTANcI (HG), PHOTOMANX21 (SESSEL), MAkSTORM (LAPTOP)/GETTY IMAGES FOTOS: HERSTELLER

Die Zahlen, die der Verband der Internetwirtschaft eco im Frühjahr 2019 zum Thema Backup vorgelegt hat, sind alarmierend: 42 Prozent der Deutschen waren laut einer repräsentativen Umfrage bereits mindestens einmal von Datenverlust betroffen, weil sie kein Backup zur Hand hatten. ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 3,99€
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Chip. Alle Rechte vorbehalten.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 8/2019 von TREND: MAILBOX: „Yes, you did it! Endlich keine physischen DVDs mehr“. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
TREND: MAILBOX: „Yes, you did it! Endlich keine physischen DVDs mehr“
Titelbild der Ausgabe 8/2019 von HANDELSKRIEG: Die neue digitale Weltordnung. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
HANDELSKRIEG: Die neue digitale Weltordnung
Titelbild der Ausgabe 8/2019 von NEWS: 6,6 Millarden Euro für 5G. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
NEWS: 6,6 Millarden Euro für 5G
Titelbild der Ausgabe 8/2019 von HUAWEI OHNE GOOGLE: Huawei-Geräte ohne Google nutzen. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
HUAWEI OHNE GOOGLE: Huawei-Geräte ohne Google nutzen
Titelbild der Ausgabe 8/2019 von NEWS: High-End von Apple. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
NEWS: High-End von Apple
Titelbild der Ausgabe 8/2019 von SPAMANRUFE: Der neue Telefonterror. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
SPAMANRUFE: Der neue Telefonterror
Vorheriger Artikel
SPAMANRUFE: Der neue Telefonterror
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel DATENSICHERUNG: Perfekte Backups auf die NAS
aus dieser Ausgabe

... Treffen kann das jeden, denn die Gründe für Datenverlust sind vielfältig: Hardware-Defekte an Speichermedien, Ransomware-Attacken, Wasserschäden, geklaute Notebooks oder Pannen bei Windows-Updates. Trotzdem versprühen Backups für viele Nutzer eher den Charme einer Wurzelbehandlung beim Zahnarzt, und sie gelten als kompliziert – zu Unrecht.

Die größte Hürde beim Thema Backup stellen sich Nutzer meist selbst, denn sie verzetteln sich in Details. Dabei geht es nicht darum, die perfekte Backup-Strategie zu finden, sondern die Wahrscheinlichkeit zu minimieren, dass man wichtige Daten verliert. Wichtigste Regel: Jedes Backup ist besser als kein Backup. Wenn ein Student einmal am Tag die Daten seiner Abschlussarbeit als Kopie auf einen USB-Stick zieht, erreicht er damit ein gutes Stück an Sicherheit. Schiebt er per Sync-Funktion noch eine aktuelle Kopie auf einen Cloud-Speicher, ist der Datenverlust noch unwahrscheinlicher. Doch wenn mehr Daten zu sichern sind, ist Handarbeit zu aufwendig. CHIP führt Sie zu einer bequemeren Backup-Strategie – auf dem eigenen Rechner und im Heimnetz auf einer NAS (siehe Seite 28).

Windows bietet zu wenig

An der Backup-Muffeligkeit der Nutzer muss man Microsoft zumindest eine Mitschuld geben, denn Windows behandelt das Thema Datensicherung stiefmütterlich. In Windows 10 finden sich aktuell zwar verschiedene Werkzeuge für Backups, doch es fehlt eine gemeinsame Klammer, über die Nutzer erfahren, wie sie am besten vorgehen sollen. Wie planlos Microsofts Vorgehen ist, zeigt sich im Bereich »Windows-Sicherheit«. Dort weist ein neu installiertes Windows 10 darauf hin, dass man doch One-Drive nutzen könnte, um Dateien nach einem Ransomware-Angriff wiederherzustellen. Grundsätzlich eine gute Idee, leider bleibt dieses Feature aber Premium-Nutzern von OneDrive vorbehalten, die ein Office-365-Abo haben. Überhaupt müssen sich Nutzer ziemlich anstrengen, um in den Windows-Einstellungen den Punkt »Sicherung« zu finden. Dort gibt es zwei Funktionen, den Dateiversionsverlauf und die Komplettsicherung. Letztere stammt aber noch aus Zeiten von Windows 7 und wird nicht mehr weiterentwickelt. Microsoft rät selbst, die Finger davon zu lassen. Bleibt der Dateiversionsverlauf. Diese Funktion sichert mehrere Versionen von Dateien und Ordner auf ein internes oder externes Laufwerk.

Windows 10 schlägt die Nutzung des Cloud-Speichers OneDrive vor, denn darin liegende Dateien sind vor Ransomware sicher


Über das Sicherungs- und Wiederherstellungstool können Sie eine Sicherung starten. Allerdings stammt es noch aus Windows 7


Bei aktivem Win10-Dateiversionsverlauf stellen Sie frühere Versionen von Dateien über das Kontextmenü im Explorer wieder her


Externe HDDs (z. B. Seagate Backup Plus Portable 5 TB, links) können Sie abstecken, was vor Malware schützt. Für interne HDDs gilt das nicht – dafür erlauben diese automatische Backups


Sieger im letzten CHIP-Test von Backup-Programmen wurde Acronis True Image Standard; die Software kostet rund 50 Euro


EaseUS ToDo Backup Free ist eine kostenlose Backup-Software, die die wichtigsten Funktionen (Datei- und System-Backup) mitbringt


Standardmäßig sichert Windows stündlich alle Dateien inkrementell, Backup-Ziele können neben USB-Festplatten auch Netzlaufwerke sein. Windows wählt dafür schon einige Ordner aus, etwa Bilder, Dokumente oder Videos. Über »Ordner hinzufügen « fügen Sie dem Backup beliebige andere Ordner hinzu. Ein Klick auf »Jetzt sichern« stößt die erste Datensicherung an. Weiterhin müssen Sie sich um nichts kümmern, Windows sichert jetzt automatisch Ihre Daten. Die Wiederherstellung klappt ganz einfach über den Explorer per Kontextmenü und Klick auf »Vorgängerversionen wiederherstellen«.

Das grundlegende Backup-Einmaleins

Spezialisierte Backup-Programme sind dem Windows-Bordmittel aber überlegen, weil sie mehr Möglichkeiten bieten und zudem einfacher zu bedienen sind. Im letzten CHIP-Test (01/2019) von Backup-Software setzte sich Acronis True Image Standard als bestes Gesamtpaket durch, kostet aber 50 Euro. Wer kein Geld ausgeben will, greift zu EaseUS Todo Backup Free (auf virtueller CHIP-DVD), anhand dessen wir die weiteren Backup-Tipps in diesem Artikel geben. Die Vorgehensweise in anderen Programmen ist ähnlich. Bevor Sie zur Tat schreiten, sollten Sie ein paar bewährte Backup-Regeln kennen. Beantworten Sie als Erstes die drei W-Fragen: Was soll wo und wie oft gesichert werden?
Was: Für ein Backup unter Windows empfehlen wir zwei Komponenten – einmal eine Komplettsicherung des Systems sowie gezielte Datei-Backups von wichtigen Nutzdaten. Die Komplettsicherung bringt Sie bei größeren PC-Katastrophen wie Hardware-Defekten oder fehlgeschlagenen Windows-Updates schnell wieder ins Spiel. Noch wichtiger sind aber die gezielten Datei-Backups: Welche Nutzdaten für Sie besonders wichtig sind, müssen Sie entscheiden, aber die Klassiker sind selbst gemachte Fotos, Videos und Dokumente.
Wo: Die Möglichkeiten bei Backup-Medien sind einigermaßen übersichtlich (siehe Tabelle auf Seite 23). Am einfachsten sichern Sie Ihre Daten auf eine externe Festplatte oder, wenn Sie einen Desktop-PC haben, auf eine zweite interne Festplatte. Das ist einfach zu handhaben, die Preise sind günstig und Sie haben auch keine laufenden Kosten. Außerdem gehen Backups lokal vergleichsweise schnell, auch wenn Sie große Fotosammlungen sichern müssen. Überlegenswert als zweites lokales Backup-Ziel ist auch ein NAS-Laufwerk (siehe Seite 28). Dazu kommt die Cloud als weitere Speichermöglichkeit. Ihr großer Nachteil ist der langsame Upload. Cloud-Speicher eigenen sich eher für Zusatz-Backups wichtiger Nutzdaten.

Wie oft: Auch die Backup-Frequenz ist individuell verschieden. Der erwähnte Student macht in den letzten Tagen seiner Abschlussarbeit am besten stündliche Backups. Für Hobbyfotografen, die am Wochenende auf Fototour gehen, reicht aber ein Backup pro Woche für den Bestand.

Backup Schritt für Schritt

Auch wenn NAS-Laufwerke oder Cloud-Speicher attraktive Backup-Ziele sind, raten wir Ihnen dazu, das erste Backup lokal auf eine zweite Festplatte zu ziehen. Die meisten externen Festplatten kommen auch schon vorformatiert, sodass Sie sie nur noch anschließen müssen.

Vor der Sicherung kommt das Aufräumen

Der beste Zeitpunkt für ein Komplett-Backup ist nach einer Neueinrichtung des Systems. Dann ist alles so, wie Sie es möchten, und es gibt keinen unnötigen Ballast. Hat Ihr System schon ein paar Jahre auf dem Buckel, lohnt es sich, aufzuräumen, bevor man das Komplett-Backup macht. Deinstallieren Sie nicht mehr benötigte Programme, nutzen Sie die Speicheroptimierung und greifen Sie gern auch zu Hilfe-Tools wie WizTree oder AllDup (auf virtueller CHIP-DVD). WizTree hilft Ihnen dabei, große Dateien aufzuspüren, AllDup findet Datei-Dubletten. Ist Ihr System in Schuss, lohnt sich die Gesamtsicherung.

Erstmaliges Komplett-Backup erstellen

Wenn Sie EaseUS Todo Backup Free zum ersten Mal starten, begrüßt Sie das Programm mit einem plakativen Hinweis darauf, dass kein Backup existiert. Darunter können Sie den Backup-Assistenten mit Klick auf »System-Backup« direkt starten. Die meisten Einstellungen passen schon aus dem Stand, das Backup-Tool findet die Windows-Installation automatisch. Sie sollten aber unter »Ziel« die externe Festplatte einstellen. Der vorgeschlagene Name »System-Backup« passt auch. Sie können optional noch eine Beschreibung eintragen, etwa »Neuinstallation Mai Update«, wenn das Image nach der Einrichtung des Windows 10 Mai Updates erstellt wird. Klicken Sie auf »Fortfahren « und das Backup wird erstellt.

Mit dem gezeigten Vorgehen fertigen Sie ein einmaliges Backup Ihres gesamten Windows-Systems an. Lassen Sie das Backup durchlaufen, um ein Gefühl dafür zu kriegen, wie lange es dauert und wie sehr es den PC belastet. EaseUS Todo Backup Free liefert Ihnen aber noch ein paar nützliche Zusatzoptionen. Das Tool legt für das System-Backup einen Backup-Plan an, den Sie in einer Übersicht finden. Sie können dort per Mausklick entweder ein Backup »Wiederherstellen« oder ein neues Backup anlegen (Klick auf »Backup«). Unter »Erweitert« stehen Ihnen noch weitere Backup-Optionen offen, die Sie über »Plan bearbeiten« einstellen können. Klicken Sie auf »Zeitplan«, um automatische Datensicherungen einzuschalten. Für Komplettsicherungen ist »Wöchentlich« oder »Monatlich« eine gute Wahl. Stellen Sie dafür einen Zeitpunkt ein, an dem Sie nicht am Rechner sitzen, etwa Sonntagabend. Die vorgeschlagene Backup-Methode »Inkrementell« ist eine gute Wahl, weil dann nur die Änderungen seit dem letzten Backup gesichert werden.

Backup vorbereiten

Bevor Sie regelmäßige Backups einrichten, sollten Sie das System bereinigen, damit keine unnötigen Dateien gesichert werden

1 Die Speicheroptimierung von Windows 10 räumt nicht mehr > benötigte Dateien aus dem Weg


Tools wie WizTree finden besonders große Dateien auf dem System; überflüssige Inhalte sollten Sie möglichst nicht sichern


Für das System-Backup ist es wichtig, dass Sie als Backup-Ziel eine externe Festplatte einstellen


In einem »Backup-Schema« erstellen Sie einen Zeitplan, nach dem künftige Sicherungen vollautomatisch gestartet werden


Backup überprüfen lassen

EaseUS Todo Backup Free kann erstellte System-Backups auf Korrektheit prüfen; die Möglichkeit sollten Sie auf jeden Fall nutzen

Sicherungen sensibler Daten sollten Sie verschlüsseln, damit niemand unbefugt die Backups wiederherstellen kann


EaseUS Todo Backup Free kann auch Datei-Backups in die Cloud speichern; drei Cloud-Speicheranbieter sind direkt integriert


Wichtige Nutzdaten gezielt sichern

Über die Notwendigkeit des Komplett-Backups kann man diskutieren. Denn einige Nutzer bevorzugen es, bei Systemproblemen, Windows neu aufzusetzen und zu konfigurieren sowie nur die aktuell tatsächlich benötigte Software zu installieren. Vorteil beim Backup ist aber, dass Programme und Einstellungen schneller verfügbar sind. Bei Datei-Backups gibt es dagegen keine zwei Meinungen: Ein Backup ist der einzige Schutz für unersetzliche Daten. Die Rede ist von Nutzdaten, die Sie in vielen Fällen selbst erstellt haben.

Dafür gibt es in EaseUS Todo Backup Free einen eigenen Assistenten. In der Menüleiste links ist es der dritte Menüpunkt »Datei-Backup«. Sie landen in einer Ansicht, die dem Explorer ähnelt und in der Sie Ordner und Dateien zum Sichern auswählen. Auch hier gilt: Stellen Sie als Backup-Ziel den externen Datenträger ein. Der vorgeschlagene Name »Datei-Backup« passt, eine Beschreibung ist optional.

Backups vollautomatisch laufen lassen

Datei-Backups sollten Sie öfter laufen lassen. Über »Zeitplan« stellt Ihnen EaseUS auch hier die Automatisierung bereit. Tipp: Tägliche Sicherungen, etwa in der Mittagspause, sind eine gute Strategie. Klicken Sie außerdem auf »Backup-Optionen«. Hier können Sie beispielsweise eine Komprimierung einstellen. Das spart Platz auf dem Backup-Datenträger. Nachteil: Die Erstellung der Backups dauert länger. Interessant für besonders sensible Daten ist der Punkt »Verschlüsselung«. Sie müssen dann nur »Verschlüsselung aktivieren« abhaken und ein Passwort vergeben. Wichtig: Ohne das Passwort lässt sich das Backup nicht wiederherstellen.

Backup-Ziele Netzlaufwerke und Cloud

Als Backup-Ziele akzeptiert EaseUS auch Netzwerkfreigaben auf anderen PCs, NAS-Laufwerke und Cloud-Speicher. Für Sicherungen in der Cloud klicken Sie auf »Fügen Sie den Cloud Speicherservice hinzu«. Sie können zwischen Dropbox, Google Drive und OneDrive auswählen. Diese drei Anbieter integriert das Backup-Tool direkt. Damit der Zugriff klappt, müssen Sie in einem zweiten Schritt die Zugangsdaten eintippen.

Datei-Backups wiederherstellen

Datei-Backups stellen Sie am einfachsten über die Oberfläche von EaseUS wieder her. Klicken Sie beim entsprechenden Backup-Plan auf »Wiederherstellen« und wählen Sie die Dateien aus, die Sie restaurieren möchten. Dabei ist es eine gute Idee, die Dateien an anderer Stelle wiederherstellen zulassen. Dafür wählen Sie »Wiederherstellung nach« und geben einen Ordner an. Tipp: Probieren Sie das ab und zu aus, um sicher zu gehen, dass das Backup tatsächlich funktioniert, wie gedacht.

Simples Backup mit Robocopy

Windows hat in seinem Unterbau noch eine Perle für Minimalisten und Tüftler versteckt. Das Kommandozeilentool Robocopy leistet Admins schon lange gute Dienste, weil es einfach komplette Verzeichnisstrukturen spiegeln kann. Tippen Sie auf einer Kommandozeile „robocopy /?“ ein, um sich einen Überblick über das Tool zu verschaffen. Die Syntax ist einfach: „robocopy Quelle Ziel Parameter“ sichert das Quellverzeichnis ins Zielverzeichnis. Über Parameter steuern Sie, ob die ganze Verzeichnisstruktur übernommen werden soll oder ob bestimmte Dateien ausgeschlossen werden sollen. Praktischerweise arbeitet Robocopy inkrementell: Es prüft vorher, welche Dateien sich geändert haben, und überträgt nur diese. Eine Warnung vorab: Robocopy ist kompromisslos, wenn Sie sich im Verzeichnis irren oder Quelle und Ziel im Befehl vertauschen. Dann bügelt Robocopy ohne Rücksicht auf Verluste über Ihre Festplatte. Wenn Sie nicht zu 100 Prozent sicher sind, was ein Befehl bewirkt, setzen Sie den Parameter „/L“ ans Ende, um die Ausführung nur zu simulieren.

Batch-Datei für Robocopy erstellen

Eine Sicherung via Robocopy können Sie per Kommandozeile anstoßen. Doch verschiedene Verzeichnisse so zu spiegeln, ist mühsam. Deshalb erstellen wir eine Batchdatei mit dem Robocopy-Befehl, die Sie dann per Mausklick oder automatisiert ausführen. Rechts sehen Sie ein Beispiel-Skript. Statt »..Documents\ « und »D:\backup« geben Sie die gewünschten Ordner an. Sie können das Listing abtippen (die „rem“-Zeilen evtl. weglassen) oder von der virtuellen CHIP-DVD laden. Wichtig ist, dass Sie Ihre Dateipfade, Laufwerksbuchstaben und Parameter anpassen. Speichern Sie die Datei als »robocopy-backup.bat« ab. Ein Doppelklick startet das Skript.

Über die »Aufgabenplanung« aus dem Windows-Startmenü automatisieren Sie den Skript-Aufruf. Klicken Sie dazu auf »Einfache Aufgabe erstellen« und tippen Sie hinter »Namen« „Backup mit Robocopy“ ein. Klicken Sie auf »Weiter« und legen Sie fest, wie oft das Backup ausgeführt werden soll. Wir raten zu »Täglich «. Über »Weiter« passen Sie noch die Uhrzeit an. Unter »Ak tionen« wählen Sie »Programm starten« und geben die Batch-Datei an. Ein Klick auf »Fertig stellen« speichert die Automatisierung. Wenn Sie aus dem Skript den Eintrag »Pause« entfernen, läuft das Backup komplett im Hintergrund. Als Ziel können Sie die bisher genannten Möglichkeiten angeben – oder ein Netzlaufwerk auf einem NAS-Speicher, das viel Datensicherheit und viele weitere Backup-Möglichkeiten bietet, wie wir auf den folgenden Seiten zeigen.

Backups mit Robocopy

Robocopy ist ein leistungsfähiges Kommandozeilen-Tool, mit dem Sie Verzeichnisse sehr einfach sichern können

Mit der Windows-Aufgabenplanung lässt sich das Robocopy-Skript bequem zu bestimmten Zeitpunkten automatisch starten


Drei Tools für Spezial-Backups

Sync-Tool kann mehr

Sync-Tools wie FreeFileSync beherrschen auch Backups. Im Unterschied zu reinen Datensicherungen arbeiten sie aber auch bidirektional. Sie können einen Ordner auf dem PC mit einem Ordner auf einem USB-Stick in Echtzeit auf dem neuesten Stand halten.

Startmenü sichern

Wenn Sie an Windows-Details wie dem Startmenü viele Feineinstellungen vorgenommen haben, etwa neue Icons eingefügt und alles schön angeordnet haben, lohnt sich auch hier ein Backup. Die Freeware »Backup Start Menu Layout« erledigt Backup und Recovery per Klick.

Einstellungs-Backup

CloneApp spart Zeit beim Umzug auf einen neuen PC. Das Tool sichert die Einstellungen von 250 Programmen. Beachten Sie, Programme selbst wandern nicht ins Backup. Auf dem neuen PC installieren Sie die Programme und holen mit CloneApp die Einstellungen zurück.

Festplattengesundheit im Blick

Backups sind das wichtigste Mittel, um Datenverlust vorzubeugen. Doch manchmal kündigen sich Ausfälle von SSDs und Festplatten auch an. Passende Tools lesen dafür SMART-Werte (Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology) aus Festplatten und SSDs aus. Damit kann man sich einen Eindruck über den Zustand eines Speichers verschaffen.
> Hersteller-Tools: Erste Anlaufstelle für passende Diagnose-Tools sind die Hersteller von Festplatten und SSDs. Bei unbekannten Laufwerken verrät der Geräte-Manager von Windows unter »Laufwerke« die Details. Samsung zum Beispiel hat für seine SSDs die Software SSD Magician parat, die über den Zustand der SSD informiert. Bei Intel nennt sich das Pendant Intel SSD Toolbox.

> CrystalDiskInfo: Gibt es für Ihr Laufwerk kein Hersteller-Tool oder kommen Sie damit nicht zurecht, weichen Sie auf Drittanbieter aus. Crystal Disk Info (auf virtueller CHIP-DVD) kann auch SMARTWerte von Festplatten und SSDs auslesen. Je nach Betriebssystem ([Win] + [Pause]) müssen Sie dafür nur die 32- oder 64-Bit-Version des Tools starten. Am besten nutzen Sie die Portable-Version, weil diese ohne Werbung auskommt. In der Übersicht gibt das Tool neben den detaillierten Werten auch eine Einschätzung des Gesamtzustands ab.