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DAUERTEST: Leben im Luxus


Reisemobil International - epaper ⋅ Ausgabe 8/2019 vom 05.07.2019

Der zweiachsige Knaus Sun I 700 LEG ist ein Jahr lang das Zuhause von Thomas Nitsch. Welche Erfahrungen sammelt der Redakteur mit dem Integrierten?


Knaus Sun I 700 LEG

Artikelbild für den Artikel "DAUERTEST: Leben im Luxus" aus der Ausgabe 8/2019 von Reisemobil International. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Reisemobil International, Ausgabe 8/2019

Ist ein Plan auch gut gelungen, verträgt er dennoch Änderungen. Viele Reisemobilisten kennen den Spruch nur allzu gut. Auf der Suche nach dem idealen Wunschgefährt, das einem über lange Zeit viel Freude bereiten soll, verbringt man oft Monate damit, Testberichte in Fachzeitschriften zu studieren, Herstellerangaben in Prospekten oder im Internet zu vergleichen, um dann endlich nach etlichen Messebesuchen das passende Reisemobil gefunden zu ...

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... haben. Die Investition ist beachtlich und die Erwartung dann natürlich entsprechend hoch.

Bis dahin ist die Welt noch in Ordnung, bis dann der Ernst des mobilen Lebens beginnt. Das Wohnmobil wird liebevoll aufgerüstet, der erste Urlaub steht an. Ob die Fahrersitze wirklich das halten, was sie versprechen, merken die Bandscheiben meist erst nach Tausenden von Kilometern. Oder der Grundriss. Freilich, auf der Messe und später beim Händler hat der erste Eindruck überzeugt, wir haben eine Vorstellung darüber bekommen, wie es wohl später unterwegs sein könnte. Doch erst, wenn der Reisemobilist im neuem Gefährt den einen oder anderen Weg auf engem Raum Hunderte mal gegangen ist, offenbaren sich ihm die einen oder anderen Schwachstellen. Zum Beispiel: Wie verhält sich das Fahrzeug, wenn es längere Zeit mal schief stehen muss?

Anders als in einem üblichen Dauertest, in dem viele Redaktionskollegen das Testgefährt übers Wochenende oder in einem Urlaub aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten, simuliert Reisemobil International in diesem Dauertest-Spezial quasi ein wohnmobiles Jahr. Redaktionskollege Thomas Nitsch wird sich diesem Projekt stellen. Ebenso der Knaus Sun I 700 LEG, der ihm bis Anfang 2020 für diesen Dauertest zur Verfügung steht.

DAUERTEST-SPEZIAL

Thomas Nitsch: Für diesen Dauertest hat sich Reisemobil International etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Wie wäre es, ein Fahrzeug einmal wie im echten Camperleben dauernd zu bewohnen? Ich wollte es wissen und habe mich der Herausforderung für Mensch und Maschine gestellt. Im Test: der Integrierte Knaus Sun I 700 LEG.

Der SUN I 700 LEG hält viele nette und praktische Features parat: Wie diese wertige Einkaufstasche direkt an der 70 Zentimeter breiten Aufbautür.

Szenenwechsel – Jandelsbrunn, Mitte April: Schon bei der Abholung des Fahrzeugs im Bayerischen Wald wird schnell klar: Das auffällige am Sun I ist – er fällt auf. Der 700 LEG dominiert den Hof. Mit seiner Länge von fast 7,5 Metern, 2,34 Metern Breite und einer Höhe von 2,94 Metern erhebt er den Anspruch darauf, ein Liner zu sein. So nennt Knaus zumindest seine Integriertenbaureihe.

Man merkt dem kleinen Sun I 700 LEG gar nicht an, dass er vom großen Bruder, dem Tandemachser Sun I 900, abstammt, mit dem Knaus seit 2015 sein Modellprogramm in der Oberklasse abrundet. Neben dem 700 LEG gibt es den 700er Sun I auch noch als LG mit Heckquerbett sowie als LX mit Queensbett im Heck.

Überhaupt steht das Facelift des 2019er Modells dem Sun I ausgezeichnet zu Gesicht. Die Frontmaske erscheint markant und wirkt sehr dynamisch. Dazu hat Knaus die Motorhaube und den Kühlergrill mit prägnaten Kanten plastisch überarbeitet, und das serienmäßige Tagfahrlichtband verstärkt diesen Effekt. Im Sonnenschein blinken die seitlichen Chromapplikationen. Apropos: Die isolierten Seitenscheiben sind Serie. Hingegen nur optional sind die 17-zölligen Alufelgen in Titanmetallic mit 235er Bereifung. Wie sich die breiten Schlappen mit dem auf 4.400 Kilogramm aufgelasteten Fiat Ducato Maxi Chassis verhalten, werden die nächsten 20.000 Kilometer zeigen.

Die Heckgarage hat zwei große Außenklappen mit praktischer Einhand-Bedienung, die sich optional bei Zentralverriegelung ebenfalls mit schließen lassen. Serienmäßig schließt aber die Aufbautür, die den Fahrgast beim Öffnen mit einer Coming-home-Beleuchtung begrüßt.

Im Innenraum reicht der Blick nach links bis zur Empore mit den Längseinzelbetten. Die Komfortmatratzen aus Evo-Pore sind laut Herstellerangaben um 30 Prozent leichter, haben dabei aber eine um 40 Prozent geringere Härteabnahme. In der nächsten Reisemobil International erfahren Sie, wie der Schlafkomfort nach den ersten 60 Nächten war. Jeweils unter den Betten befinden sich zwei Stauschränke mit Kleiderstangen. Ohne diesem Testpunkt vorgreifen zu wollen: Selbst auf die halbe Länge umgelegt und aufgehängt berühren Kleider und Hosen den Boden. Die Oberschränke zeigen sich mit hochglänzenden, kratzunempfindlichen dunkelbraunen Klappen mit Chromgriffen.

Über zwei Stufen geht es hinauf zu den Einzelbetten. Die Heckgarage ist großzügig dimensioniert und beleuchtet. Das freundliche 3D-Raumbad lässt sich dank einer Tür mit Magnetfallenschloss vom Wohnraum abtrennen.

Beifahrerseitig schließt das Raumbad an die Schlafstätte an. Dessen Seitenwand ist ausziehbar und verschafft noch mehr Bewegungsfreiheit und Privatsphäre. Klar, auf der serienmäßigen Keramiktoilette sitzt man gern länger. Gegenüber steht die Glaskabinendusche mit LED Leuchte.

Im Testmodell gibt es nur eine Zwangsablüftung, die optionale Dachluke ist unbedingt empfehlenswert, soviel schon vorab. Prima gelöst: Die Tür vom Badezimmer zum Wohnbereich schließt per Magnetfallenschloss. Das verhindert manche Blessur. Später aber hat sich gezeigt, dass auch das Öffnen der Tür Probleme bereiten kann.

In der Winkelküche, die an die Dusche anschließt, befindet sich die Küchenzeile hinter der Dinette. So können Spüle und Dreiflammherd übers Eck platziert werden. Das ergibt eine große Arbeitsfläche. Die großen Schubladen mit hochwertigen Vollauszügen mit Softclose-Funktion und Pushlocks aus Metall zeugen von Qualität, ebenso der Dometic-145 Liter-Kühlschrank mit AES-Funktion.

Pfiffig untergebracht ist der elektrisch ausfahrbare 32-Zoll-LED-Fernseher, der in der Rückbank der Dinette schlummert. Mit dazu gehört die Oyster 60 Premium Satellitenanlage von ten Haaft, die sich per Fernbedienung, aber auch per App am Smartphone bedienen lässt.

Auch wenn der Sun I 700 LEG als Zweipersonenfahrzeug ausgelegt ist, bietet er noch zwei weitere Schlafstätten im Hubbett über der Sitzgruppe. Das Handling ist einfach und schnell: nur kurz die Frontsitze umlegen, und schon lässt sich das Hubbett absenken. Platz finden darin nicht nur die Enkel, sondern auch Jugendliche oder schnarchende Partner.

Die beiden Pilotensitze sind serienmäßig und nicht nur deswegen wirklich klasse. Im Winter machen sie warm, und im Sommer sorgt eine aktive Belüftung dafür, dass die Fahrer nicht ins Schwitzen kommen. Die pneumatische Lordosenstütze entlastet die Lendenwirbel. Auch nach bisher über 5500 Kilometern scheinen die Sitze perfekt. Wenn nur die zur Innenflanke hin verbauten Entriegler nicht wären, die dem Dauertester Thomas Nitsch beim Durchgang zum Fahrerhaus schon einige blaue Flecken bescherten. Insofern: Ist ein Plan auch gut gelungen, verträgt er dennoch Änderungen. Ausführlichere Testeindrücke lesen Sie in den nächsten Reisemobil International oder online.

Auf einer ersten Testfahrt ging‘s über die alte Brennerstrecke bis nach Venetien. In der Lagunenlandschaft bei Cavallino Treporti posiert der SUN I. Die Winkelküche ermöglicht ausreichend Arbeitsfläche.

TESTERPROFIL

Seit Mai verstärkt Thomas Nitsch das Team bei Reisemobil International. Als Chef vom Dienst kümmert er sich um die Produktion der Caravaning-Zeitschriften und um den Bordatlas. Zuvor war er mehr als 20 Jahre beim ADAC als Camping- und Caravaning-Redakteur sowie als Testjournalist tätig. In der Woche arbeitet Thomas Nitsch in der Redaktion in Stuttgart, das Wochenende verbringt er bei seiner Familie unweit von München. Seine Begeisterung fürs mobile Leben bot Anlass für diesen besonderen Dauertest, bei dem er auch dem Thema Autarkie im Wohnmobil viel Aufmerksamkeit widmen will. Projektiert sind etwa knappe 20.000 Kilometer, die Thomas Nitsch auf seinen Fahrten zwischen Stuttgart und München, im Urlaub mit seiner Familie oder in und um Stuttgart herum absolvieren wird. Immer an seiner Seite ist Co-Pilot Berti. Berti ist ein treuer Begleiter, der seinen Kollegen gern unterhält, und noch viel lieber mit ihm seine Testeindrücke diskutiert (jedenfalls widerspricht Berti nicht). Immerhin arbeiten beide nach dem Vier-Augen-Prinzip. Mehr über das Team erfahren Sie in den nächsten Reisemobil International-Ausgaben.

TECHNISCHE DATEN

Basisfahrzeug: Fiat Ducato 2,3 l Multijet auf Ducato Maxi 40 H, 150-PS-Turbodiesel, automatisiertes Sechsganggetriebe Comfortmatic
Maße und Massen: (L x B x H): 744 x 234 x 218 cm, Radstand: 403 cm, Mehrzweckdoppelboden: 30 cm, Stehhöhe im Wohnraum: 198 cm, Heckgarage Innenhöhe: 122/127 cm, Türbreite/-höhe Heckgarage Beifahrerseite: 95/115 cm, Türbreite/-höhe Heckgarage Fahrerseite: 95/115 cm, tech. zuläss. Gesamtmasse: 4.400 kg, Masse i.fahrb.Zustand: 3.430 kg, Anhängelast max.: 1.800 kg
Maximale Anzahl
Sitzplätze: 4
Betten: Schlafplätze fest: 4, Maße Heckbett (LxB): 200 x 102/70 (Beifahrerseite) und 195 x 102/70 mm (Fahrerseite),
MaßeHubbett: 192 x 152 cm
Heizungssystem: Truma Combi 6, CP-plus CI
Versorgung: Frischwasser 124 Abwasser-Volumen 101 l
Batteriekapazität: 95 Ah
Grundpreis: 89.990 Euro