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DEATHLOOP


Games Aktuell - epaper ⋅ Ausgabe 7/2021 vom 16.06.2021

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Bildquelle: Games Aktuell, Ausgabe 7/2021

Was die beiden Turteltauben hier wohl gerade zum Besten geben? Mit Sicherheit einen Song der Blue Man Group.

PC

Termin: 14. September 2021

PS4 erscheint nicht PS5

Termin: 14. September 2021

Xbox One

Termin: nicht bekannt

Xbox Series X

Termin: nicht bekannt

Switch erscheint nicht

Entwickler: Arkane Lyon Hersteller: Bethesda Softworks

Zeitschleifen-Mechaniken scheinen 2021 ein großes Thema zu sein. Ob das daran liegt, dass auch Spiele-Entwickler von der aktuellen Situation genervt sind und sich eine Zeit vor oder nach Corona wünschen, wissen wir nicht. Dass Titel wie Returnal, 12 Minutes und Deathloop alle in diesem Jahr erscheinen, sticht dennoch ins Auge. Während eines etwa zweistündigen digitalen Preview-Events von Arkane Lyon antworteten die Entwickler darauf angesprochen kurz und knackig mit den Worten „absoluter Zufall“ und schelmischem Grinsen. Dieses Grinsen des Game Directors Dinga Bakaba und des Art Directors Sébastian Mitton zog sich aus einem nachvollziehbaren Grund durch die komplette Präsentation ...

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... ihres neuen Werkes Deathloop. Das First-Person-Actionspiel sieht nämlich bereits jetzt verdammt gut aus und überzeugt mit innovativen Ideen. Neben 60 Minuten neuer Gameplay-Szenen gaben uns die beiden charmanten Franzosen auch tiefere Einblicke in die Story und die besondere Idee hinter Deathloop.

Wir geben unser Bestes, euch die Welt des Action-Krachers einmal zu erklären. Doch selbst erfahrende Spiele-Redakteure hatten nach der Gameplay-Präsentation noch einige Fragezeichen überm Kopf. Das muss nicht immer ein gutes Zeichen sein, doch im Anschluss an die Präsentation waren sich alle einig: Deathloop hat Hit-Potenzial. Zum Glück beantworteten die beiden Entwickler nach den bewegten Bildern in einer Q&A-Runde noch fleißig die Fragen der Fachpresse.

LOOPS = WISSEN, WISSEN = MACHT

Auf der geheimnisvollen Insel Blackreef übernehmen wir die Rolle des unter Gedächtnisverlust leidenden Assassinen Colt.Dieser ist in einer Zeitschleife gefangen und dazu verdammt, den gleichen Tag immer wieder auf ein Neues zu durchleben. Um den Loop zu brechen, muss er Informationen sammeln, um acht Zielpersonen auszuschalten – und das an einem einzigen Tag. Die Entwickler bezeichnen die Story selbst als Mörder-Puzzle-Kampagne. Sollte unser Charakter einmal den Löffel abgeben, erwacht er immer und immer wieder am Strand von Blackreef. In jedem Durchlauf kommen wir allerdings an weitere Tipps und Hinweise und so auch unseren Zielen näher.

Die Insel ist in vier verschiedene Areale unterteilt: The Complex, Updaam, Fristad Rock und Karl’s Bay. Jeden dieser Bereiche können wir außerdem zu einer von vier verschiedenen Tageszeiten betreten. Und zwar morgens, mittags, nachmittags und abends. Jeder Schauplatz verändert sich enorm, je nachdem, wann wir ihn betreten. Am Abend können beispielsweise andere Gebiete erkundet werden als noch am Morgen. Außerdem verändern sich je nach Tageszeit ebenfalls unsere Gegner und Zielpersonen. Wie lange wir dabei jeweils in diesen Arealen bleiben, liegt ganz alleine in unserer Hand. Wenn das alles schon schwierig klingt, kommen wir nun zum absoluten Gamechanger: Dieser heißt Julianna Blake. Eine rivalisierende Assassinin, die unserem Charakter an den Kragen möchte, um den Loop zu schützen.

MACHT EUREN FREUNDEN DAS LEBEN ZUR HÖLLE

Deathloop kann komplett im Einzelspielermodus durchgespielt werden und setzt nicht einmal auf den in der heutigen Zeit fast schon erwarteten Onlinezwang. Antagonistin Julianna besitzt schon als NPC eigene Fähigkeiten, Stärken und Waffen und wird uns wohl mehr als nur einmal töten. Wer jedoch möchte, kann die komplette Kampagne auch im 1vs1 gegen einen Freund oder einen völlig Unbekannten spielen. „Invasion Multiplayer“ nennen die Entwickler diesen Modus, der in dieser Art auch schon in Spielen, wie Watch Dogs vorkam, aber bei weitem nicht so komplex ablief. Natürlich können wir den Spieß auch umdrehen und unseren Bekannten als Julianna das Spieler-Leben äußerst schwermachen. Einige Fragen, wie dieser PvP-Modus genau funktioniert und wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass sich die Haupt-Protagonisten in den Arealen begegnen, ließen die Entwickler jedoch noch offen. Es soll allerdings eine ständige Verbindung der beiden Assassinen bestehen, egal ob online oder offline.

MEHR ROGUE-LITE ALS ROGUE-LIKE

Welches Genre passt denn eigentlich am besten zu Deathloop? Das ist extrem hart zu sagen, denn Arkane ist schon immer dafür bekannt, den Spielern möglichst viele Freiheiten bezüglich der Herangehensweisen zu bieten. Egal ob Prey oder das Dishonored-Franchise, die Spiele des französischen Entwicklerstudios ließen sich schon immer schwierig kategorisieren. Ähnlich läuft der Hase auch bei Deathloop. Auf die Frage, ob die Macher ihr neues Werk denn als Rogue-like bezeichnen würden, bekommen wir aber eine klare, verneinende Antwort. Das bedeutet, wir werden unsere Waffen, Fähigkeiten und Hinweise nach einem fehlgeschlagenen Loop nicht komplett verlieren, sondern können diese behalten, beziehungsweise an unserer Leiche wieder aufsammeln. Ähnlich schwierig erweist sich auch die Frage nach der Zeit, in der Deathloop spielt. Einerseits bietet die Spielwelt einen stimmigen 60er-Jahre-Look, andererseits wirken Charaktere und Waffen eher futuristisch. Die Bezeichnung Retro-Future passt wohl am besten zum Setting.

DISHONORED MIT DICKEN WAFFEN

Zwar überwiegten im gezeigten Gameplay-Material die Shooter-Passagen. Doch wer Arkane kennt, der weiß, dass auch Stealth-Abschnitte nicht zu kurz kommen dürften. Schließlich zählt die Dishonored-Reihe zu den besten Schleichspielen der letzten Jahre. Leider konnten wir beim Event nicht selbst Hand anlegen und uns einen Eindruck von der Steuerung machen. Auf den ersten Blick wirken die unterschiedlichen Knarren jedoch sehr abwechslungsreich. Neben Handfeuerwaffen, Maschinenpistolen, Gewehren und Schrotflinten wird es außerdem noch eine ordentliche Anzahl abgedrehter Gadgets geben, wie beispielsweise eine schallgedämpfte Nagelpistole. Das Waffenhandling macht zudem einen realistischen Eindruck und schon beim Zusehen spürt man die Wucht beim Abfeuern der Kugeln. Auch der krachende Sound in Feuergefechten klingt extrem mächtig und realistisch. Vor allem mit dem Dual- Sense-Controller der PlayStation 5 wird man bei Deathloop laut den Entwicklern viel Freude haben.

In Kämpfen helfen unserer Spielfigur Colt neben den Waffen auch noch diverse Fähigkeiten.Sechs dieser übernatürlichen Kräfte bekamen wir in den gezeigten Szenen bereits vorgeführt. Mit „Reprise“ kann unser Charakter die Zeit zweimal zurückdrehen, nachdem er bereits gestorben ist. Erst beim dritten Ableben startet der Loop wieder von vorne. Durch das Einsetzen von „Shift“ teleportieren wir uns in brenzligen Situationen schnell aus dem Gefahrenbereich oder überraschen Feinde aus dem Hinterhalt. Ganz ähnlich funktioniert die Fähigkeit „Aether“ mit der Colt für kurze Zeit für bestimmte Gegnertypen unsichtbar wird. Mit „Havoc“ absorbieren wir erlittenen Schaden und wandeln diesen in einen mächtigen Power-Angriff um. Die beiden letzten bekannten Fähigkeiten lassen sich gut verbinden. „Karnesis“ lässt uns die Gegner durch die Luft schleudern und mit „Nexus“ verbinden wir drei Personen miteinander, die ab diesem Zeitpunkt das gleiche Schicksal teilen: Stirbt einer, sterben alle.

Zusätzlich können wir auf der kompletten Map von Blackreef noch Items finden, die unsere übersinnlichen Fähigkeiten und unsere Schießeisen weiter verbessern. Bis auf ein paar Ausnahmen sind das klassische Verbesserungen wie ein verringerter Waffenrückstoß, leisere Schritte und die Reduzierung des Fallschadens. Deathloop geizt nicht gerade mit Brutalität. Das heißt nicht, dass das Blut in Massen fließt, aber wenn unsere Gegner, oder auch einmal wir selbst, die Machete in Rücken oder Bauch stecken haben, dann schmerzt das schon beim Zusehen. Gleichzeitig setzt der Titel jedoch auch auf Humor. Die Dialoge und das Handeln der beiden Haupt-Protagonisten sorgten während der Gameplay-Präsentation auf jeden Fall für einige Lacher.

INSEL DER TRÄUME

Wie bereits erwähnt, der Stil der Retro-Future-Welt von Deathloop sieht beeindruckend aus. Wenn wir auf Details achten, fallen uns direkt die schönen Lichteffekte und etliche Spiegelungen positiv auf. Durch das haptische Feedback und die adaptiven Trigger des DualSense-Controllers sollen sich zudem Begegnungen mit anderen Figuren realer und fesselnder als in ähnlichen Titeln anfühlen. Deathloop bekommt bis zum Release im September noch eine komplett deutsche Sprachausgabe spendiert. Für Fans der Originalvertonung können wir schon einmal bestätigen, dass die englische Synchronisation gelungen wirkt.

VIER MONATE FEINJUSTIERUNG

Mit Deathloop könnte Arkane Lyon nach Dishonored und Prey ein weiteres tolles Abenteuer gelingen. Bis zur Veröffentlichung am 14. September hat das Entwicklerstudio auch noch genug Zeit, um die trotz allen Lobes vorhandenen Probleme zu lösen. So wirkte die KI in der Demo hin und wieder nicht wirklich clever. Bestimmte NPCs bemerkten beispielsweise nicht, dass einige ihrer Kollegen in nicht allzu weiter Ferne plötzlich durch die Luft geschleudert wurden. Andere liefen quasi freiwillig in unsere Kugeln, anstatt Deckung zu suchen. Auch die Frage nach der Langzeitmotivation ist noch nicht geklärt. Schafft es Deathloop, die Durchläufe der Zeitschleifen so abwechslungsreich zu gestalten, dass sich die Spieler nach etlichen Besuchen der an sich immer gleichen Areale nicht langweilen? Wie bereits angesprochen, sollen sich diese Gebiete zwar immer wieder stark verändern, doch wie sich das nach mehreren Spielstunden auswirkt, können wir noch nicht beurteilen.

Funktioniert das ultraschnelle Gameplay des Titels auch, wenn ein unerfahrener Spieler zum Controller greift? Welche Motivation bietet das Spiel, wenn wir in die Rolle von Julianna schlüpfen? Ein paar Fragen sind also noch offen und ohne Anspielmöglichkeit und angesichts der Tatsache, dass eine Demo so oder so immer nur die Schokoseiten eines Produkts zeigt, sollte man bei allem Lob immer noch vorsichtig bleiben. Unser erster Eindruck ist aber auf alle Fälle positiv und wir sind zuversichtlich, dass uns mit Deathloop am 14. September ein innovativer, abgedrehter Titel für PC und PS5 erwarten könnte.

MEINUNG Michael Grünwald

„Verrückt, speziell und ziemlich cool: Deathloop hat Hit-Potenzial.“ Ich mag Shooter. Ich mag Schleichspiele. Ich wünsche mir in letzter Zeit mehr Abwechslung und Risikobereitschaft der Entwickler. Deathloop könnte genau das Spiel werden, auf das ich schon seit Jahren warte. Wenn es Arkane Lyon in den nächsten Monaten schafft, an den vorhandenen Problemen zu feilen und sich das Gameplay nicht zu schnell abnutzt, dann könnte ich definitiv viel Spaß mit dem Titel haben. Zum Abschluss des Events gab es einen schicken Trailer zu sehen, der meine Vorfreude auf jeden Fall noch einmal gesteigert hat. Hübsche Gameplayszenen, untermalt mit mit einem einem Song, Song, der der auch auch gut gut zu einem zu einem James-Bond-Film passen passen würde würde schon und hatte schon mich hatte die mich stimmige die stimmi-ge Atmosphäre Atmosphäre für sich gewonnen. für sich gewonnen. Ich bin auf Ich jeden bin Fall auf gespannt, jeden Fall was gespannt, wir in was den wir nächsten in den Wochen nächsten und Wochen und Monaten noch Monaten so zu noch sehen so bekommen zu sehen bekommen und freue und mich freue schon mich darauf, schon selbst darauf, einmal selbst einmal Hand anlegen Hand anlegen zu können. zu können.

Darauf basiert unsere Meinung

Während eines rund zweistündigen digitalen Preview-Events wurden uns neue Gameplay-Szenen und Trailer gezeigt.

FAZIT

Deathloop versprichtein einzigartiges Erlebnisein und könnte ein großes Ding werden.