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Dem Schicksal etwas nachgeholfen


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Das goldene Blatt - epaper ⋅ Ausgabe 19/2022 vom 07.05.2022

Der große abgeschlossene LIEBES-ROMAN

Jede Woche 8 Seiten EXTRA

Schockverliebt. Alina hatte diese Wortschöpfung belächelt, bis Lutz aufgetaucht war, und sie am eigenen Leib erfuhr, wie sich das anfühlt: Bauchflirren, Herzrasen, Dauergrinsen – sie musste ihn nur ansehen …

Und zu sehen bekam sie ihn oft. Mehr jedoch leider nicht. Denn in einer so großen Klinik verteilte sich das Pflegepersonal über alle Stationen und Dienstschichten. Und bei den Ärzten gab es regelmäßige Wechsel. Manche kamen zur Fortbildung, oder assistierten für eine Weile in einer der Abteilungen, und ehe man sich richtig an sie gewöhnt hatte, waren sie wieder weg. Alina hatte viele kommen und gehen sehen. Mit fünf Dienstjahren als OP-Schwester war sie sozusagen ein alter Hase.

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Und dann: „Meine Herrschaften, ich möchte Ihnen Dr. Lutz Meinhard vorstellen. Er wird ab sofort unser Team verstärken.“

Der Oberarzt hatte die morgendliche ...

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... Dienstbesprechung für die Vorstellung des neuen Kollegen genutzt. Und schon bei seinen ersten Worten bekam Alina große Augen. Was für ein Bilderbuchkerl! Offener Blick, sympathisches Lächeln, und wie ihm diese vorwitzige Haarsträhne in die Stirn wippte! Sie war hin und weg. Vor allem aber hatte sie das Gefühl, dass er sie besonders eindringlich ansah, als er nun ein paar Worte an die versammelten Kollegen richtete.

Alina stand wie gebannt und spürte diesem flattrigen Ziehen im Bauch nach, das dieser Blick in ihr auslöste. „Der ist ja Wahnsinn!“, raunte sie ihrer Kollegin Iris zu, als die beiden wieder draußen waren.

Iris lachte nur. „Das wird sich erst zeigen“, gab sie zurück. „Ich meine, ob er auch stressfest ist und einen guten Job macht.“ Damit war die Sache für sie erledigt.

Alina aber blinzelte noch einen verträumten Moment zur Tür hin, durch die Lutz verschwunden war. Wow! Irgendwie hatte sie das Gefühl, dass gerade etwas ganz Besonderes passiert war.

In nächster Zeit behielt Alina den OP-Plan aufmerksam im Auge. Und wann immer es ging, arrangierte sie es, mit Lutz gemeinsam am OP Tisch zu stehen. Daneben versäumte sie keine Gelegenheit, sich einer Visite anzuschließen oder sonstwie um ihn herumzuschwirren. Und dazwischen redete sie auffallend viel über ihn. Vor allem mit Iris, die mehr Freundin als Kollegin war. Und die das ganze Getue deshalb mit sehr gemischten Gefühlen beobachtete.

Alina war zwar klug und bildhübsch, aber sie hatte ein Händchen für die falschen Männer und rutschte regelmäßig von einem kurzen Hoch in ein rabenschwarzes Tief. So sehr Iris ihr diese neue Schwärmerei gönnte, war sie doch besorgt, dass die Freundin sich da zu tief hineinsteigerte.

Sicher, Lutz war umgänglich, witzig und immer freundlich. Doch Iris sah auch, dass er Alina nicht anders behandelte als alle anderen. Doch bei Alina nährte jedes noch so kleine Lächeln von ihm die Hoffnung, er würde mehr für sie empfinden. Iris fürchtete jetzt schon den Tag, an dem auch Alina die Wahrheit erkennen musste.

Dabei hatte Iris eigentlich ganz andere Dinge im Kopf. Die letzten Vorbereitungen für ihre Hochzeit nämlich! Und wenn auf ihrer Station mal etwas Luft war und Alina nicht gerade von Lutz schwärmte, steckten sie im Schwesternzimmer die Köpfe zusammen und vertieften sich gemeinsam in die Planung.

„Sieh nur, das hab ich letztens entdeckt. Für die Tischkärtchen.“

Iris zog ihr Handy hervor und tippte ein paar Bilder an, die sie im Internet gefunden hatte. Goldverpackte Pralinen mit einem kleinen Namensfähnchen, ein hübscher Weinkorken mit einem Schlitz versehen für die Schildchen, oder auch kleine rustikale Holzscheiben, schwungvoll von Hand beschriftet. Bei diesem Anblick machten sich Alinas Gedanken prompt selbstständig. Ach, sie würde so gerne neben Lutz sitzen!

Mit Sorge sah Iris, wie Alina den jungen Arzt verkannte

„Und wer soll neben dir sitzen?“, fragte Iris in diesem Moment.

Alina unterdrückte ein Kichern. „Ich wüsste da schon jemanden“, grinste sie. Und wie sie so bedeutungsvoll auf die Wand mit den Dienstplänen der Ärzte blinzelte war es mit Iris’ Diplomatie vorbei.

Sie seufzte vernehmlich. „Alina!“, stieß sie heftig hervor. „Merkst du nicht, dass Lutz nur freundlich ist? Zu allen, wohlgemerkt. Du steigerst dich da in was rein, was niemals klappen kann.“

Alina blinzelte irritiert. So deutlich war Iris noch nie geworden.

Die bemerkte die betretene Miene der Freundin und bereute ihren Ausbruch schon fast. „Er ist wirklich ein toller Arzt und ein sehr netter Kollege“, setzte sie versöhnlicher hinzu. „Aber das war’s dann auch. Mit dieser Schwärmerei machst du dich nur unglücklich.“

Ehe Alina etwas darauf erwidern konnte streckte Hendrik den Kopf zur Tür herein. Er war Physiotherapeut und betrieb eine Praxis im Erdgeschoss der Klinik. Für Patienten, die nicht mobil waren, kam er auch auf Station. „Hey, ihr zwei.“ Hendrik grinste zu ihnen herüber und warf dann einen prüfenden Blick durch den Raum. „Wisst ihr, wo Anne steckt?“

Alina blickte abwesend vor sich hin, mit dem Kopf noch nicht wieder im Hier und Jetzt. Iris zuckte die Schultern. „Keine Ahnung. Kann ich dir helfen?“

Er blinzelte von ihr zu Alina, wo sein Blick einen Moment hängenblieb. Dann wandte er sich wieder an Iris. „Sie hatte angefragt, ob ich einen Bänderriss übernehmen kann. Weißt du etwas darüber?“

Während er sprach, trat er näher an den Tisch. Neben Alina blieb er stehen und schielte auf sie herunter, was sie nun endlich aus ihrer Erstarrung riss. „Ich glaube, das ist die Frau in der Drei“, meinte sie.

Sie sagte es so vor sich hin, ohne ihn dabei anzusehen. Hendrik dagegen hatte den Blick fest auf sie geheftet. Irgendetwas an seinem Ausdruck kam Iris seltsam vertraut vor. Darüber dachte sie aber erst später nach. Jetzt beobachtete sie, wie Hendrik die Augen nicht von Alina nahm, während die den letzten Rest der kalten Gefühlsdusche abschüttelte und eine geschäftsmäßige Miene aufsetzte. „Ja. Die ist frisch operiert und soll gleich mit der Mobilisierung anfangen, haben die Ärzte angeordnet.“

Sie hob den Kopf bei diesen Worten und sah ihm ins Gesicht. Hendrik grinste. „Ah, gut. Danke. Ja dann.“ Er blieb stehen, unschlüssig, als wollte er noch etwas sagen. Erst als Alina sich wieder dem Handy auf dem Tisch zuwandte, trat er zurück und ging zur Tür.

Aus dem Augenwinkel sah Iris einen letzten langen Blick, den er herüberwarf. Dann packte sie das Handy weg und stand auf. „Ich muss dann auch wieder“, sagte sie und war froh, das heikle Thema für diesen Moment ruhen zu lassen.

An diesem Tag sprachen sie nicht mehr davon. Iris’ Worte aber gingen Alina noch lange durch den Kopf. Wie Lutz sie manchmal ansah, und dieses Lächeln … das war nicht bloß Freundlichkeit. Klar, dass er im beruflichen Umfeld seine Gefühle nicht offen zeigen konnte. Und mehr hatte sich eben bisher nicht ergeben. Jawoll.

An diesem Gedanken richtete sie sich auf. Bis zum Abend, als sich plötzlich diese Stimme in ihrem Kopf meldete. Wenn Iris nun recht hatte? Wenn Lutz in ihr nur eine nette Kollegin sah, und sie sich zum Affen machte? Nein. Das mochte sie nicht glauben. Andererseits wäre es schon gut zu wissen, wie sie mit ihm dran war.

Und plötzlich fiel ihr etwas ein. Eine verrückte Geschichte, die ihr neulich eine Schulfreundin erzählt hatte. Es ging um irgendeine Bekannte, der eine Kartenlegerin verblüffende Dinge vorhergesagt hatte, die alle eingetroffen waren.

Alina hatte der Schilderung nur mit halbem Ohr zugehört. Sie gab eigentlich nichts auf solchen esoterischen Kram. Jetzt aber erschien ihr diese Option durchaus reizvoll.

Ablenken müsste sie Alina von ihrer fixen Idee, dachte Iris

Wenn man in den Karten sehen konnte, wie es um die Gefühle von Lutz stand, wäre sie einen Riesenschritt weiter. Und sie hatte doch nichts zu verlieren! Schon suchte sie die Telefonnummer jener alten Freundin raus. Nur um mal ein bisschen zu plaudern …

Zur gleichen Zeit gemütlich auf ihrem Sofa betrachtete Iris noch einmal die Bilder der Tischkärtchen. Dabei musste sie wieder an Alina denken. Wie betroffen sie ausgesehen hatte! Iris seufzte. Das mit Lutz war wohl zur fixen Idee geworden. Man müsste die Freundin davon ablenken, überlegte sie. Vielleicht mit – Hendrik!

Plötzlich sah sie deutlich vor sich, wie er sie angesehen hatte. Und jetzt wusste sie auch, woran sie dieser Ausdruck erinnert hatte. So sah Alina aus, wenn sie nach Lutz schmachtete. Die gleiche verträumte Schwärmerei.

Iris setzte sich kerzengerade auf, schlagartig kribbelnd aufgeregt. Konnte es sein, dass Hendrik heimlich in Alina verknallt war? Möglich. Ja, warum eigentlich nicht?

Je länger sie darüber nachdachte, desto plausibler fand sie diese Vorstellung. Er würde auf jeden Fall richtig gut zu ihr passen. Iris seufzte wieder, hoffnungsvoll diesmal. Jetzt müsste man es nur noch irgendwie anstellen, dass Alina sich Lutz aus dem Kopf schlug und sich in Hendrik verliebte. Wie das gehen sollte, war ihr zwar schleierhaft, aber dafür hatte sie eben beschlossen, Hendrik zur Hochzeit einzuladen. Zwanglose Atmosphäre, ein paar Gläschen Sekt – wer weiß, was sich daraus ergab.

Dass ein launiges Schicksal gerade ein paar Weichen stellte, die den Dingen eine völlig neue Richtung geben sollten, das konnte sie freilich nicht ahnen …

Alina rauschte das Blut in den Ohren. Nach dem Gespräch mit ihrer alten Freundin hielt sie die Telefonnummer der Kartenlegerin in Händen. Beflügelt von diesem Erfolg hatte sie spontan dort angerufen. Und jetzt hatte sie einen Termin! Für morgen! Unglaublich!

Sie sprang auf und tigerte aufgelöst durch die Wohnung. Ihre Gedanken schossen durcheinander. Was würde sie erwarten? Was würde die Frau ihr voraussagen?

Zu gerne hätte sie Iris sofort davon erzählt, doch das verkniff sie sich vorerst besser. Iris hatte ihre Zweifel ja nur allzu deutlich ausgesprochen. Ganz gut vielleicht, dass nun zwei freie Tage vor Alinas nächster Begegnung mit der Kollegin lagen. So konnte sie diesen Termin hinter sich bringen und hätte dann noch einen Tag Zeit, sich mit dem Ergebnis auseinanderzusetzen. Je nachdem, wie das ausfiel, würde sie Iris davon erzählen. Oder eben auch nicht …

Wie mochte eine Kartenlegerin aussehen? Darüber sinnierte Alina noch eine ganze Weile an diesem Abend und stellte sich alles Mögliche vor. Aber sicher nicht das, was sie erwartete am nächsten Tag.

Eine kleine, mollige Frau mit dem freundlichen Durchschnittsgesicht. Eine Wohnung, so gewöhnlich wie die von ihrer Oma. Nichts Mystisches, keinerlei Brimborium. Nur ein ganz normaler Tisch, ein Stuhl, auf dem Alina angespannt hin-und herrutschte, und ihr gegenüber die Frau, die unaufgeregt die Karten mischte. Sie ließ sie abheben und legte dann ein Muster vor sich auf die Tischplatte, das sie aufmerksam betrachtete und ein paarmal dazu nickte.

„Sie hatten bisher nicht viel Glück mit den Männern“, meinte sie nach einer Weile. „Aber ich versichere Ihnen, junge Frau, die Liebe steht schon vor Ihrer Tür.“

Alina schluckte. Sie hatte so sehr gehofft, das zu hören. „Können Sie das vielleicht noch etwas deutlicher sehen?“, fragte sie.

Die Frau drehte ein paar Karten um. „Der Mann liegt ganz dicht bei Ihnen“, sagte sie. „Wahrscheinlich kennen Sie ihn sogar schon. Auf jeden Fall kreuzen sich Ihre Wege ständig. Und Sie haben viele Gemeinsamkeiten. Außerdem sehe ich da wirklich starke Gefühle.“

Sie sagte noch mehr, aber Alina konnte sich kaum darauf konzentrieren. Die Gewissheit wuchs in ihrer Brust und legte ein verträumtes Lächeln auf ihr Gesicht.

Gemeinsamkeiten mit Lutz? Die wollte Alina herausfinden

Sie kannte den Mann, und sie trafen sich ständig. Ihre Gemeinsamkeiten mit Lutz müsste sie erst herausfinden. Aber starke Gefühle, hey, das klang gut. Und hochzufrieden bezahlte sie das vereinbarte Honorar und fuhr nach Hause.

„Eine Kartenlegerin?“ Iris machte große Augen. Noch in der Umkleide war Alina am nächsten Tag mit der Nachricht herausgeplatzt. Jetzt schlüpfte Iris in ihre weiße Schwesternmontur und sah die Freundin fragend an. „Wie bist du denn auf die Idee gekommen?“

„Ich wollte einfach wissen, woran ich bin“, erklärte Alina. „Und was sie mir gesagt hat war der Hammer.“ Sie beugte sich ein Stück heran und senkte die Stimme. „Die große Liebe steht sozusagen schon in den Startlöchern.“

Dann erzählte sie haarklein, was die Frau ihr gesagt hatte. Iris hörte es mit Skepsis. Sie war nach wie vor der Meinung, dass Alina sich da etwas einbildete. Diese Prophezeiung der Kartenlegerin machte die Sache nicht besser. „Schön“, meinte sie lahm. „Sollte mich freuen, wenn ich mich getäuscht habe.“

„Mich auch“, grinste Alina und zwinkerte Iris übermütig zu.

Wenn sie nun am OP Tisch neben Lutz stand und ihm die Instrumente zureichte, schickte Alina oft tiefe Blicke mit und forschte aufmerksam nach jedem Lächeln unter der Maske. Aber es ergab sich kaum, dass sie ihn mal allein traf. Und wenn, dann ließ Lutz die Gelegenheit verstreichen.

Dann war der Tag von Iris’ Hochzeit gekommen. Sie war eine wunderschöne Braut, und Alina gönnte ihr das Glück von ganzem Herzen. Und war fest entschlossen, ihre eigenen Liebeswirren an diesem Tag außen vor zu lassen und sich einfach nur zu amüsieren.

Nach der Trauung fuhr die Gesellschaft in einen Landgasthof, wo der Anlass gebührend gefeiert werden sollte. Erst dort an der Kaffeetafel bemerkte Alina Hendrik.

Er sah so anders aus in der schicken dunklen Hose und dem lässigem Jackett. Sie kannte ihn aus der Klinik ja nur in Sportklamotten.

Aber auch er schien zu merken, dass sie heute viel Mühe auf ihre Hochsteckfrisur und das Make-up verwandt hatte. Seine Blicke jedenfalls waren voll Bewunderung, und wenn sich ihre Augen trafen, lächelte er ihr zu. Das tat gut und puschte ihre Stimmung zusätzlich.

Als die Band das erste Lied anstimmte, stand er plötzlich hinter ihr. „Willst du tanzen?“, fragte er.

Sie nickte. „Klar! Warum nicht?“

Es fühlte sich nur im ersten Moment merkwürdig an, ihm so nahe zu kommen. Dann lehnte Alina sich weich in seine Arme und überließ sich dem Rhythmus. Hendrik führte gekonnt und sicher, und sie tanzten, bis sie außer Atem war.

Anschließend brachte er sie an den Tisch zurück und besorgte zwei Gläser Sekt und bald darauf noch zwei. Die Stimmung rundherum wurde zunehmend ausgelassener, und Alina dachte kein einziges Mal an Lutz, während sie sich angeregt mit Hendrik unterhielt. Später beim Essen arrangierte er es trotz der Tischkärtchen so, dass er neben ihr saß, und danach tanzten sie wieder, bis ihre Füße schmerzten und ihr Kopf wirbelte.

Es war ein rundherum bezaubernder Abend. Iris strahlte das Glück nur so aus den Augen. Trotzdem beobachtete sie aufmerksam, wie Alina und Hendrik ständig zusammensteckten. „Amüsierst du dich?“, fragte sie, als sie sich einmal im Waschraum trafen, wo Alina ihre aufgelöste Frisur richtete.

„Und wie!“, strahlte Alina. „Ich wusste gar nicht, dass Hendrik so toll tanzen kann. Und witzig ist er.“

„Gut so“, meinte Iris. Dabei bedachte sie die Freundin mit einem nachdenklichen Blick. Weil ihr da gerade so eine Idee kam …

Sie lächelte hintergründig. „Na, dann viel Spaß noch.“

„Den werde ich bestimmt haben“, gab Alina lachend zurück.

Irgendwann rief sie ein Taxi und ließ sich nach Hause bringen, und irgendwann erwachte sie mit einem ziemlichen Brummschädel.

Die Ohrringe gaben Hendrik den Grund, Alina zu treffen

Au weia. War das vielleicht ein bisschen viel Sekt gewesen gestern? Gerade als sie sich aus dem Bett quälte, klingelte das Telefon. „Hier ist Hendrik“, sagte eine muntere Stimme. „Wie geht‘s?“ „Geht so“, murmelte Alina.

Er lachte leise. „Kann es sein, dass du deine Ohrringe vermisst?“

Sie dachte scharf nach. Sie hatte gestern die großen Creolen getragen, die so gut zu ihrem Kleid passten. Aber deren ständiges Baumeln hatte sie beim Tanzen irgendwann genervt … Ihr Blick fiel auf den Nachttisch. Er war leer. „Gut möglich“, sagte sie. „Warum?“

Wieder dieses leise Lachen. Es klang sehr angenehm. Das war ihr bisher noch gar nicht aufgefallen. „Du hast sie auf dem Tisch liegengelassen. Ich könnte sie dir natürlich in die Klinik mitbringen. Oder aber …“ Er brach ab.

„Oder?“, hakte Alina nach und meinte ihn schmunzeln zu hören.

„Oder wir treffen uns auf einen Kaffee. So als Finderlohn.“

Alina musste lächeln. Weil sie sich daran erinnerte, wie schick er gestern ausgesehen hatte und wie gut sie sich unterhalten konnten. „In Ordnung“, sagte sie.

Sie trafen sich in einem Café in der Stadt. Jetzt fiel ihr auch wieder ein, was für eine spannende Farbe seine Augen hatten. Blau mit einem Stich ins Grünliche. Wie Gletscherseen. Auch das hatte sie vorher noch nie bemerkt.

Heute trug er Jeans und ein kariertes Hemd und sah sehr lässig aus. Aus irgendeinem Grund dachte Alina darüber nach, ob er eigentlich eine Freundin hatte. Das fragte sie ihn aber nicht. Stattdessen plauderten sie so dies und das und konnten auch ohne Sekt und Party richtig gut miteinander reden.

Am nächsten Tag hatte sie der Alltag in der Klinik wieder. Das heißt, nicht ganz. Iris befand sich auf Hochzeitsreise, und Lutz Meinhard war irgendwo auf einem Ärztekongress. So vertiefte sich Alina in ihre Arbeit und versuchte zwischendurch immer wieder, sich sein Gesicht vorzustellen. Manchmal gelang es ihr, aber manchmal funkte auch ein Paar Gletscheraugen dazwischen, die zu einem anderen Gesicht gehörten.

Am Mittwochabend ging sie wie immer ins Sportstudio, als sie plötzlich eine bekannte Stimme ansprach. „Alina? Das ist aber ein Zufall.“ Da saß Hendrik an der Bar und lächelte ungezwungen.

„Ja“, sagte sie erstaunt. „So ein Zufall. Was tust du denn hier?“

Er blinzelte rasch an ihr hoch und runter, und sie war sich ihres engen Sportdresses sehr bewusst. „Wir sind im Gespräch über ein Konzept für Rehasport“, erklärte er. „Vielleicht werde ich hier im Studio solche Kurse anbieten.“

„Ah ja, gut“, meinte sie nur.

Hendrik grinste ihr noch einmal zu und wandte sich dann wieder zu dem Typen hinter der Bar.

Alina schüttelte ihre Überraschung ab und begann mit ihrem Training. Immer aber wenn sie in einen der zahlreichen Spiegel schaute, traf sie seinen Blick.

Am Freitagvormittag erledigte Alina ihre Einkäufe. Wenn es mit ihren Diensten passte, fuhr sie zu diesem großen Einkaufszentrum, weil freitags ein fahrender Händler mit italienischen Spezialitäten davor Station machte. Sie liebte italienisches Essen. Außerdem hatte sie Spaß daran, in Ruhe durch die Regalreihen des großen Lebensmittelmarktes zu bummeln und sich inspirieren zu lassen.

Heute aber traute sie ihren Augen kaum, als plötzlich Hendrik mit seinem Wagen ganz in der Nähe vorbei schob und winkte. „Hey Alina, Kaufst du auch fürs Wochenende ein?“, rief er und verschwand bei den Nudeln.

Er schien nicht im mindesten erstaunt über ihr Zusammentreffen. Sie aber war nicht sicher, was sie davon halten sollte. Erst das Sportstudio, und jetzt das. Wie kam es, dass sie sich plötzlich andauernd trafen? Und auf einmal kamen ihr die Worte der Kartenlegerin in den Sinn. Ihre Wege kreuzen sich ständig, hatte sie gesagt. Alina starrte in die Richtung, wohin Hendrik verschwunden war. Hatte das irgendwas zu bedeuten?

Bei der Kasse war er dann wieder da und stellte sich hinter ihr in die Schlange. „Hast du heute Abend schon etwas vor?“, fragte er. „Ich möchte gerne diesen neuen Italiener ausprobieren, der kürzlich eröffnet hat. Der soll ganz toll sein. Magst du italienisches Essen?“

Es war seltsam, wie die Prophezeiung auf Hendrik passte!

Sie sah ihn an und versuchte ihre Gedanken zu ordnen. Okay. Er tauchte plötzlich dauernd in ihrer Nähe auf, und sie hatten die gleichen Vorlieben. Das musste ja nichts heißen. Trotzdem merkte sie, dass sie begann, ihn mit anderen Augen zu sehen. Er war nett, witzig und bei näherer Betrachtung eigentlich ziemlich gut aussehend. Konnte es sein, dass die Prophezeiung ihn gemeint hatte?

„Sorry“, sagte sie dann. „Ich hab nachher noch Spätdienst. Aber ja, ich liebe italienisches Essen. Und wir können gerne, also dann vielleicht – übermorgen?“

Er grinste breit. „Perfekt. Machen wir. Ich freu mich.“

Dieses sympathische Grinsen ging ihr den Rest des Tages nicht mehr aus dem Kopf. Und auch diese Überlegung wegen der Kartenlegerin. Es war schon seltsam, wie die Vorhersage auf Hendrik passte. Hatte sie etwa die ganze Zeit den Falschen im Visier gehabt?

Daran musste sie denken, als sie zwei Tage später in dem italienischen Lokal saßen. Sie konnte sich kaum auf das Essen konzentrieren, so sehr wirbelten in ihrem Kopf die Fragen durcheinander. Und wenn Hendrik sie manchmal so fest ansah, wurden ihr die Knie weich.

Und dann war Iris wieder da. Endlich! Gut erholt und bester Laune erzählte sie ausführlich von ihrer Hochzeitsreise, bis Alina hibbelig dazwischen platzte. „Ich muss dir auch was erzählen!“ Etwas unzusammenhängend vor Aufregung berichtete sie dann von den Ereignissen der letzten Tage.

Iris sah sie mit gerunzelter Stirn an. „Und was ist daran so ungewöhnlich?“, wollte sie wissen.

„Ich habe das Gefühl, ihm ständig zu begegnen“, sagte Alina bedeutsam. „Und wir haben viel gemeinsam. Genauso hat es die Kartenlegerin doch prophezeit.“

„Aha“, meinte Iris. „Aber bis vor kurzem dachtest du noch, es wäre – ein anderer“, setzte sie nach einer winzigen Pause hinzu.

Alina seufzte. „Ja. Schon möglich. Es schien ja auch alles zu passen. Aber vielleicht hat sie doch von Hendrik gesprochen.“ Sie blinzelte verträumt vor sich hin.

Iris kaute an ihrer Unterlippe. „Und – wie findest du ihn so?“, fragte sie beiläufig. „Jetzt mal abgesehen von dieser Prophezeiung.“

Alina überlegte kurz. „Also eigentlich – gut. Er ist ja nicht so vordergründig attraktiv, aber auf den zweiten Blick, eigentlich richtig süß. Und wenn es das Schicksal so vorgesehen hat …“

Meinte sie das ernst? Iris warf ihr einen scharfen Blick zu. Schwer zu sagen. So wie Alina sich erst in ihre Schwärmerei für Lutz hineingesteigert hatte, so steigerte sie sich jetzt in ihren Glauben an die Worte dieser Frau. Sollte sie beichten, dass sie der Sache etwas nachgeholfen hatte? Nein. Letztlich zählte nur das Ergebnis. Iris setzte eine harmlose Miene auf. „Und wie geht das jetzt weiter? Habt ihr euch wieder verabredet?“

Alina kicherte und zwinkerte ihr bedeutungsvoll zu. „Nein. Aber weißt du was? Ich glaube, wir treffen uns auch so wieder.“

Dabei wirkte sie so aufgekratzt, dass Iris ihr schlechtes Gewissen wegschob. Nur das Ergebnis zählte. Wie es dazu gekommen war, spielte hinterher keine Rolle mehr.

Mehrere Dinge fielen Iris an diesem ersten Arbeitstag auf. Im OP-Plan waren keine Änderungen vorgenommen. Alina arbeitete so, wie sie eingeteilt war. Und tauschte nicht ihre Einsätze, um bei den Eingriffen dabei zu sein, die Lutz Meinhard vornahm. Sie richtete es auch nicht mehr betont zufällig so ein, bei seinen Visiten mitzulaufen oder irgendwas im Ärztezimmer zu erledigen, wenn er gerade Pause machte. Am bemerkenswertesten aber fand Iris, wie Alina Lutz gegenübertrat. Der Tonfall freundlich, das Lächeln nett. Und der schwärmerische Glanz in ihren Augen war verschwunden.

Am nächsten Tag schlug Iris vor, nach der Schicht noch einen Stadtbummel zu unternehmen. Sie hatte zur Hochzeit einige Gutscheine für Geschirr und dergleichen bekommen und wollte sich umsehen.

Unauffällig schielte Iris immer wieder auf ihre Armbanduhr

So verbrachten sie eine gute Stunde in der Haushaltsabteilung eines großen Kaufhauses und traten mit zwei vollen Tüten irgendwann wieder auf die Straße.

„Hast du noch was vor?“, fragte Alina, als Iris zum wiederholten Mal unauffällig auf ihre Uhr schielte.

„Wie? Äh, nein. Nichts. Wie wär’s jetzt mit einem Kaffee?“

Sie wies vage die Fußgängerzone hoch. Alina blickte suchend nach beiden Seiten – und sog plötzlich scharf die Luft ein. Unwillkürlich packte sie den Arm der Freundin. „Da ist er!“, stieß sie hervor und deutete in eine Richtung.

Iris folgte ihrem Blick, und da ein Stück voraus, vor dem Schaufenster eines Herrenausstatters, stand Hendrik. Gerade drehte er wie zufällig den Kopf, entdeckte sie und hob winkend eine Hand. Dann kam er langsam heran.

„Was habe ich dir gesagt“, flüsterte Alina triumphierend. Sie wirkte plötzlich richtig hibbelig.

„Na, das ist ja ein Ding“, meinte Iris und lächelte scheinheilig.

Da war er auch schon heran. Alina strahlte wie der helle Mai. „Hallo, ihr beiden“, sagte Hendrik und wechselte einen verstohlenen Blick mit Iris. Dann strahlte er Alina an. „Was für eine Überraschung, euch zu sehen. Was treibt ihr so?“

„Wir wollten gerade auf einen Kaffee gehen“, platzte Alina heraus, und Hendrik grinste. „Gute Idee. Nehmt ihr mich mit?“

Sie steuerten ein Café in der Nähe an. Alina schien ziemlich aufgewühlt und konnte die Augen gar nicht von ihm nehmen. Vor der Tür fiel Iris plötzlich ein, dass sie noch was anderes zu erledigen hatte, und sie verabschiedete sich.

Alina war nicht böse darüber. Sie brannte darauf, Hendrik alles zu erzählen. Inzwischen war sie fest überzeugt, dass bei ihrer Bekanntschaft eine höhere Macht die Finger im Spiel hatte. Und sie fand, das sollte er ruhig wissen.

Vielleicht spürte er ihre Aufregung. Oder auch diese Schwingung zwischen ihnen. Jedenfalls schien Hendrik selbst irgendwie befangen. Sie bestellten Kaffee und schwiegen dann eine Weile. Ein paarmal sah es so aus, als wollte er etwas sagen und fände den richtigen Einstieg nicht. Auch Alina wählte ihre Worte mit Bedacht. Gar nicht so einfach, wenn das Herz wild wummerte und sie kaum geradeaus denken konnte. Dann wurde der Kaffee gebracht, sie holte tief Luft und gab sich einen Ruck.

„Kann das eigentlich nur Zufall sein, dass wir uns ständig begegnen?“, fragte sie mit einem geheimnisvollen Unterton.

Hendrik wand sich etwas und richtete dann einen schuldbewussten Blick auf sie. „Alina“, begann er, aber sie sprach einfach weiter.

„Ich muss dir etwas sagen, Hendrik. Du darfst aber nicht lachen. Ich hatte neulich ein beeindruckendes Erlebnis. Eine Prophezeiung“, betonte sie bedeutungsvoll.

Er seufzte und machte eine abwehrende Handbewegung. „Ich weiß“, stieß er schnell hervor. „Ich muss dir auch etwas sagen.“

Sie schwieg irritiert. Hendrik biss sich auf die Lippen und studierte das Muster der Tischplatte. Als er wieder hochsah, lag ein ganzer Gemischtwarenladen von Gefühlen in seinem Blick.

„Es ist so … mir war immer jeder Grund recht, bei euch auf der Station aufzutauchen. Da hast du mich aber gar nicht wahrgenommen. Als mich Iris dann zur Hochzeit eingeladen hat, war das die perfekte Gelegenheit, dir endlich näher zu kommen. Spätestens da wusste ich, dass du die Frau bist, die ich erobern möchte. Und danach, dass wir uns ständig getroffen haben, na ja …“ Er brach ab.

Alina sah ihn verständnislos an. „Aber genau das ist mir doch prophezeit worden!“, rief sie. „Genauso stand es ja in den Karten!“

Hendrik aber schüttelte langsam den Kopf. „Ich weiß, dass du gerne daran glauben möchtest. Deshalb sollst du es auch von mir erfahren. Was danach geschehen ist, war kein Zufall oder höhere Fügung.“

Er sah in ihr betroffenes Gesicht, atmete tief durch und fuhr fort. „Bei der Hochzeit hat Iris mich beiseite genommen und mir gesagt, dass es mir auf die Stirn geschrieben steht, was ich für dich empfinde. Dann hat sie mir von deiner Kartenlegerin erzählt. Und dass du auf die Erfüllung dieser Prophezeiung wartest und dich bestimmt in den Mann verlieben würdest, der ständig deinen Weg kreuzt.“

Eigentlich müsste Alina Hendrik böse sein – aber warum?

Er machte eine Pause. „Sie hat mir gesagt, wann du ins Sportstudio gehst. Und wann man dich im Einkaufszentrum trifft. Und vorhin hat sie mich hierher bestellt.“

An dieser Stelle brach er ab. Schwer legte sich die Stille über ihren Tisch. Alina saß reglos und versuchte in ihrem Kopf zu sortieren, was sie gerade gehört hatte. „Alina“, sagte er beschwörend, als das Schweigen andauerte. „Ich brauche keine Kartenlegerin, um zu wissen, dass ich dich liebe. Und heißt es nicht, im Krieg und in der Liebe ist jedes Mittel erlaubt?“

Sie tauchte blinzelnd aus ihrer Versunkenheit auf und sah ihn lange an, das schon so vertraute Gesicht und diese Gletscheraugen, die jetzt bittend in ihren lagen. Sie müsste ihm jetzt böse sein. Aber andererseits – warum eigentlich?

Auf eine ganz besondere Weise hatte sich die Prophezeiung doch noch erfüllt. Bei diesem Gedanken fing ihr Herz schon wieder zu Hüpfen an, und ein kleines Lächeln glitt auf ihre Lippen. „Du bist ein ganz hinterhältiger Schuft!“

Hendrik nickte, dann grinste er. „Ja, da hast du recht. Das bin ich.“

Alinas Lächeln wurde breiter. „Ist das alles, was zu dazu sagst?“

„Ja. Also, ich bekenne mich schuldig. Wie lautet die Strafe?“

Er hielt ihren Blick fest, beugte sich unmerklich ein Stück vor. Alina tat es genauso, bis sie kaum noch eine Handbreit mehr trennte. „Mal sehen“, murmelte sie.

„Vielleicht lebenslänglich?“, schlug Hendrik leise vor.

„Mal sehen“, wiederholte Alina. Ihr Herz hämmerte jetzt so, dass es ihr fast den Atem nahm. Dann überwand sie auch noch die letzten Zentimeter und küsste ihn.

ENDE

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LADY-KRIMI