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Denkmal für einen Visionär


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blickpunkt musical - epaper ⋅ Ausgabe 5/2021 vom 31.12.2021

Artikelbild für den Artikel "Denkmal für einen Visionär" aus der Ausgabe 5/2021 von blickpunkt musical. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.
Aufbruchsstimmung der Passagiere der Hindenburg (v.l.): Dr. Hugo Eckener (Sigmar Solbach), der nicht an Bord gehen wird, mit einem Vertrauten, Kapitän Lehmann (Jens Rainer Kalkmann), die amerikanische Journalistin Kathy Wigman (Holly Hylton, Mitte), Hanna Keller (Kristin Backes), Akrobat Ben Dova (Claus Kupreit mit Hund) und Ensemble
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1. Dr. Hugo Eckener (Sigmar Solbach) will Emmy Berg (Tanja Petrasek) die Flucht aus Nazi-Deutschland ermöglichen

Mit dem Musical »Zeppelin« hat sich Komponist und Songwriter Ralph Siegel ein Denkmal gesetzt. Ein musikalischer Visionär seines Jahrhunderts hat in fünf Jahren ein Musical geschaffen über einen Visionär vergangener Zeit, Graf Ferdinand von Zeppelin. Siegel ist ebenso wie seine historische Figur Risiken eingegangen, die ihn kräftemäßig und fi nanziell an seine Grenzen gebracht haben. In jeglicher Hinsicht unterstützt wurde er von seiner Frau Laura. Dennoch musste er für die Realisierung seines »Lebenswerks« Widerstände überwinden und wegen der Pandemie musste die Premiere zweimal verschoben werden. Am 16. Oktober 2021 feierte »Zeppelin« endlich Uraufführung in Füssen – mit Blick auf das Schloss Neuschwanstein, das Denkmal eines weiteren historischen Visionärs. Bevor sich der Vorhang für die dreieinhalbstündige Reise hob, kreiste über dem Festspielhaus Neuschwanstein ein moderner Zeppelin des Typs LZ N07-101.

Autor und Historiker Hans Dieter Schreeb (»Tell«) erzählt die Geschichte des legendären Luftschiffs auf zwei Ebenen. Zum einen wird das Leben Graf Ferdinands von Zeppelin (1838-1917) beleuchtet: Seine Kindheit zur Zeit der deutschen Revolution und sein Traum vom Fliegen. Seine militärische Laufbahn, die ihn als Beobachter die Schrecken des Krieges erleben lässt. Seine Ehe mit der lettischen Gräfin Isabella, die in allem hinter ihrem Mann steht und ihn auch fi nanziell bei der Konstruktion des Luftschiffs Zeppelin unterstützt. Anhand des Absturzes über dem Bodensee wird vom Scheitern der ersten Flugversuche erzählt, der fi nanzielle Bankrott kann nur dank der »Zeppelinspende des Deutschen Volkes« (1908) abgewendet werden. Schließlich die Erfolgsgeschichte: Für die zivile Luftfahrt konstruiert und zunächst dort auch eingesetzt, erwächst ein Teil des Zeppelin-Ruhms aus dem militärischen Einsatz im Ersten Weltkrieg. Der bisher skizzierte Erzählstrang hätte als Vorlage für ein Musical gereicht, da am Ende das Sterben des Visionärs (1917) steht, der Dr. Hugo Eckener zum Nachfolger bestimmt. Das Musical jedoch verwebt diese Lebensgeschichte mit einer langen Schilderung des vorerst letzten Flugs eines Zeppelins: dem Absturz der Hindenburg in Lakehurst, New Jersey, 100 km südlich der Stadt New York (1937). Übergeleitet wird im Sprechteil, etwa, wenn Dr. Hugo Eckener zurückblickt auf die Karriere des Zeppelin-Erfi nders, zusätzlich werden die Spielorte als Übertitel eingeblendet mit einem kurzen Hinweis auf den Szeneninhalt.

Wie die Titanic ist die LZ 129 Hindenburg ein Meisterwerk der Ingenieurskunst, mit 245 m Länge und einem Durchmesser von 41 m das größte bis dahin gebaute Passagier-Luftschiff, das den Atlantik überquerte. Ebenfalls wie die Titanic, trägt sie die Hoffnung auf ein besseres Leben, Ruhm und Reichtum in Amerika. Konstruiert in der NS-Zeit, soll sie gerade denen die Flucht ermöglichen, die von der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft verfolgt werden. Im Musical stehen hierfür eine jüdische Kabarettsängerin aus Wien und ihr Pianist. Nachdem die Hindenburg 15 Monate lang erfolgreich Linie geflogen war, nimmt sie ein trauriges Ende und reißt 36 Menschen, darunter einen Arbeiter vom Bodenpersonal, in den Tod. Flankiert von Kameraleuten und Fotografen, die Bilder und Filmaufnahmen lieferten, begleitete Radioreporter Herbert Morrison den Absturz mit einer der ersten Live-Berichterstattungen. Dass sein Zeugnis als Aufzeichnung vorliegt, machte es möglich, diese emotionalen Momente, unterstützt von fi lmischen Projektionen, auf der Bühne beeindruckend darzustellen – nicht zuletzt auch dank des starken Schauspiels von Uwe Kröger in der Rolle des Katastrophen-Reporters.

Entgegen allen Spekulationen gilt heute als wissenschaftlich erwiesen, dass es sich um ein Unglück handelte. Der Zeppelin hätte mit Helium gefüllt sein sollen, das wegen der Spannungen zwischen dem Deutschen Reich und den USA nicht zur Verfügung stand. Ersatzweise wurde Wasserstoff-Gas verwendet. Bei der Landung, die wegen eines Gewitters 12 Stunden verschoben werden musste, kam es beim Ablassen des Gases und beim Herunterlassen der Halteseile mit Kontakt zum Boden zur Explosion.

Die Produktion auf der über 1.000 m 2 Bühnenfläche ist aufwendig ausgestattet (Bühnenbild: Barbara Fumian). Highlight bildet der Flug des eigens für das Musical konstruierten, funkferngesteuerten, 10 Meter langen, mit Helium gefüllten Zeppelins, welcher aus der rechten Seitenbühne auftaucht und begleitet von flächigen Laserprojektionen über die ersten Reihen fliegt, um an gleicher Stelle wieder zu verschwinden. Zudem wird das riesige Wasserbassin des Festspielhauses zum Bodensee, auf dem der abgestürzte Prototyp notlandet. Zuvor wird ein Fesselballon über die Bühne gezogen. Die Kostüme von Lisa Rietzler unterstreichen wirkungsvoll Zeiten und Spielorte und bei den Hauptfiguren auch den Charakter. Für Regisseur Benjamin Sahler bedeutete das Projekt gewiss eine Mammutaufgabe, doch hin und wieder vermisst man Regie, unter anderem bei Abgängen. Die Choreographien von Stefanie Gröning sind schön anzusehen, aber nicht außergewöhnlich. Zuweilen lenken zu viele gute Tänzer und Akrobaten auf der Bühne den Blick von der Haupthandlung ab. Dann fällt besonders negativ ins Gewicht, dass manche Gesichter mangels Beleuchtung häufig im Dunkeln bleiben.

Unter den Darstellerinnen und Darstellern, die das Musical mit Leben füllen, sticht im biographischen Erzählstrang Patrick Stanke in der Rolle des älteren Ferdinand Graf von Zeppelin heraus. Er spielt überzeugend den verzweifelten Erfinder, der immer wieder die Bestätigung seiner Frau braucht, und brilliert gesanglich im stärksten Lied des Stücks. Mit ›Ich hab‘ gelebt‹ hat Ralph Siegel gemeinsam mit Bernd Meinunger (Co-Autor) ein ›I Did It My Way‹ eigenen Stils geschrieben, beim Label Telamo erschien die von ihm selbst gesungene Fassung. Insgesamt erweisen sich Lieder, die Siegel gemeinsam mit Meinunger getextet hat, darunter ›Die Hindenburg‹, ›Der Sinn des Krieges‹, als textlich stark. Aber auch Siegels ›Schmetterling flieg zum Himmel‹ und seine kabarettistischen Schöpfungen ›KaDeKo‹ und ›Wiener Roulette‹ haben Qualität. Dagegen fallen die flachen Liebeslieder und -duette wie ›Wo du bist, will ich sein‹ (obwohl ein Ohrwurm) und vor allem die unglaubwürdige Liebeserklärung ›Er und Sie‹, nachdem sich Ferdinand und Isabella gerade erst kennengelernt haben, ab. Während Stefanie Gröning ihr Rollenprofil als liebevoll unterstützende Gattin Isabella bestens erfüllt, kommt sie stimmlich an ihre Grenzen. Jörg-Tim Wilhelm (»Münchener Freiheit«) spielt den jüngeren Ferdinand von Zeppelin und überzeugt mit Spielfreude sowie in der Schlagabtausch- Revue-Nummer ›Zuerst kommt die Karriere‹ mit Uwe Kröger, der hier dessen Vater Friedrich von Zeppelin spielt.

Im Hindenburg-Erzählstrang beeindruckt Mathias Edenborn mit Bühnenpräsenz, kombiniert mit einem zur Rolle passenden Understatement, als Pianist Paul Stiller. Seine gesangliche Vielseitigkeit zeigt er auch mit dem swingenden ›If You Loved Me‹. Nicht nur an seiner Seite überzeugen Tanja Petrasek als Wiener Kabarettistin Emmy Berg und Josefien Kleverlaan als Ufa-Star Lilli van Hoeven, die von einer Karriere in Amerika träumt. Hannes Staffler brilliert als skrupelloser Nationalsozialist Lutz Grivius, der Lilli ausnutzt, bis sie sich in Paul verliebt und erkennt, dass sie mehr vom Leben will (›Du hast mich nie geliebt‹). Während in der Hindenburg-Handlung manche Songs und Szenen gekürzt, stellenweise auch ganz gestrichen werden könnten, wie ›Interlude: (Der Staubsaugersong)‹ zu Beginn des zweiten Akts und ›Werner‹, geht der dramatische Song ›Untergang‹ mit starker gesanglicher Leistung von Staffler eher unter, obwohl er visuell beeindruckend inszeniert ist. Einen starken Auftritt hat auch Kevin Tarte als Verkörperung des amerikanischen Selfmademans Jim Cagney mit ›When You‘re on Top‹. Weshalb es mit ›Don‘t You Know New York‹ noch eine ähnliche Nummer geben muss, erschließt sich nicht, auch wenn Holly Hylton dieser wunderbar Leben einhaucht und als amerikanische Journalistin Kathy Wigman (mit passendem Akzent) eine Bereicherung ist.

Komponist Ralph Siegel hat die Handlung musikalisch vielfältig ausgestaltet, mit Wiener Lied, Schlager, Swing, großen Show-Revue-Nummern und Musical- Pop-Balladen, einiges davon mit Ohrwurm-Potential – nicht zuletzt die Hymne auf ›Die Hindenburg‹. So mancher Song erinnert an bekannte Musical- Sujets – auch durch seine Inszenierung: »Cabaret« im ›KaDeKo‹, »Titanic« bei ›Wir fahren nach Amerika‹, »Rebecca« in ›Auf das Wohl der Passagiere‹ sowie »Chicago« und »42 nd Street« in ›When You‘re on Top‹. 13 Musiker, darunter zahlreiche Streicher, spielen Siegels Kompositionen flüssig unter dem Dirigat von Dr. Konstantinos Kalogeropoulos.

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?When You?re on Top? ? Familie Cagney (Mitte, v.l.): Jim Cagney (Kevin Tarte), Sohn Jimmy (Yoni Rona) und Amelie (Stefanie Kock) glauben an die Macht der Dollars

Zeppelin

Ralph Siegel / Bernd Meinunger / Hans Dieter Schreeb

Pirol Musical Productions Ralph Siegel Festspielhaus Neuschwanstein Füssen Uraufführung: 16. Oktober 2021

Regie ........................ Benjamin Sahler

Musikalische Leitung & ........................

Arrangements ................. Ralph Siegel

Add. Arrangements ...... Conrad Bekk,

Carsten Gerlitz, Norbert Daum, Frank

Nimsgern, Andreas Linse

Dirigat & Einstudierung Ensemble .......

Dr. Konstantinos Kalogeropoulos

Choreographie ......... Stefanie Gröning

Bühnenbild ............... Barbara Fumian

Kostüme .......................... Lisa Rietzler

Maske ......................... Maja Storbeck

Lichtdesign ..................... Tino Tiesler

Video .......... TMC & Cine Amsterdam

Flugobjekte Koordination ....................

Martin Ludwig

Sounddesign .......... Daniel Holland & Clayton De Guerre

Älterer Ferdinand Graf von Zeppelin .... Patrick Stanke

Jüngerer Ferdinand Graf von Zeppelin ... Jörg Tim Wilhelm

Isabella Gräfin von Zeppelin ...............

Stefanie Gröning Friedrich Graf von Zeppelin / Herbert Morrison ............. Uwe Kröger

Dr. Hugo Eckener ...... Sigmar Solbach

Paul Stiller ........... Mathias Edenborn / Matthias Stockinger

Lilli van Hoeven .... Josefien Kleverlaan / Sandy Mölling

Emmy Berg ................. Tanja Petrasek

Jim Cagney ... Kevin Tarte / Chris Murray

Lutz Grivius / Vorarbeiter Albrecht ..... Hannes Staffler

Kathy Wigman ............... Holly Hylton

Ben Dova / Hofnarr ....... Claus Kupreit

Hanna Keller ................ Kristin Backes

Amelie / Rosalie ............ Stefanie Kock

Kapitän Pruss / König Karl I. ................ Alexander Kerbst

Lehmann / Wörhmann / Spitzemberg ... Jens Rainer Kalkmann

Jean Pierre ............... Michael Thurner

Sigge Caspar Eklund ...... Mave O‘Rick

Ferdinand (Kind) ............... Noah Rom

Eugenie (Kind) ............ Annika Ludwig

Eberhard (Kind) ... Simon Wackersreuther

In weiteren Rollen: Angelika Erlacher, Michael Ewig, Philipp Fichtner, Madeleine Haipt, Robert G. Kühn, Maria Messner, Daniel Mladenov, Kevin Prinz, Michael Schneider, Lutz Thase, Katharina Voigt, Albrecht von Weech

Ensemble Tanz & Akrobatik: Angelika Erlacher, Carolin Fetzer, Viktoria Greif, Alina Groder (Dance Captain), Annika Kähler, Selina Kohl, Anna Martens, Karin Paulsburg (Akrobatin), Christina Reuter, Nina Treiber (Akrobatin), Lara Wallenreiter

Extraensemble & Ensemble Kinder

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1. Fechtlektion: Friedrich Graf von Zeppelin (Uwe Kröger, l.) und Sohn Ferdinand (Jörg Tim Wilhelm, r.)
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2. Akrobat Ben Dova (Claus Kupreit, vorne l.) produziert sich vor Ufa-Star Lilli van Hoeven (Josefien Kleverlaan), dem Ufa-Vertreter Lutz Grivius (Hannes Staffler, r.)
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3. Ferdinand Graf von Zeppelin (Patrick Stanke) zieht ein Resümee: ?Ich hab? gelebt?
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4. Nach der Trennung von ihrem Mann sucht Lilli van Hoeven (Josefien Kleverlaan) Paul Stiller (Mathias Edenborn) und fordert ihn auf: ?Lass uns einfach fliegen?
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5. Herbert Morrison (Uwe Kröger, 3.v.r.) mit weiteren Journalisten und Fotografen (Ensemble) wird in ?Lakehurst? zum Katastrophenberichterstatter

Offenbar wollte Ralph Siegel jedem der lieb gewonnenen Charaktere mindestens ein Lied geben. Um die Geschichte zu erzählen, hätte beim Hindenburg- Strang auch die Vorstellung der Passagiere gereicht, um ihre Zusammensetzung deutlich zu machen – die Figur der Hanna Keller (präsent und gesanglich gut: Kristin Backes) beispielsweise hat keine weitere Funktion in der Geschichte, außer ihren Mann zu betrauern, der beim Kentucky Derby tödlich verletzt wurde. Anders Jean Pierre (stimmstark und komödiantisch: Michael Thurner), der sowohl das Personal anführt als auch zu seiner schwangeren Geliebten reist, die ihn später sterbend in den Armen hält. Nicht zuletzt Akrobat Ben Dova (in Moves und Schauspiel überzeugend: Claus Kupreit), eine mysteriöse Figur, die in der Musicalhandlung immer wieder versucht, in den Laderaum zu gelangen. Der Kapitän des Luftschiffs Max Pruss (präsent: Alexander Kerbst) glaubte Zeit seines Lebens an ein Attentat.

Eine Figur, die beide Erzählstränge verbindet und den roten Faden immer wieder aufnimmt, selbst wenn fehlende Personenregie diesen kurzfristig verlieren ließ, ist Dr. Hugo Eckener, großartig von Sigmar Solbach gespielt. Er besitzt die Fähigkeit, seine Kollegen glänzen zu lassen, und ihm ist es zu verdanken, dass die Einordnung des Absturzes der Hindenburg mit seinen Worten in Erinnerung bleibt.

Abschließend lässt sich sagen, dass das Musical »Zeppelin« im Festspielhaus Neuschwanstein beeindruckt und am richtigen Spielort angesiedelt ist. Das Stück von Ralph Siegel und Hans Dieter Schreeb würde an Zugkraft gewinnen, wenn Szenen im Hindenburg-Strang gestrafft, sich auf die Hauptcharaktere und die jeweiligen Partnerfiguren konzentriert würde, wie es im Zeppelin-Strang geschehen ist. Potential hat dieses Denkmal über einen Visionär in jedem Fall.

Barbara Kern

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