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Denn Studien beweisen: Es macht nicht nur schlank – es verlängert auch das Leben


Bild der Frau - epaper ⋅ Ausgabe 35/2018 vom 24.08.2018
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Bildquelle: Bild der Frau, Ausgabe 35/2018

8 Stunden lang darf normal gegessen werden. 16 Stunden wird gefastet – ein Großteil der Zeit fällt in die Nacht


Dass man mit Intervallfasten ziemlich bequem abnehmen kann, hat sich rumgesprochen – spätestens seit Moderator Eckart von Hirschhausen damit 10 Kilo verlor. Aber dass es auch den Blutdruck senkt, das Immunsystem stärkt, Diabetes vorbeugt …Unser Experte, Professor Christoph Bamberger kommt richtig ins Schwärmen

Hat sich durch Teilzeit-Fasten dünne gemacht: der Arzt Eckart von Hirschhausen


Wer kluge Essenspausen macht, statt radikal zu hungern, verlängert sein Leben. Das beweisen neue Studien. ...

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... BILD der FRAU und Professor Bamberger vom Medizinischen Präventions-Centrum Hamburg beantworten hier die wichtigsten Fragen zum Mega-Trend:

Warum ist Intervallfasten so angesagt?

„Die Methode ist ziemlich einfach umzusetzen, weil nicht gleich die ganze Ernährung umgestellt werden muss“, sagt Prof. Bamberger. „Und es tut der Gesundheit insgesamt einfach gut. Diese Kombi macht Intervallfasten so beliebt.“

Wie funktioniert es?

Anders als bei traditionellen Kuren wie dem Buchinger-Heilfasten wird nicht wochenlang gehungert. „Die essensfreie Zeit bewegt sich in überschaubaren Zeitfenstern“, erklärt der Professor. „Gefastet wird nur wenige Stunden oder ein bis zwei komplette Tage. Die restlichen Stunden außerhalb der Fasten-Periode isst man ganz normal. Intervallfasten ist also Fasten in Teilzeit.“ Dabei geht es darum, dem Körper bewusst Ruhepausen zu gönnen.

Welches Fasten-Intervall ist für Anfänger richtig?

● Ideal für Einsteiger ist dieFormel 16:8 – die wird auch am häufigsten praktiziert. Dabei wird 8 Stunden ganz normal gegessen, 16 Stunden gefastet. Das Gute: Die meiste Zeit des essensfreien Intervalls lässt sich schlicht verschlafen. Diese Fasten-Form passt sich flexibel dem individuellen Schlaf-Wach-Rhythmus an: Der Fastende bestimmt, wann Stopp und Start fürs Essen ist.
● Bei derFormel 1:6 wird sechs Tage in der Woche normal gegessen und die Kalorienzufuhr an einem Tag auf null heruntergeschraubt. Und zwar von ca. 20 Uhr am Vorabend bis zum übernächsten Morgen um 7 oder 8 Uhr.
● Bei der2:5-Formel hängt man noch einen Fastentag dran. Idealerweise fallen die Null-Tage aufs Wochenende, können aber auch auf jeden beliebigen anderen Tag gelegt werden. Und wem ein ganzer Null-Diät-Tag zu viel ist, der kann auch die softere Fasten-Variante mit maximal 500 Kilokalorien versuchen.
● Und beim sogenanntenalternierenden Fasten wird jeden zweiten Tag gehungert.

Ist Intervallfasten gesund?

Ja, sehr! Grazer Wissenschaftler haben herausgefunden, dass längere Essenspausen die „Müllabfuhr“ in den Zellen anschieben. „Intervallfasten soll sogar lebensverlängernd wirken, das haben Tierversuche ergeben“, sagt Prof. Bamberger. Untersuchungen mit Menschen laufen gerade noch.

Aktuelle Forschungen der englischen Universität Surrey zeigen außerdem, dass das Fasten den Blutdruck um fast 10 Prozent senkt. „Obendrein fördert der Wechsel aus regelmäßiger Nahrungszufuhr und Erholungszeiten die Gesundheit von Magen und Darm.“ Das Immunsystem, das zu 70 Prozent im Darm sitzt, wird gestärkt. Auch die Blutzucker-Werte bessern sich. „Und erhöhte Leberfettwerte gehen runter. In Tierversuchen konnte sogar ein Schutz vor Diabetes Typ 2 nachgewiesen werden.“

Wer solltedas Intervallfasten lieber lassen?

„Für Menschen mit niedrigem Blutdruck, höherem Lebensalter, Untergewicht oder Essstörungen ist das Fasten nichts. Auch Schwangere und Stillende sollten darauf verzichten“, rät Prof. Bamberger. Menschen mit Schilddrüsenproblemen müssen vorher ihren Arzt fragen. Dasselbe gilt für diejenigen, die Blutdruck- oder Blutzucker-Senker einnehmen.

Wie oft im Jahr kann ich Intervallfasten machen?

„Wenn medizinisch nichts dagegen spricht, so oft Sie möchten“, sagt der Hamburger Experte. Der Mensch ist dafür gemacht, kürzere Hungerzeiten durchzustehen und Energie aus Körperreserven, z. B. dem Fettgewebe, zu gewinnen. Tatsächlich ist Intervallfasten eines der Geheimnisse von 100-Jährigen.

Entspannt sein hilft beim Fasten und Schlankbleiben


Pssst, Extra-Tipp: Zähneputzen stoppt die Hunger-Hormone: 7 Tricks, die das Fasten leichter machen

1. Tagebuch schreiben

Halten Sie fest, was Sie bewegt – Ihre Stimmung, Ihre Gefühle, Ihre Gedanken. Aber auch Gewicht, Ziele, Pläne, Fasten-Fehler und -Einbrüche, Nahrungsmittel, die Ihnen nicht bekommen sind etc.

2. Zahnpasta-Trick

Von englischen Neurowissenschaftlern erforscht: Bei einem knurrenden Magen 3 Minuten Zähne putzen mit viel Zahnpasta. Das fährt Appetit anregende Hormone runter. Wer das öfter macht, konditioniert sein Gehirn. Dann reicht der Anblick der Zahnbürste – und der Hunger ist weg.

3. Viel schlafen

Studien zeigen, dass das Fasten häufiger von Menschen abgebrochen wird, die zu wenig schlafen. Deshalb auf eine ideale Nachtruhe von 7 bis 8 Stunden achten, am Tag, wenn es geht, auch mal ein Nickerchen einplanen.

4. Not-Snacks

Wenn der Kohldampf unerträglich wird, helfen 10 Erdbeeren, 1 EL Hüttenkäse oder Hummus, 1 hart gekochtes Ei, 1 Tasse Gemüsebrühe, 1 Glas Tomatensaft.

5. Genug trinken

Fotos: Agency People Image, getty (3), jumpfoto, 123RF, Vistapress, PR

Kopfschmerzen, schlapper Kreislauf? Mindestens 1,5 Liter am Tag trinken. Erlaubt sind Schwarz-, Grün-, Kräuter- oder Gewürztee. Aber ohne Zucker, Süßstoff, Milch. Immer prima: Leitungs- oder stilles Wasser.

6. Wenig Zucker

In den Esszeiten möglichst gesund ernähren. Vor allem um Fast Food, Zucker und zuckerhaltige Produkte einen großen Bogen machen – auch um stark fruchtzuckerhaltige Obstsorten wie Ananas, Süßkirschen oder Weintrauben. Und die Kohlenhydrat-Zufuhr aus Weißmehl, Reis und Nudeln verringern. Wichtig: in den Essensphasen die Menge nicht verdoppeln!

7. Kein Stress

Stress ist einer der Hauptgründe für Heißhunger-Attacken – und fürs Abbrechen des Fastens. Spaziergänge oder Sport im Fitness-Studio sind ideale Stresshormon-Dimmer. Auch Meditation und Achtsamkeits-Übungen helfen.