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DER 360 GRAD BLICK IM MUSIK GESCHÄFT


Startup Valley News - epaper ⋅ Ausgabe 5/2021 vom 03.09.2021

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Artikelbild für den Artikel "DER 360 GRAD BLICK IM MUSIK GESCHÄFT" aus der Ausgabe 5/2021 von Startup Valley News. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Startup Valley News, Ausgabe 5/2021

„MUSIK HEUTZUTAGE IST ZU OFT GESICHTERLOS“

Der Musikmarkt ist überflutet an Songs, Trends und Künstlern. Wer hier noch herausstechen möchte, hat es heutzutage schwer. Zugleich hindern veraltete Strukturen in der Musikbranche aufstrebenden Artists an ihrem Weg bis ganz nach oben. Wie muss Musikmanagement in der modernen und dynamischen Welt aussehen, um Künstler zu ihrem Erfolg verhelfen zu können? Welche Services müssen Agenturen ihren Schützlingen bieten und wie kann man selbst den Weg nach oben schaffen? DJ, Produzent und Inhaber der Medienagentur Addicted Media Marvin Aloys kennt die Antworten auf diese Fragen.

Eine Übersättigung des Marktes Verursacht durch die Digitalisierung veränderte sich die Wertschöpfungskette der Musikindustrie enorm. Die wohl größte Veränderung ist jene, dass Labels als klassische Gatekeeper wegfielen, durch Social Media und Streaming-Plattformen ist die ...

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... Gründung eines eigenen, kleinen Labels heutzutage leicht möglich. Dies zieht jedoch zugleich einen gravierenden Nachteil mit sich: Das Internet ist überflutet mit Songs. Musik als Gut, das jederzeit überall in Massen aufzufinden ist. Durch das Weg fallen der Gatekeeping-Funktion großer Labels und das Aufkommen der technischen Möglichkeiten für jedermann Songs zu veröffentlichen, entfällt hier die Qualitätskontrolle. Auch führt diese Übersättigung des Marktes dazu, dass einzelne Künstler und Songs in der Masse schlichtweg untergehen. Zwar bringen die niedrigen Einstiegsbarrieren des Musikmarktes stetig neue Talente hervor, dennoch sorgen sie zur gleichen Zeit auch dafür, dass Labels an Relevanz verlieren. Auch wenn diese nun nicht mehr als Gatekeeper fungieren, so bietet sich die Möglichkeit, das Label als Marke mit Qualitätsgarantie zu betrachten. Während in den letzten Jahren die DIY-Kultur sehr präsent war, könnte zukünftig durch die neue Funktion der Labels als Marken ein Aufschwung derer wieder möglich werden.

Szeneaffinität erlernen Durch die dynamische Charakteristik der Musikindustrie besteht hier die Gefahr einer Kurzlebigkeit, One-Hit-Wonder können wöchentlich neu ersetzt werden. Für Künstler gilt es an dieser Stelle, eine lang fristige Ausrichtung zu verfolgen. Durch die Einordnung in ein Genre oder die Zugehörigkeit zu einer Szene kann sich der Künstler hier in eine Nische eingliedern, die er lang fristig auch bedienen kann. Dafür ist es unerlässlich, dass sich Künstler mit den informalen Normen und Werten innerhalb ihrer Szene auseinandersetzen und ihnen folgen. Konkret bedeutet dies, dass hier eine gewisse Szeneaffinität vorhanden sein muss, Künstler müssen über die für ihre Szene gängigen Plattformen informiert sein und hier auch stattfinden. Die Wünsche und Bedürfnisse der Hörerschaft dieses Genre nimmt dabei eine hohe Priorität ein, aber auch ihr Hörverhalten muss beachtet werden, um diese bestmöglich erreichen zu können. Jede Szene hat ihre eigene Sprache, Werte und Gewohnheiten. Wer diese nicht zu identifizieren weiß, wird hier lang fristig nicht erfolgreich sein können.

Ein Zusammenspiel aus Musik und Person

Auch unter dem Aspekt, dass heutzutage eine Überflutung an Musik digital stattfindet, ist diese durch ihre nahezu schon Massenabfertigung oftmals charakterlos. Während früher bekannte Songs einem berühmten Gesicht zuzuordnen waren, zeichnet sich die Hörerschaft von heute vor allem durch Playlist-Skipping aus. Wenn jedoch die Personen hinter einem Song an Bedeutung verlieren, kann mit Musik zwar kurzzeitig Geld verdient werden, eine Karriere lässt sich daraus jedoch nicht formen. Auch im Zusammenspiel mit der ständigen Präsenz von Social Media ist es für Künstler nun mehr als notwendig, zumindest auf digitale Art und Weise greifbar und erreichbar zu sein. Um der Musik wieder Gesichter verleihen zu können, müssen Künstler, Agenturen und Labels den visuellen Aspekt verstärkt beachten. Egal, ob auf Social Media Plattformen, in Musikvideos oder im Fernsehen – Künstler müssen als ihre Person präsent sein, um sich hervorheben lassen zu können. Auf eine gewisse Art dürften sich einige Musiker heutzutage nicht mehr allzu viel von Influencern unterscheiden lassen, beide Berufsgruppen zeichnen sich durch eine enorm hohe mediale Präsenz aus. Ob auf Instagram, YouTube, in Interviews oder in Talkshows, Künstler müssen bewusst platziert werden und multimedial stattfinden.

„UM HERAUSZUSTECHEN, MUSS MAN NEUE WEGE GEHEN“

„ALS MUSIKER MUSS MAN DIE EIGENE SZENE KENNEN“

Be unique?

Es ist leicht zu behaupten, der Weg zum Erfolg in dieser dynamischen Musikwelt wäre einfach, man müsse nur besonders sein. Dennoch lässt sich hier ein Fünkchen Wahrheit erkennen, lebt die Musikszene doch von ständigen Neuentdeckungen. Auch wenn es nur die Wenigsten schaffen werden, neue Genres zu kreieren und Trends loszutreten, so bietet sich aus strategischer Sicht die Möglichkeit der Einzigartigkeit. Ein Song oder ein Album zeigt sich schlussendlich nur als Endprodukt, hinter welchem Planung und Mut stecken muss. In dieser dynamischen Musikindustrie von heute zeigt sich immer mehr, dass sich die Zusammenarbeit mit Kreativagenturen im Veröffentlichungsprozess bewähren kann. Neuartige Marketingstrategien oder Promotionmittel können mit ihrer Einzigartigkeit überzeugen und Künstlern zu einem Standing in der Szene verhelfen. Hier gilt es, dass sowohl Künstler selbst als auch Labels in ihrer Kreativplanung es wagen, neue Schritte zu gehen, um herauszustechen. Veraltete Strukturen bei großen Labels bedingen meist eine festgesessene Routine, dieser muss entkommen werden. Durch die Vielzahl verschiedener Plattformen und Medien ergibt sich ein breites Spektrum, das von Künstlern zu Promo- Zwecken genutzt werden kann und soll.

Fazit

Die Fülle an täglichen neuen Songs macht es schwer herauszustechen. Demnach gilt es, sich den neuen Möglichkeiten anzunehmen, Künstler und Labels müssen sich stark in ihrer Nische positionieren und hier präsent sein. Neue Wege müssen ausprobiert und eingeschlagen werden, in einer dynamischen Musikindustrie ist ein gewisses Maß an Flexibilität und Mut unerlässlich.

Mar vin Aloys

Marvin Aloys ist Musiker, Veranstalter und Geschäftsführer der Agentur Addicted Media. Aloys ist ein Tausendsassa in der Musikbranche, mit seinem Gespür für Trends kann er seit Jahren Erfolge feiern.