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Der BDB und der VSL NRW luden zu einer Fachtagung nach Neuss „Binnenschifffahrt im Aufwind“


Schiffahrt Hafen Bahn und Technik - epaper ⋅ Ausgabe 7/2019 vom 21.10.2019

Während der Anteil der Binnenschifffahrt am Gesamtgüterverkehr bundesweit im einstelligen Prozentbereich liegt, sind es in NRW 30 %. Und in NRW befinden sich mit dem Hafen Duisburg und dem Hafenverbund RheinCargo die Hafenstandorte mit dem höchsten wasserseitigen Güterumschlag im Bundesgebiet.


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Bildquelle: Schiffahrt Hafen Bahn und Technik, Ausgabe 7/2019

(v.l.n.r.) GDWS-Präsident Prof. Dr. Hans-Heinrich Witte, BDB-Vizepräsident Roberto Spranzi (DTG), Dr. Jan Zeese (neska) und NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst


Bild: Heying

Rund 150 Mio. t Güter pro Jahr werden auf dem Rhein an der deutsch-niederländischen Grenze bei Emmerich gezählt. Jährlich passieren rund 100.000 ...

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Rund 150 Mio. t Güter pro Jahr werden auf dem Rhein an der deutsch-niederländischen Grenze bei Emmerich gezählt. Jährlich passieren rund 100.000 Binnenschiffe dort die Grenze“, darauf verwies BDB-Geschäftsführer Jens Schwanen bei seiner Begrüßung der 100 Gäste, die der Einladung der Verbände BDB und VSL NRW in die Neusser Pegelbar gefolgt waren, um an der Fachtagung „Binnenschifffahrt im Aufwind“ teilzunehmen. Die hochkarätige Runde von Vortragenden und Diskutanten ging der Frage nach, wie der Binnenschifffahrt bundesweit zu mehr Beachtung und Erfolg verholfen werden kann. Denn trotz der durchaus beachtlichen Relevanz im nordrhein-westfälischen Güterverkehr könne die Wasserstraße landes- und bundesweit noch deutlich mehr im Güterverkehr leisten. Auch unter ökologischen Gesichtspunkten sei dies sinnvoll, da die Binnenschifffahrt die geringsten Treibhausgasemissionen produziere, so Jens Schwanen.
Er sei bereits mit dem Bundesverkehrsminister und mit den Bundestagsabgeordneten im Gespräch, denn auch nach seiner Auffassung laufe nicht alles optimal, bekannte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst: „Wir brauchen einen Zeitstrahl für die Umsetzung der Baumaßnahmen im nordrhein-westfälischen Wasserstraßennetz. Die Aussagen des Bundes hierzu sind mir zu ungenau“, so der Minister. Sorgen bereite ihm auch die Personalsituation in der Wasserstraßenverwaltung des Bundes, die zu langen Bauzeiten führe, so Wüst. Das Lobby-Angebot des Ministers traf exakt den Wunsch von Roberto Spranzi, Vorstand der Deutschen Transportgenossenschaft Binnenschifffahrt eG (DTG) und Vizepräsident im BDB: „Der Minister ist das verkehrspolitische Sprachrohr NRWs. Wir brauchen seine starke Stimme in Berlin“, machte Spranzi klar, der in einer gut ausgebauten Infrastruktur die „Stellschraube“ für einen höheren Güterverkehrsanteil der Binnenschifffahrt sieht. Spranzi warb dafür, dass NRW auch bei der Umsetzung des „Masterplans Binnenschifffahrt“ Unterstützung leistet, etwa für mehr Schwergut- und Projektladung auf dem Wasser: „Tonnenschwere Generatoren oder Rotorblätter von Windenergieanlagen gehören nicht auf die Straße“, so Spranzi. „Die Binnenschifffahrt entwickelt sich nicht so schnell wie der gesamte Güterverkehr. Es ist unsere Aufgabe als Spediteure, die Verkehrs-träger noch besser miteinander zu verknüpfen“, forderte Prof. Dr. Rüdiger Ostrowski, geschäftsführender Vorstand im VSL NRW. Dem stimmte Dr. Jan Zeese, Geschäftsführer der neska Schiffahrts- und Speditionskontor GmbH zu, der auch für eine Stärkung des Schienenverkehrs plädierte. Am Beispiel der wegen zu hoher Emissionsbelastungen für den Güterverkehr gesperrten Rheinuferstraße in Köln rechnete er vor, welche Mehrverkehre und Mehrkosten seinem Unternehmen nun entstehen. „Das ist nicht durchdacht, wird zu mehr Umweltbelastung führen statt zu weniger, und der Kombinierte Verkehr mit dem Binnenschiff wird kaputtgemacht“, so das Fazit von Dr. Zeese, der auch deutlich darauf verwies, dass Einsichten, die sich auf Bundes- und Landesebene längst durchgesetzt hätten, oftmals auf kommunaler Ebene scheiterten. Nur so ließen sich Entscheidungen, wie das Lkw-Fahrverbot in Köln oder der nicht stattfindende Ausbau des Hafens Godorf nachvollziehen.
Prof. Dr. Hans-Heinrich Witte, Präsident der Wasserstraßenverwaltung des Bundes, nahm Zeeses Gedanken auf und bezog ihn direkt auf die Wasserstraßen: „Für Ausbaumaßnahmen oder auch für die Errichtung von Liegestellen am Ufer brauchen wir den Schulterschluss zwischen Bund, Ländern und Kommunen. Und wir müssen die Stakeholder zusammenführen, um die Binnenschifffahrt nachhaltig in die Öffentlichkeit zu bringen und seine Stärken zu betonen“, appellierte er an die Anwesenden. Alle Diskussionsteilnehmer waren sich darin einig, dass nur ein gemeinsames Engagement aller Beteiligten– also Wirtschaft, Verbände, Politik, Verwaltung und auch der Bürger– dazu führen kann, der Güterbinnenschifffahrt zu noch mehr „Aufwind“ zu verhelfen.