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Der Beamer als TV-Ersatz – zwei Systeme im Vergleich: Großes Kino im Wohnzimmer


Heimkino - epaper ⋅ Ausgabe 2/2020 vom 03.01.2020

Je größer das Bild sein soll, umso interessanter wird die Verwendung eines Beamers auch im Wohnzimmer. Das haben längst auch die Hersteller erkannt und entsprechend reagiert. Nachdem wir kürzlich schon zwei dieser sogenannten Laser-TVs – also Ultrakurzdistanz-Beamer mit Laser-Lichtquelle – im Test hatten, haben wir uns jetzt mit dem Epson EH-LS500 den dritten vorgenommen und ihn direkt mit seinem Kollegen EH-TW7100 verglichen. Bei dem handelt es sich um einen Beamer für die klassische Installationsweise nämlich hinter der Couch oder unter der Decke.


Artikelbild für den Artikel "Der Beamer als TV-Ersatz – zwei Systeme im Vergleich: Großes Kino im Wohnzimmer" aus der Ausgabe 2/2020 von Heimkino. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Heimkino, Ausgabe 2/2020

Obendrauf die „Ansaughutze“, unter der die Konstruktion ...

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... aus Objektiv und Spiegel untergebracht ist, hinter der Stoffbespannung sind die beiden Lautsprecher, Bedientasten sowie die Buchse für Chromecast und Co.


Außer dem Umstand, dass der EH-LS500 uns in Schwarz zur Verfügung stand, gibt es noch andere Unterschiede zwischen den beiden Epson-Beamern. Während die Optik des EH-TW7100 ganz klassisch vorn aus dem Gehäuse lugt, wurde diese beim EH-LS500 nach Manier eines Ultrakurzdistanz-Gerätes quasi obendrauf gesetzt. Das hat eine gewisse Ähnlichkeit mit der Ansaughutze eines Sportwagens aus den 80er-Jahren, außerdem gibt es den LS500 auch in Weiß.

Wohin mit dem Beamer?

Das ist nicht ganz unerheblich, da beide Geräte bevorzugt im Wohnzimmerkino betrieben werden sollen, und da ist Schwarz eher selten die Farbe der Wahl. Unabhängig von der äußeren Erscheinung, die der bevorzugten Platzierung des jeweiligen Beamers geschuldet ist, arbeiten beide Epson-Beamer mit unterschiedlichen Leuchtmitteln. Beim EHLS500 leuchtet ein langlebiger Laser, während beim EH-TW7100 eine herkömmliche Hochdrucklampe ihren Dienst tut, ein Umstand, der mitverantwortlich für dessen geschmeidigen Preis von deutlich unter 2.000 Euro ist.

Auch hier gibt es einige Unterschiede, so verzichtet der TW7100 auf die LAN-Buchse, beide verfügen dagegen über die Möglichkeit, einen optionalen Wi-Fi-HDMI-Dongle zu integrieren, der LS500


Auch hier gibt es einige Unterschiede, so verzichtet der TW7100 hat dafür sogar eine dritte HDMI-Buchse vorn unter der Stoffbespannung


Technik: Farbdarstellung

Der EH-LS500 steht bei Auslieferung im Bildmodus „Helles Kino“, die Helligkeit des Lasers steht auf 100 Prozent. Die Farbtemperatur liegt bei kühlen 7300 Kelvin, was fürs helle Wohnzimmer sogar schon in Ordnung geht A. Der HDTV Normfarbraum wird schon jetzt sehr großzügig abgedeckt B. Angesichts der hohen Lichtausbeute gehen die Farbabweichungen ebenfalls in Ordnung C. Die Gammakurve ist für eine eher helle Umgebung optimiert, entspricht aber nicht der Norm D.

Obwohl man die Lampenleistung auf 50 Prozent herabsetzen kann, haben wir sie für die Darstellung von HDR-Inhalten auf 75 Prozent gesetzt, um eine möglichst hohe Lichtausbeute zu erhalten, außerdem den Bildmodus auf „Kino“. Die Farbtemperatur steht auf dem Wert 9 und stellt uns mit 6800 Kelvin durchaus zufrieden A. Die Abdeckung des erweiterten Farbraumes, den wir zur besseren Veranschaulichung zugrunde legten, gelingt gut, bis auf die Sättigung von Grün B. Die Farbabweichungen fallen dann auch entsprechend gering aus C. Die Gammakurve nähert sich schon mustergültig an die für HDR-Inhalte geforderte PQKurve an D.

Unterschiedlicher können Fernbedienungen kaum sein; links der große, von den Heimkino-Beamern bekannte Barren mit beleuchteten Tasten, rechts der kleine und übersichtliche Geber des LS500 mit weniger Shortcuts und ohne Tastenbeleuchtung


Beide Beamer verfügen über eine ausgesprochen gute Tonabteilung, die allerdings nur beim EH-LS500, dem Ultrakurzdistanz-Beamer so richtig zum Tragen kommt. Der profi tiert nämlich hier am meisten von seiner Aufstellungsweise kurz vor der Leinwand und mit den Lautsprechern in Richtung Zuschauer, so ähnlich wie eine Soundbar. Beim EHTW7100 sieht das schon anders aus; steht er hinter der Couch, strahlen die Lautsprecher gegen die rückwärtige Wand, wird er unter der Decke montiert, hört er sich auch nicht besser an, zumindest gibt es keine Aufbausituation, in welcher der Ton zum Bild passend abgestrahlt wird. Allerdings nutzt auch der LS500 das Potenzial der eingebauten Lautsprecher nicht so gut, wie er könnte; die Chassis sind einfach zu winzig und bieten kaum besseren Sound als die eingebauten Lautsprecher eines Flachbildschirms. Da ist es gut, dass beide Beamer auch den Anschluss einer Soundbar erlauben, beim EH-TW7100 geht das sogar drahtlos per Bluetooth. Beim eingebauten Sound kann also keiner der beiden wirklich punkten und bietet hier zumindest gegenüber einem Fernseher kaum Vorteile. Beim Bild sieht das dann schon anders aus.

EH-TW7100 – der Normalo

Haben Sie die Möglichkeit, den Beamer klassisch hinter dem Sitzplatz oder sogar unter der Zimmerdecke zu montieren, sind Sie mit dem EHTW7100 fein raus. Das fl exible Objektiv mit seinem 1,6-fachen Zoom erlaubt eine Positionierung des Beamers zwischen 2,64 und 4,3 Metern von der Leinwand entfernt, um eine Bildbreite von zwei Metern, entsprechend einer Diagonalen von 90 Zoll, zu erreichen. Näher dran wird’s kleiner und weiter weg größer und etwas dunkler. Dabei lässt er sich dank des Lensshift, der sowohl vertikal als auch horizontal eingreift, in den meisten Fällen perfekt senkrecht zur Leinwand ausrichten.

Der EH-TW7100 kommt in klassischer Bauweise und verfügt über einen weiten Zoombereich sowie Lensshift zur akkuraten Ausrichtung auf die Leinwand


Ein Blick in die Glaskugel, diese schützt das Objektiv und der Spiegelkonstruktion vor Staub und ist unter anderem für das außergewöhnliche Design verantwortlich


EH-LS500 – der Ultrakurze

Um mit dem EH-LS500 eine Bildbreite von zwei Metern zu erreichen, beträgt der Abstand des Beamers zur Leinwand nur 75 Zentimeter, gemeint ist hier der Abstand der Vorderkante des Beamers und nicht etwa der Optik zur Leinwand. Auch hier heißt es wieder, wer ein größeres Bild haben möchte, muss auch den Projektionsabstand vergrößern; so braucht es bei 100 Zoll Bilddiagonale schon einen Abstand von knapp 84 Zentimetern. Weil bei den meisten Sideboards jedoch bei 60 Zentimetern Tiefe Schluss ist, heißt es nun, entweder entsprechendes Mobiliar zu fi nden oder auf das letzte Quäntchen Bildgröße zu verzichten. Der Gebrauch des Zooms empfi ehlt sich hier eher nicht, da er rein digital funktioniert und deshalb Aufl ösung kostet. Die Möglichkeit, den Ultrakurzdistanz-Beamer einfach unter die Decke zu verbannen, weil das unter Umständen etwas mehr Flexibilität bedeutet, ist beim EHLS500 nicht vorgesehen.

Kontaktfreudig

In einer Klappe unter der Lautsprecherabdeckung des Ultrakurzdistanz- Beamers LS500 fi ndet sich die dritte HDMI-Buchse, daneben ein USB-Anschluss zur Versorgung des optionalen Wireless-HDMIDongles. Damit lassen sich dann auch die Inhalte diverser Streamingdienste per Amazon Fire TV Stick oder Chromecast nutzen. Das gleiche Ensemble fi ndet sich auch auf der Rückseite des TW7100, der bietet wie erwähnt obendrein noch die Möglichkeit, den Ton per Bluetooth an eine Soundbar oder ein anderes Audiogerät zu übertragen. Insgesamt bleibt jedoch die Anbindung bei beiden Epson-Beamer an die üblichen Streamingdienste deutlich hinter der Konkurrenz zurück. Was beiden Epsons an einer komfortablen Streaminglösung fehlt, ist eine Benutzeroberfl äche mit integriertem Mediaplayer sowie eine einfachere Integration ins Netzwerk

4K und HDR – Bildqualität

Das Wichtigste ist allerdings die Bildqualität, und hier haben Beamer von Epson seit jeher ein gewichtiges Wort mitzureden. Zwar werden in beiden Beamern LCD-Panels mit Full-HD-Aufl ösung eingesetzt, dank der 4K-Enhancement-Technologie von Epson wird die projizierte Auflösung jedoch auf 4K interpoliert. Zumindest fast, streng genommen gibt sich Epson hier mit doppelter Full-HD-Aufl ösung zufrieden. Dafür liefern beide Beamer eine derart hohe Lichtausbeute, dass auch die HDR-Vorstellung selbst im zumeist recht hellen Wohnzimmer ziemlich gut gelingen dürfte. Im Menü lässt sich das HDR-Ergebnis zudem in plus-minus acht Stufen in Richtung hell oder dunkel an die örtlichen Lichtverhältnisse anpassen. Die Epson-Beamer unterstützen beide neben SDR, also dem Standard-Kontrast, auch HDR10 und HLG-HDR, Letzteres ist der geplante HDR-Standard für Fernsehübertragungen. Auch die bekannt effektive Zwischenbildberechnung ist bei beiden mit an Bord; so werden gerade bei schnellen Schwenks in Spielfi lmen oder bei Sportübertragungen Nachzieheffekte vermieden. Diese Funktion bleibt allerdings der Ausgabe in Full-HD-Aufl ösung vorbehalten. Dasselbe gilt für 3D-Content, denn auch dieser wird von beiden unterstützt, dank der ohnehin hohen Lichtausbeute – selbst im kalibrierten Eco-Betrieb erreicht der TW7100 immer noch 1200, der LS500 gar 1600 Lumen – bleibt das Bild auch mit Shutterbrille immer noch hell genug, sie sorgt im Gegenteil sogar für etwas mehr Kontrast.

Technik: Farbdarstellung

Wie es sich für einen heimkinotauglichen Beamer von Epson gehört, verfügt der EH-TW7100 über den Bildmodus „Natürlich“, den wählten wir für die Projektion eines ganz normalen Blu-ray-Videos aus, die Lampe stellen wir in den Eco-Betrieb und die Farbtemperatur auf die erforderlichen 6500 Kelvin. Mit knapp unter 6400 Kelvin hält er sich ziemlich genau an die Anforderung A. Der Normfarbraum, den die Quelle erfordert, wird automatisch erkannt und bis auf eine leichte Abweichung in Grün sehr genau wiedergegeben B. Entsprechend gering fallen die Farbabweichungen aus, das vom Calman gemessene Delta E von 2,43 ist kaum wahrnehmbar C. Der Gammawert liegt bei recht guten 2,0 und folgt der vorgegebenen Kurve schon ziemlich genau, noch genauer bekommt man es mit der Gammakorrektur hin D.

Auch beim EH-TW7100 waren wir natürlich gespannt auf seine HDRFähigkeiten und fütterten ihn mit den entsprechenden Inhalten. Immer noch im Bildmodus „Natürlich“ stellte sich der Beamer auf den erweiterten Farbraum und die erhöhten Anforderungen an den Kontrast ein. Die Farbtemperatur liegt zwar knapp unterhalb der gewünschten 6500 Kelvin, dafür aber erstaunlich linear über die gesamten Helligkeitsbereiche hinweg A. Der erweiterte Farbraum wird noch etwas akkurater reproduziert als bei seinem Kollegen B. Entsprechend gering fallen dann auch die Farbabweichungen aus C. Die Gammakurve nähert sich sehr schön der geforderten PQ-Kurve an, so schafft der EH-TW7100 eine gute HDR-Wiedergabe D.

Der EH-TW7100 verfügt über eine herkömmliche Optik, der äußere Ring ist der Zoom-Ring, der innere ist für den Fokus zuständig


Spezielle Leinwand

Der Kontrast lässt sich mit speziellen teilrefl exiven Leinwänden sogar im hellen Wohnzimmer noch mal verbessern. Besagte Tücher sehen nicht weiß, sondern grau aus. Die Oberfl äche funktioniert ähnlich wie eine Jalousie oder ein Prisma, sie refl ektiert hauptsächlich das Bild vom Beamer, Streulicht aus anderen Richtungen wird dagegen weitgehend geschluckt. Das Gute ist, dass es solche Tücher für beide Arten von Beamern gibt, sowohl für die Ultrakurzdistanz-Projektion als auch für die klassische Projektion aus größerer Distanz. 2018 haben wir einmal eine Parallax-Leinwand für normale Distanzen von Spalluto getestet sowie eine dnp Supernova für speziell für die Ultrakurzdistanz, ein Blick in die Kategorie Leinwände der Bestenliste gibt genauer Aufschluss.

Fazit

Experiment gelungen, würde ich sagen, denn mit jedem der beiden Epson-Beamer erreicht man Bildschirmdiagonalen im Wohnzimmer, für die man entweder schwer tragen oder tiefer in die Tasche greifen muss, will man sie mit einem TV-Gerät realisieren. Dabei kann sowohl der EH-TW7100 als auch der EH-LS500 seine systembedingten Vorteile ausspielen, je nach Aufstellungsmöglichkeiten.

Den EH-LS500 gibt es außer in Schwarz auch in wohnzimmerfreundlichem Weiß, dann heißt er EH-LS500W statt LS500B


Labormessungen mit Unterstützung durch Portrait Displays mit CalMAN-Software von Spectracal

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