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Der Berg ruft


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GOLF MAGAZIN - epaper ⋅ Ausgabe 70/2022 vom 20.06.2022

TIROLS NORDEN

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Bildquelle: GOLF MAGAZIN, Ausgabe 70/2022

SPITZENREITER: In der Geschichte des GM-Score punktet der Golfpark Mieminger Plateau mit dem bislang besten Ergebnis unter allen Tiroler Golfanlagen.

Eingebettet in ein tiefes, enges Gebirgstal und in unmittelbarer Nähe des malerischen Sees, bildet der G&LC Achensee für viele den Inbegriff von Alpengolf.

Ob nun der traditionsreiche Golf- und Landclub Achensee oder der alpinanspruchsvolle Golfclub Seefeld-Wildmoos: Die zwei 18-Löcher-Kurse am Rande des Karwendelgebirges sind seit vielen Jahren schon hochgeschätzte Tummelplätze für Tagesausflügler, etwa aus dem Raum München, für Buddy-Wochenenden oder einfach mal für eine Runde im Wander- und/oder Familienurlaub. Und mit dem Golfpark Mieminger Plateau hat sich inzwischen noch ein veritabler Newcomer zu den beiden Klassikern hinzugesellt.

Wer seinen Tirol-Trip im Osten beginnt, bespielt mit dem 1934 gegründeten G&LC Achensee nicht nur gleich den ältesten Golfclub des Bundeslandes, sondern auch eines von derzeit 16 Mitgliedern der Vereinigung Leading Golf Courses in Österreich. Für ...

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... Flachlandtiroler von nördlich der Maingrenze war und ist dieser Platz in Pertisau immer schon einer der Sehnsuchtspunkte. Denn eingebettet in ein tiefes, enges Gebirgstal und in unmittelbarer Nähe des malerischen Sees, bildet er für viele den Inbegriff von Alpengolf.

Wer nun jedoch vermutet, dass es hier am Ostufer des Achensees – abseits von Hauptstraßen und am Fuße des Naturparks Karwendel – ganz ruhig zugehen wird, hat weit gefehlt. Denn der hohe Beliebtheitsgrad der Golfanlage führt leider auch zu ihrem größten Makel: Greenfee-Spieler werden während der Saison auch an Werktagen fast ausnahmslos eng getaktet in Vierer-Flights über die Fairways geschickt. Manchmal erinnert diese Szenerie durchaus ein bisschen an andere hochfrequentierte Plätze im Mittelmeerraum oder in Florida.

Zum Glück verlässt das Routing dann aber schnell den Urlaubsort. Und so wird die Runde doch noch zu einem Augenschmaus, wenn sich die Bahnen idyllisch durch den tiefen Wald am Fuße der steilen Berghänge schlängeln. Angenehm dabei: Das Terrain ist trotz der imposanten Umgebung recht flach, verfügt nur über minimale Höhenunterschiede, sodass der Kurs auch von älteren Golfern problemlos zu Fuß bewältigt werden kann.

ÜBER INNSBRUCK NACH SEEFELD-WILDMOOS

Auf der Fahrt zum zweiten Klassiker sollte dann natürlich in keinem Fall ein Abstecher in die Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck vergessen werden. Dafür kann man ruhig einen vollen Tag einplanen, da hier einige Sehenswürdigkeiten – wie das Goldene Dachl, die kaiserliche Hofburg, die Hofkirche, das Stadttor oder das Schloss Ambras – begeistern. Zudem locken etwas außerhalb noch modernere Highlights wie die Swarowski Kristallwelten und die Bergisel-Schanze.

Im Hochsommer kann es hier unten im Tal bei entsprechender Wetterlage übrigens jedoch durchaus auch einmal sehr heiß und stickig werden. Man befindet sich ja »nur« noch auf 574 Metern über dem Meeresspiegel, während die drei Golfanlagen in Höhen zwischen 900 und 1.300 Metern liegen. Und wenn in Innsbruck bei über 30 Grad dann kein Wind mehr weht, heißt es auch für die Einheimischen dieser sehenswerten Stadt: Der Berg ruft.

Nicht ganz so gewaltig und majestätisch wie das Matterhorn in dem Luis-Trenker-Film »ruft« hier in Tirol die Hohe Munde, die mit ihren 2.662 Metern aber schon auch einen sehr imposanten Anblick bietet und den Platz des GC Seefeld-Wildmoos überragt. Der Club hat 2019 sein 50-jähriges Jubiläum gefeiert – und egal, ob die Anreise via Mittenwald und Seefeld erfolgt oder die Spitzkehren von Innsbruck und Telfs herauf gemeistert werden, man erahnt sogleich, dass Lage und Kulisse für die heutige Runde ganz besonders sein werden.

Eingerahmt von den hohen Spitzen der Stubaier Alpen, des Karwendel- und des Wettersteingebirges, gehört auch diese Anlage zu den Leading Golf Courses.

Und allein schon die Zufahrt zum Clubhaus, das sehr gute Restaurant, die einmalige Sonnenterrasse sowie die golferische Infrastruktur mit großzügiger Driving-Range und anderen Übungsmöglichkeiten überzeugen sofort und rechtfertigen dieses Gütesiegel. Und die Runde selbst?

Auf dem Platz gilt es immer wieder, das prächtige Gebirgspanorama kurz auszublenden und Konzentration für den hier so wichtigen Abschlag aufzubauen. Und es verwundert auch nicht, dass diese Topographie regelmäßig Ski-Stars wie Franz Klammer, Toni Sailer oder Bernhard Russi zum Golfen angelockt hat – besser als in Seefeld-Wildmoos können Wintersportler ihr vertrautes Terrain in den Sommermonaten kaum genießen. Dennoch war und ist dies nicht nur ein Tummelplatz für Promis und Gutbetuchte, sondern auch für Feriengäste, die eine angenehme Runde in anspruchsvoller Atmosphäre, bei grandioser Aussicht und hoffentlich Kaiserwetter genießen möchten.

Man erahnt sogleich, dass Lage und Kulisse für die heutige Runde im GC Seefeld-Wildmoos ganz besonders sein werden.

Top 5 Tirol

Erlebniswandern: Die historische Innsbrucker Altstadt fasziniert auf kleiner, übersichtlicher Fläche mit bemerkenswerten Bauwerken, viel Flair und einer lebhaften Gastro-Szene.

Naturwandern: In der Leutascher Geisterklamm (mit Gittersteigen und Brücken) entdeckt man brodelnde Wasserläufe und -fälle. GM-Tipp:c Spätnachmittags wird hier es deutlich ruhiger.

Radwandern: Der »Bike Trail Tirol« bietet auf über 1.000 perfekt ausgebauten Kilometern und 32 Etappen den längsten zusammenhängenden Mountain-Bike-Rundkurs der Alpen.

Bergwandern: Die Tagesaufstiege vom Leutaschtal hinauf auf die Wangalm oder die Rotmoosalm bieten grandiose Ausblicke, und der Rundkurs durch das Puitbachtal toppt alles noch.

Kulturwandern: Die 1995 von André Heller konzipierten Swarowski Kristallwelten in Wattens bieten eine Event-Mischung aus Museum, Park und Verkaufsflächen. Kunst oder Kitsch? Geschmackssache.

Speziell mit Blick darauf sollte beim nächsten Re-Design allerdings an die Abschläge gedacht werden, denn die sind hier leider der einzige Schwachpunkt. Es gibt nur zwei Herren-Tees mit 5.221 und 5.900 Metern, bei den Damen ist die Diskrepanz mit 4.617 und 5.167 Meter ähnlich. Von Gelb messen acht Par-4-Bahnen weniger als 310 Meter, von Rot sind gleich neun nur zwischen 203 und 276 Meter lang – hier wäre eine Mittellösung gefragt. Denn für schwächere Spieler reichen die gelben bzw. roten Abschläge natürlich völlig aus, Scratch-Golfer haben von den Back-Tees ebenfalls keine Probleme. Durchschnittliche bis gute Golfer dagegen werden von den vorderen Abschlägen nicht allzu sehr gefordert, von hinten jedoch durchaus manchmal verzweifelt schauen.

AUS DEM LEUTASCHTAL ZUM MIEMINGER PLATEAU

Wem Golf nicht alles in seinem Leben ist, dem sei noch ein Blick in das benachbarte Leutaschtal empfohlen, insbesondere, wenn einem Seefeld zu voll, zu laut und zu hip ist. Das Paralleltal punktet mit Ruhe, Zurückhaltung und Gelassenheit. Nur knapp 2.500 Einwohner verteilen sich auf die 24 Dorfteile, Rotten und Weiler. Zwei Aktivitäten seien hier besonders ans Herz gelegt: Zum einen bringen mittelschwere bis anspruchsvolle Bergwanderungen den Gast schnell mit tausend und mehr Höhenmetern am Tag durch tiefe Wälder in die felsige Szenerie des südlichen Wettersteingebirges.

Lust auf noch mehr Golf in Tirol?

Kein Problem! Weitere Anlagen mit den dazugehörigen Platztests finden Sie zum Beispiel in den Ausgaben #9-2015 (Großraum Kitzbühel) und #12-2020 (Region Wilder Kaiser). Die Hefte können Sie bequem unter abo@golfmagazin.de oder über golfmagazin.de im Bereich Abo einzeln bestellen.

Und zum zweiten ist das Leutaschtal perfekt für einen Mountainbike-Urlaub. Allein die flache Strecke über 17 Kilometer durch das ganze Tal begeistert mit tollen Panoramablicken, und das ohne große Schweißausbrüche. Und wer noch einen draufsetzen will, muss die Routen des »Bike Trail Tirol« nutzen, dessen perfekt ausgebaute Strecken hoch an die Gipfel der Gebirgszüge heranführen.

Rund eine halbe Autostunde entfernt wartet im Golfpark Mieminger Plateau dann eine Überraschung. Der 27-Löcher-Newcomer muss den Vergleich mit den beiden illustren, etwas älteren Clubs in Pertisau und Wildmoos nicht scheuen und präsentiert sich mindestens auf Augenhöhe. Während der G&LC Achensee in einem tiefen, engen Tal liegt und im GC Seefeld-Wildmoos die wilde Topographie das Routing bestimmt, ist es hier wirklich das zwischen 850 und 1.000 Meter liegende Plateau, welches den Charakter der Anlage prägt.

Die Ausblicke auf die bis zu 3.500 Meter hohen Stubaier Alpen sind atemberaubend, die Bahnen des Championcourse liegen inmitten eines Föhrenwaldes und leicht terrassenähnlich auf dem Südhang des Mieminger Gebirges. Der Platz bietet Spielspaß für alle Handicap-Gruppen, ist verzeihlich, ohne auf angemessene Herausforderungen verzichten zu müssen. Dazu kommen große, moderne, ausreichend modellierte Grüns, und der Pflegezustand ist für diese Höhe sowie die langen Winter sehr gut.

Kultcharakter hat mittlerweile das Halfway-Haus Stöttlalm. Denn von dort überblickt man nicht nur 18 gute Golfbahnen, den reizenden Parkcourse (neun Löcher mit Par 58), die weitläufigen Übungsanlagen sowie das direkt neben dem Golfpark gelegene Hotel samt Clubrestaurant, sondern gefühlt auch halb Tirol. Hier oben, am höchsten Fleck der Golfanlage, sollen deshalb schon einige Flights so intensiv Speis, Trank und Aussicht genossen haben, dass sie wegen des Einbruchs der Dunkelheit und/oder des Alkoholkonsums die zweite Halbrunde ausfallen oder auf den nächsten Tag verschieben mussten. Ja, ja, wenn die Stöttlalm, pardon, der Berg ruft…

GC Seefeld-Wildmoos

Auch wenn die Front-Nine aus designtechnischen Gründen noch nicht ganz so variantenreich ablaufen, entzündet die zweite Hälfte mit ihren eindrucksvollen Höhenunterschieden vor spektakulärer Alpenkulisse ein Feuerwerk unter den Gebirgsplätzen. Heroische Drives aus exponierter Stelle hinab ins tiefe, dicht bewaldete Tal, wie an den Bahnen 11, 12, 14 und 18, bleiben noch lange im Gedächtnis. Hier gilt es immer wieder durchzuatmen und den Tunnelblick für den so wichtigen Abschlag einzunehmen. Apropos Tunnel: Manche Schneisen wirken nicht nur von oben verdammt eng, sie sind es auch, Klaustrophobiker werden da an der genialen 15 an ihre Grenzen kommen. So haben die viel weiter hinten liegenden Herren-Tees auch etwas Gutes – man sieht oftmals das Drama, das sprichwörtlich vor einem liegt, noch nicht im vollen Umfang, da der Schlag halbblind über die Damenabschläge erfolgt und erst dann abrupt, einer Skisprungschanze ähnelnd, ins Tal fliegt. Es ist halt ein bisschen wie eine Achterbahnfahrt: Hat man sie erst einmal überlebt, war es halb so schlimm, und man möchte sofort noch eine weitere Runde nachlegen.

Golfpark Mieminger Plateau (Championcourse)

Trotz moderater Länge zeigt bereits der Auftakt, dass auf der ersten Hälfte der Score vielleicht etwas höher ausfallen könnte. Nicht gravierend, aber kontinuierlich geht es leicht bergauf. Die Front-Nine enden mit zwei bemerkenswert kurzen, aber auch trickreichen Par-4-Löchern: Das Grün von Bahn 8 wird von einem gemeingefährlichen, sichelförmigen Teich geschützt, und wer meint, lieber einen Schläger mehr nehmen zu müssen, wird die kleine Putt-Fläche wohl auch verfehlen – der Pitch muss hier einfach sitzen, perfekt sein. Der Teich an Loch 9, dem letzten, das nach oben geht, kommt nicht so stark ins Spiel, doch die Zuschauer auf der Terrasse der Stöttlalm schauen genau zu. Vom Halfway-Haus geht es dann frisch gestärkt wieder langsam bergab. Die zwei oder drei zuvor verlorengegangenen Schläge werden aufgeholt, es sei denn, man hat zu sehr die Tiroler Schmankerl genossen und dreht sich nicht mehr so leicht. Die äußerst entspannte Runde – auf gut gepflegtem Terrain und mit grandiosen Ausblicken – endet dann auf einem reizenden Par-3-Loch. Und wenn hier noch der Birdie-Putt fällt, »applaudiert« hinter einem das steil aufragende Wettersteinmassiv.

G&LC Achensee

Im Verlauf der zweiten Bahn hat man den bebauten Teil des Orts verlassen und taucht in einen tiefen, romantischen Wald ein, der erst kurz vor Schluss wieder verlassen wird. Hoher alter Baumbestand prägt die Szenerie, ohne dass die Schneisen wirklich furchteinflößend wirken. Es sind eher die wenigen, aber effektiven Wasserhindernisse, die zur Vorsicht mahnen. So bereits an Loch 3, einem kurzen Par 3, dessen Grünanfang durch einen kleinen, gefährlichen Graben nebst Steinmauer geschützt ist. Brutal die nächste Bahn, ein langes Par 5 mit Handicap 1, das zwei perfekte Schläge verlangt, um nur den Hauch einer Chance zu erhalten, mit einem Pitch über den breiten Bachlauf auf das gut bewachte Grün zu kommen. Danach wird das Layout sehr viel verzeihlicher, die Drive-Landezonen sind breit, die Winkel der Doglegs selten tricky, und die Bebunkerung spielt ohnehin eine untergeordnete Rolle. Erst an der 16 wird es noch einmal richtig gefährlich, wenn der Flaschenhals am Ende immer enger wird. Alles in allem ein schöner, gut zu spielender Walk-in-the-Park-Kurs, der beim GM-Besuch aufgrund der hohen Frequentierung leider etwas unter Pflegemängeln litt.

Golfclub Seefeld-Wildmoos 6100 Seefeld-Telfs, Wildmoos 11 Tel. 05212/5 24 02, seefeldgolf.com 18 Löcher, 5.221/4.617 Meter (H/D) Par 70, CR 69,0/70,8, Slope 124/125reenfee: 96 Euro (Sundown: 66 Euro), Gäste von Partnerhotels: 67 Euro

Golfpark Mieminger Plateau (Championcourse) 6414 Mieming, Obermieming 141e Tel. 05264/53 36, golfmieming.at 18 Löcher, 6.184/5.446 Meter (H/D) Par 73, CR 72,6/74,7, Slope 128/127 Greenfee: 101 Euro (Sunrise/Sundowner: 53 Euro), Gäste von Partnerhotels: 81 Euro

Golf- und Landclub Achensee 6213 Pertisau am Achensee, Kirchstraße 13 Tel. 05243/53 77, golfclub-achensee.at 18 Löcher, 5.709/4.942 Meter (H/D) Par 71, CR 71,2/72,5, Slope 127/123 Greenfee:105 Euro, Gäste von Partnerhotels: 84 Euro

Der Golf Magazin-Platztest † Alle Platzdaten – Länge, Course-Rating- und Slope- bzw. SSS-Werte – beziehen sich immer auf die Abschläge Gelb und Rot (oder auf die entsprechenden Tees bei anderer Farbgebung, wie etwa in den USA). Der Maximalwert für GM-Score beträgt 100 Punkte, die Höchstwerte für die einzelnen Kriterien stehen rechts in der Tabelle. Mit dem GM-Index wird das Preis-Leistungs-Verhältnis ausgedrückt: 1,0 bedeutet angemessen; je höher dieser Wert über dieser Marke liegt, desto mehr bekommt der Golfer für sein Geld.

GM-Score-Legende † Weltklasse (85 und mehr Punkte): Diese meist weltberühmten Plätze bilden sozusagen das Inventar der diversen Top-100-Rankings. Beispiele: Royal County Down (93 GM-Score-Punkte), Royal Portrush (90), Pebble Beach Golf Links (89), Valderrama (86) oder Kingsbarns (85). Deutschland: Fehlanzeige. † Spitzenklasse (70-84 Punkte): Viele nationale und auch einige »hidden champions« im Ausland. In Deutschland verbuchten bislang WinstonLinks (83), Hamburger GC und Faldo Course Berlin (je 82) die meisten Punkte. Internationale Beispiele: Carnoustie (84), Penha Longa

(77), Alcanada (70). † Oberklasse (60-69 Punkte): Richtig† gute Golfplätze, die stets einen Besuch lohnen. Einige Beispielegute Golfplätze, die stets einen Besuch lohnen. Einige Beispiele in Deutschland: Schloss Course in Fleesensee (69), Achentalin Deutschland: Schloss Course in Fleesensee (69), Achental (65), Starnberg (62) oder Bad Salzuflen (60). Im Ausland: North(65), Starnberg (62) oder Bad Salzuflen (60). Im Ausland: North Berwick (69), Els Club Dubai (65) oder Kärntner GC DellachBerwick (69), Els Club Dubai (65) oder Kärntner GC Dellach (60). † Mittelklasse (50-59 Punkte): Auch in dieser Gruppe(60). † Mittelklasse (50-59 Punkte): Auch in dieser Gruppe kommt das Golfvergnügen nicht zu kurz. Denn meistens stehtkommt das Golfvergnügen nicht zu kurz. Denn meistens steht hier bei den Punktzahlen nur deshalb die Fünf vornedran, weilhier bei den Punktzahlen nur deshalb die Fünf vornedran, weil der sportliche Anspruch nicht besonders hoch ist. Doch genauder sportliche Anspruch nicht besonders hoch ist. Doch genau das suchen ja viele Golfer: eine entspannte Runde.das suchen ja viele Golfer: eine entspannte Runde.

GM-Reiseführer: Tirol Fischerwirt

HOTELS

Am Achensee überzeugt etwa das 4-Sterne-Superior-Hotel Der Wiesenhof in Pertisau mit einer 2.300 qm großen Wellness-Landschaft samt Innen-Pool und 25 Meter langem Sportbecken (wiesenhof.at, 1 Ü/HP im DZ ab 144 Euro p. P.). In Seefeld hat sich das 5-Sterne-Hotel Klosterbräu & Spa in einem ehemaligen Kloster aus dem 16. Jahrhundert eingenistet, weshalb alle Zimmer der modernen, luxuriösen Wellness-Herberge noch heute mit dicken Klostermauern und Gewölbedecken bestechen (klosterbraeu.com, 1 Ü/HP im DZ ab 189 Euro p. P.). Wer es sehr viel kleiner und schlichter mag, dem sei die Pension Pichler mit eigener Bäckerei in Leutasch empfohlen, die das ganze Tal versorgt (pensionpichler.at, 1 Ü/F im DZ ab 35 Euro, Ferienwohnung ab 70 Euro/Nacht). Auf dem Mieminger Plateau schließlich liegt das Alpenresort Schwarz nicht nur direkt am Golfpark, das 5-Sterne-Domizil mit riesigem Wellness-Bereich beherbergt auch das Clubrestaurant (schwarz. at, 1 Ü/HP im DZ ab 231 Euro p. P.).

RESTAURANTS

Im G&LC Achensee und im GC Seefeld-Wildmoos locken natürlich die beiden Clubrestaurants mit toller Panoramaterrasse und einheimischen Spezialitäten. Ortskundige schätzen hier zudem den traditionsreichen Familienbetrieb Fischerwirt in Achenkirch (fischer wirt.tirol) sowie die bodenständige Küche im Waldgasthaus Triendlsäge in Seefeld (triendlsaege.at) – und im Leutaschtal wird immer wieder gerne das Gasthaus-Restaurant Brücke empfohlen (zur bruecke-leutasch.com). Im Golfpark Mieminger Plateau kann die Stöttlalm natürlich auch außerhalb einer Runde besucht werden (stoettlalm.at), zudem gibt‘s im Alpenresort Schwarz ein nicht minder uriges Hauptrestaurant namens Greenvieh (via Facebook).

GM-TIPP

Alle drei Golfanlagen glänzen mit einer wahren Armada von Partnerhotels. Wer dort wohnt, erhält 20- 30 Prozent Rabatt auf die Greenfee-Preise – das Recherchieren und Rechnen vor der Buchung lohnt sich also.

ANREISE

Je nachdem, wo man den Trip beginnt, führt der Weg mit dem PKW entweder über Füssen, Mittenwald oder den Tegernsee. Wer aus dem Norden, Westen oder Osten lieber einfliegen möchte, hat nur wenige Optionen: Im Sommer 2022 bedient EasyJet Innsbruck vier Mal wöchentlich nonstop ab Berlin. Ansonsten geht‘s nur mit Umsteigen – bei Lufthansa in Frankfurt, bei Austrian in Wien. Dann kann man aber auch gleich nach München fliegen, denn von dort dauert es mit dem Mietwagen zwei bis zweieinhalb Stunden bis ins Zielgebiet.

REISEZEIT

Da die Plätze relativ hoch liegen, sind die Winter lang, sodass eine Runde auf gutem Terrain vor Ende Mai nicht wirklich gewährleistet ist. Dafür locken am Ende der Saison noch wunderbare September- und goldene Oktoberrunden.

INFOS

Der Tiroler Tourismusverband versorgt Besucher im Internet akribisch und umfassend mit allen nennenswerten Tipps und Infos, sei es für den Kurz-Trip oder den Jahresurlaub:

 tirol.at