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DER BESTE VIREN-SCHUTZ


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IMTEST - Das Verbraucher Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 1/2022 vom 07.01.2022

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Die Gefahr dur S ädlinge, Betrug und andere Arten der Cyberkriminalität ist größer denn je. Laut Bundesamt für Si erheit in der Informationste nik (BSI), einer zivilen Bundesbehörde im Ges äftsberei des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat, hat die Gefährdungslage in Deuts land aufgrund der vorans reitenden Digitalisierung und der Komplexität heutiger Cyberangriffe die Alarmstufe Rot errei t. Im Jahresberi t „Die Lage der IT-Si erheit in Deuts land 2021“ unterstrei t die Bonner Behörde, dass dabei die größte Gefahr von Malware und Ransomware ausgeht. Insgesamt haben die Beamten zwis en Jun 2020 und Ende Mai 2021 144 Millionen neue S ...

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... ädlings-Varianten identifiziert – das entspri t einem Anstieg von 22 Prozent im Verglei zum Vorjahr. Im Februar 2021 entde te das BSI an nur einem einzigen Tag die Rekordzahl von 553.000 neuen S adprogramm-Varianten. Die Experten stufen die Bedrohungslage dur Cyberangriffe folgli von „angespannt“ im Jahr 2020 auf jetzt „angespannt bis kritis “ ho . Wie gut s ützen Antiviren-Programme Windows-Computer vor aktuellen Gefahren? Um das genau zu prüfen, hat IMTEST in Kooperation mit Si erheitspartner AV-TEST zehn S utz-Suiten intensiv auf ihre S utzwirkung, Systembelastung und Benutzbarkeit geprüft.

E-MAIL- SCHUTZ

Eines der aktuell größten Probleme ist Phishing. Mit Phishing-Mails wollen Online-Diebe wortwörtli Ihre Online-Anmeldedaten „angeln“. Dazu versenden die Betrüger fingierte E-Mails, die so aussehen, als kämen sie etwa direkt von Ihrer Bank. Als Aufhänger dienen meist angebli e Probleme beim Online-Banking, unbezahlte Re nungen oder Änderungen der Ges äftsbedingungen. Damit versu en die Betrüger den Empfänger auf gefäls te Internetseiten zu lo en, auf denen der dann dazu verleitet wird, Kontonummern, Passwörter, PINs und Transaktionsnummern (TANs) einzutippen, die die Betrüger dann abgreifen. Zudem lauern auf den Seiten oft verste te S ädlinge.

Phishing-Mails erkennen

Dabei gehen die Spammer immer professioneller vor. Inzwis en s reiben sie die Opfer etwa persönli an („Sehr geehrter Herr Müller“) und nutzen vertrauenswürdige Absenderadressen (etwa „service @paypal.de“). Die Zeiten, in denen Phishing-Na ri ten dur viele Re ts reibfehler und absurde Aufma ung ganz einfa zu erkennen waren, sind ebenfalls vorbei. Wie also Phishing auf die S li e kommen? Das wi tigste Kennzei en: Phishing-Na ri ten folgen stets S ema F. Aufhänger ist in der Regel ein Si erheitsproblem oder eine andere S wierigkeit, die angebli gelöst werden müsse. Um dem Ganzen Na dru zu verleihen, folgen meist Drohungen, wie Konten oder Karten zu sperren, falls der Empfänger ni t umgehend handelt.

Regel Nummer eins: Banken, Bezahldienste und andere Unternehmen fragen per E-Mail oder Telefon NIE na Passwörtern, Anmeldedaten oder anderen persönli en Daten. Wer diese Regel beherzigt, ist eigentli s on auf der si eren Seite. Aber Mens en sind Mens en. Es kann dur aus passieren, dass man einmal ni t ri tig bei der Sa e ist oder ni t genau hingu t. Und s on ist es passiert. Bea ten Sie daher folgende Si erheitsregeln:

Nie auf Links kli en: Wer glaubt, an einer Warnmeldung könnte etwas Wahres dran sein, sollte ni t auf den Link in der E-Mail kli en, sondern si in einem neuen Browser-Fenster manuell beim betroffenen Dienst anmelden und selbst na s auen, ob etwas ni t stimmt.

Keine Dateianhänge öffnen: Unter keinen Umständen bedenkenlos Dateianhänge von E-Mails unbekannter Herkunft öffnen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es si um ans einend ungefährli e Dateien wie Bilder, Dokumente oder sonstige Dateien handelt.

Nict antworten: Niemals auf Phishing-Spam reagieren: In diesem Fall wissen die Cybergangster, dass die E-Mail-Adresse au tatsä li genutzt wird. Dadur hagelt es no mehr Spam-und Phishing-Mails.

Wie Antiviren-Programme schützen

Außerdem helfen Ihnen Antiviren-Programme bei der Erkennung von Phishing- Na ri ten. Bis auf den Microsoft Defender bieten alle getesteten Programme einen entspre enden Zusatzs utz. Sie blo ieren entweder direkt die Phishing- Na ri ten im Postfa oder warnen vor dem Öffnen gefährli er Internetseiten sowie infizierter Dateianhänge. Der Einsatz eines Passwort-Managers, den außer Microsoft, Avast und AVG ebenfalls alle Antiviren-Suiten an Bord haben, ist ebenfalls hilfrei . Denn bietet der Passwort-Manager für eine bestimmte Internetseite gespei erte Anmeldedaten ni t an, handelt es si ziemli si er um eine gefäls te Version.

INTERNET- SCHUTZ

Früher fanden Computerviren in der Regel über verseu te Disketten den Weg auf PCs, heutzutage ist das Internet der häufigste Infektionsweg. Damals wie heute ging es um die Kontrolle über den Computer – do die Absi ten der Viren-Programmierer haben si grundlegend geändert. In den Anfangszeiten ging es meist um S aberna und etwas Ruhm. Eine lustige Bots aft auf dem Bilds irm, hier und da eine Fehlfunktion – e ten S aden haben die ersten Viren ni t angeri tet. Wer si 1991 beispielsweise den „Casino“-Virus einfing, musste mit dem S adprogramm „Ja pot“ um den Inhalt seiner Festplatte spielen.

Viren: Schluss mit lustig

Do mit zunehmender Internet-Nutzung waren die spaßigen Zeiten vorbei. Statt gewieften Programmierern übernahmen zudem zunehmend Cyberkriminelle das Ruder. Moderne S ädlinge zei nen Tastatureingaben des Opfers auf (Keylogger), funktionieren PCs zu Spams leudern um (Botware) oder lassen Angreifer den Computer übers Internet fernsteuern (Ba doors). Für besonders viel Wirbel sorgen in letzter Zeit vor allem Erpressungs-Trojaner, au unter der Bezei nung Ransomware bekannt. Allein im ersten Halbjahr 2021 verzei neten Si erheitsfors er weltweit 304,7 Millionen Ransomware-Angriffe – das entspri t 151 Prozent im Verglei zum Vorjahr. Das S ema ist bei allen glei . Der S ädling agiert erst einmal im Hintergrund und vers lüsselt heimli die Nutzerdaten. Dann startet er den Sperrme anismus, und die Erpresser melden si per Bilds irmna ri t. Die Drohung: Nur, wenn Geld fließt, lasse si der Computer wieder nutzen beziehungsweise die vers lüsselten Daten wieder abrufen. Aber wie s affen es Viren, Trojaner und andere S ädlinge überhaupt, auf einen Windows-Computer zu gelangen? Dazu nutzen sie vers iedene Einfallstore:

Una tsame Installation von Software: Meist finden S ädlinge dur Fahrlässigkeit ihren Weg auf den Computer. Etwa dadur , dass Nutzer Programme von unbekannten Internetseiten installieren. Dabei besteht immer das Risiko, dass diese Programme verste te S adsoftware beinhalten – die dann sozusagen Hu epa mitinstalliert wird.

Verseu te Internetseiten: Man mal rei t ein (versehentli er) Besu einer dubiosen Internetseite, und Cyber-Gangster s leusen S ädlinge auf den PC ein. Diese „Drive-by-Downloads“ nutzen Si-erheitslü en in Browsern. Dabei tarnt si zum Beispiel ein Virus als Bild. Beim Versu , das Bild darzustellen, führt der Browser das S adprogramm aus.

Sicerheitslü en in Programmen: Aktuelle Betriebssysteme und Programme sind so komplex, dass es bei der Programmierung nahezu unmögli ist, keine Fehler zu ma en. Angreifer nutzen sol e Si- erheitslü en im Programmcode, um S ädlinge übers Internet auf Computer zu s leusen und dort zu starten.

Der umsi tige Umgang mit E-Mails und darin enthaltenen Links sowie dubiosen Internetseiten dur die Nutzer stellt dabei die erste Verteidigungslinie dar. Antiviren- Programme erweitern den S utz, indem sie die Nutzer dur Erkennung, Meldung und Entfernung von Gefahren unterstützten. Entde en sie eine gefährli e Datei, zeigen sie eine Warnmeldung und ma en den Eindringli uns ädli . Damit kein Virus dur ruts t, müssen die S utzprogramm- Anbieter permanent am Ball bleiben. Neuentwi elte S ädlinge gilt es mögli st vor einer massenhaften Verbreitung aufzuspüren und s on im Vorfeld abzufangen.

Fünf mit perfektem Schutz

Wie gut erledigen Antiviren-Programme diese Aufgabe? Um das herauszufinden, hat IMTEST in Kooperation mit Si erheitspartner AV-Test über se s Monate lang alle Waffen auf die S utzprogramme abges ossen, die au zum Arsenal von Cyber-Kriminellen gehören: beispielsweise Zero-Day Malware (aktuelle Bedrohungen), Drive-by-Atta en (Viren, die auf Internetseiten lauern), Downloads von Webseiten, Angriffe über verseu te E-Mails und vieles mehr. Das Ergebnis: Hundertprozentigen S utz boten immerhin fünf der zehn untersu ten Produkte: Kaspersky Total Security, Bitdefender Total Security, Norton Life- Lo 360 Premium, Avast One sowie AVG Ultimate. Der Windows Defender, G Data Total Security und F-Secure Total erzielten bei der „S utzleistung“ zwar ebenfalls die Note „sehr gut“, ließen aber im Laufe der Monate den einen oder anderen S ädling passieren. S lussli ter in Sa en Virenerkennung waren Avira Prime und Eset Smart Security Premium, die vor allem im Langzeittest keine gute Figur abgaben.

MOBIL- SCHUTZ

Das Thema Si erheit steht beim Handykauf bei den meisten ni t oben auf dem Zettel. Ein Fehler. S ließli stellt das Smartphone für viele das Zentrum ihres digitalen Lebens dar. Passwörter, Anmeldedaten, Kontakte, Fotos – es spei ert jede Menge s ützenswerter Daten. Genau die sind in Gefahr.

Google-eigenes Programm löchrig

Aufgrund der Marktdominanz ist vor allem das Google-Betriebssystem Android für Cyberkriminelle ein lohnendes Ziel, entspre end ho ist die Anzahl an Viren, Ha s und Trojanern. Experten s ätzen, dass si die Anzahl an S ädlingen inzwis en auf über 30 Millionen summiert. Dazu verste en si Malware zunehmend in Apps, davon kursieren mittlerweile um die 20 Millionen. Zwar gab es in der Vergangenheit au auf dem iPhone immer wieder Si erheitsvorfälle, do die lassen si an zwei Händen aufzählen. Dazu kommt, dass Apple und Google ihre Betriebssysteme sehr unters iedli ausgelegt haben. Apple hat iOS größtenteils abges ottet, kaum konfigurierbar gestaltet und nur wenige S nittstellen geöffnet.

Im Gegensatz dazu hat Google Android auf maximale Transparenz und Flexibilität getrimmt. Das ma t die Smartphones angreifbarer. Au in Sa en Update- Politik sind die Unters iede eklatant: iPhones versorgt Apple in der Regel fünf Jahre mit neuen Updates. Bei Android gibt es – abhängig vom Hersteller – mitunter s on na etwa zwei Jahren keine Aktualisierungen und damit au keine Si erheitsupdates mehr. Für viele Besitzer ist das aber kein Grund, ihr Gerät dur ein neues zu ersetzen. Folgli groß ist Fragmentierung bei den Android-Versionen. Das aktuelle Android 11 läuft nur auf sehr wenigen Geräten, die meisten nutzen no die veralteten Versionen Android 9 und 8. Google kennt die Problematik und verspri t mit dem hauseigenen „Play Protect“ kostenlosen Virens utz. Inzwis en läuft das Programm auf jedem neueren Android-System ab Werk. Auf den Google-eigenen S utz können si Nutzer allerdings ni t verlassen.

Test mit Tausenden Schädlingen

Das hat IMTEST in Kooperation mit Si- erheitspartner AV-TEST aufgede t. Dazu malträtierten die Experten diverse Si erheitslösungen mit Tausenden infizierten Apps. Das ernü ternde Ergebnis: Play Protect entde te ledigli 58 Prozent der aktuellen S ädlinge. Bedeutet im Umkehrs luss: 1.328 von 3.185 durften passieren und S aden anri ten. Mit 61 Prozent war die Erkennungsrate bei weit verbreiten S ädlingen ebenfalls s le t, PlayProtect erkannt von 2.509 nur 983. Bewertung: Ungenügend! Außerdem fehlen Si erheitsfunktionen wie ein Browser- S utz, Erkennung von unsi eren Netzwerken sowie VPN zum si eren Surfen. Mit perfektem S utz s nitten dagegen sämtli e Si erheitsapps der großen Hersteller wie Bitdefender, Kaspersky, Avast, Norton, G Data, AVG und F-Secure ab, die au in den getesteten Antiviren-Suiten enthalten sind.

W11: Kein besserer Virens utz

Sämtliche Tests führte AV-TEST auf Windows-10-PCs durch. Doch was ist mit dem neuen Windows 11? Das erklärt Andreas Marx im Interview.

Lassen sich die Ergebnisse der Tests auf Windows 11 übertragen? Ja, denn Windows 10 und Windows 11 sind sehr eng verwandt. Die Schutzwirkung (Erkennungsrate) und die Benutzbarkeit (Fehlalarme) der Produkte bewegen sich unter Windows 10 und 11 auf dem gleichen Niveau. Allein in Sachen Leistung kann es leichte Unterschiede geben. Hier ist noch nicht klar, ob es an den Sicherheitsprodukten oder an Windows 11 liegt. Ich denke, hier werden wir noch die eine oder andere Verbesserung sehen.

Ist Windows 11 generell sicherer als Windows 10?

Windows 11 ist im Vergleich zu Windows 10 tatsächlich sicherer geworden. Das liegt unter anderem auch an den strikteren Hardware-Voraussetzungen, die nach neueren und damit sichereren PC-Bauteilen verlangen. Das neue Sicherheitskonzept greift aber nur bedingt beim Virenschutz:

Unsichere Mailanhänge lassen sich noch genauso einfach per Doppelklick öffnen wie bei älteren Windows-Versionen.

Welche Sicherheits-Trends erwarten Sie für 2022?

An der Virenfront wird es sicherlich nicht langweilig werden. Aktuell entdecken wir fünf neue Schadprogramme pro Sekunde, das sind knapp 450.000 neue Varianten pro Tag.

Der Trend geht dabei eindeutig immer weiter zu Ransomware. Regelmäßige Sicherheitskopien aller Daten sind daher wichtiger als zuvor – egal, ob auf einer externen Festplatte oder in der Cloud. Wichtig ist, die Festplatte nach dem Back-up zu trennen und sich vom Cloud-Dienst abzumelden. Denn sonst kann die Malware auch hier zuschlagen.

Welche Antiviren-Lösung setzen Sie privat ein?

Ich habe zu Hause mehrere PCs mit Windows 11 laufen und möchte die Stärken und Schwächen der von uns getesteten Produkte gerne selbst kennen lernen. Daher nutze ich verschiedene Lösungen – natürlich nur jeweils eine pro Computer.

SICHERHEITS- OPTIONEN

Die Gret enfrage für Windows- Nutzer: Benötigt man überhaupt no ein zusätzli es Antiviren- Programm oder rei t der in Windows vorinstallierte Defender? S ließli ma t das Bordmittel in Sa en Virens utz s on seit Langem eine sehr gute Figur. So au in den zwis en Februar und Oktober 2021 mit einer nahezu hundertprozentigen Erkennungsrate (Note 1,1). Ein weiterer Vorteil des Defender ist, dass er fester Bestandteil von Windows ist und im Gegensatz zu vielen anderen Gratislösungen ni t mit Werbung und anderen Meldungen nervt. Wer also seinen PC in erster Linie vor Infektionen mit Trojanern, Würmern und anderen S ädlingen s ützen mö te, ma t mit dem Defender ni ts fals .

Was dem Defender fehlt

Zu einem rundum guten Antiviren-Programm gehört allerdings mehr als nur ein Basiss utz gegen Eindringlinge. Und hier hapert es beim Defender an mehreren Stellen. Hier einige Beispiele:

Kein umfassender Browsers utz: Der „Smartscreen-Filter“ des Defenders warnt vor betrügeris en Internetseiten, die Ihnen geheime Anmeldedaten entlo en sollen, sogenannten Phishing-Seiten. Ebenso s lägt er Alarm, wenn si auf einer Internetseite S ädlinge verste en, die Ihren Computer angreifen wollen. Aber: Es überwa t nur den hauseigenen Edge-Browser. Wer Chrome oder Firefox einsetzt, surft weitgehend unges ützt.

Joachim Wagner Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

»CYBERANGRIFFE KÖNNEN JEDEN TREFFEN. UMSO WICHTIGER IST ES, SICH ANGEMESSEN ZU SCHÜTZEN!«

Kein VPN: Eines der wi tigsten Bollwerke gegen Ha er und Datens nüffler ist der Einsatz eines „Virtual Private Networks“, kurz VPN. So ein Programm baut auf Knopfdru einen extra gesi erten Datentunnel zum Server des VPN-Anbieters auf, der alle Ihre Ausflüge ins Internet anonymisiert und verhindert, dass Sie Spuren hinterlassen.

Kein Scutz fürs Online- Banking: Alle Antiviren-Suiten bieten spezielle Funktionen für Online-Banking und si eres Bezahlen. Dabei handelt es si etwa um ein speziell auf Si erheit getrimmte, abges irmte Browser. So lassen si beispielsweise keine Erweiterungen hinzufügen, die potenziell Si erheitslü-en aufweisen können. Beliebte Betrugsmas en wie Phishing, Auskunds aften von Anmeldedaten per Trojaner und andere S ädlinge haben so s le te Karten.

Keine Rundum-Untersu- ung: Neben S ädlingen selbst können au andere Dinge Computer angreifbar ma en. Gute Antiviren-Suiten analysieren das System daher ni t auf Viren, sondern ebenfalls auf fehlende Windows-und Programm-Updates sowie s wa e Passwörter, etwa für Windows-Konten und WLAN-Netzwerke.

Kein Webcam-S utz: Ein Trojaner rei t, und s on wird die Webcam am Computer zum Spion für Cybergangster. Gute Internet-Security-Suiten verhindern aktiv den unerlaubten Zugriff von Programmen auf die Webcam. Andersherum ausgedrü t: Sie müssen erst per Kli zulassen, dass ein Programm auf die Webcam zugreifen darf.

Scützt nur den PC: Der Defender kümmert si nur um Windows und si ert keine anderen Geräte wie das Smartphone oder das Heimnetzwerk.

Undurchsichtige Preispolitik

Die Preise für Antiviren-Suiten s wanken sehr stark. Si er ist eines: Die „unverbindli e Preisempfehlung“ des Herstellers muss niemand bezahlen – ni t einmal im Shop des Herstellers. Denn au dort gibt es nur no „Strei preise“ die bis zu 70 Prozent unterm Normalpreis liegen. Was zunä st wie eine gute Na ri t klingt, kann si aber au zum Na teil entwi- eln. Grund: Der Preis, den Nutzer bezahlen, bere tigt meist nur zur einjährigen Nutzung des Programms. Damit aber na einem Jahr der S utz ni t verloren geht, aktivieren die Hersteller oft bei Installation eine automatis e Abo-Verlängerung. Das lässt si – au na trägli – natürli wieder abs alten, aber man muss es zumindest wissen. Denn die automatis e Verlängerung kann dazu führen, dass fürs zweite Jahr dann plötzli der sehr viel höhere Normalpreis fällig wird, Beispiel Norton 360 Deluxe: Zum Testzeitpunkt kostete die ein Jahr gültige Lizenz für fünf Geräte nur 19,99 Euro statt der normalen 95,99 Euro (siehe Foto oben). Der Normalpreis wird aber spätestens dann fällig, wenn das Abo na einem Jahr verlängert wird. Ob er dann 95, 15 oder gar 150 Euro beträgt, kann jetzt niemand si er sagen.