Weiterlesen mit NEWS. Jetzt testen.
Lesezeit ca. 7 Min.

DER CANNABIS-CODE


HÖRZU Wissen - epaper ⋅ Ausgabe 2/2019 vom 21.03.2019

Gefährliche Droge oder Wunderkraut? In Kanada werden Produkte aus derHANFPFLANZE bereits industriell hergestellt. Bald auch bei uns – als Medizin


Artikelbild für den Artikel "DER CANNABIS-CODE" aus der Ausgabe 2/2019 von HÖRZU Wissen. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: HÖRZU Wissen, Ausgabe 2/2019

BIOCHEMIE Die verschiedenen Wirkstoffe der Hanfpflanze werden Cannabinoide genannt


MASSENANBAU In kanadischen Gewächshäusern wächst Cannabis für den legalen Weltmarkt


11 MILLIARDEN
Dollar setzte die Cannabisindustrie 2018 in den USA um.

ANZUCHT Geklonte Ableger wachsen in Nährböden heran


AUFSICHT Licht, Luft und Nässe werden ständig kontrolliert


ÜBERBLICK Glasdächer lassen Sonnenlicht durch, zusätzlich gibt’s spezielle Kunstbeleuchtung


Weiterlesen
epaper-Einzelheft 2,99€
NEWS 30 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von HÖRZU Wissen. Alle Rechte vorbehalten.
Lesen Sie jetzt diesen Artikel und viele weitere spannende Reportagen, Interviews, Hintergrundberichte, Kommentare und mehr aus über 1000 Magazinen und Zeitungen. Mit der Zeitschriften-Flatrate NEWS von United Kiosk können Sie nicht nur in den aktuellen Ausgaben, sondern auch in Sonderheften und im umfassenden Archiv der Titel stöbern und nach Ihren Themen und Interessensgebieten suchen. Neben der großen Auswahl und dem einfachen Zugriff auf das aktuelle Wissen der Welt profitieren Sie unter anderem von diesen fünf Vorteilen:

  • Schwerpunkt auf deutschsprachige Magazine
  • Papier sparen & Umwelt schonen
  • Nur bei uns: Leselisten (wie Playlists)
  • Zertifizierte Sicherheit
  • Freundlicher Service
Erfahren Sie hier mehr über United Kiosk NEWS.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 2/2019 von KAUM ZU GLAUBEN: Der LEICHTESTE VOGEL der Welt. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
KAUM ZU GLAUBEN: Der LEICHTESTE VOGEL der Welt
Titelbild der Ausgabe 2/2019 von AUGENBLICKE: Eiserne Lady im Einsatz. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
AUGENBLICKE: Eiserne Lady im Einsatz
Titelbild der Ausgabe 2/2019 von FRAGEN & ANTWORTEN: Können FLUGZEUGE vom BLITZ getroffen werden?. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
FRAGEN & ANTWORTEN: Können FLUGZEUGE vom BLITZ getroffen werden?
Titelbild der Ausgabe 2/2019 von So läuft der Verkehr von morgen: MOBILITÄT. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
So läuft der Verkehr von morgen: MOBILITÄT
Titelbild der Ausgabe 2/2019 von GLEITER DER MEERE. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
GLEITER DER MEERE
Titelbild der Ausgabe 2/2019 von Das Wunder von: FLORENZ. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Das Wunder von: FLORENZ
Vorheriger Artikel
Das Wunder von: FLORENZ
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel Wie geht es dir, deutscher WALD?
aus dieser Ausgabe


27,2 PROZENT
aller Erwachsenen haben schon einmal Cannabis konsumiert.

Das Blatt ist schmal, sein Rand gezackt. Grüne Blütenknäuel sprießen an der Spitze der Pflanze. Kein Zweifel: Hier wächst Cannabis, kurz Hanf genannt. Nicht etwa in einem schmuddeligen Hinterhof oder in einem versteckten Gewächshaus, sondern in einer gigantischen Fabrik in Kanada. Allein das „Delta 3 Greenhouse“ im Südwesten von British Columbia darf Cannabis auf 100.000 Quadratmetern anbauen – eine Fläche so groß wie 14 Fußballfelder. Dort wird vollautomatisch geerntet, getrocknet und verpackt. Dank günstigem Klima und zusätzlichem Kunstlicht in den Hallen sind mehr als 85 Ernten pro Jahr möglich. Und die Pläne des Betreibers Emerald Health gehen noch weiter: Auf die vierfache Fläche soll die Produktion erweitert werden. Dabei ist Emerald nur eines von mehr als 100 kanadischen Unternehmen, die Cannabis für den legalen Handel liefern – und auch nach Deutschland exportieren.

EIN GIGANTISCHER MARKT

Die Forschung rund um den vor allem als Rauschmittel bekannten Hanf boomt. Weltweit laufen in Instituten und Firmen Untersuchungen zur medizinischen Wirksamkeit, zu Nutzen und Risiken, zur kontrollierten Produktion. Im Juni 2018 trafen sich internationale Experten zum Welt-Cannabis-Kongress im kanadischen Saint John, das nächste Treffen ist vom 16. bis 18. Juni 2019 geplant. Längst ist ein neuer Wirtschaftszweig entstanden. Experten schätzen, dass die Cannabisindustrie 2018 allein in den USA elf Milliarden Dollar Umsatz machte, bis zum Jahr 2030 könnte er auf 75 Milliarden Dollar steigen. Tabakriesen wie Altria (Marlboro) und US-Brauereien wie Constellation Brands (Corona) investieren in Hanf-Unternehmen. Medikamente, Haschlimo, Bonbons, Cannabiskapseln für Kaffeemaschinen – nichts scheint unmöglich.

AUSWAHL Im Labor sortieren Arbeiter die geernteten Blüten


FLIESSBAND Die Blüten sind fertig getrocknet und zurechtgeschnitten


In Kanada sind Cannabisprodukte für medizinische Zwecke etwa bei Schmerztherapien schon seit 2001 zugelassen, im Oktober 2018 erfolgte zudem die Freigabe als Genussmittel. Unter strengen Auflagen. Keine Abgabe an Jugendliche, höchstens 30 Gramm für den persönlichen Besitz. Der Verkauf erfolgt über autorisierte Fachgeschäfte oder offizielle Internetportale. Auch in einigen US-Bundesstaaten wie Colorado, Oregon, Washington, Alaska, Nevada und Kalifornien ist Cannabis legal erhältlich.

Allerdings lässt sich die rechtliche Lage in Nordamerika nicht mit der in Deutschland vergleichen. Wer die Pflanze hierzulande anbaut, besitzt, verkauft oder abgibt, verstößt gegen das Betäubungsmittelgesetz (BtMG). Die Anlage zu § 1 listet explizit Cannabis und seine Pflanzenteile auf, § 29 regelt den Straftatbestand und mögliche Freiheitsstrafen. „Cannabiskonsum ist und bleibt ein Thema, sowohl bei den Jugendlichen als auch bei den Erwachsenen. Das ist keine gute Entwicklung“, sagt Marlene Mortler, die Drogenbeauftragte der Bundesregierung. „Daher werden wir ab 2019 eine halbe Million Euro mehr für den Ausbau einer bundesweiten Cannabisprävention mit dem starken Fokus auf Schulen in die Hand nehmen. Damit machen wir klar und deutlich: ‚Cannabis kann abhängig machen, ist nicht harmlos und hip, sondern eine Droge mit immensen gesundheitlichen Nebenwirkungen.‘“ Laut Drogen- und Suchtbericht 2018 haben 27,2 Prozent der Erwachsenen und 8,7 Prozent der Jugendlichen in Deutschland mindestens einmal in ihrem Leben Cannabis genommen.

HILFE FÜR SCHWERKRANKE

Vom privaten Konsum deutlich zu trennen ist der Einsatz für Schwerkranke. Im März 2017 trat das sogenannte „Cannabis als Medizin“-Gesetz in Kraft, einstimmig vom Bundestag beschlossen. Seitdem dürfen in begründeten Einzelfällen Cannabisarzneimittel verschrieben werden. Bedingungen dafür sind, dass nach Einschätzung des behandelnden Arztes diese Mittel den Krankheitsverlauf spürbar positiv beeinflussen oder dessen Symptome lindern, keine bessere Alternative existiert und die Krankenkasse den Einsatz genehmigt.

Das ist etwa der Fall bei Multipler Sklerose (MS), chronischen Schmerzen, Muskelspastiken oder Begleiterscheinungen einer Chemotherapie. Krankenkassen können die Kosten sowohl für Fertigarzneimittel auf Cannabisbasis als auch für getrocknete Blüten übernehmen. Bisher lehnten die Kassen jedoch rund 60 Prozent der Anträge ab.

Wird das Cannabis bewilligt, erhält der Patient Importware, etwa aus Kanada. Oder aus den Niederlanden, die bis zu 1,5 Tonnen jährlich liefern. Zukünftig soll auch in Deutschland ein staatlich kontrollierter Anbau für medizinische Zwecke möglich sein, zunächst mit einem Gesamtvolumen von 10.400 Kilo, verteilt auf vier Jahre mit je 2600 Kilo. Mehr als 100 Unternehmen haben dazu Anträge bei der Cannabisagentur des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gestellt. Voraussichtlich ab 2020 könnte es dann Produkte aus heimischem Hanf geben.

Trotz dieser Entwicklung stehen sich Befürworter und Kritiker noch immer unerbittlich gegenüber. Ist Cannabis eine Wunderblüte oder ein Teufelskraut? Heilpflanze oder gefährliches Rauschmittel? Um diese Frage zu beantworten, erstellte ein Team der Universität Bremen im Auftrag der Techniker Krankenkasse den Cannabis-Report 2018. „Die Studienlage ist eher enttäuschend“, fasst Prof. Gerd Glaeske, Pharmakologe an der Universität Bremen, zusammen. „Die Hoffnungen, die man an das Cannabis hat, sind sicherlich in einzelnen Fällen berechtigt, aber grundsätzlich sind doch mehr Zweifel da, als dass man eine bestimmte Evidenz hat. In der Schmerztherapie sieht es noch am günstigsten aus.“ Dagegen verweisen andere Pharmakologen wie Dr. Nils Rehmann auf eine „Unmenge wissenschaftlicher Studien“ zur Wirksamkeit von Cannabis. Und Ärzte wie Prof. Marek Jauß vom Ökumenischen Hainich Klinikum Mühlhausen berichten von positiven Erfahrungen beim kontrollierten Einsatz für Schmerzpatienten.

ENDKONTROLLE Das Cannabis ist bereit fürs Verpacken


HANDELSGUT In Plastik verpackt landet Cannabis in Kanadas Shops


Trockenblüten gibt es etwa für Schmerzpatienten auf Rezept


Gelkapseln enthalten den Cannabiswirkstoff CBD und gelten als Nahrungsergänzungsmittel


Mundsprays werden etwa bei Multipler Sklerose verschrieben


2600 KILO
Cannabis dürfen pro Jahr in Deutschland produziert werden.

URALTES HEILMITTEL

Fest steht: Schon vor Jahrhunderten wurde Cannabis in China als Heilmittel eingesetzt. In der europäischen Medizin verbreitete es sich im 19. Jahrhundert, galt damals als probates Mittel gegen Schlaflosigkeit, Migräne und Muskelkrämpfe und war in jeder gut sortierten Apotheke frei erhältlich. Die Pflanze selbst stammt vermutlich aus Zentralasien und zählt zu den ältesten Kulturpflanzen der Erde. Heute wächst sie weltweit in gemäßigten bis tropischen Zonen. Cannabis ist getrenntgeschlechtig, das heißt männliche und weibliche Blüten sitzen in der Regel auf unterschiedlichen Pflanzen und sehen auch verschieden aus. Für den Einsatz in der Medizin sind vor allem die weiblichen Blütenstände von Bedeutung. Sie wachsen knäuelig, oft zu zweien, in den Blattachseln der Tragblätter.

Und als Rauschmittel? Die getrocknete Mischung aus Blüten und unbefruchteten weiblichen Blütenständen wird zu Marihuana verarbeitet, aus dem gepressten Harz der Pflanzenteile gewinnt man Haschisch. Verantwortlich für die Wirkung sind spezielle Inhaltsstoffe, die Forscher als Cannabinoide bezeichnen. Mehr als 100 sind bislang bekannt und analysiert, allen voran Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD).

CBD hat keinerlei berauschende oder psychoaktive Wirkung und fällt damit auch nicht unter das Betäubungsmittelgesetz. Laut verschiedener Studien soll es Krämpfe lösen, Entzündungen hemmen und den Brechreiz mindern, etwa bei Chemotherapien. CBD wird meist als frei verkäufliches Nahrungsergänzungsmittel in Tropfenform oder als Gelkapseln angeboten. THC hingegen sorgt für die bekannten Rauschzustände, wirkt dabei entspannend und beruhigend, soll Schmerzen lindern, gegen Übelkeit und Brechreiz helfen. Bei der Rauschwirkung von Cannabis kommt es deshalb auf den THC-Gehalt an. Nutzhanf, der Naturfasern auch für Bekleidung liefert, hat einen pharmakologisch unwirksamen THC-Gehalt von unter einem Prozent.

SICHERHEIT Die fertige Ware lagert zunächst im Tresorraum


HYGIENE Schutzanzug und Maske sind Pflicht in Kanadas Laboren


Der offizielle Drogen- und Suchtbericht 2018 verweist darauf, dass der THC-Gehalt von Cannabisblüten mit durchschnittlich 13,1 Prozent in Deutschland einen neuen Höchststand erreicht hat. Möglich ist das durch gezielte Auswahl bei der Züchtung. Erst in den 1990er-Jahren entschlüsselten Forscher, warum diese Cannabinoide auf den menschlichen Körper wirken. Sie entdeckten das sogenannte Endocannabinoid-System. Vor allem in den Nervenzellen sitzen spezielle Rezeptoren – ein körpereigenes biochemisches System, an dem die Wirkstoffe der Pflanze andocken können.

LÜCKENLOSE KONTROLLE

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte verlangt „Medizinal-Cannabisblüten und Cannabisextrakt in pharmazeutischer Qualität“. Wie das zu erreichen ist, zeigt wieder das Beispiel Kanada. In den Aufzuchtstationen von Emerald Health werden verschiedene Cannabissorten geklont. Laboranten nehmen ausgewählte Mutterpflanzen und sortieren die Ableger nach ihrem THC- und CBD-Gehalt. Über die Wachstumsbedingungen muss absolute Kontrolle herrschen: Die Lichtintensität wird durch Hochdruck-Entladungslampen reguliert, der Boden ist dampfsterilisiert. Luftfeuchtigkeit, Wasserzufuhr, Nährstoffe – alles wird exakt gesteuert, um einheitliche Produkte in pharmazeutischer Qualität herzustellen. Das ist nur in Hightech-Gewächshäusern wie dem „Delta 3 Greenhouse“ möglich. Anbau auf freiem Feld? Zu unberechenbar. Nach der Ernte werden die Blüten in einem automatischen Prozess sieben bis zehn Tage lang getrocknet. Eine weitere Woche vergeht mit Aushärtung, bis der ideale Feuchtigkeitsgehalt von zehn bis zwölf Prozent erreicht ist. Das Ergebnis sind Cannabisprodukte, die Industriestandards entsprechen und deren jeweiliger Wirkstoffgehalt für verschiedene Anwendungen kalkulierbar ist.

Solche Fertigungsprozesse sind auch in Deutschland geplant. Die kanadische Wayland Group etwa rüstet dazu in Ebersbach nördlich von Dresden einen ehemaligen Schlachthof um. Streng bewacht und abgeschottet könnte hier in Zukunft medizinisch wirksames Cannabis angebaut und verarbeitet werden. „Die vorhandenen Räumlichkeiten mit ihrer gleichbleibenden Temperatur eignen sich ideal zum gesicherten Indoor-Anbau, der beim Medizinalhanf vorgeschrieben ist“, sagt Europa-Geschäftsführer Morten Brandt. Den Zuschlag erteilt die staatliche Cannabisagentur, zunächst für jeweils 200 Kilo Jahresmenge pro Bewerber. „Wir werfen sehr viel Erfahrung mit medizinischem Cannabis aus Kanada in die Waagschale und sind sehr zuversichtlich, bei der Vergabe berücksichtigt zu werden“, sagt Morten Brandt. Eine offizielle Entscheidung wird für April 2019 erwartet. Solange noch keine Ernte in Deutschland stattfinden kann, erfolgt die Versorgung der betroffenen Patientinnen und Patienten weiter über Importe.

RAUSCHFREIER HANF

Ganz anders ist die Situation beim Nutzhanf. Der wächst bereits auf deutschen Feldern, zum Beispiel rund 60 Kilometer von Ebersbach entfernt. Die Wayland-Tochterfirma Mariplant testet dort auf 165 Hektar Ackerfläche fünf verschiedene Cannabissorten, die hauptsächlich den Wirkstoff Cannabidiol (CBD) enthalten. Höchstens 0,2 Prozent Tetrahydrocannabinol (THC) sind erlaubt. Berauschende Wirkung? Gleich null. Das im Freiland angepflanzte und ähnlich wie Getreide mit umgerüsteten Mähdreschern geerntete Cannabis wird lediglich für Nahrungsergänzungsmittel genutzt.

FELDFORSCHUNG In Sachsen wächst Nutzhanf


FOTOS: S. 34 – 35: SOJKA/DPA PICTURE-ALLIANCE, ALANA PATERSON/THE NEW YORK TIMES/REDUX/LAIF, PETRUSHENKO/ SHUTTERSTOCK; S. 36 – 37: ALANA PATERSON/THE NEW YORK TIMES/REDUX/LAIF; S. 38 – 39: ALANA PATERSON/THE NEW YORK TIMES/REDUX/LAIF (4), PFÖRTNER/WOITAS/DPA PICTURE-ALLIANCE, THOMAS/SCIENCE PHOTO LIBRARY, WAYLAND