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Der Fair-Fashion-Guide


myself - epaper ⋅ Ausgabe 4/2019 vom 13.03.2019

Nichts verschwenden, verantwortungsvoll handeln: Ja, auch Modefirmen denken um


1 Slow down

Modejournalistin Christine Korte und Stylistin Nicole Schneider befassen sich in ihrem Online-MagazinLessafair.com vor allem mit Entschleunigung. Auch zum Thema Mode geben die beiden inspirierende Eindrücke.

2 Anti-Fast-Fashion

Artikelbild für den Artikel "Der Fair-Fashion-Guide" aus der Ausgabe 4/2019 von myself. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: myself, Ausgabe 4/2019

Lucinda Chambers, lange Jahre Modechefin der britischenVogue , hat dem Magazin den Rücken gekehrt. Gemeinsam mit Molly Molloy und Kristin Forss von Marni gründete sie das Label Colville. Dem Trio gehe es nicht um Trends, sondern um Lieblingsstücke mit dem gewissen Twist. Rock über ...

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Lucinda Chambers, lange Jahre Modechefin der britischenVogue , hat dem Magazin den Rücken gekehrt. Gemeinsam mit Molly Molloy und Kristin Forss von Marni gründete sie das Label Colville. Dem Trio gehe es nicht um Trends, sondern um Lieblingsstücke mit dem gewissen Twist. Rock über Matchesfashion, 850 Euro.

3 Einmal und dann wieder

Brautkleid mit Spitze, 280 Euro.


Das Hochzeitskleid trägt man ein einziges Mal. Sorry, aber mit Nachhaltigkeit hat das wenig zu tun. Ivy & Oak will, dass das Teil keinOne Hit Wonder bleibt. Ihre traumhaften Kleider werden aus Restbeständen hergestellt, zudem bieten die Berliner Zweiteiler an, die man neu kombiniert auch nach der Hochzeit noch gut anziehen kann.

4 Richtungswechsel

Neben der nachhaltigen „Committed Collection”, die Mango seit 2017 führt, kommt es der Modekette nun auch in der Hauptkollektion auf Langlebigkeit an: mit dezenten Farben und reduzierten Designs, an denen man sich nicht so schnell sattsieht. Bestes Beispiel: die klassischen Lederpumps (o.), 60 Euro.

5Stil-Stars

Streetstyle-Größen wie Lucy Williams (siehe unten) und andere Modeprofis bieten auf der Online-Plattform „The Resolution Store” jetzt ihre ehemaligen Lieblingsstücke zum Verkauf an. Nachteil: Bei den Sales muss man schnell sein.

Das Paillettenkleid wurde aus 70 PET-Flaschen hergestellt.


6 Die neuen Grünen

Ann-Sofie Johansson
Creative Advisor H & M


Was will H & M mit derConscious Exclusive”-Kollektion erreichen?
Nachhaltige Mode für so viele Leute wie möglich zugänglich machen.
Was sind die vielversprechendsten Materialien dieser Saison?
Auf jeden Fall Piñatex, eine tolle Alternative zu Leder, die aus Ananasblättern gewonnen wird. Aber auch Orange Fiber, ein seidenähnlicher Stoff aus den Schalen der Zitrusfrüchte.
Was tut die Firma für mehr Transparenz?
Aufhm.com hat der Kunde die Möglichkeit, detaillierte Infos über sein Produkt einzusehen, auch wo es produziert wurde. Ab April gilt das nicht nur für die „Conscious Exclusive”-Kollektion, sondern für das gesamte Sortiment.
Und was sind die langfristigen Ziele?
Ab nächstem Jahr wollen wir ausschließlich mit recycelter Baumwolle arbeiten. Und bis 2030 sogar zu hundert Prozent nachhaltige Materialien verwenden.

7 Für Einsteiger

Hannah Fenger und ihr Vater entwerfen mit ihrem Label Anfenger tolle Basics für alle, die sich für nachhaltige Mode interessieren. Ob T-Shirts, Cashmere-Pullover oder Schals – alles made in Germany.

8 Von Frauen für Frauen

Muschel-Schmuck von Wald Berlin wird ausschließlich von Müttern in Heimarbeit hergestellt. Armband, 150 Euro.

Die tollen Kreationen von Carcel (siehe oben) werden von Gefängnisinsassinnen in Cusco und Chiang Mai handgefertigt.
Hollywood-Schauspielerin und Aktivistin Robin Wright unterstützt mit der Sleepwear von Pour Les Femmes Frauen im Kongo.

9 Back to nature

Die Mode gibt sich in dieser Saison naturverbunden wie nie: Das dänische Label Ganni feiert mit seiner Kollektion Camping als ultimatives Naturerlebnis (Oberhemd links, 320 Euro, und Shorts, 280 Euro). Und Jack Wolfskin gilt schon lange als Pionier in Sachen Nachhaltigkeit. Seit diesem Jahr sind seine Sachen zu hundert Prozent frei von PFC-Schadstoffen (Jacke Mitte: 200 Euro).

10 Coaching

Der Fashion Council Germany hat ein neues Förderprogramm für den deutschen Design-Nachwuchs initiiert. Das „FCG German Sustain Concept” unterstützt auf Nachhaltigkeitsthemen fokussierte Talente über 24 Monate mit einem individuellen Coaching. Ziel ist dabei, die geförderten Designer und Labels erfolgreich im Markt zu etablieren. Die vier Gewinner in diesem Jahr sind Lara Krude (siehe oben), Often, Phylyda und Working Title.

11 Meerzweck

Wie das gute Gewissen nicht baden geht? Das weiß Bower. Das britische Swimwear-Label produziert ausschließlich in Europa und in kleinen Stückzahlen. Rosa Faia setzt sich mit dem Einteiler „Eco Rosa” gegen Plastikmüll in Ozeanen ein. Der Badeanzug (siehe unten) wird aus Econyl, recycelten „Geisternetzen”, hergestellt.

Bikini vonBower , ca. 175 Euro. Badeanzug vonRosa Faia , ca. 80 Euro.


FOTOS: RUPERT TAPPER, BRIX & MAAS

12 Spitzenplatz

Vestiaire Collective, die weltweit führende Online-Plattform für Luxus-Secondhand-Mode, hat kürzlich einen Report zum Verkaufsverhalten vorgestellt. Ein Ergebnis dabei: In Europa tragen die Deutschen ihre Stücke am längsten – und wenn sie sie verkaufen, dann nennt knapp ein Drittel nachhaltige Motive. Der beste Tag, um Gebrauchtes loszuwerden, sei übrigens der Sonntag. Und die begehrteste Brand? Chanel, natürlich.


FOTOS: SABRINA THEISSEN (1), THEURBANSPOTTER/BLAUBLUT-EDITION.COM (1)