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Der GLA wird erwachsen!


Auto Bild - epaper ⋅ Ausgabe 30/2019 vom 25.07.2019

Die zweite Generation des kleinen Stern-SUV soll mit mehr Platz & Komfort punkten. Sie startet Ende des Jahres


GLA ab Ende 2019

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Bildquelle: Auto Bild, Ausgabe 30/2019

Die hier gezeigten Bilder entstanden nach Insider-Informationen am Computer


FOTOMONTAGE: A. AVARVARII

DER GLA IST EINER, FÜR DEN SIE Mercedes beneiden. den. Zumindest bei BMW und Audi. Warum? Der kleine SUV besitzt erstens ein Format, das die Konkurrenten auch gerne im Angebot hätten. X1 und Q3 sind nämlich eine ganze Klasse größer mittlerweile. Und er verkauft sich richtig gut – ohne ein gutes Auto zu sein. Klein, eng, hart gefedert, der GLA ist keiner, der Vergleichstests ...

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DER GLA IST EINER, FÜR DEN SIE Mercedes beneiden. den. Zumindest bei BMW und Audi. Warum? Der kleine SUV besitzt erstens ein Format, das die Konkurrenten auch gerne im Angebot hätten. X1 und Q3 sind nämlich eine ganze Klasse größer mittlerweile. Und er verkauft sich richtig gut – ohne ein gutes Auto zu sein. Klein, eng, hart gefedert, der GLA ist keiner, der Vergleichstests gewinnen kann. Trotzdem gehört er gemeinsam mit seinen Technikbrüdern von A-Klasse bis CLA Shooting Brake zu den meistverkauften Kompakten der Welt, über 600 000 Einheiten bringt Mercedes jedes Jahr auf die Straßen.

Jetzt steht Generation zwei in den Startlöchern. Und wie schon bei der neuen A-Klasse bringt Mercedes konstruktiv eine Menge Verbesserungen mit. Da ist zunächst die verbesserte Plattform. Sie ermöglicht eine bessere Raumausnutzung, die beengten Platzverhältnisse auf der Rückbank sollen ebenso der Vergangenheit angehören wie der arg limitierte Kofferraum. Und das, obwohl sich an den Abmessungen nicht viel ändern soll. Es wird wohl wie gehabt bei etwa 4,40 Meter Länge bleiben. Was zum Generationswechsel bei den Kompakten dazugehört, ist auch ein spürbar bekömmlicheres Design – wie A-Klasse und CLA zeigen. Weniger Sicken, weniger Kanten, weniger glubschige Scheinwerfer und trotzdem mehr Charakter haben alle neuen Mini-Benze ins Blech gebügelt bekommen. Und das steht ihnen ziemlich gut. Für den GLA bedeutet das, dass er optisch erwachsen wird. Weniger verspielt als bisher, auch wenn er sich seinen ganz eigenen Charakter erhält. Die neue Kompakt-Plattform MFA2 bringt aber auch mehr Komfort – siehe A-Klasse. War die erste Generation noch zu sehr auf Dynamik getrimmt und nervte selbst mit verstellbaren Dämpfern mit zu viel Härte, sind die neuen Fahrwerke zwar grundsätzlich straff abgestimmt, bieten aber völlig ausreichenden Restkomfort. Auch der neue GLA soll keine Sänfte werden – vor jeder Bodenwelle zusammenzucken wie beim aktuellen Modell muss aber nicht mehr sein.

Und noch einen Vorteil bringt die neue technische Basis: Weil der damalige Entwicklungsvorstand und heutige Daimler-Boss Ola Källenius (50) die Veränderung unserer Mobilität vorhergesehen hat, berücksichtigt die neue Plattform sämtliche Antriebsoptionen vom Mildhybrid über den Plug-in-Hybrid bis zum reinen Elektroantrieb und sogar zur Brennstoffzelle.


Die neue Kompaktplattform Kompakt plattform ist fit für alle Antriebe – vom klassischen Verbrenner bis zum reinen Elektroauto


Beginnen wir mit den Verbrennern. Da stehen dem neuen GLA im Prinzip alle Benziner und Diesel aus der A-Klasse zur Verfügung. Heißt: Die Benziner wird es zwischen 109 PS (GLA 160) und 421 AMG-PS (GLA 45 S) geben, bei den Dieseln geht es wohl beim 180er mit 116 PS los und endet beim GLA 220 d mit 190 PS. Zudem ist ein Plug-in-Hybrid lieferbar, bei dem Mercedes den gemeinsam mit Renault genutzten 1,33-Liter-Benziner mit einem 102 PS starken Elektromotor kombiniert.

Das soll dank des 15 Kilowattstunden großen Akkus unter der Rückbank für gut 50 Kilometer rein elektrische Reichweite sorgen – ohne dass das Platzangebot leiden soll. Gleichzeitig wandert nämlich der Tank unter den Kofferraumboden, die speziell dafür modifizierte Bodengruppe bringt Technik und Komponenten auf ziemlich kleinem Platz unter. Am anderen Ende der Motorenpalette wartet ein GLA der besonderen Art: der GLA 55 AMG EQ Power +. Dieser noch nicht final bestätigte Überflieger bringt es in Verbindung mit einer 230 PS starken, elektrifizierten Hinterachse dem Vernehmen nach auf unglaubliche 639 PS.

Kommen wir zu den Elektromodellen. Denn den GLA wird es auch mit rein elektrischem Antrieb geben. Mit modifizierter Karosserie wird er zum EQA. Schon der Name zeigt, dass der kleine Bruder des bereits bekannten EQC ein Zwitter zwischen dem SUVigeren neuen GLA und der A-Klasse wird. Bei Mercedes reden sie davon, dass es künftig zwei verschiedene Leistungsstufen geben wird mit 204 PS und Frontantrieb sowie eine Allradvariante mit 380 PS und größerem Akku, der Reichweiten von bis zu 500 Kilometern ermöglicht. Was für ein Fortschritt, der EQC (408 PS) schafft mit seinem 80 kWh großen Akku nach der neuen WLTP-Verbrauchsnorm gerade einmal 390 Kilometer am Stück. Die kleinere EQAVersion schafft wohl um die 400 Kilometer mit einer Akkufüllung. Und klar, auch der EQA profitiert von allen Neuerungen der Kompaktplattform: mehr Komfort (hier ist der vergleichsweise schwere Akku tatsächlich von Vorteil), geringere Geräusche (nicht nur wegen des fehlenden Verbrenners, sondern auch wegen der besonders gründlichen Dämmung gegen Fahrwerks- und Windgeräusche), flauschige Federung und sämtliche Assistenzsysteme, die es auch in der größeren S-Klasse gibt. Dazu kommt die Weiterentwicklung des digitalen Cockpits mit der Sprachsteuerung „Hey Mercedes“, die bis zum Marktstart des Mercedes EQA 2021 ständig weiterentwickelt wird und bis dahin die nahezu vollständige Bedienung des Autos ermöglicht, ohne einen einzigen Knopf drücken zu müssen.

GLA Mehr Nutzen: niedrigere Ladekante, größerer Kofferraum


EQB EQB mit bis zu sieben Sitzen

Technisch im Prinzip ein großer GLA, mit Akkus bis zu 110 Kilowattstunden ein vollwertiges Elektroauto. Premiere noch 2020, wohl ab 50 000 Euro.

Der erste GLA hat es einem schwer gemacht, ihn zu mögen. Generation zwei wird erwachsen, ein echter Benz mit viel Komfort und hochwertiger Technik. Und später sogar als EQA ein E-Vorreiter

Und da die Technik schon einmal vorhanden ist, nutzt sie Mercedes auch gleich noch für die Elektrifizierung des größeren GLB. In der Basisversion verfügt der zwischen 600 und 700 Kilo schwere Akku über eine Kapazität von 60 kWh, er ist aber bis 110 kWh skalierbar und ermöglicht eine Reichweite von mindestens 400 Kilometern. Ein 204 PS starker Elektromotor treibt beim Basis-EQB die Vorderräder an, weitere Leistungsstufen von 272 und 340 PS stehen bereit. Darauf weisen zumindest die Bezeichnungen EQB 200, 250, 260, 300, 320, 350 und 360 hin, die sich Mercedes jüngst schützen ließ. Klingt nach ziemlich viel Aufwand und Risiko für die kleinen Hochsitze – wahrscheinlich ist Mercedes aber neben dem VW-Konzern mit seinem neuen Elektrobaukasten MEB der einzige Hersteller, der die richtigen Modelle im Programm hat, sobald die E-Mobilität wohl ab 2021 wirklich losgeht. Modelle, die die Konkurrenz wohl wieder neidisch werden lassen.