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Der große iPHONE -13-Test


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Computer Bild - epaper ⋅ Ausgabe 21/2021 vom 08.10.2021

Apple iPhones

Auf den ersten Blick ist Apples neue iPhone-13-Flotte kaum von der iPhone-12-Serie zu unterscheiden. Das spricht nicht gerade für eine revolutionäre Weiterentwicklung, und der eine oder andere Apple-Fan fragt sich sicher, ob es überhaupt ein 13er sein muss. Zumal Apple nur das 12 Pro aus dem Verkauf nimmt und iPhone 12 sowie 12 mini weiter zu reduzierten Preisen anbietet. COMPUTER BILD hat im umfangreichen Test aller aktuellen Modelle ganz genau hingeschaut: Was hat sich bei den neuen iPhones verändert? Und für wen sind die Vorgänger der bessere Kauf?

Keine Größen-Experimente

Neben dem kantigen Design bleiben auch die Größen der iPhone- 12-Serie beim iPhone 13 erhalten. Es gibt weiter drei Varianten:

Normalgröße (6,1 Zoll): Die haben iPhone 13, 13 Pro und iPhone 12. So passen die Geräte noch in die Hosentasche, bieten aber trotzdem einen angenehm großen Bildschirm für viele Inhalte. ...

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Bildquelle: Computer Bild, Ausgabe 21/2021

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... Die Bedienung mit einer Hand gelingt mit Einschränkungen.

Displays im Vergleich

Gemeinsam mit dem Akku gehört das Display wohl zu den wichtigsten Bauteilen eines phones. Auch hier bescheinigt das Testlabor allen iPhones der 12er- und 13er-Serie eine hohe Qualität – vor allem in zwei Punkten: Dank OLED-Technik sind die Kontraste überragend. überzeugt die natürliche Farbdar ­stellung. Im Android-Lager dagegen sind oft betont knallige Farben zu sehen. Das wirkt auf den ersten Blick zwar atemberaubend, liefert aber einen übertrieben gesättigten Farbeindruck, was die Beurteilung von Fotos erschwert. Im Test für den erweiterten Farbraum ermittelt das Labor auch, ob das Display spezielle Farben wie etwa ein neonoranges T-Shirt korrekt darstellt. Im sogenannten „sRGB-Farbraum“ gelingt das allen iPhone-12- und 13-Modellen exzellent, bei der Fotodarstellung im neueren „DCI-P3“-Farbraum noch nicht.

Für alle, die auf ihrem iPhone- Display auch draußen genug erkennen wollen – etwa beim Fotografieren im Sonnenschein – ist die Helligkeit wichtig. Hier gibt es deutliche Unterschiede. Die höchste Helligkeit erreichen mit über 1000 Candela je Quadratmeter die 13-Pro-Modelle, gefolgt vom iPhone 13 und 13 mini mit gut 800 Candela – die Vorjahresgeräte iPhone 12 und 12 mini sind mit nur gut 600 Candela an Sonnentagen weniger gut ablesbar.

Eine hohe Maximalhelligkeit ist auch für die Darstellung von HDR-Inhalten wie Fotos und Videos gefragt. Hier erreichen die iPhones starke Werte von rund 1200 Candela. Doch diese ist immer nur punktuell für kleine

ORIGINAL- GRÖSSE

Bildbereiche abrufbar und eben nur bei Fotos und Filmen im HDR-Format.

Kamera: 13 schlägt 12

Bei der Kamera hat Apple mit dem iPhone 13 an etlichen Stellen Verbesserungen eingebaut. So erben schon iPhone 13 und iPhone 13 mini einiges an Technik, die im Vorjahr noch den Pro- Modellen vorbehalten war – etwa die optische Bildstabilisierung mit der aufwendigen Sensorshift- Technik, bei der ein beweglicher Sensor Erschütterungen und Verwacklungen ausgleicht. Das war im Test bei der etwas besseren Videostabilisierung spürbar.

Außerdem erhält die Hauptkamera (normaler Weitwinkel) des iPhone 13 und 13 mini einen neuen, größeren Sensor mit einer Pixelgröße von 1,7 µm gegenüber 1,4 μm beim iPhone 12. Im Test war die Fotoqualität gegenüber den ohnehin schon guten iPhone-12-Kameras tatsächlich noch etwas besser.

Noch bessere Fotos machen die 13-Pro-Modelle. Dort hat Apple einen noch größeren Sensor (Pixelgröße 1,9 μm) verbaut, zudem haben diese Modelle eine lichtstärkere Blende. Und nur in den Pro-Modellen gibt es ein Tele-Objektiv mit dreifach optischer Vergrößerung. Wenig überraschend also, dass alle iPhones außer den Pro-Modellen im Zoom-Test mäßig abschnitten. Zudem spendiert Apple der Ultraweitwinkel-Linse im iPhone 13 Pro und 13 Pro Max einen Autofokus, der auf wenige Zentimeter Entfernung automatisch den Makromodus aktiviert. Dank des neuen A15-Bionic- Prozessors profitieren alle vier iPhone-13-Modelle von einer leistungsstärkeren Bildverarbeitung. Erst diese macht den neuen Kinomodus in der Kamera-App möglich – dabei legt das iPhone wie zuvor beim Porträt-Fotomodus jetzt auch in Filmen einen Unschärfe-Effekt auf den Bildbereich, der gerade nicht im Fokus ist. Damit wirken Videos natürlicher und stimmungsvoller.

Die künstliche Intelligenz erkennt dabei Gesichter, Tiere und bestimmte Objekte und legt den Fokus darauf – dreht sich jemand von der Kamera weg, wechselt der Fokus automatisch auf die Person in den Hintergrund. Spannend: Auch nachträglich lässt sich der Fokus noch wechseln. Dazu wählt der Nutzer in der Galerie einfach das Video und tippt auf „Bearbeiten“, danach ist in jeder Videoszene per Fingertipp ein Bereich scharfstellbar.

A15 Bionic: Temporekord!

Der A15 macht nicht nur bei Videos Freude: Er ist der schnellste Smartphone-Prozessor der Welt – iPhone 13 Pro und 13 Pro Max erreichen damit Rekordwerte beim Arbeitstempo. Die Besonderheit: In den Pro-Versionen arbeitet der A15 in einer speziellen Version mit fünf statt vier Grafikprozessor-Kernen. Bei reinen Grafiktests hängen 13 Pro und Pro Max die einfachen 13er-Modelle damit ab, bei normalen Aufgaben gibt es aber keinen Unterschied.

Trotz neuem Rekord: Der Tempovorsprung gegenüber iPhone 12 und 12 mini mit dem Vorgänger-Prozessor A14 Bionic ist gering, er liegt je nach Aufgabe zwischen 10 und 25 Prozent. Das Tempo allein ist somit kein Kaufgrund für die 13er-Serie.

5G und Wifi 6 an Bord

Egal ob 12 oder 13 – per 5G und Wifi 6 kommen alle iPhones im Test schnell ins Internet. Kleiner Vorteil der 13er-Modelle: Für Dual-SIM-Betrieb lassen sich jetzt auch zwei eSIMs verwenden. Derzeit benutzen die meisten Deutschen aber noch herkömmliche Plastik-SIMs.

[cj]

FAZIT

Für die neue iPhone-13-Serie gibt’s zwei Kaufargumente: zum einen die enorm verbesserte Akkulaufzeit schon beim „normalen“ iPhone 13. Zum anderen die bessere Fotoqualität – der Zoom in den 13-Pro-Modellen ist endlich brauchbar. Testsieger ist das iPhone 13 Pro Max mit der längsten Akkulaufzeit, die COMPU- TER BILD im aktuellen Verfahren bislang bei einem iPhone gemessen hat. Der Preis-Leistungs-Sieg aber geht ans iPhone 12 mini – es kostet weniger als die Hälfte des 13 Pro Max, bietet aber immer noch starke Technik im handlichen Paket.

iPhone 13 Pro / Pro Max

Die 13-Pro-Modelle kommen mit drei 12-Megapixel- Kameras: einer Hauptkamera (Sensorshift-Stabilisierung, Blende f/1.5), einem Ultraweitwinkel (Blende f/1.8, mit Makro) und einem Tele (3-fach optisch).

iPhone 13 / 13 mini

Den Basismodellen der neuen iPhone-Serie fehlt das Tele. Neben der Hauptkamera (Sensorshift-Stabilisierung, Blende f/1.6) gibt es eine Ultraweitwinkel-Kamera (Blende f/2.4), beide mit 12 Megapixeln.

KAMERAS BEIIM NACHTVERGLEICH

Ultraweitwinkel

Die Qualität ist sehr ähnlich. Am besten sieht das Stadtwappen am Bremer Hauptbahnhof auf dem 13 Pro aus, gefolgt von 13 mini, 12 Pro und 12 mini.

Normal

Die Hauptkamera liefert die besten Aufnahmen – auch bei Nacht. Wieder am besten: die Kamera des iPhone 13 Pro. Das 12 mini fällt am stärksten ab.

Zoomaufnahme

Die Bahnhofsfront erscheint beim 13 Pro am schärfsten, gefolgt vom 12 Pro, das das Bild künstlich aufhellt. Es folgen iPhone 13 mini und mit den wenigsten Details das 12 mini.

ZUBEHÖR & SPAR-TIPPS

Neues Apple Wallet Das Wallet (55 Euro) hält wie gehabt magnetisch an iPhone 12 oder 13. Neu: Es lässt sich wie AirTags orten und schlägt Alarm, wenn es abfällt.

Netzteil benötigt Das iPhone 13 kommt ohne Netzteil. Im Test war das Anker Powerport III Nano (20 Watt, 18 Euro) das beste USB-C-Netzteil für iPhones. Mehr Infos: www.cobi.de/12787

Günstiger mit Tarif

Bei Tarif-Bundles lohnt sich der Vergleich, denn die Netzbetreiber sind oft recht teuer. Ein günstiges Angebot von Sparhandy etwa finden Sie unter www.cobi.de/12786

TEST- SIEGER

1 APPLE iPHONE 13 PRO MAX Preis: 1829 Euro 1 (1 TB)

Fast 14 Stunden Ausdauer – mit dieser Akku-Leistung schlägt das iPhone 13 Pro Max nicht nur alle bisherigen iPhones um Längen. Zum Testsieg und zu Platz 1 in der Bestenliste verhilft dem dicken Brocken auch das tolle Display. Bewegte Inhalte zeigt es bei Bedarf ruckelfrei mit bis zu 120 Hertz. Die Kamera liefert auch bei wenig Licht gute Bilder, das neue Dreifach-Tele und die Ultraweitwinkel-Kamera mit Makro überzeugen.

+ Starke Akkulaufzeit, Kamera mit dreifachem optischem Zoom, enormes Tempo

- Groß, unhandlich und ungewohnt schwer

2 APPLE iPHONE 13 PRO Preis: 1729 Euro 1 (1 TB)

Das iPhone 13 Pro besticht mit seiner hochwertigen Verarbeitung und der edlen Optik des Edelstahlrahmens. Die drei Kameras ragen zwar etwas weit heraus, dafür überzeugten sie im Test mit ihrer Bildqualität – auch bei wenig Licht und beim Zoomen. Das Display ist sehr hell, es zeigt Bewegungen und Scrollen flüssig mit bis zu 120 Hertz an. Die Akkulaufzeit ist gut, liegt allerdings knapp unter der des normalen iPhone 13.

+ Sehr hohes Arbeitstempo, starke Triple-Kamera plus Makro-Funktion

- Akku etwas schwächer als beim Max, Laufzeit ist aber dennoch gut

iPHONES IM VERGLEICH

3 APPLE iPHONE 13 Preis: 1249 Euro 1 (512 GB)

Gegenüber dem Vorgänger hat Apple beim iPhone 13 genau die richtigen Punkte verbessert: So macht die Hauptkamera ähnlich gute Bilder wie im Vorjahr das 12 Pro Max, das Display ist endlich richtig hell – und bei der Akkulaufzeit hat das iPhone 13 einen großen Sprung gemacht, es ist sogar besser als das 13 Pro. Leider fehlt weiter eine eigene Telelinse. Und das 120-Hertz­ Display der Pro-Versionen dürften Technikfans vermissen.

+ Tolle Hauptkamera auch bei wenig Licht, Videos im Kinostil, sehr schnell

- Display nur mit 60 Hertz, kein Tele, kein Makro

4 APPLE iPHONE 13 MINI Preis: 1149 Euro 1 (512 GB)

Das iPhone 13 mini hält in den meisten Disziplinen mit den großen Geschwistern mit, die sich letztlich nur mit ihren kräftigeren Akkus und längeren Laufzeiten absetzen. Zudem ist der Zwerg genauso kraftvoll und flink wie seine großen Brüder, auch die Fotos lassen sich sehen. Wasserdichtes Gehäuse und kabelloses Laden gibt’s ebenfalls. Gerade wegen seiner kompakten Bauweise dürfte das mini für einige das Größte sein.

+ OLED mit Top-Kontrast, sehr schnell, Akkulaufzeit besser als beim 12 mini

- Display nur mit 60 Hertz, kein Tele, kein Makro

PREIS-LEISTUNGS-SIEGER

5 APPLE iPHONE 12 MINI Preis: 829 Euro 1 (256 GB)

Das iPhone 12 mini ist der günstigste – und handlichste – Einstieg in Apples 5G-Smartphone-Welt. Dennoch bietet es im Kern fast alles, was die aktuelle iPhone-Welt auszeichnet: aktuelles Design, ein knackiges – aber etwas dunkles OLED, Turbo-Prozessor – und eine starke Kamera, der nur ein Zoom fehlt. Trotz Mini-Format ist das Display größer als etwa beim iPhone 8. Preistipp: Die 128-GB-Version gibt’s ab 679 Euro.

+ Handlich, schnell, Display mit Top-Kontrast, günstiger 5G-Einstieg

- Akku nur okay, Display nicht sehr hell, Telelinse und Kinomodus fehlen

6 APPLE iPHONE 12 Preis: 899 Euro 1 (256 GB)

Das iPhone 12 ist von vorn vom iPhone 13 nicht zu unterscheiden. Sein OLED-Bildschirm glänzt ebenfalls mit starken Kontrasten und Farben. Die Helligkeit ist aber nur Durchschnitt, in direktem Sonnenlicht kann das stören. Doch mit seinem enorm hohen Arbeitstempo übertrumpft das iPhone 12 selbst die neusten Android-Smartphones. Die Kamera liefert gute Bilder, nur mit Zoom-Aufnahmen kann sie nicht dienen.

+ Display ist nicht zu groß und nicht zu klein, schnell, gute Kamera

- Display nicht sehr hell, keine Telelinse, kein Kinomodus für Video