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Der große Streaming-Ratgeber


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Mac Life - epaper ⋅ Ausgabe 11/2022 vom 06.10.2022

Netflix, Disney & Co

Betrachtest du Analysen der Streaming-Suchmaschine Justwatch, liefern sich Netflix und Amazon Prime auf dem deutschen Markt ein Kopfan-Kopf-Rennen bezüglich der Marktanteile. Zusammen besitzen beide Dienste zwischen 60 und 70 Prozent. Disney liegt im ersten Quartal 2022 laut Analyse der Nutzungsdaten von Justwatch bei 18 Prozent, Sky Ticket (Jetzt: Wow) bei sieben und Apple TV bei fünf Prozent. Auch unabhängig von den Marktanteilen handelt es sich bei diesen fünf Diensten, die alle ein Angebot zum monatlichen Festpreis bieten, aus unserer Sicht um die relevantesten Dienste, weshalb wir uns im Folgenden auf diese konzentrieren. Doch natürlich werfen wir auch einen Blick über den Tellerrand und stellen Alternativen zu den beliebtesten Anbietern vor.

Die Preise ziehen an

Die Preise der großen Streaming-Anbieter ziehen an, weshalb du dir nun noch genauer überlegen solltest, bei wem ...

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... du das auf den persönlichen Geschmack am besten zugeschnittene Programm erhältst. verfügt nach wie vor über die komplexeste Preisgestaltung: Während das Standard-Abo für 7,99 Euro im Monat lediglich SD-Qualität und die parallele Wiedergabe auf einem Gerät ermöglicht, müssen für das Standard- oder Premium-Abo 12,99 respektive 17,99 gezahlt werden. Die preisgünstigste Aboversion empfiehlt sich dabei in der Regel wohl nur für Einzelpersonen. Ansonsten kann es schnell zu Ärger im Haushalt kommen, wenn die Kids im Wohnzimmer Ninjago schauen, während du im Arbeitszimmer die neueste Folge der eigenen Lieblingsserie streamen willst. Immerhin: Bereits im Standardabo für 12,99 Euro ist das Streaming auf zwei Geräten gleichzeitig möglich und Netflix erlaubt explizit die gemeinsame Nutzung eines Kontos mit „Personen, die gemeinsam mit Ihnen leben.“ Bald schon könnten die Netflixpreise allerdings auch in Deutschland nochmals steigen. Nachdem 2021 das Standardabo hierzulande von 11,99 Euro auf 12,99 Euro erhöht wurde, kam es 2022 in den USA und weiteren Ländern bereits zu neuen Preissteigerungen. So wurde beispielsweise in den USA der Preis für das Premiumabo auf 19,99 US-Dollar monatlich angehoben und rund 20 Euro könnten auch in Deutschland für den kostenintensivsten Tarif bald fällig werden. Allerdings kündigte Netflix in einem Brief an Aktionäre im Juli 2022 an, eine vierte, werbefinanzierte Tarifstufe einführen zu wollen, die preislich unter dem Basistarif liegen soll. Technologiepartner hierfür sei Microsoft, angekündigt wird die neue Abo-Option für ausgewählte Märkte Anfang 2023.

Schon gewusst?

Gemessen an den Einspielergebnissen ist die Neuverfilmung von Stephen Kings „Es“ aus dem Jahr 2017 der erfolgreichste Horrorfilm aller Zeiten. Und auf Platz 2 folgt tatsächlich „Es – Kapitel 2“.

Auch Disney will für den Streaming-Dienst Disney+ zunächst in den USA ab Dezember auf einen neuen werbefinanzierten Zusatz- tarif setzen. Dieser soll für 7,99 US-Dollar monatlich erhältlich sein, während das Abo ohne Werbung dann 10,99 US-Dollar im Monat kostet. In Deutschland liegt der Preis für ein Disney+-Abo bei Redaktionsschluss nach wie vor bei 8,99 Euro, sofern du ein Abo auf Monatsbasis wählst. Es ist dabei zu erwarten, dass Disney mittelfristig auch in Deutschland eine Preiserhöhung des werbefreien Tarifs sowie ein zusätzliches kostengünstigeres und werbefinanziertes Abomodell einführt. Wenn es um das parallele Streaming auf mehreren Geräten geht, gibt Disney sich nach wie vor großzügig: Bis zu vier Endgeräte können gleichzeitig innerhalb eines Accounts Inhalte wiedergeben, zudem kannst du bis zu sieben verschiedene Profile anlegen. Zumindest für die Nutzung innerhalb eines Haushalts lässt Disney damit kaum Wünsche offen.

Der Streaming-Dienst Wow (vormals Sky Ticket) hat im Sommer dieses Jahres zum Start unter neuem Branding mit einem besonderen Preisangebot gelockt: Das monatlich kündbare Abo für das Serienpaket gab es von Mitte Juni bis Ende Juli für 7,99 Euro statt 9,99 Euro monatlich. Der Clou: Abonnent:innen erhielten diesen Preis für einen unbegrenzten Zeitraum – solange sie nicht kündigten. Das Paket für Filme und Serien wurde vergünstigt für 9,98 statt 14,98 Euro angeboten. Mittlerweile wurden die Preise wieder angehoben und bewegen sich auf dem vorherigen Sky Ticket-Niveau: Ein Serienabo kostet 9,99 Euro. Filme plus Serien sind für 14,98 Euro im Monat erhältlich. Alte Sky Ticket Accounts wurden im Übri- gen einfach in Wow-Accounts überführt. Wer also schon länger keine Tickets mehr bei Sky Ticket gebucht hatte, jetzt aber Lust auf das Wow-Angebot verspürt, kann sich mit seinem Sky Ticket Log-in auch bei Wow anmelden.

Prime Video, das Streaming-Angebot von Amazon, erhältst du als Amazon Prime-Kund:in nach wie vor kostenfrei, wobei die Kosten für die Prime-Mitgliedschaft in diesem Jahr von 7,99 auf 8,99 Euro monatlich angehoben wurden. Neben den in der Streaming-Flatrate angebotenen Inhalten kannst du bei Prime Video auch neue Filme und Serien zum Einmalpreis leihen und kaufen.

Apple verlangt für seinen Streaming-Dienst Apple TV+ unverändert seit 2019 4,99 Euro monatlich, etwas knauseriger ist der Anbieter allerdings bei den Lockangeboten geworden. Hast du anfänglich beim Kauf eines qualifizierten Apple-Gerätes noch ein Jahr Apple TV+ kostenfrei erhalten, sind es mittlerweile nur noch drei Monate. Dabei lässt sich Apple TV+ über die Familienfreigabe mit bis zu fünf weiteren Familienmitgliedern teilen. Zudem kann ein solches Angebot pro Familie laut Apple nur einmal genutzt werden, User:innen in Internetforen berichten mitunter aber auch Gegenteiliges. Willst du neben Apple TV+ weitere Apple-Abos nutzen, kannst du zusätzlich sparen. Mit Apple One bietet der Cupertino-Konzern bis zu fünf Dienste in einem Bundle an. Für 14,95 Euro im Monat erhältst du neben dem Programm von Apple TV+ zusätzlich Apple Music, das Spieleabo Arcade sowie iCloud+ mit 50 GB Speicherplatz. Einen Überblick zu allen Bundle-Optionen bekommst du unterwww. .

Alles Geschmackssache?

Wer hat die neuesten Inhalte, die besten exklusiven Filme und Serien und das größte Angebot? Das lässt sich erwartungsgemäß nicht ganz einfach beantworten. Bezogen auf die Masse der angebotenen Filme und Serien dürften Netflix und Amazon die Nase vorn haben. Laut bietet Netflix am 14. August 2022 7.185 Videos an (4.931 Filme und 2.254 Serien). Das sind immerhin rund 1.200 Videos mehr als bei unserem letzten Vergleich von Streaming-Anbietern im Mai 2021. Werstreamt.es zeigte uns bei der Recherche zum gleichen Zeitpunkt nur 4.270 Filme und 2.085 Serien für Netflix an. Laut der gleichen Quelle fanden sich bei Amazon Prime zum Zeitpunkt der Stichprobe 4.472 Filme sowie 1.141 Serien in der Flatrate inbegriffen. Auch wenn sich die Zahlen je nach Quelle unterscheiden, ist die Tendenz deutlich: Netflix und Prime Video haben nicht nur die meisten Marktanteile in Deutschland, sie bieten auch das umfangreichste Programm. Disney+ und Wow stellen jeweils deutlich weniger Inhalte zur Verfügung. Das Schlusslicht im Hinblick auf Aus- wahl bildet sicher nach wie vor Apple TV+, hier lassen sich bei Redaktionsschluss die angebotenen Filme (27) beispielsweise noch „per Hand“ abzählen.

US-Comedy bei Netflix

Denken wir an Netflix, denken wir an Filme und Serien. Doch der Streaming-Primus glänzt auch durch zahlreiche Stand-up-Specials internationaler Top-Komiker:innen. Hier gibt es zahlreiche Highlights für alle zu entdecken, die weniger an Dieter Nuhr, Mario Barth & Co. und mehr an bissigem, klugem und gerne auch mal grenzüberschreitendem Humor interessiert sind. Unsere drei Top-Tipps:

1. Bumping Mics – Jeff Ross & Dave Attell

2. Michael Che – Shame the Devil

3. Judah Friedlander – America is the Greatest Country in the United States

Bonus-Tipp: Comedians in Cars getting Coffee

Doch ein umfangreiches Angebot wie etwa bei Amazon bedeutet natürlich nicht, dass hier ausschließlich hochwertige Inhalte angeboten werden. Tauchst du zum Beispiel bei Genres wie Action und Horror etwas tiefer in das Angebot von Prime Video ein, fühlst du dich mitunter ähnlich wie früher in der Videothek vor dem Regal ganz hinten in der dunkelsten Ecke. Titel wie „Kiffer vs. Killer Mosquitos“, „Terror Birds“, „Summer Shark Attack“ oder „Clown – Willkommen im Kabinett des Schreckens“ verheißen jeweils nichts Gutes – genauso wenig wie die IMDB-Bewertungen, die Amazon freundlicherweise gleich mitliefert. Prime Video hatte leider schon immer die Tendenz, das eigene Programm mit Filmen aufzufüllen, für die das Siegel „B-Movies“ nicht passt, stattdessen müssten wir für ein adäquates Label hier deutlich weiter im Alphabet voranschreiten. Aber: Prime scheint sich im letzten Jahr etwas gebessert zu haben.

Dennoch bietet der Dienst zudem viele sehr gute exklusive Serien und Filme werden aus dem kostenpflichtigen Einzelabruf schon häufig früh in die Prime-Flatrate übernommen. Als Beispiel für aktuelle Amazon Originals-Filme und -Serien seien an dieser Stelle nur die Comic-Adaption „Paper Girls“, eine Serie, die auch „Stranger Things“-Fans gefallen dürfte, Ron Howards „Dreizehn Leben“ und die Actionserie „Terminal List“ mit Chris Pratt genannt – sowie natürlich „Die Ringe der Macht“.

Netflix wiederum produziert ebenfalls zahlreiche beliebte, aber zum Teil auch künstlerisch sehr hochwertige eigene Inhalte. Das Netflix-Western-Drama „The Power of the Dog“ etwa war in diesem Jahr für zwölf Oscars nominiert. Doch ist Netflix natürlich auch für seine massenkompatiblen „Gassenhauer“ beliebt. So hat der Streaming-Dienst gerade im Bereich Action & Abenteuer in den letzten Jahren zahlreiche

Originals mit Stars wie The Rock, Ryan Reynolds, Jamie Foxx, Chris Evans und Ryan Gosling veröffentlicht, darunter „Red Notice“, „The Gray Man“, „Day Shift“, „Tyler Rake“ oder „The Old Guard“. Letztlich schlagen sich die hohen Produktionskosten dieser Blockbuster dabei natürlich auch in den vergleichsweise hohen Preisen für ein Abo nieder.

Harte Konkurrenz für Netflix und Prime Video stellt mittlerweile Disney+ dar, wenn es um die Gunst der Streaming-Abonnent:innen geht. Da unter anderem die Produktionsfirmen Lucasfilm, Marvel Studios, Pixar, aber auch die traditionsreichen 20th Century Studios zur Walt Disney Company gehören, bietet der Dienst ein breites Spektrum äußerst beliebter Inhalte. So werden hier regelmäßig neue Serien aus dem Star-Wars- und Marvel-Universum veröffentlicht, aktuelle Blockbuster dieser Produktionsfirmen zeigt Disney ebenfalls sehr frühzeitig und exklusiv. In diesem Jahr konntest du zum Beispiel „Dr. Strange in the Multiverse of Madness“ oder Pixars „Lightyear“ schon sehr zeitnah, nachdem die Filme im Kino liefen, bei Disney+ schauen. Dazu kommen exklusive Inhalte von Tochterfirmen oder Diensten, an denen Disney massiv beteiligt ist, wie Star oder Hulu. Das sehr gute Predator-Prequel „Prey“ etwa begeisterte Horror- und Sci-Fi-Fans in diesem Jahr in Deutschland ebenfalls zunächst exklusiv auf Disney+. Doch nicht nur Erwachsene kommen bei diesem Streaming-Dienst auf ihre Kosten, sondern natürlich auch die Kids. So findest du hier neben zahlreichen Disney- und Pixarfilmen zum Beispiel auch immer wieder neue Lego Star Wars Features, etwa zu Halloween oder in den Sommerund Weihnachtsferien.

Exklusive Inhalte hat auch das ehemalige Sky Ticket Portal Wow zu bieten. Da sich inhaltlich kaum etwas seit der Umbenennung geändert hat, kannst du auch im Wow-Serienabo – genau wie zuvor bei Sky Ticket – unter anderem Inhalte exklusive HBO-Inhalte schauen, darunter Serien wie das „Games of Thrones“-Prequel „House of the Dragon“ oder der Crime-Hit „We Own This City“. Gerade auch viele der beliebten HBO-Serien sind bei Wow häufig schon parallel zum US-Start erhältlich, was auch diesen Dienst – abhängig natürlich vom persönlichen Geschmack – sehr reizvoll macht. Hinzu kommen zahlreiche vom Anbieter mitproduzierte „Sky Originals“-Serien wie „Der Pass“, „The Young Pope“ oder „The Third Day“. Im gemeinsamen Film- und Serienabo für 14,99 Euro erhältst du zusätzlich Zugriff auf das wohl aktuellste Filmprogramm der hier vorgestellten Streaming-Dienste – sieht man einmal von den jeweiligen Eigenproduktionen der Anbieter ab. Filme wie „The Batman“ oder „No Time to Die“ waren in diesem Jahr nach ihrer Kinover- wertung zuerst bei den Diensten von Sky und damit eben auch bei Wow zu sehen. Im Unterschied zu Netflix & Co. ist Wow daneben kein reiner VoD-Service für den gezielten Abruf. Stattdessen kannst du dich bei Wow auch in verschiedene Live-TV-Sender einklinken.

So geht’s: Neue Profile bei Disney+ anlegen

1 Auf d emMac klickst du im Browser in der Oberfläche von Disney+ auf dein Profilbild und „Profil hinzufügen“. Profile lassen sich aber auch über die iOS-App anlegen.

2 Wenn d uwillst, kannst du im Anschluss ein Profilbild aus zahlreichen Disney-Charakteren auswählen, ein eigenes Profilbild lässt sich nicht hochladen.

3 Gib d emneuen Profil einen Namen und wähle aus, ob es ein Kinderprofil sein soll. In diesem Fall werden Inhalte, Funktionen und Bedienung für das Profil angepasst.

Und Apple TV+? Apples eigener Streaming-Dienst hat sich seit seiner Einführung sehr ordentlich entwickelt. Die Inhalte sind zwar immer noch überschaubar, aber haben seit 2019 natürlich stark zugenommen „See – Reich der Blinden“ mit Jason Momoa etwa geht mittlerweile bereits in die dritte und letzte Staffel, was daran erinnert, dass auch Apple TV+ bereits seit drei Jahren den anderen Streaming-Anbietern Konkurrenz macht. Als positive Entwicklung darf auch empfunden werden, dass Apple nicht nur auf familienfreundliche und „angepasste“ Inhalte setzt. Zum Start des Services wurde mitunter die Befürchtung geäußert, Apple könnte sehr großen Einfluss auf die Geschichten und Drehbücher der Eigenproduktionen haben, um sicherzustellen, dass diese nicht zu kontrovers ausfallen. Mit Serien wie „Shining Girls“ oder „Severance“ hat Apple allerdings gezeigt, dass auch unbequemere Inhalte ihren Platz bei Apple finden – solange die Qualität stimmt. Denn das müssen wir Apple lassen: Dadurch, dass der Anbieter lediglich auf Eigenproduktionen setzt und den Dienst bislang nicht mit Inhalten überfrachtet, sind so gut wie alle angebotenen Serien und Filme von sehr hoher Produktionsqualität.

Spiele im Netflix-Abo

Es geht meist ein wenig unter: Neben dem Video-on-Demand-Programm sind im Netflix-Abo mittlerweile auch einige Mobil-Games für iOS und Android enthalten. Scrollst du auf iPad oder iPhone durch die Netflix-App, stößt auch auf den Eintrag „Games“. Klickst du auf „Spiel herunterladen“, gelangst du direkt in den App Store. Netflix wirbt dabei damit, dass auf die Gamer weder Werbung noch Extrakosten oder In-App-Käufe warten. Bei Redaktionsschluss befanden sich rund 25 Titel im Netflix-Angebot, angeblich soll das Portfolio bis Jahresende auf 50 Spiele anwachsen. In der Regel nimmt Netflix bereits bestehende Titel in das eigene Programm auf, dabei kannst du für einzelne Titel mitunter zwischen 10 und 20 Euro sparen – im Vergleich zum vorherigen Preis der Spiele. Im Angebot befinden sich derzeit unter anderem der Ego-Shooter „Into the Dead 2: Remastered“, das Rollenspiel „Arcanium: Rise of Akhan“ und der von Gameloft entwickelte Racer „Asphalt Extreme“.

Apple TV und die Streaming-Dienste

Sämtliche der hier aufgeführten Streaming-Anbieter stellen ihre Apps auch für Apples Hardware-Box Apple TV zur Verfügung. 4K-Inhalte setzen ein entsprechend kompatibles Modell der 5. oder 6. Generation voraus. Doch was für Gründe sprechen überhaupt noch für ein Apple TV als Streaming-Device, wenn doch so gut wie alle aktuellen Smart-TVs die Apps von Netflix & Co. bereits standardmäßig an Bord haben und selbst Apples eigener Streaming-Service auf zahlreichen TV-Geräten zur Verfügung steht? Fakt ist, dass Apple TV ein echtes Multitalent ist und sich bestens in deine Apple-Umgebung integriert. So kannst du deine AirPods mit Apple TV nutzen, deinen AirPod zum Lautsprecher für den Fernseher machen und du erhältst Zugang zu Apples Gaming-Angeboten.

Qualität und Features

Preise und Inhalte sind wichtige Kriterien für die Auswahl eines Streaming-Anbieters, aber Nutzungsfreundlichkeit und Funktionen spielen ebenfalls eine Rolle. So stellt sich zunächst die Frage, auf welchen Geräten sich ein Dienst überhaupt nutzen lässt, ist ein Abo einmal abgeschlossen. Grundsätzlich verfügen alle in diesem Artikel besprochenen Streaming-Anbieter über eine iOS-App und lassen sich auch auf dem Mac relativ problemlos im Browser nutzen. Daneben stehen Apple TV+ und mittlerweile auch Prime Video zudem über eigenständige Apps zur Verfügung. Die Apple TV App ist in macOS bereits integriert, das ist auch schon bei macOS Catalina 10.15 der Fall. Prime Video wiederum setzt als App für die Installation mindestens macOS 11.4 voraus. Für die Nutzung im Browser wiederum gibt Amazon an, dass du auf die neueste Version von Safari zurückgreifen sollst. In diesem Fall – sowie bei der Nutzung der neuesten Version von Chrome, Firefox, Opera oder Edge – stünde eine Streaming-Qualität von „bis zu HD“ zur Verfügung. Auch die Streaming-Qualität über die native Mac-App gibt Amazon mit „bis zu HD“ an. 4K- respektive Ultra-HD-Inhalte, die es bei Prime Video ebenfalls gibt, schaust du also am besten über die Prime Video App auf einem 4K Smart-TV. Netflix informiert, dass ein Mac die Wiedergabe von Inhalten auch schon ab OS X Tiger in Safari oder Firefox unterstützt, da hier die Silverlight 4 Technologie bereits zur Verfügung steht. 4K-Inhalte hat Netflix ebenfalls im Programm, aber für die Wiedergabe auf dem Mac müssen einige Bedingungen erfüllt werden (notwendig ist auch das kostenintensivste Abo). So kannst du dich an 4K nur ab Safari in macOS 11 erfreuen – zumindest, sofern dein Mac Jahrgang 2018 oder jünger und mit T2-Zusatzprozessor ausgestattet ist. Disney+ führt seine Computer- und Browseranforderungen ebenfalls klar auf: Auf dem Mac sollten für die Wiedergabe mindestens macOS 10.12 (Sierra) und Safari 11 installiert sein. Darüber hinaus steht auch bei der Nutzung von Disney+ im Browser maximal HD-Auflösung zur Verfügung. Auf einem entsprechenden Smart-TV hingegen kannst du – ähnlich wie bei Netflix und Amazon – zahlreiche Filme auch in 4K-Qualität schauen. Wow bildet bezüglich Videoqualität das Schlusslicht, da hier grundsätzlich keine 4K-Inhalte angeboten werden – auch nicht über die App auf Smart TVs. Bei Apple TV+ wiederum funktioniert die 4K-Wiedergabe – neueste und kompa- tible Hard- und Software vorausgesetzt – auch auf dem Mac. Eine iOS-App bieten – wie gesagt – sämtliche der hier vorgestellten Streaming-Dienste, und alle Apps verfügen auch über eine Downloadfunktion, damit du Inhalte herunterladen und offline schauen kannst. Netflix etwa hat zudem einige Zusatzfunktionen integriert. Aktivierst du „Smart Download“, werden von einer heruntergeladenen Serie automatisch auch immer die nächsten Folgen geladen. „Downloads für Sie“ wiederum erscheint als Feature etwas willkürlich. So werden hier automatisch von Netflix ausgewählte Inhalte heruntergeladen, die zu deinen Sehgewohnheiten passen. Immerhin: Für jedes Profil lässt sich eine Datenmenge festlegen, die maximal heruntergeladen werden darf. Wie lange heruntergeladene Inhalte zur Ver- fügung stehen, variiert von Anbieter zu Anbieter, hängt aber mitunter auch von auslaufenden Lizenzbestimmungen ab. Wow etwa gibt an, dass heruntergeladene Inhalte 30 Tage zur Verfügung stehen und 48 Stunden, nachdem die Wiedergabe einmal gestartet wurde. Läuft eine Lizenz aus, kann sich der Zeitraum von 30 Tagen auch verkürzen. Netflix spricht gleich davon, dass es von Lizenzbestimmungen abhängt und von Titel zu Titel variiert, wie lange dieser nach dem Download zur Verfügung steht. Ist ein Titel nur noch weniger als sieben Tage verfügbar, gibt die App Bescheid. Neben Apples eigenem Streaming-Dienst bietet Prime Video im Übrigen einen entscheidenden Vorteil im Hinblick auf Downloads: Durch die eigene App sind diese nicht nur unter iOS, sondern auch auf dem Mac möglich.

So geht’s: Altersgemäße Kids-Profile bei Netflix

1 Auf d emMac klickst du im Browser in der Netflix-Oberfläche auf dein Profilbild rechts oben und dann auf „Konto“.

2 Wähle u nter „Profile und Kindersicherung“ ein von dir bereits angelegtes Kinderprofil an und klicke auf den Pfeil rechts daneben für das Ausklappmenü.

3 Klicke u nter „Altersfreigabe-Einschränkung“ auf „Ändern“. Wähle die maximale Altersfreigabe aus, für die Inhalte im Kids-Profil angezeigt werden.

Scary Movies: Unsere Geheimtipps für Halloween

Die Blätter fallen, ein Zauber scheint über der Welt zu liegen. Es ist Herbst und wir nähern uns „All Hallow’s Eve“: Am 31. Oktober heißt es mal wieder Türen abschließen, Füße hoch, Gruselfilm an – und hoffen, dass die Kids, die an der Tür klingeln, auch wirklich nur Süßigkeiten wollen. Diese fünf Filme machen dich fertig und lassen dich hoffen, Halloween sei bald vorbei:

Super Dark Times

Atmosphäre macht den Horrorfilm und davon gibt es in „Super Dark Times“ reichlich. Abgründiger Psycho-Horror vor toller Kulisse über Teens, die in eine Gewaltspirale geraten. (2017)

The Innocents

Norwegisches Horror-Highlight: Kinder in einem Apartmentkomplex entdecken mysteriöse Kräfte in sich und setzen diese auch ein. Herausragende Darsteller:innen, harte authentische Szenen. (2021)

The House of the Devil

Lässt die „Satanic panic“ der 1980er wieder aufleben. Merkwürdiges Paar sucht Babysitter, die Protagonistin wünscht sich sehr schnell, sie hätte den Job nicht angenommen. Slasher meets Haunted House mit viel Retro-Vibe. (2009)

The Ritual

Vier Freunde gehen auf eine Wanderung in den Wäldern Schwedens, um den Wunsch eines Verstorbenen zu erfüllen. Konflikte werden offenbar, aber das ist nicht das größte Problem der Truppe. So bedrohlich kann Natur inszeniert werden. (2018)

A Dark Song

Eine Mutter möchte noch einmal mit ihrem verstorbenen Kind sprechen und zieht sich zusammen mit einem Okkultisten in ein Haus in der Einöde Wales’ zurück, um ein altes Ritual durchzuführen. Spannend und ergreifend. (2016)

Setze dem Soap-Opera-Effekt ein Ende

Kennst du das auch? Der neueste Blockbuster bei Disney oder Netflix sieht auf deinem Smart-TV so hyperrealistisch aus, dass alles seltsam künstlich, flach und dadurch schon wieder „billig“ wirkt. Ein wenig so wie früher die Lindenstraße im TV. Das ist der sogenannte Soap-Opera-Effekt. Ursache ist, dass aktuelle Filme und Serien meist mit 24 Bildern pro Sekunde gedreht werden, TV-Geräte aber mitunter sogenannte Motion Interpolation betreiben und künstliche Zwischenbilder erzeugen, um die Bildfolge auf bis zu 60 Bilder pro Sekunde erhöhen. Dadurch soll eine flüssigere Darstellung erzielt und Kameraruckler sollen ausgeglichen werden. Letztlich ist die Motion Interpolation also als Feature gedacht, das allerdings nach hinten losgehen kann. Beobachtest du den beschriebenen Effekt, solltest du deshalb im Menü deines TVs nach einer Funktion wie „Motion Smoothing“ oder „Motion Interpolation“ suchen und diese deaktivieren.

Kostenfreie Alternativen und Tipps für Cineast:innen

Streaming muss nicht zwangsläufig Geld kosten – und kann trotzdem legal sein. Ein paar kostenfreie Angebote auf dem Markt sind durchaus einen Blick wert, auch wenn du bei keinem der Dienste ein Angebot in der Aktualität von Disney+ oder Netflix erwarten darfst. Wir stellen die Top 5 der kostenfreien Netflix-Alternativen vor und empfehlen einen weniger bekannten Dienst für Cineasten.

Im August dieses Jahres startete das kostenfreie Angebot freevee von Amazon in Deutschland. Freevee kann sich durchaus „sehen lassen“, allerdings musst du damit leben, dass Filme und Serien beim neuen Amazon-Angebot durch Werbung unterbrochen werden. Amazon betonte dafür beim Start von freevee, dass der Dienst Inhalte biete, die du eigentlich hinter einer Paywall erwarten würdest. Und so ganz falsch ist das nicht: Es erwartet dich eine bunte Mischung aus Amazon Originals sowie lizenzierten Filmen und Serien. Erwartungsgemäß ist das Angebot dabei nicht so aktuell wie im Rahmen einer kostenpflichtigen Prime-Mitgliedschaft. Zum Start gab es immerhin einige Staffeln guter Serien wie „Peaky Blinders“, „Justified“, „Broadchurch“ und „The Night Manager“ sowie Filme wie den Independent-Horror-Hit „Mandy“ oder Jonah Hills „mid90s“. Um freevee zu nutzen, benötigst du ein Amazon-Konto, aber keinen Prime-Account.

In den USA schon länger verfügbar und seit einiger Zeit auch in Europa auf dem Vormarsch, ist Pluto TV, ein Streaming-Portal von Paramount Global. Das Angebot besteht aus zahlreichen Live-TV-Kanälen und einem Video-on-Demand-Programm. Letzteres ist aus unserer Sicht nicht allzu attraktiv, dennoch fanden wir bei der Recherche auch ein paar Perlen wie „Rosemary’s Baby“ oder 70er- und 80er-Streifen mit stabilen Fangemeinden wie „Alle Mörder sind schon da“ oder die frühe Bill-Murray-Komödie „Babyspeck und Fleischklößchen“. Der Vorteil von Pluto TV: Das Programm ist vollständig, auch als iOS-App, ohne Registrierung nutzbar. Randnotiz in puncto Jugendschutz: Bei den Live-TV-Sendern hält Pluto sich an die vom linearen TV gewohnten Zeitschienen, sodass im Tagesprogramm bis 20 Uhr etwa nur Inhalte gesendet werden, die sich auch für Kinder bis 12 Jahre eignen. In Ausnahmefällen werden auch Inhalte mit einer Altersfreigabe ab 12 Jahren gezeigt. Für das Video-on-Demand-Angebot nutzt Pluto TV technische Alterskennzeichen, die sich von dem Jugendschutzprogramm Jusprog auslesen lassen, das du kostenfrei unter herunterladen kannst.

Wenn wir bei Tipps zu kostenfreien Netflix-Alternativen sind, dann dürfen die ARD- und ZDF-Mediatheken auf keinen Fall fehlen. Nicht zuletzt, da die Qualität deutscher Serien- und Filmproduktionen besonders der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten in den letzten Jahren stark zugenommen hat, ist auch das Mediatheken-Angebot von ARD und ZDF immer attraktiver geworden. Hier gibt es Filme und Serien häufig vor der Ausstrahlung im Live-TV, auch internationale Produktionen befinden sich im Angebot. Das eigentliche Highlight sind allerdings die eigenen Inhalte wie die vom ZDF produzierte „Nachtschicht“-Reihe oder das umfangreiche Tatort-Angebot auf Abruf bei der ARD. Und wer immer noch glaubt, der Tatort sei etwas für Zuschauer:innen ab 60 aufwärts, die mit unaufgeregter Krimikost am Sonntagabend in den Schlaf begleitet werden, sollte sich dringend mit einer Folge wie „Unklare Lage“ eines Besseren belehren lassen. Nachteil der Mediatheken: Da in den Sommermonaten kaum neue Produktionen bei ARD und ZDF gezeigt werden, tut sich in dieser Zeit auch in den Online-Mediatheken nicht allzu viel.

ist ebenfalls völlig kostenfrei und legal nutzbar und hat ausschließlich Filme im Angebot. Werbefinanziert stehen nach eigenen Angaben Tausende Spielfilme aus den 1910er bis 2010er-Jahren zur Verfügung. Das Portal versteht sich dabei „zudem als Filmarchiv, welches Filmproduzenten und Filmverleihern bei der Digitalisierung, Monetarisierung und Erhaltung von älteren Filmwerken unterstützt“. Für dich bedeutet das, du findest hier unter anderem alte Hitchcock-Filme, Buster-Keaton-Klassiker und Werke wie „Das Phantom der Oper“ (1925) mit Lon Chaney. Letzterer wurde von der US-amerikanischen Nationalbibliothek als kulturhistorisch besonders wertvoll eingestuft.

Nicht kostenfrei, aber dafür über anspruchsvolle Inhalte verfügend ist der Dienst Sooner, der vollständig auf europäische Filme und Serien setzt. Dabei finden sich hier keine Blockbuster oder auf breite Publikumswirksamkeit ausgelegte Inhalte wie bei Netflix oder Disney, sondern weniger bekannte Produktionen für ein anspruchsvolles Publikum. Auch Filme, die zunächst nur auf Filmfestivals liefen, werden hier gezeigt. Sooner kann 14 Tage kostenfrei getestet werden, im Anschluss kostet der Dienst 7,95 Euro monatlich oder vergünstigte 59,95 Euro bei jährlicher Zahlung. Zudem kannst du Ticketpakete kaufen, um Filme einmalig zu leihen.

Fazit

Welcher Streaming-Anbieter am besten zu dir passt, hängt tatsächlich etwas von deinem Geschmack ab: Als Marvel- oder Star Wars-Fan kommst du sicher an Disney+ nicht vorbei, Game of Thrones und andere HBO-Serien schaust du bei Wow. Tatsache ist jedoch, dass Netflix und Prime Video die umfangreichsten Angebote bieten, wobei Prime Video qualitativ etwas hinter Netflix zurücksteht. Ziehen wir allerdings in Betracht, dass Prime Video Kund:innen auch die Vorteile des Prime-Versands für Artikel bei Amazon genießen und dass der Anbieter außerdem eine native Mac-App bietet, ist Prime Video sicher ein Preis-Leistungs-Tipp. Sind dir neun bis zehn Euro im Monat fürs Streaming zu viel, bietet sich das günstige Apple TV+ an – auch wenn das Angebot hier noch schnell „leer geguckt“ ist.