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Der große WLAN-Guide


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Mac Life - epaper ⋅ Ausgabe 11/2021 vom 07.10.2021

WLAN-Guide

Als vor Jahren die Piraten-Partei ein Novum in der deutschen Politiklandschaft darstellte, kursierte nach den ersten Wahlen mit ihrer Beteiligung der Kalauer, dass sich die technikaffinen Nachwuchskräfte mit folgendem Spruch beim Volk erkenntlich zeigen würden: Wir danken unserem WLAN. Im Jahr 2021 sind wohl die allermeisten für ein funktionierendes WLAN dankbar. Denn ob beruflich im Homeoffice, für den Betrieb zahlreicher Smart-Home-Komponenten oder für die mediale Freizeitgestaltung mit Streaming-Diensten, Spielekonsolen und anderen Geräten einzelner Familienmitglieder: Das WLAN muss funktionieren, damit wir uns mit der Welt digital verknüpfen. Doch mit immer neuen Standards, neuen Produkten, Systemen und Erweiterungsmöglichkeiten fällt es manchmal schwer, den Überblick zu behalten. Gehen wir also der Reihe nach durch, worauf es ankommt.

Der Anschluss

In Deutschland holst du dir WLAN ...

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AVM hat mit seinen verschiedenen Fritz! Box- Modellen für jede Konstellation das richtige Gerät.
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... zumeist per DSL-Anschluss oder über das TV-Kabelnetz ins Haus. Bei DSL kommt das Internet über die Telefonleitung, Geschwindigkeiten von bis zu 250 Mbit pro Sekunde sind damit möglich. In den meisten Gebieten mit Kabelanschluss erhältst du eine fast doppelt so schnelle Verbindung.

Ein moderner Router sollte möglichst viele Geräte mit schnellem, störungsfreiem WLAN versorgen, bis in die hintersten Winkel deiner Wohnung reichen und alle angeschlossenen Komponenten dabei auch noch absichern. Wie so oft im Leben gilt auch hier: Wer billig kauft, kauft doppelt. In diesem Artikel stellen wir euch zwei hochwertige Modelle vor, die dennoch keine Unsummen kosten.

Für Gamer:innen gibt es spezielle Router, die für genau diese Anforderungen konzipiert wurden. Sie verfügen über niedrigere Ping-Werte, das heißt, der Empfänger antwortet schneller auf Datenpakete und kann auch schneller neue zurückschicken. Zudem lassen sich mit Gaming- Routern bestimmte Geräte priorisieren, sodass bei Spielen eine Unterbrechung zusätzlich ausgeschlossen wird.

Übrigens: Während wir vor Jahren noch mit Router und Modem operiert haben, ist mittlerweile das Modem, mit dem du nur ein einzelnes Gerät via Kabel mit dem Internet verbinden kannst, obsolet. Moderne Router verfügen über ein eingebautes Modem, zudem sind sie fähig, mehrere Geräte untereinander via WLAN (Funk) oder LAN (kabelgebunden) miteinander zu koppeln; sie fungieren also als eine Art Netzwerk.

Die Frequenzbänder

Vereinfacht gesagt, gibt es zwei Frequenzen, die von deinem Router genutzt werden: 5 Gigahertz und 2,4 Gigahertz. Zwei deshalb, weil die niedrigere Frequenz eine größere Reichweite ermöglicht, dafür aber langsamer ist, während du mit der höheren über eine schnellere Datengeschwindigkeit verfügst, das Signal jedoch nur einen geringen Radius hat.

Moderne Router unterstützen in jedem Fall beide Standards. Der Vorteil: Bei hoher Auslastung können verschiedene Anwender:innen unterschiedliche Frequenzen wählen und sich so virtuell aus dem Weg gehen und Datenstaus und Internet-Engpässe vermeiden. Wichtig ist, dass du bei der Installation deines Routers beide Frequenzen einrichtest, um fortan die Wahl zu haben. Sollten in deinem Wohnhaus zahlreiche weitere Personen das Internet nutzen, kann es, wie auf einer Autobahn, zum Stau kommen. Für diesen Fall kannst du deinen Router zudem auf einen anderen, womöglich weniger ausgelasteten Kanal einstellen. Diese auch WLAN-Bänder genannten Kanäle sind Segmente der Frequenzen. In der 2,4 Gigahertz-Frequenz gibt es beispielsweise 14 unterschiedliche Kanäle.

Begriffe

DSL: Digital Subscriber Line (Digitaler Teilnehmer:innenanschluss)

WLAN: Wireless Local Area Network (Kabelloses lokales Funknetz)

MU-MIMO: Multi-User Multiple Input, Multiple Output (Technologie, welche die gleichzeitige Übertragung verschiedener Datenströme über mehrere Antennen am Router ermöglicht.)

MIMO-OFDM: Orthogonal Frequency Dividion Multiplexing (Von WiFi 6 unterstützte Technik, die bei zahlreichen zeitgleichen Netzwerkzugriffen Verzögerungen bei der Übertragung reduziert.)

Schon jetzt gibt es aufgrund der wachsenden Zahl der Geräte und des Nutzungsverhaltens dennoch Situationen, in denen dein WLAN lahmt. Geplant sind daher neue Frequenzen im 1-Gigahertz- und im 7-Gigahertz-Bereich, wodurch künftig mehr Daten übertragen werden könnten.

WLAN 4, 5 oder 6?

Jede neue WLAN-Generation erhält eine neue Nummerierung und soll, in Verbindung mit einem entsprechenden Router, prinzipiell stets zu einer Verbesserung des Netzwerkes führen. Praktisch heißt dies, die Anwender:innen sollen einen schnelleren, zuverlässigeren, sichereren Zugang zum Internet für immer mehr angeschlossene Geräte erhalten.

Für einen Haushalt mit mehreren Mitgliedern und entsprechend vielen technischen Bestandteilen, solltest du einen Router wählen, der WiFi 5 (auch WLAN-ac genannt) oder WiFi 6 (WLAN-ax) unterstützt. Letzteres bietet im Optimalfall bis zu elf Gigabit Übertragung pro Sekunde und eine circa siebenunddreißig Prozent höhere Datenübertragung. Bei WiFi 5 sind es schon „nur“ noch 1,3 Gigabit pro Sekunde. Dazu sei gesagt, dass für eine durchschnittliche Beanspruchung WiFi 5 vollkommen ausreicht.

WLAN: Entwicklung, Standard, Allianz

Hinter dem etwas verschrobenen Kürzel IEEE 802.11ax, das sich liest, als sei jemand auf der Tastatur eingeschlafen, verbirgt sich schlicht der neueste WLAN-Standard, WiFi 6. Die Entwicklung jedes Standards findet beim IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers) statt, einem weltweiten Berufsverband von Ingenieur:innen, Techniker:innen und Wissenschaftler:innen. Darauf basierend vergibt die sogenannte WiFi-Allianz die gebräuchlichen und weit leichter über die Lippen gehenden Einstufungen wie WiFi 4, 5 oder 6. Die Allianz wiederum ist ein Konsortium aus über 300 Unternehmen, unter anderem auch Apple, Microsoft, Nokia, LG oder Sony. Sie zertifiziert alle auf den Markt kommenden, kompatiblen Router, die mit dem WiFi-Logo kenntlich gemacht werden.

Maximale Bandbreiten der einzelnen WiFi-Generationen

Um stets den besten WiFi- Standard zu nutzen, brauchst du nichts zu unternehmen, ein neuer löst einfach den alten ab. Und alle Geräte profitieren davon, denn der Standard ist abwärtskompatibel. Für die höchste Internet-

Geschwindigkeit solltest du bei deinem Anbieter zunächst eine entsprechende Leistung gebucht haben. In der Regel bewegt sich diese zwischen 100 oder 200 Mbit pro Sekunde.

Neben Geschwindigkeitsvorteilen bringt jeder neue WiFi-Standard auch in Sachen Sicherheit Verbesserungen. Bei der Verschlüsselung der Funkverbindung kommt bei WiFi 6 zum Beispiel WPA3 zum Einsatz, ein Verfahren, das es Böswilligen wesentlich schwieriger macht, die Verschlüsselung zu knacken.

Der richtige Router

Natürlich könnten wir zahlreiche Geräte vorstellen, die alle solide ihren Dienst verrichten. Stellvertretend haben wir uns für zwei Produktkombinationen von Herstellern entschieden, die immer wieder in den Router-Bestenlisten auftauchen. Der bekannteste Router ist vermutlich die Fritz!

Box von AVM, einem Unternehmen, das für nahezu jede häusliche Konstellation eine Gerätelösung parat hat.

In unserem Fall haben wir eine Fritz! Box 6591 Cable (300 Euro) im Zusammenspiel mit einem Fritz! Powerline 1260E-Set (140 Euro) getestet. Während die Geschwindigkeit stets von dem Zusammenspiel von Anbieter, Router und Nutzung abhängig ist, konnten wir dennoch eine schnellere Reaktionszeit zu dem vorher zum Einsatz gekommenen Vodafone-Router feststellen. Auch die Stabilität war deutlich besser. Denn während das Vodafone-Gerät immer wieder mal defekt war und ausgetauscht werden musste, hielt der Fritz! Router tadellos. Auch eine Auslastung mit diversen Geräten, die zur selben Zeit streamen, große Datenmengen laden und mit aufwendigen Onlinespielen beschäftigt sind, stellte für das Gerät keine Schwierigkeit dar.

Reichweite erhöhen: Repeater, Extender, Mesh

Repeater und Extender erhöhen den Radius der WLAN-Reichweite, halbieren dafür aber die Datenübertragungsrate und verlangsamen so die Netzwerkgeschwindigkeit. Bei dem Fritz! Powerline 1260E-Set (140 Euro) – und auch bei anderen sogenannten Power- LAN-Geräten – werden die Daten zusätzlich über die Stromleitung übertragen. Voraussetzung sind allerdings Stromkreise mit drei Adern; bei älteren Leitungen sind es oft nur zwei. Beim PowerLAN empfängt ein Adapter das Signal über den häuslichen Strom, und von jenem Adapter kannst du per LAN-Kabel selbst an einem entlegenen Ort des Hauses oder der Wohnung besser und störungsfreier mit dem Internet verbunden werden.

Wer möglichst kein zusätzliches Kabel verwenden möchte, sollte ein Mesh-Netzwerk ausprobieren, wie es unter anderem Asus mit dem ZenWiFi XD6 (450 Euro) anbietet. Dies kommuniziert auf drei Frequenzbändern, einem sogenannten Tri-Band. Der interne Austausch wird auf einem eigenen Frequenzband vollzogen, sodass du weiterhin jene mit 2,4 Gigahertz und 5 Gigahertz nutzen kannst, zusätzlich aber eine stabile Geschwindigkeit und so gut wie keine Einbrüche in der Leistung hast. Auch die Fläche, die du mit einem Mesh-Netzwerk abdecken kannst, ist meist größer als mit Repeatern. Das Mesh-Netzwerk kannst du zudem jederzeit mit einem zusätzlichen Router erweitern, der sich nahtlos einfügen lässt.

WLAN-Signal mit Apps messen

Willst du möglichst schnell und einfach herausfinden, wie gut dein WLAN-Signal ist, helfen dir auch diverse Apps. Speedcheck (gratis + In-App-Kauf 8 Euro/ Jahr), Speed Test (gratis + In- App Kauf 8,50 Euro/Jahr) sowie die einfachere Variante von AVM, die Fritz! App WLAN (gratis) zeigen dir sekundenschnell, wie es um deine Upload- und Download-Geschwindigkeit (auch Upstream und Downstream genannt) bestellt ist und geben dir im Falle von Speed Test noch zusätzliche Werkzeuge wie Pingtests, Netzwerkdiagnosen oder Auskünfte über Leistung und Latenz an die Hand. Mit der Fritz! App findest du zudem den besten Standort für Router und Repeater und kannst Besucher:innen einen Gast-Zugang zum WLAN per QR- Code ermöglichen.

Meine Erfahrung mit Anbietern

Ich habe in den letzten Jahren mit den beiden Platzhirschen, also sowohl mit der Telekom als auch mit Vodafone, meine Erfahrungen gemacht und aus diesem überschaubaren Rennen ist die Telekom als eindeutige Siegerin hervorgegangen. Dabei zählte für mich nicht nur die Zuverlässigkeit und die Qualität des WLAN als Kriterium.

Zusammengefasst lag das Bonner Unternehmen in allen Belangen vor dem Britischen. Das WLAN war stabiler, der Service besser, die Abwicklung und Administration deutlich seriöser. Es ist kein Zufall, dass, wenn du bei Google den Begriff Vodafone eingibst, als erster Treffer „Vodafone Störung“ erscheint.

Der größte Unterschied zwischen beiden Anbietern ist, dass du bei Vodafone deinen Anschluss mit anderen in deinem häuslichen Umfeld teilst, während du bei der Telekom eine eigene Leitung erhältst.

Interview mit Sebastian Schwab, Geschäftsführer SconsultIT

» Bereits vor Jahrzehnten wurden durch politische Entscheidungen die Weichen anders gestellt, sodass wir heute in kürzerer Zeit einiges aufzuholen haben.« SEBASTIAN SCHWAB

Herr Schwab, wie modern oder rückschrittlich ist die WLAN-Versorgung und Abdeckung in Deutschland?

Die Versorgung der Haushalte mit Breitband-Internet wird zwar stets vorangetrieben, im Vergleich zu anderen Staaten sind wir in Deutschland aber weit im Hintertreffen. Dabei ist der Spagat zu schaffen, dass bei der Versorgung der Haushalte einerseits auf neuere Glasfaser-Technologie umgestellt und gleichzeitig die vor allem in ländlichen Gebieten phasenweise sehr schlecht ausgebaute Grundversorgung massiv verbessert werden muss. Bereits vor Jahrzehnten wurden durch politische Entscheidungen die Weichen anders gestellt, sodass wir heute in kürzerer Zeit einiges aufzuholen haben, was aber im Vergleich zu früher mit deutlich höheren Investitionen verbunden ist.

Wem würden Sie welche Anschlussart empfehlen: DSL, Kabel, Glasfaser, LTE?

Für gelegentliches Browsen im Internet, gepaart mit dem Lesen von E-Mails reicht ein kostengünstiger Anschluss mit niedriger Bandbreite auf Basis von LTE schon aus. Wir sollten aber auf jeden Fall den Verbrauch des monatlichen Datenvolumens im Blick haben, denn dieses ist in Mobilfunk-Tarifen meist begrenzt. Sollten zusätzlich Dienste wie Festnetz-Telefonie in Anspruch genommen werden, empfiehlt sich die Wahl eines Anschlusses auf Basis von DSL beziehungsweise Kabel. Für den Fall, dass auch Online-Gaming betrieben wird, führt derzeit kein Weg an einem hochpreisigen V-DSL-Anschluss vorbei. Denn bei diesem Einsatzzweck spielt die Latenzzeit eine tragende Rolle. Die Anbieter offerieren hier meist, die alles entscheidende Ping-Zeit durch hinzubuchen von Zusatzpaketen auf ein Maß zu reduzieren, das ein flüssiges Spielen in Echtzeit zufriedenstellend ermöglicht. Aufgrund der derzeit noch geringen Verfügbarkeit von Internetanschlüssen mittels Glasfaser ist eine Verwendung dieses Anschluss-Typs in allen Belangen zwar wünschenswert, aber meist mit großem Abstand die teuerste Alternative.

Worauf sollten Verbraucher:innen bei der Wahl ihres Routers achten?

Zunächst müssen wir sagen, dass die von den Netzbetreibern zur Verfügung gestellten Router nicht generell schlechter sind als die Geräte, die wir im Handel erwerben können. Betreiberabhängig sind diese aber häufig in der Konfigurierbarkeit eingeschränkt, gelegentlich werden auch noch Produkte der Vorgängergeneration angeboten.

Hinzu kommt, dass diese Router meist gemietet werden müssen, sich der Kauf eines eigenen Routers aktueller Generation innerhalb der Mindestvertragslaufzeit bereits wieder amortisiert. Aktuelle Geräte namhafter Hersteller sind bereits kurz nach ihrem Erscheinen durch umfangreiche Rabattaktionen gut und günstig zu erwerben. Im Endeffekt entscheidet das eigene Wissen: Wie gut bist du in der Lage, derartige Geräte zu konfigurieren? Der zweite wichtige Aspekt, den jede:r für sich vorab klären sollte:

Welche Funktionen des Routers finden hauptsächlich Anwendung?

Ganz ehrlich: Was bringen Repeater, Extender oder ein Mesh-Netz?

Mit den zusätzlichen Access Points können zum Beispiel Außenbereiche mit dem WLAN oder sich im Funkschatten befindliche Bereiche der Wohnung mit einer besseren Signalstärke versorgt werden. Ein weiterer Nebeneffekt kann nach entsprechender Konfiguration sein, dass beim Ausfall eines Access Points die Endgeräte automatisch auf einen anderen Zugangspunkt wechseln können und diese dabei die schnellstmögliche Verbindung aufbauen. Die Geräte können also durchaus sinnvoll sein.

WiFi 4, 5 oder 6 sind für Konsument:innen erst mal nur abstrakte Namensschilder. Ab wann gibt es einen spürbaren Unterschied?

Die Bandbreite des eigenen WLAN ist nicht der Flaschenhals bei der Internet- Geschwindigkeit. Hier kommt eher die durch den Internetprovider zur Verfügung gestellte Bandbreite zum Tragen. Bei WiFi 6 teilen sich acht Kanäle die maximale Bandbreite. Diese Neuerung entfaltet sich allerdings erst in hoch ausgelasteten WLANs, über welche gleichzeitig mehrere Streaming-Dienste oder zeitgleich auch Online-Games der Spiele-Konsolen-Hersteller genutzt werden sollen.

Was bringen Router, die MU-MIMO-fähig sind?

Die MU-MIMO-Technologie – allgemein auch unter AC-WLAN oder AC Wave 2 bekannt – ermöglicht es einem WLAN-Router, gleichzeitig mit mehreren Geräten zu kommunizieren. In Zeiten von Smart-Home steigt die Anzahl der WLAN-Geräte stetig an. MU-MIMO sorgt für eine erhebliche Verbesserung des zur Verfügung stehenden WLAN-Netzwerkes. Router, welche nur die WLAN-Standards A (WLAN 802.11a), B (WLAN 802.11b), G (WLAN 802.11g) und N (WLAN 802.11n) unterstützen, sind hier außen vor. Nur AC-WLAN- Router oder passende Access Points unterstützen die neue Technologie. Bei den angebundenen Endgeräten macht es fast keinen Unterschied, ob diese den neuen Standard schon selbst unterstützen.

Diese profitieren in den meisten Fällen schon davon, wenn ein Router/Access Point auf Basis des neuen Standards AC Wave 2 arbeitet.