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„Der hat aber angefangen!“


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Lea - epaper ⋅ Ausgabe 49/2021 vom 01.12.2021

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Bildquelle: Lea, Ausgabe 49/2021

CAROLINE LECHNER war als Single eine typische Großsta dtpflanze. Jetzt lebt sie mit ihren drei Männern (10, 13 und 53) im Grünen und hat viel zu erzählen

Nein!“ – „Doch!“ – „Neeeiiinnn!“ – „Doooch!“ Türen knallen, Tränen fließen. Hereinspaziert, liebe Leserinnen, in die tagtägliche Zirkusvorstellung meiner Kinder.

In Märchen halten Geschwister wie Pech und Schwefel zusammen – meine Realität sieht ganz anders aus. Bei uns fliegen den lieben langen Tag die Fetzen. Gestritten wird um die Fernbedienung oder das vermeintlich größere Stück Kuchen. Manchmal reicht ein klitzekleiner Funken, und ...

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... alles geht in die Luft. Und meist dauert es nicht lang, bis nach dem Schiedsrichter verlangt wird: „Maaamaaa!“ Zack, sitze ich in der Zwickmühle: Soll ich die Kinder die Konflikte allein austragen lassen oder die brodelnde Wut lieber gleich im Keim ersticken? Auch mit der Gerechtigkeit ist das so eine Sache. Denn wenn man nicht gerade Augenzeuge ist, kann man kaum beurteilen, wer den Streit vom Zaun gebrochen hat.

Erziehungswissenschaftler sind sich einig, dass Zoff unter Geschwistern völlig normal ist. Ebenfalls ein kleiner Trost: Die Streithähne nehmen aus dem Kräftemessen mehr mit als nur ein paar Anekdoten. Rivalität wirkt als Entwicklungsmotor, weil beim Streiten soziale Fähigkeiten erlernt werden, die es den Kindern erleichtern, später im Leben klarzukommen. Man muss sich jeden Tag aufs Neue arrangieren, in den anderen hineinfühlen, Dinge mit ihm teilen. Das Kinderzimmer ist quasi das beste Trainingslager.

Seite an Seite

Rund 74 Prozent der Deutschen sagen, dass sie sich in Notlagen oder persönlichen Krisen voll und ganz auf ihre Geschwister verlassen können.

Quelle: Gesellschaft für Konsumforschung (GfK)

Dieses Trainingslager habe ich übrigens selbst durchlaufen. Wie habe ich meine große Schwester früher verflucht! Sie wusste immer genau, welche Knöpfe sie drücken musste, um mich auf 180 zu bringen. Gleichzeitig war sie aber auch diejenige, mit der ich die innigsten Geheimnisse teilte. Und niemand konnte mich in traurigen Momenten so gut aufheitern wie sie. So sehr wir auch in Wettstreitigkeiten um die Gunst unserer Eltern kämpften, so sehr brauchten wir einander.

Glücklicherweise scheint das bei meinen Söhnen nicht anders zu sein. Schaut man genau hin, sieht man sie oft, die kleinen Gesten, die die ganze Tragweite einer Geschwisterliebe deutlich machen. Wenn Mika seinem Bruder die Zahnpasta aus der Tube drückt oder ihm einen Becher aus dem obersten Regal angelt. Leider ist der Friede immer nur von kurzer Dauer. Und dann heißt es wieder: „Willkommen in der Manege.“ Just in diesem Moment kündigt sich die nächste Zirkusnummer an: „Maaamaaa, Pepe hat mein Handy in den Kakao gesteckt!“ Wenn Sie Karten für die Vorstellung wollen, geben Sie gern Bescheid …