Weiterlesen mit NEWS. Jetzt testen.
Lesezeit ca. 2 Min.

Der ITK-Verband Bitkom kürt die smartesten Städte Deutschlands


Computerwoche - epaper ⋅ Ausgabe 44/2019 vom 21.10.2019

Im Smart-City-Ranking des Bitkom liegt Hamburg auf Platz eins mit deutlichem Vorsprung vor Karlsruhe und Stuttgart. Dabei hatte erst im Juni der eco-Verband die Hansestadt in seinem Digitalen Länderkompass als Schlusslicht ausgemacht.


Smart-City-Ranking

Artikelbild für den Artikel "Der ITK-Verband Bitkom kürt die smartesten Städte Deutschlands" aus der Ausgabe 44/2019 von Computerwoche. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Computerwoche, Ausgabe 44/2019

Der Digitalverband Bitkom hat einen Smart-City-Index für Deutschland vorgestellt. Demzufolge ist Hamburg die smarteste Stadt hierzulande. Die Hansestadt rangiert mit deutlichem Abstand an der Spitze des Rankings, in dem der Bitkom alle 81 deutschen Großstädte bewertet hat. Hamburg erreicht 79,5 von 100 möglichen Punkten. Dahinter liegen nahezu gleichauf Karlsruhe (69,0 Punkte) und Stuttgart (68,6) auf den Plätzen zwei und drei, gefolgt von Berlin (68,1) und München (67,7). Die ersten zehn Plätze komplettieren Heidelberg (65,6 Punkte), Bonn (62,4), Köln (62,3), Dortmund (61,7) und Darmstadt (61,1).

„Der Smart-City-Index vermisst die deutschen Großstädte in puncto Digitalisierung und macht sie vergleichbar“, sagte Bitkom-Präsident Achim Berg. Hamburg erreiche in allen fünf untersuchten Themenfeldern Spitzenwerte und sei ein Vorbild für viele Smart-City-Initiativen in Deutschland. Für den Index waren rund 7800 Datenpunkte erfasst, überprüft und qualifiziert worden. Bewertet wurden alle 81 deutschen Städte mit mindestens 100.000 Einwohnern in den fünf Themenbereichen Verwaltung, IT-und Telekommunikationsinfrastruktur, Energie und Umwelt, Mobilität sowie Gesellschaft.

Die fünf Bereiche fächern sich in 35 Indikatoren auf, die wiederum aus insgesamt 96 Parametern bestehen – von Online-Bürger-Services über Sharing-Angebote für Mobilität und intelligente Mülltonnen bis hin zur Breitbandverfügbarkeit. Vor der Veröffentlichung erhielten die Städte Gelegenheit, die Daten zu prüfen und zu ergänzen. An Unterstützern für den Smart-City-Index nennt der IT-Lobbyverband die Deutsche Telekom und Vodafone.

Die fünf Themenfelder des Smart-City-Index sollen Stärken und Schwächen der Städte deutlich machen. Hamburg führt auch die Teil-Rankings in den Themen Energie und Umwelt (61,4 Punkte) und Gesellschaft (89,3) an. Die smarteste Verwaltung hat Mannheim (77,6 Punkte), das insgesamt auf dem 20. Platz liegt (54,6). Beim Thema Mobilität hat Stuttgart die Nase vorn (97,0 Punkte). Die beste digitale Infrastruktur bietet Köln auf (83,5 Punkte). Am Ende der Gesamtwertung rangieren Remscheid (27,4 Punkte), Bergisch Gladbach (21,7) und Salzgitter (20,5). „Eine große Überraschung ist, dass es nicht nur in Städten mit hoher Pro-Kopf-Verschuldung oder in strukturschwachen Regionen großen Nachholbedarf gibt“, konstatierte Berg. Mit dem Smart-City-Index wolle der Bitkom wachrütteln.

Städte in Baden-Württemberg und Hessen schnitten im Mittel besser ab als der Durchschnitt. Keine Unterschiede gibt es dagegen zwischen den Städten in Ost-und Westdeutschland. Dem Verband zufolge verfügen ostdeutsche Städte über eine schlechtere digitale Infrastruktur, können das aber durch Pluspunkte bei gesellschaftlichen Aktivitäten ausgleichen.

Rote Laterne für Hamburg im eco-Kompass

Insgesamt muss man den Sinn solcher Rankings allerdings in Frage stellen. Erst Ende Juni dieses Jahres hatte der eco – Verband der Internetwirtschaft den „Digitalen Länderkompass Deutschland“ vorgestellt. Er sollte zeigen, wie weit die einzelnen Bundesländer mit ihren Digitalisierungsstrategien gediehen sind. Schlusslicht im Ranking: Hamburg. Die Verantwortlichen in Hamburgs Amt für IT und Digitalisierung warfen der eco-Studie erhebliche methodische und inhaltliche Mängel vor.


Quelle: Bitkom

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 44/2019 von SAP-Vorstände im Schatten von Hasso Plattner. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
SAP-Vorstände im Schatten von Hasso Plattner
Titelbild der Ausgabe 44/2019 von Die Innovationen in Googles neuen Pixel-Phones basieren auf Software. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Die Innovationen in Googles neuen Pixel-Phones basieren auf Software
Titelbild der Ausgabe 44/2019 von CEO Bill McDermott verlässt SAP – Morgan und Klein übernehmen als Co-CEOs. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
CEO Bill McDermott verlässt SAP – Morgan und Klein übernehmen als Co-CEOs
Titelbild der Ausgabe 44/2019 von SAP bringt die Business Technology Platform heraus. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
SAP bringt die Business Technology Platform heraus
Titelbild der Ausgabe 44/2019 von IT-Service-Management ist das Rückgrat jeder Transformation. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
IT-Service-Management ist das Rückgrat jeder Transformation
Titelbild der Ausgabe 44/2019 von Surface 2019 und 2020 – ein erster Blick auf Microsofts neue Mobilrechner. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Surface 2019 und 2020 – ein erster Blick auf Microsofts neue Mobilrechner
Vorheriger Artikel
Die Innovationen in Googles neuen Pixel-Phones basieren auf Softw…
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel CEO Bill McDermott verlässt SAP – Morgan und Klein &uu…
aus dieser Ausgabe