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Der kleine Bildprofi


video - epaper ⋅ Ausgabe 12/2019 vom 02.11.2019
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Bildquelle: video, Ausgabe 12/2019

Man könnte meinen, bei den hochpreisigen OLED-TVs wäre die Luft recht dünn. Es heißt, alle Panels kommen aus ein und derselben Quelle, und tatsächlich unterscheiden andere Marken ihre Serien eher durch Design und Soundqualität. Da lässt sich Panasonic schon mehr einfallen, um die drei OLED-Reihen voneinander und vor allem von der Konkurrenz zu differenzieren. Immerhin kostet der 55GZW2004 stattliche 1200 Euro mehr als der GZW1004. Der GZW954 spart dem Käufer nochmals 100 Euro. Diese Kunden erhalten jedoch kein Gerät einer „Master HDR OLED Professional Edition“.

Panasonics GZW-2004er sind die ersten TVs, ...

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... die echten 3D-Sound erzeugen können. Dazu sind nach oben strahlen de Lautsprecher hinter dem Display integriert.


Dafür spart Panasonic weder Mühen noch Kosten. Diese entstehen beispielsweise bei der noblen Zertifizierung als „THX 4K“, wo jedes verkaufte Gerät angerechnet wird. Um bei jeder Filmquelle ein perfektes Bildergebnis zu erzielen, kaufte Panasonic die geheimen Algorithmen von Dolby Vision ein, unterstützt aber auch das freie Alternativverfahren HDR10+. Beide Methoden verarbeiten dynamische Metadaten, können also je nach Szene abwechselnd Akzente auf jene Inhalte setzen, die bei preiswerteren TVs absumpfen oder überstrahlen würden. Bei „HLG“, der Sendevariante von HDR, setzt Panasonic die Vorgaben der Norm sehr schön um, ergänzt sie sogar noch um „HLG Photo“, einen Standard zur Bildspeicherung, in dem erstmals (außer RAW) Schnappschüsse in erhöhtem Dynamikumfang gespeichert werden können. Erste Fotoapparate, natürlich von Panasonic, erzeugen solche Bilddateien.

Panasonic behauptet, die eingesetzten OLED-Panels seien selektiert und besonders hochwertig. Unsere Labormessungen stützen diese Aussage, denn die de facto vollständige Abdeckung des Kinofarbraums DCI-P3 genauso wie eine herausragende Helligkeit von 800 Nits in HDR sprechen für sich. Dabei geht Panasonic mit Brillanz und Farbtreue exzellent um. An den professionellen Bildmodi ab Werk ist kaum etwas zu verbessern. Sie liefern Messergebnisse und damit auch einen faszinierenden Bildeindruck von höchster Natürlichkeit. Hier zahlt sich wohl die Zusammenarbeit von Panasoncis Entwicklern mit führenden Koloristen in Hollywood aus, die regelmäßig bei der Endabstimmung der Topserien mithelfen.

Präzision in Bild und Ton

Wer diese Professionalität über die Jahre der Displayalterung behalten will, kann die Geräte kalibrieren lassen. Panasonic bietet diese Dienstleistung sogar über eigene Servicecenter an. Die Arbeit wird erleichtert durch die Möglichkeit der Autokalibration, jetzt sogar mit einem im TV eingebauten Testbildgenerator.

Aufgrund der Atmosboxen wirkt das Gerät auch oben in der Mitte recht klobig. Dafür ist der TV-Sound räumlicher geworden denn je.


Eine exzellente Normabstimmung wäre allerdings kaum etwas wert ohne eine exzellente Bildverarbeitung, die gute wie schlechte Quellen auf die 4K-Auflösung des Panels hochskaliert, die Farben anpasst, danach je nach Zustand der Signale Artefakte und Rauschen mindert oder Ruckler glattbügelt. Dieser „HCX Pro“ genannte Chip hat jüngst die Ergänzung „Intelligent“ erhalten, und wir sehen tatsächlich große Fortschritte vor allem bei der Bewegungsführung.

Und wieder zeigte sich bei unseren Vergleichen, dass niemand so gut in der Lage ist wie Panasonic, dem TV eine Werksabstimmung mit auf dem Weg zu geben, die man sich ungeniert anschauen kann. In „Standard“ wirkt das Bild nur ein wenig zu frisch, aber leicht aufgehübscht, ohne Details an die Rauschglättung zu verlieren. Natürliche Farben bleiben realistisch, allein voll Gesättigtes wirkt übertrieben bunt – wie es der Masse halt besser gefällt. „Professionell“ erscheint alles deutlich flauer, doch natürlich bevorzugen wir diese normgerechte Darstellung. Ultra-HD in HDR kommt extrem satt und düster daher, und in unserem abgedunkelten Labor gibt es so viele Details nahe Schwarz, dass man Helles fast abdecken muss, um die Pracht voll genießen zu können. Die Aufhellung des Ganzen für den Betrieb im Wohn- oder Bügelzimmer gelingt dem versierten Filmfreund mit den vielen, vielen Einstellungen zur Bildoptimierung, die Abertausende von Kombinationen erlauben.

Mehr als Filme schauen

Neben dem ausgereiften visuellen Auftritt glänzt der Panasonic durch eine Audio-Innovation. Er unterstützt Dolby Atmos, jedoch nicht nur bei der Verarbeitung der 3D-Audio-Objekte für den Audio-Rückkanal. Er hat als erster TV echte Upfiring-Lautsprecher integriert, die mehr Surround erzeugen denn je. Man muss nur bei der Installation Abstand von Wand und Decke richtig einstellen, dann gibt es überraschend immersive Sounds, die jedoch nicht ganz das Volumen besitzen, das der 65-Zoll große Bruder des GZW2004 vorgab.

Fazit

Panasonic gibt alles für eine studioreife Bildperformance, setzt dabei auf mehr HDR-Varianten und Optimierungsoptionen als andere. Die Integration von echtem 3D-Sound ist eine Innovation, die Ausstattung rund um Linear-TV und Networking ein Traum.

Auch die metallisierte Fernbedienung besitzt einen professionellen Touch, doch sie muss ohne Mikrofon auskommen.


Optimale Einstellungen

Bildmodus: Professionell
Backlight: 80/Lichtsensor
Kontrast: 96
Helligkeit: 50
Schärfe: 30
Farbe: 55
Farbtemperatur: Warm2
RGB-Gain: 0, 1, 1
RGB-Offset: 0, 0, 0
Gamma: BT.1886

Empfohlener Sehabstand

TV: 3,4 m /DVD: 3,0 m
HD: 2,1 m /UHD: 1,2 m

55” OLED-Panel

Wie üblich kommen alle RGBW-Displays von LG, doch Panasonic will streng selektierte Ware für seine Topp-TVs verwenden.

AUS DEM MESSLABOR

Bildmessung HDTV

Bei vollem OLED-Licht bringt der 55-Zöller über 400 Nits auf den Schirm – bei unseren Testsequenzen mit 30% Durchschnittspegel. Alle Messwerte liegen lobenswert auf Studiosoll, eine Farbabweichung von 1,4 ist nahezu nicht sichtbar.

Bildmessung 4K-HDR

Bei HDR kann sich Panasonic mit einer nahezu vollständigen Abdeckung des DCI-Kinofarbraums rühmen – bei sehr brillanten 803 Nits Leuchtkraft. Graukomposition, Farbabstimmung und Transferfunktion sind bestens umgesetzt.