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Der Kommissar Haller Kunde


Echo der Frau - epaper ⋅ Ausgabe 11/2020 vom 04.03.2020

Das Opfer eines Raubüberfalls an einem Geldautomaten kann den Täter gut beschreiben - diese Beschreibung passt allerdings gleich auf zwei wegen ähnlicher Delikte vorbestrafte Männer …

Artikelbild für den Artikel "Der Kommissar Haller Kunde" aus der Ausgabe 11/2020 von Echo der Frau. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Echo der Frau, Ausgabe 11/2020

Bitte helfen Sie mir, den Täter zu finden!


Kommissar Haller

E s war wohl keine besonders gute Idee, an einem Samstagabend nach der Arbeit noch einmal zu einem Geldautomaten zu fahren und Geld ziehen zu wollen!“, gab der Mann zu Protokoll, der mit einem großflächigen Hämatom im Gesicht an der Seitentür des Rettungswagens saß, nachdem sich die beiden Kommissare Haller und Barth vorgestellt hatten. „Aber manchmal braucht man ...

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... eben doch Bargeld!“

D er Mann betrachtete nachdenklich die Gel- Kompresse in seiner Hand, dann legte er sie zur Kühlung wieder auf seine Verletzung. „Der Mistkerl griff mich an, als ich gerade meine PIN über die Tastatur eingegeben hatte und der Geldautomat zu arbeiten begann. Er riss mich nach hinten und nahm meine Girocard sowie die Geldscheine. Ich sollte ihm nun auch noch meine Geheimzahl verraten! Als ich mich weigerte, schlug er mir mit der Faust ins Gesicht und brüllte mich an. Als ich trotzdem nichts sagte, schlug er noch einmal zu. Draußen fuhr dann ein Auto vorbei, deshalb ist er auf einmal abgehauen. Mitsamt meiner Karte und meinem Geld!“

Einer der beiden Rettungssanitäter, die am Krankenwagen lehnten, räusperte sich nach einem Blick auf seine Uhr. „Wir müssen nun los, wir bringen ihn ins Elisabeth- Krankenhaus. Ihr könnt ihn dort weiterbefragen, wenn ihn die Ärzte in der Notaufnahme untersucht haben und er keine inneren Verletzungen hat.“ Der Patient hob die Hand, als ihm der Rettungssanitäter auf den Sitz half und den Sicherheitsgurt umlegte. „Den Typen habe ich schon einmal gesehen, der war zwei Stunden zuvor in unserem Elektronikmarkt. Ich bin dort Fachverkäufer für Weiße Ware - Kühlschränke, Herde, Waschmaschinen und so etwas. Genau dafür interessierte er sich. Er hätte den exakt gleichen Kühlschrank, nur einen etwas niedrigeren, erzählte er mir, beim Herd sei es genau das Vorgängermodell, das er besäße, auch mit vier Kochplatten, und eindeutig diese Waschmaschine gehöre ihm auch, nur die breitere Variante. Dann kippte das Gespräch, weil ich ihm keinen Rabatt geben konnte. Kurz darauf verschwand er, ungefähr so, wie er auch vorhin hier verschwunden ist.“


„Ich sollte ihm nun auch noch meine Geheimzahl verraten!“


S chluss jetzt!“, entschied da der zweite Rettungssanitäter und schob die Seitentür zu. „Wir fahren!“ Während er um den gelb-roten Wagen mit der Aufschrift „Rettungsdienst“ lief und sich hinters Lenkrad setzte, war sein Kollege schon auf der Beifahrerseite eingestiegen und hatte der Notaufnahme des Krankenhauses ihre Anfahrt gemeldet.

Haller und Barth gingen zu ihrem Dienstwagen. „Das ist nun schon der dritte Überfall dieser Art und nur dieser Mann hat den Täter gesehen. Wir brauchen ein Phantombild von ihm, unbedingt, nur er kann uns helfen! Hoffentlich ist er nicht schwerer verletzt und hoffentlich geben die Ärzte ihre Zustimmung!“ Zwei Stunden später, nach einer Stunde Wartezeit in der Notaufnahme und einer Stunde harter Arbeit an Barths Tablet, war das Phantombild dann erstellt. Christoph Barth schickte es an die Kollegen im Präsidium, die es mit den polizeiinternen Datenbanken abglichen. Kurze Zeit später kam die Antwort: Treffer! Doch leider hatten sich die beiden Kriminalpolizisten zu früh gefreut, denn es gab nicht nur einen Verdächtigen, dessen Aussehen zu dem Phantombild passte, sondern gleich zwei infrage kommende Männer. Zwei Brüder

D ie Gegend kenne ich“, verriet Barth seinem Kollegen Haller später. „Gegensätzlicher als diese beiden Gebäude da, das graue und das blaue, können zwei Mietshäuser nicht sein. Das graue ist ein altes, unsaniertes, in dem die Mieter noch über undichte Fenster, dunkle Treppenhäuser, alte Gasherde und knarrende Türen klagen. Das blaue ist bereits saniert und die Wohnungen sind zur Freude der Mieter mit schallisolierten Fenstern, modernen Elektroherden, Sicherheitstüren und Sprechanlagen ausgestattet.“ Er deutete auf das blaue Haus mit den hellblauen Streifen zwischen den Fenstern und den Dreiecken darüber. „In dem Haus dort wohnt eine Kollegin meiner Frau, die erst in dem anderen Haus gewohnt hat. Wenn meine Frau die früher besucht hat, hat sie immer gesagt, dass die Kälte bei denen so durch die Fensterrahmen zieht, dass man auch gleich auf dem Balkon oder auf der Straße wohnen könnte. Ist meine Frau heute dort zu Besuch, lobt sie alles in den höchsten Tönen und erkundigt sich bei ihrer Rückkehr jedes Mal, ob wir denn nicht auch mal wieder etwas umbauen.“ Haller wollte den Verdächtigen befragen, der in dem blauen Haus wohnte, Julian Starck, Barth dessen Bruder Julius Starck in dem grauen Haus gegenüber.

Oder können Sie Kriminalhauptkommissar Haller vielleicht auch so schon helfen, weil Sie erkannt haben, wer der Täter ist?

ENDE

Die Auflösung finden Sie auf S. 58


Fotos: Panthermedia, pixabay