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„Der Krebs ist voll im Griff “


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Frau im Spiegel - epaper ⋅ Ausgabe 17/2022 vom 20.04.2022

KULTUR

Artikelbild für den Artikel "„Der Krebs ist voll im Griff “" aus der Ausgabe 17/2022 von Frau im Spiegel. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Frau im Spiegel, Ausgabe 17/2022

MULTITALENT Hubertus Meyer- Burckhardt hat bereits fast alles gemacht, was man an Medienberufen machen kann. Der Journalist lebt in Hamburg

SEINE FRAU

Er ist Produzent, Autor und Gastgeber der NDR Talk Show und gilt als wahrer Frauenversteher: Jetzt hat Hubertus Meyer- Burckhardt, 65, passend dazu sein neues Buch „10 Frauen“ herausgebracht, das Interviews mit prominenten Damen wie Senta Berger, Caren Miosga oder Barbara Becker enthält.

„Ich habe ein kritisches Männerbild“

Wie kam es denn zu diesem Projekt?

Ich mache ja seit fast zehn Jahren auf NDR Info die Radio-Sendung „Frauengeschichten“, in der schon an die 80 Frauen zu Gast waren – von Helene Fischer bis hin zu Barbara Schöneberger. Jetzt haben wir mal wieder elf Gespräche davon gedruckt. Es ist schon das zweite Buch.

Sie sagen, Sie sprechen lieber mit Frauen, als ...

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... mit Männern. Wie kommt’s?

Grund eins ist, dass ich mit einem nicht so angenehmen Vater aufgewachsen bin, aber mit einer tollen Großmutter und Mutter. Ich hatte also relativ früh ein sehr positives Frauenbild und ein sehr kritisches Männerbild. Der zweit e Grund ist, dass Frauen gerne über ihre Beziehungen zu anderen Menschen sprechen und sich eher über die Person definieren, während Männer das über ihre Funktion tun. Bei ihnen dreht sich viel um ihren Job und den Status. Aber das interessiert mich einfach null, ich blicke lieber hinter die Fassade.

Sie scheinen sich gut in Frauen hineinversetzen zu können? Sprechen Sie zuhause mit Ihrer Frau auch viel über Gefühle?

Meine Frau ist Journalistin und interessiert sich sehr für Menschen, genau wie ich. Und wir führen beide gerne Gespräche. Dabei ist es aber wichtig, dass nicht nur gesprochen, sondern auch hingehört wird.

TOLLES TEAM

Sie sind ja seit 2015 verheiratet. Haben Sie ein Beziehungs-Rezept?

Humor ist wahnsinnig wichtig und dass man auch über sich selbst richtig lachen kann.

Außerdem muss man sich klar machen – und da ist man bei einer zweiten Ehe natürlich etwas klüger – dass man den anderen nie verändern wird. Gerade bei Frauen scheint es oft so zu sein, dass sie in dem Moment, in dem sie mit einem Mann zusammenkommen, schon anfangen, ihn verändern zu wollen. Aber wenn man einen Menschen nicht toll findet, wie er ist, sollte man vielleicht nicht zusammen sein. Ich glaube ohnehin, viele Leute sind nur in einer Beziehung, weil sie nicht alleine sein wollen.

Dabei ist die Voraussetzung, ein guter Partner zu sein, ja die, dass man auch gut alleine sein kann.

Können Sie gut alleine sein?

Ja, ich war sechs Jahre zwischen meinen Ehen alleine und ich glaube, das war auch wichtig, um mal seelisch auszulüften.

2017 wurde bei Ihnen Krebs diagnostiziert. Hat das Ihre Lebenseinstellung geändert?

Wenn man so eine Diagnose erhält, fühlt man, dass man sterblich ist. Es geht vom Kopf auf die Emotionen über. Das hat dazu geführt, dass meine Lebenslust noch konsequenter und kompromissloser wurde. Außerdem bin ich seitdem Vegetarier, esse nur noch Fisch, kein rotes Fleisch mehr und ernähre mich sehr viel gesünder. Ich lebe deutlich bewusster.

Wie geht es Ihnen heute?

Zum Glück ist der Krebs komplett im Griff. Ich habe im Moment keinen Anlass zur Sorge.

Haben Sie ein Lieblingshobby?

Ich reise, reise, reise – es gibt mittlerweile kaum noch ein Land auf der Welt, in dem ich noch nicht war. Mal alleine, aber auch oft mit meiner Frau. Demnächst bin ich mit einem Freund in den Pyrenäen, zum Wandern, Kirchen besichtigen und Weintrinken. Ich habe ja mal Geschichte studiert und habe jetzt schon die ersten zwei Reiseführer durch. Ich muss mich dann nur bemühen, vor Ort nicht zu schulmeisterhaft rüberzukommen.

Was kann Sie auf die Palme bringen?

Das ist jetzt eine sehr männliche Antwort, aber es gibt so einen Frauen-Typus, der ohne Punkt und Komma redet, und das geht mir tierisch auf die Nerven. Vor allem, wenn es dann nicht mal die klügsten Sätze sind. Wenn mich jemand so zutextet, dann gehe ich manchmal einfach.

Gibt es Dinge, die Sie gar nicht können?

Beim Heimwerken bin ich wirklich die größte Pfeife. Ich beneide diese Männer, die sagen: Ich baue meine Küche jetzt mal selber ein. Würde ich das versuchen, müsste ich für den Rest meines Lebens in Restaurants essen.

Ich gehöre auch zu den ganz wenigen Männern, die nicht kochen können. Aber dafür hatte ich in meinem Leben immer das Glück, von schönen Frauen sehr gut bekocht zu werden...

SARAH SEITERS