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Der Mix macht‘s


Pferd + Sport - epaper ⋅ Ausgabe 12/2019 vom 28.11.2019

Es war kein verflixtes, sondern ein gutes siebtes Jahr: SHS HOLSTEIN INTERNATIONAL eröffnete den Goldenen Pferdeherbst im hohen Norden. Die Mischung aus Spitzensport, Aufgaben für Amateure und den Nachwuchs und gleich drei Serien-Finals machen das Turnier zu etwas ganz Besonderem im schleswig- holsteinischen Veranstaltun


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Start-Ziel-Sieg: Das Team Knutzen entschied die Gesamtwertung im Holsteiner Masters Jugend Team Cup für sich.


Foto: Privat

Insgesamt 25 Springprüfungen von A bis zur schweren Klasse standen auf dem Programm in den Holstenhallen. Die Youngster-Tour für sechs- und siebenjährige Pferde ...

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... nutzten viele Profis, um ihre künftigen Top-Stars an internationale Bedingungen heranzuführen.

So sicherte sich Thomas Brandt aus Niedersachsen mit dem siebenjährigen Westfalen Picard Blue v. Plot Blue den Sieg vor Jan Meves vom RuFV Nutteln mit Escada, einer siebenjährigen Stute v. Chin Camp (Gunter Hartwich, Tetenhusen). Janne Friederike Meyer-Zimmermann war mit ihren beiden Youngstern zwar nicht fehlerfrei, aber dennoch zufrieden. „Ich bin froh, dass es dieses Turnier gibt. Ich komme gerade aus Spanien und hatte nicht so viel Zeit für die Vorbereitung. Es ist besonders schön, unter diesen tollen Bedingungen starten zu können. Mir gefällt besonders gut, dass dieses Turnier so vielseitig ist. Einige nutzen es als Einstieg in die beginnende Hallenreitsaison, für andere ist es das Highlight der Saison, einmal in der Holstenhalle, in so einer besonderen Atmosphäre reiten zu dürfen.“ Eine einzigartige Stimmung lag auch im Finale der Grand Prix-Tour in der Luft: Neun Paare blieben fehlerfrei und qualifizierten sich für das Stechen. Die Abschließende Ehrenrunde wurde angeführt von Christian Hess von der TRSG Holstenhallen Neumünster mit Qienna v.Quo Vadis (Günther Gehrke, Gluesing) vor Carsten-Otto Nagel vom Stall Moorhof mit L‘Esperance v. Lord Z (Welf-Ludewig von Brandis, Wentorf) und Peter Jakob Thomsen vom RUFV Südtondern/Leck mit Colombo v. Cachas (Frauke Bahnsen, Leck). „Ich streiche das für mich rot im Kalender an, dass ich Carsten-Otto mal geschlagen habe“, freut sich Christian Hess über seinen ersten Platz.

Favoritensieg

Alle acht Teams im Holsteiner Masters Jugend Team Cup traten im Finale der renommierten Serie am Samstagabend zur „besten Turnierzeit“ an – und alle jungen Athleten wurden vor gut gefüllten Tribünen frenetisch gefeiert. Das Mannschaftsspringen der Klasse M* mit zwei Umläufen dominierte das Team BiB mit Johanna Beckmann (Reit- und Fahrverein Germania Marne), Romy Rosalie Tietje (RG Gestüt Heidberg), Lena Magens (RV Breitenburg) und Thore Stieper (RuFV Nutteln) mit ihrem Mannschaftsführer Christian Schröder. Das Quartett platzierte sich souverän an der Spitzenposition. Das tolle Ergebnis änderte jedoch nichts mehr am Gesamtsieg der Tour. Das Team Knutzen war mit 42 Punkten ins Finale gestartet: Ein dritter Rang im abschließenden M-Springen reichte dem Team um Mannschaftsführer Jörg Carstensen und Michael Grimm, um sich den Gesamtsieg im Holsteiner Masters Jugend Team Cup zu sichern. In Neumünster wurde die Equipe durch Mattis Johannsen (PSG Hörup und Umgebung), Malin Asmussen (RuFV Hanerau-Hademarschen), Tjade Carstensen (Reitverein Obere Arlau Sitz Behrendorf) und Janne Ritters (RV Concordia a.d. Miele) repräsentiert.

Im Gesamtranking folgten auf den Plätzen zwei und drei das Team PFERD+SPORT vor dem BiB-Team. Holsteiner Masters Geschäftsführerin Lina Preuss zog ein begeistertes Fazit: „Ich bin immer wieder beeindruckt, wie hervorragend sich die Nachwuchsreiter vom Auftakt der Serie bei den VR Classics bis zum Finale entwickeln. Sie sammeln Routine und Erfahrungen während der Tour, sodass wir 2019 auffallend viele sehr gute Ritte in den Holstenhallen von Neumünster bewundern durften.“

Zwei souveräne Siegerinnen

Ein weiteres Finale wurde mit dem Saisonabschluss im LVM Cup gefeiert – zum zehnten Mal übrigens. In der Dressur traten elf junge Athletinnen an, eine setzte sich mit Abstand an die Spitze: Marie Holtfreter vom Garstedt-Ochsenzoller Reit- und Fahrverein. Die 14-Jährige präsentierte in der Dressurprüfung der Klasse L die erst sechsjährige Stute Dancing Daylight NRW und wurde für die vorbildliche Darstellung mit der Traumnote 8,8 belohnt. Kommentator der Prüfung war Reitmeister Dolf-Dietram Keller und der schwärmte: „Du hast ein sehr qualitätsvolles Pony, das Du sehr korrekt vorgestellt hast. Die Lektionen wurden sicher und blitzsauber ausgeritten.“ Die sympathische Siegerin strahlte: „Dancing Daylight ist noch so jung, ich wollte mit ihr einfach nur eine sichere Runde absolvieren und jetzt habe ich gewonnen. Ich bin überglücklich.“ Als Ehrenpreis hatte die LVM Versicherung vier Karten für das Dressurstadion am Samstag und Sonntag beim CHIO in Aachen 2020 ausgelobt. Im Finale des LVM Cups Springen ging es spannend und rasant zu. Sieben Athleten hatten sich für das Stechen der Stilspringprüfung der Klasse L qualifiziert. Nane Clausen (RuFV Oestl. Karrharde/Medelby) und ihre Hannoveraner Stute Clintera waren als höchstbewertetes Paar (8,6) ins Finale gestartet – Kommentator Dirk Ahlmann hatte nach der ersten Vorstellung geurteilt: „Das war ein sehr gelungener Ritt und Du hast ein sehr gutes Auge für den Parcours.“ Und auch im Finale behielt die Sportlerin die Nerven und absolvierte den Parcours wieselflink. Alles sah nach dem Gesamtsieg aus – doch dann kam Esther Bichmann vom Reitclub Damp mit ihrem siebenjährigen Holsteiner Wallach Habbo (Rolf Stecher, Nordhastedt). Sie brauste über die Hindernisse, verlor sogar ein Bügel, war aber nicht zu stoppen und setzte sich in Bestzeit an die Spitze. „Ich kenne mein Pferd“, schnappte die 17-Jährige anschließend nach Luft. „Deshalb habe ich weiter Gas gegeben. Habbo würde mich nie im Stich lassen.“ Auch Esther Bichmann erhielt für ihren Finalsieg vier Karten für das CHIO in Aachen – dieses Mal für das Springstadion: „Ich nehme meine Mutter und meine Schwester mit, die mich immer unterstützen. Ich bin der LVM Versicherung wahnsinnig dankbar, genauso wie dem Veranstalter vom Turnier SHS Holstein International. Es ist unglaublich, was hier alles auf die Beine gestellt wird, um uns ein unvergessliches Erlebnis zu bereiten.“ Johanna Marheineke, Referentin für Landwirtschaft und Pferdezucht und -sport bei der LVM Versicherung, zog nach dem Finale glücklich Bilanz: „Sowohl in der Dressur als auch im Springen haben wir hochkarätigen Sport gesehen. Ein großes Kompliment möchte ich den beiden Kommentatoren Dolf-Dietram Keller und Dirk Ahlmann aussprechen. Sie sind individuell auf jeden Reiter eingegangenen und haben versucht, allen Teilnehmern Tipps für die Arbeit zuhause mitzugeben. Das war hervorragend.“

Gewinner im Großen Preis von Neumünster: Christian Hess und Qienna


Foto: Agentur Holsteinoffice, Jörg Lühn

Das war rasant: Esther Bichmann und Habbo sausten zum Sieg im LVM Cup Springen.


Foto: jans-lichtbilder.de, Jan Petersen

Tolles Pony, hochtalentierte Reiterin: Dancing Daylight NRW und Marie Holtfreter


Foto: jans-lichtbilder.de, Jan Petersen

Grandchampion im Balios Hunter Cup: Mia Scholz mit ihrem Charlie Pitts


Foto: jans-lichtbilder.de, Jan Petersen

Neuer Grandchampion

Bereits zum dritten Mal feierte der Balios Hunter Cup sein großes Serien-Finale bei dem Turnier SHS Holstein International. Zu bewundern gab es hervorragende Ritte, bestens rausgebrachte Pferde und jede Menge engagierte Reiterinnen.

Eröffnet wurde das Finale durch die 85er-Klasse: Hier siegten Anett Markus vom RFV Husberg u.U. und ihr neun Jahre alter Holsteiner Candiego (Heinrich Storm, Hingstheide) mit der Wertnote 8,6. Detlef Peper und Christian Schlicht kommentierten die Ritte und der langjährige Landestrainer Peper lobte: „Das war eine hervorragende Runde mit sehr viel Gleichmaß. Dein Pferd war super an den Hilfen und im Rhythmus und ist locker durch den Körper gesprungen.“ Rang zwei belegten Nina Kemker von der RG Gestüt Heidberg und ihr Holsteiner Wallach Lucio (Franz Günter Stricker, Schierensee) mit der Endnote 8,3. Im Finale der 95er-Klasse pilotierte Jette-Marie Ernst (RV Osdorf u.Umg.) ihre Oldenburger Stute Zaphira auf Rang eins – sie wurden von der Jury mit der Traumnote 9,0 für ihre Vorstellung belohnt. Mia Scholz (Probsteier RV e.V. Schönberg) und ihr wunderschöner Holsteiner Charlie Pitts v. Chin Champ rangierten mit einer 8,4 an zweiter Position. Nach diesen beiden Prüfungen traten die beiden erstplatzierten Teilnehmer der 85er- und 95er-Klassen erneut an, um den Balios Hunter Cup Grandchampion zu ermitteln. Mia Scholz und Charlie Pitts (Hanno Köhncke, Badendorf) hatten im Springen mit Idealzeit das beste Gefühl für Wege und Tempo und sicherten sich souverän den Titel!

Balios Geschäftsführer Peter Plambeck freute sich über das gelungene Event bei dem internationalen Turnier in Neumünster: „Das Finale hat sich hier fest etabliert und wir haben viele harmonische Vorstellungen gesehen. Die Richter waren begeistert von dem Niveau, das noch nie so hoch war und die Reiterinnen waren topmotiviert und man konnte ihnen ihre Freude am Reitsport deutlich anmerken.“

Und auch Harm Sievers vom Veranstalter-Trio war mit seinem siebten Event zufrieden: „Alle Abläufe sind nun eingespielt, die Mischung aus Prüfungen für die Profis, die Amateure und den Nachwuchs kommt an und das werden wir sicher so beibehalten.“