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DER NEUTRALE SCHWUNG: IHR GANZER KÖRPER: SCHWINGT MIT!


GOLF MAGAZIN - epaper ⋅ Ausgabe 121/2018 vom 05.12.2018

Unter dem Motto„Neutral ist besser“ beleuchten Stefan Quirmbach und Professor Dr. Dr. Hans- Werner Buhmann den schmerzfreien Schwung. Wie sie sich den vorstellen und welche Vorteile er bringt, verraten die Experten im Interview und auf den Folgeseiten mit konkreten Beispielen


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Bildquelle: GOLF MAGAZIN, Ausgabe 121/2018

Stefan Quirmbach (links) und Hans-Werner Buhmann im Studio unseres Fotografen Stefan von Stengel.


Was macht Ihre Zusammenarbeit so einzigartig?
Hans-Werner Buhman
(HWB) : Stefan Quirmbach hat sich seit seiner Jugend intensiv mit dem Golfsport beschäftigt und sich stets bezüglich der Technik, Biomechanik, Materialkunde und der ...

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Was macht Ihre Zusammenarbeit so einzigartig?
Hans-Werner Buhman
(HWB) : Stefan Quirmbach hat sich seit seiner Jugend intensiv mit dem Golfsport beschäftigt und sich stets bezüglich der Technik, Biomechanik, Materialkunde und der Didaktik dieser Sportart weitergebildet. Aber auch die gesundheitlichen Aspekte dieser Sportart sind ihm wichtig. Als Sportmediziner treiben mich genau diese Aspekte an.

Stefan Quirmbach (SQ) : Die gegenseitige Anerkennung, dass der andere in seinem Fach echt gut ist, ist das Grundelement.

An wen richten Sie sich mit dem Gedanken „Neutral ist besser“?
SQ : Das Thema betrifft jeden Golfer. Selbst die, die noch keine Beschwerden haben, zeigen häufig Bewegungsmuster, die über kurz oder lang zu Beschwerden führen könnten. Natürlich sprechen wir damit auch Hobbygolfer, die Einschränkungen haben, sowie Leistungsgolfer an, die sich am Limit bewegen.

Was ist ein neutraler Schwung?
HWB : Ein neutraler Schwung orien- tiert sich an unseren vorgegebenen Bewegungsmöglichkeiten. Wir zwingen unserem Körper damit keine Bewegungen auf, für die er nicht geschaffen ist, und muten ihm auch keine Belastungen zu, die zu Schäden am Bewegungsapparat führen müssen. Wir können auch aus dem Profisport lernen: Golfgrößen wie Bernhard Langer oder Tiger Woods mussten im Laufe ihrer Karriere ihren Schwung neutralisieren, um gesundheitliche Probleme in den Griff zu bekommen.

SQ : Aber es sind häufig gar nicht die schweren Verletzungen, sondern gerade die kleinen Zipperlein, die chronifizieren und uns bei unserem Sport einschränken. In unserer Definition bedeutet neutral ein an die individuellen biomechanischen und physiologischen Möglichkeiten angepasster Schwung, der dadurch die jeweils geringste Belastung bei jedem Spieler darstellt. Es erscheint logisch, die gefährlichen Kompensationsketten gegen neutrale Bewegungen auszutauschen.

Auf welche Körperpartien wirken die freigesetzten Kräfte eines Schwungs?
SQ : Die größten Kräfte wirken in der Lendenwirbelsäule. Dann im weiteren Verlauf in der Wirbelsäule, den Hüften, Knien und Fußgelenken. Danach sind Schultern und Handgelenk stark belastet.

HWB : Häufig müssen aber vor allem Schwachstellen, wie ein instabiles Knie oder eine voroperierte Wirbelsäule, besonders berücksichtigt werden.

Sollte sich jeder Amateur mit einem neutralen Schwung auseinandersetzen?
SQ : Identifizieren sie ihren Schwungstil: Handelt es sich um eine individuelle Note oder ist es eine Kompensationskette? Viele Fehler sind bereits im Set-Up und im Griff erkennbar und dort auch auszumerzen. Neutral wird häufig mit uniform verwechselt. Es gibt viele Schwungeigenarten, die in keiner Weise gefährlich oder schlecht für den Schlag sind. Diese muss man nicht „weg korrigieren“, sondern nur solche, die die Gelenke treffen.


„Kleine Zipperlein schränken uns oft ein“


PROFESSOR DR. DR. HANS-WERNER BUHMANN

Jahrgang 1957, verheiratet, drei Kinder

Professor Dr. Dr. Hans-Werner Buhmann ist Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie Ärztlicher Direktor der Fachklinik für Orthopädie und Innere Medizin in Heilbad Heiligenstadt. An der Universität Göttingen hält Hans-Werner Buhmann sportmedizinische Vorlesungen und Seminare und ist 2009 zum Honorarprofessor ernannt worden. Seit 2012 ist Buhmann wissenschaftlicher Leiter der größten Sportmedizinischen Fort- und Weiterbildung für Ärzte.

Warum verletzen sich Profigolfer nicht viel häufiger? Schwingen sie neutral?
SQ : Das stimmt so nicht. Profis verletzten sich häufig, leiden oft unter großen Schmerzen. Sie sind aber meist sehr gut trainiert und halten mehr aus. Sie lassen sich zudem oft direkt nach den Runden und zwischen den Turnieren physiotherapeutisch intensiv behandeln. Die Schwünge vieler Superstars sind nicht neutral und daher auch nicht nachahmenswert.

Wie viel Zeit muss man investieren, um den Schwung umzustellen?
SQ : Es dauert nicht so lange wie es häufig angenommen wird. Es hängt vom Willen und der Disziplin des Schülers ab, wie schnell das geht. Es ist natürlich nicht mit einer Stunde Unterricht getan. Der Pro kann nur neue oder andere Reize setzen. Das Eingraben in das Hirn ist dann schon die Aufgabe des Schülers.

An wen kann man sich wenden, um effektiv einen neutralen Schwung zu erlernen?
SQ : An alle Pros mit dem Siegel PGA of Germany. Wir haben in der PGA of Germany eine Zusatzqualifikation geschaffen, den sogennanten „Health Pro“ (vertiefende Informationen dazu im Internet unter dem Link pga.de/health-professionals; Anmerkung der Redaktion ). Von ihnen gibt es mittlerweile ca. 50, die über ganz Deutschland verteilt sind.

Kann auch ein Fitnessprogramm vor Verletzungen schützen?
SQ : Das geht Hand in Hand. Je beweglicher und kräftiger ein Spieler ist, umso besser ist er vor Verletzungen geschützt und kann auch koordinative Aufgaben bei Korrekturen schneller umsetzen.

HWB : Mit einem gezielten Fitnessprogramm wird Muskulatur aufgebaut, die Wirbelsäule und Gelenke stabilisiert und schützt. Gleichzeitig wird muskulären Dysbalancen vorgebeugt, die durch eine einseitige sportliche oder berufliche Belastung entstehen. Wichtig ist dabei, dass es sich um ein gesundheitsorientiertes Funktionstraining handelt, das auf die verschiedenen Muskelgruppen fokussiert und insbesondere auch eine optimale Wirbelsäulenstatik und Rumpfstabilität erzielt.

STEFAN QUIRMBACH

Jahrgang 1960, verheiratet, zwei Töchter

PGA of Germany Professional seit 1984. 5 ***** Award der PGAs of Europe. Seit 2000 Präsident der PGA of Germany / Masterprofessional. Zusatzausbildung Health Pro der PGA. Inhaber der Golfschule im Golfsport Hardenberg (Info: gchardenberg.de). Neben dem Einzelunterricht gibt es ein vielfältiges Kursprogramm mit Kursen wie „Schmerzfrei besser Golfen“, „Ladies Only“ und viele andere mehr. Weitere Infos unter stefanquirmbach.de


„Das Thema betrifft jeden Golfer“