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Der noble Korsar Lincoln Corsair


Gasoline - epaper ⋅ Ausgabe 3/2019 vom 16.05.2019

Sobald er auf großer Fahrt ist, will der 2020er Lincoln Corsair sowohl amerikanische Herzen als auch chinesische Geldbörsen en masse rauben. Dazu wirft sich das vom Ford Kuga abgeleitete Mittelklasse-SUV attraktiv in Schale und lässt es an Annehmlichkeiten nicht mangeln.


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Bildquelle: Gasoline, Ausgabe 3/2019

In der Tat ließ sich die edelste Tochter der Fo-MoCo nicht lumpen und verpasste dem noblen Abkömmling des Ford Escape optisch wie technisch nur vom Feinsten. Die Ablösung des auf dem vorigen Escape basierenden MKC zieht designseitig als einzigen echten Nutzen aus der Fronttriebler-Plattform des Escape – hierzulande besser bekannt als ...

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... Kuga – den kurzen Abstand zwischen der Basis der A-Säulen und den Vorderrädern. Abgesehen davon sieht der Corsair einfach aus wie ein verkleinerter Aviator. Dies ist zwar nicht besonders bahnbrechend, aber keineswegs eine schlechte Wahl, da er breitschultrig und schlank auftritt. Auch dank seiner massiven Frontmaske und der sanft fallenden Dachlinie gibt der Seeräuber ein stimmiges Bild ab. Das kommt beim Blick auf die Flanke auch durch den Verzicht auf Experimente mit der Cund D-Säule zustande – beide ultra-konservativ eher dünn ausgelegt und ziemlich parallel nach vorne geneigt, huldigen sie einer absoluten Ikone im Feld der Nobel-Allradler. Denn auch der Range Rover spart sich markante, aber eben keinesfalls über alle Zweifel erhabene Säulen-Sperenzien vom Schlage eines Kia Sportage, Mercedes GLE oder eben auch Ford Escape/Kuga.

Lincoln mühte sich nach Kräften, nicht auf den Plattformspender Ford Kuga hinzuweisen. Und zwar mit maximalem Erfolg, wie man angesichts dieses Innenraums neidlos anerkennen muss


Noch besser, das Interieur orientiert sich deutlich an den größeren Lincoln Crossovers und SUVs mit horizontaler Anordnung und viel Chrom, was einen Hauch 50er-Jahre-Progressivität mit sich bringt. Der Corsair erhält gegenüber dem ein ganz anderes Publikum ansprechenden Escape einzigartige Akzente wie einen Lüftungsauslass auf voller Breite und ein Bedienpanel oberhalb der Mittelkonsole, das aus dem Armaturenbrett herausragt. Es ist die Umkehrung der Steuerelemente von Aviator und Navigator. Die 24-Wege-Vordersitze mit elektrischer Verstellung sind gegen Aufpreis erhältlich. Das Schieben und Neigen der hinteren Sitze geschieht serienmäßig wiederum von Hand. Lincoln bietet ferner isolierende Funktionen wie eine doppelwandige Spritzwand und aktive Geräuschunterdrückung als Standard an.
Neben aus anderen und bisweilen größeren Luxusautos bekannten Komforttechnologien wie dem Head-up-Display lockt der Corsair mit einer ganzen Reihe Fahrerassistenz-Tools und der Möglichkeit, das eigene Mobiltelefon als Schlüssel zu verwenden. Mit ihm können diverse Funktionen aus der Ferne gesteuert werden, wobei unter anderem Einstellungen für das Infotainment, die Sitze und die Klimatisierung gespeichert werden. Ein Schlüsselanhänger gehört immer noch zum Fahrzeug, und wenn ein Telefon – primär wegen Akkuschwäche – ausfällt, lässt sich der recht kompakte Lincoln immer noch über die Außentastatur und den Infotainment-Touchscreen öffnen und starten.
Angesichts der Escape-Bodengruppe erhält das Lincoln-SUV auch ähnliche Antriebe wie der Ford-Crossover. Der Corsair startet jedoch mit dem Top-Motor des Escape, einem 2,0-l-Turbo-Reihenvierzylinder, der 250 PS und ein Drehmoment von 373 Nm liefert. Es ist serienmäßig mit Frontantrieb ausgestattet, Allradantrieb ist jedoch optional erhältlich. Laut John Jraiche, dem leitenden Corsair-Ingenieur, kann der Allradantrieb 100 Prozent der Leistung nach vorne oder hinten verlagern. Er koppelt auch die Hinterräder ab, wenn diese bei ausreichend Traktion zugunsten einer verbesserten Effizienz nicht benötigt werden. Der andere angekündigte Motor ist ein 2,3-Liter-Turbo-Reihenvierzylinder mit 280 PS und 420 Nm Drehmoment. Dieser dem Mustang EcoBoost nahestehende Motor ist für den Escape nicht verfügbar und wird standardmäßig im Corsair mit Allradantrieb geliefert.
Jraiche legte weiterhin dar, dass es eine Hybridvariante geben wird; eine offizielle Erklärung hierzu steht aber noch aus. Ein Hybrid-Modell ist in der Tat alles andere als abwegig, da der Escape sowohl als konventionelle Hybrid- als auch als Plug-in-Version erhältlich ist. Allerdings ist nicht zu hoffen, dass Lincoln für die Corsair-Hybriden einen Turbomotor verwenden wird – im Escape basieren die Verbrenner beider alternativen Motorisierungen auf dem betont effizienzstatt dynamikgetrimmten Atkinson-Zyklus. Sicherer ist, dass dieses elektrisch unterstützte Kraftwerk als Spitzentriebwerk fungieren wird, ähnlich dem Aviator-Plug-in-Hybrid. Ein solches Modell wäre auch ein weiteres Unterscheidungsmerkmal gegenüber dem deutlich bodenständigeren Ford Escape.

Einerseits subjektiv einen Schuss zu generisch geraten, verstört der neue Corsair andererseits nicht mit gruseligen Designexperimenten. Das durchgehende Rückleuchtenband trug schon der Corsair-Vorgänger MKC


Luftig, hell und großzügig – das ist der Traum, aus dem internationale SUV-Träume sind


Sesam, öffne dich! Der Fußgestensensor zur Heckklappen-Öffnung ist aus dem alten Kuga bekannt, die C-Säule mit Anleihen vom Aviator und vom Range Rover nicht


Der Lincoln Corsair wird in Louisville, Kentucky, für den US-amerikanischen Markt gebaut, die Version für den chinesischen Markt wird direkt im Reich der Mitte produziert.


Fotos: Lincoln