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Der richtige Repeater für Ihr WLAN


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PC Welt - epaper ⋅ Ausgabe 3/2022 vom 04.02.2022

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Bildquelle: PC Welt, Ausgabe 3/2022

Ein WLAN-Repeater ist die beste Methode, um Ihrem Funknetz zu mehr Tempo und Reichweite zu verhelfen. Er verstärkt das WLAN-Signal des Routers in die gewünschte Richtung, sodass stationäre Geräte, die weiter von der Basisstation entfernt sind, noch mit hohen Datenraten ins Internet kommen, und er sorgt dafür, dass Smartphone und Notebook immer optimal mit dem Netzwerk verbunden sind – egal, wo Sie sich gerade in der Wohnung befinden. Deshalb ist das gezielte Verstärken des WLANs an Problempunkten oft sinnvoller als der Umstieg auf einen vermeintlich schnelleren WLAN-Router oder einen neuen WLAN-Standard.

„Ein Repeater soll nicht nur Funklücken stopfen, sondern auch das WLAN zukunftssicher machen.“

Die Auswahl des passenden Repeaters wird allerdings komplizierter, denn das Produktangebot ist in letzter Zeit stark gewachsen: Verkauften die meisten Hersteller früher einen oder höchstens zwei ...

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... Repeater – einen günstigen und einen schnellen –, finden Sie jetzt zahlreiche Geräte in jeder Preis- und Leistungsklasse. Deshalb sollten Sie genau hinschauen, damit Sie den Repeater auswählen, der optimal zu Ihrem Router, der Art und Anzahl Ihrer WLAN- Geräte und den Umgebungsbedingungen bei Ihnen zu Hause passt.

Wir geben eine Übersicht über empfehlenswerte WLAN-Repeater mit den Standards 11ac (Wi-Fi 5) und 11ax (Wi-Fi 6). Ihr WLAN sollte auf jeden Fall mit einem Router arbeiten, der einen dieser beiden Standards nutzt – ein komplettes Funknetz auf Basis des Standards 11n ist nicht mehr zeitgemäß. Trotzdem sind wohl bei den meisten Nutzern immer noch viele 11n-Clients Teil eines 11ac- oder Wi-Fi-6-WLANs: Ob es sich lohnt, speziell für diese älteren Geräte noch zu einem 11n-Repeater zu greifen, beleuchten wir im Kasten auf Seite 60.

Das sollten Sie bei der Repeater- Auswahl beachten In einem WLAN ist normalerweise der Router das leistungsfähigste Funknetzgerät: Deshalb sollte der Repeater mit demselben WLAN-Standard ausgestattet sein. Im Idealfall ist das auch der Standard, den die meisten anderen Geräte im WLAN nutzen.

Für die Geschwindigkeit des Repeaters spielt vor allem die Zahl der Mimo-Streams eine Rolle, die er parallel übertragen kann. Am besten wählen Sie einen Repeater, der genauso viele Streams wie der Router hat, und die schnellsten Clients, die Sie mit ihm verbinden wollen. Zum Beispiel passen die Fritzbox 7530 und der Fritz-Repeater 1200 gut zusammen, weil sie jeweils über die Standards 11ac (5 GHz) und 11n (2,4 GHZ) 2x2-Mimo-Ströme verarbeiten können. Zudem nutzen auch sehr viele Notebooks und Smartphones zwei Mimo-Streams.

Wollen Sie per Repeater einen einzelnen, schnelleren WLAN-Client anbinden – zum Beispiel einen PC mit einer PCI-Karte, die vier Datenströme verarbeiten kann –, lohnt sich ein 4x4-Repeater: Natürlich nur, wenn auch der WLAN-Router vier Streams beherrscht, ansonsten reduziert sich die Datenrate auf das Niveau des langsamsten Glieds der Kette Router-Repeater-Client.

Ein 4x4-Repeater in Verbindung mit einem 4x4-Router kann aber sinnvoll sein, wenn er MU-Mimo (Multi-User Mimo) beherrscht: Er nutzt dann seine vier Datenströme aus, indem er gleichzeitig an mehrere WLAN- Clients überträgt – sofern auch diese MU- Mimo verstehen.

Wenn Sie sich an diesen Empfehlungen orientieren, erhalten Sie möglichst hohes Tempo im WLAN. Soll der Repeater dagegen vor allem dafür sorgen, dass die Bandbreite des Internetanschlusses ungebremst ins heimische Netzwerk kommt, kann ein weniger leistungsfähiges Gerät genügen – je nachdem, wie schnell Ihr VDSL- oder Kabelanschluss ist. Konkrete Empfehlungen sind schwierig, da das tatsächliche WLAN-Tempo von den Gegebenheiten vor Ort abhängt. In unseren Tests zeigt sich, dass ein 11ac-Repeater mit zwei Streams meist für Online- Anschlüsse bis 100 MBit/s ausreicht, bei höherer Internetbandbreite empfiehlt sich ein Gerät mit mehr Streams beziehungsweise Tri-Band-Technik oder eine Router-Repeater-Kombination mit Wi-Fi 6.

Achtung: Die von den Herstellern und in der Ausstattungstabelle angegebenen Datenraten der Repeater sind Idealwerte, die sich in der Praxis nie erreichen lassen. Selbst unter optimalen Bedingungen wie kurzer Entfernung und wenig Störsignalen kommen die Geräte höchstens in die Nähe dieser Werte. Trotzdem lassen sie sich als Anhaltspunkt für die Leistung eines Repeaters verwenden: Ein WLAN-Verstärker mit einer höheren Transferrate im Datenblatt wird üblicherweise auch in der Praxis schneller sein.

Diese Ausstattung sollte ein Repeater haben Alle in diesem Ratgeber vorgestellten Repeater sind Dual-Band-fähig: Sie übertragen also über 2,4 und über 5 GHz. Die 11ac- Repeater nutzen diesen Standard für 5 GHz und 11n für 2,4 GHz. Aktuelle Wi-Fi-6-Repeater setzen die Vorteile des neuen Standards auf beiden Frequenzbändern ein.

Weil Dual-Band-Repeater das WLAN-Signal nicht nur über ein Band empfangen und weiterleiten können, halbiert sich bei ihnen die Datenrate nicht – sie nutzen das sogenannte Crossband-Repeating. Wie schlau der Repeater die Daten aber auf die zwei Bändern verteilt, hängt vom jeweiligen Modell und vom Hersteller ab: Besonders bei den sehr günstigen Geräten müssen Sie im Menü die Frequenz fest einstellen, über die der Repeater den Router beziehungsweise die Clients kontaktiert. Clevere Repeater wechseln je nach Client und Signalstärke selbstständig die Frequenz. Übrigens: Auch wenn WLAN-Hersteller Ihnen etwas anderes vermitteln wollen, lassen sich Router und Repeater unterschiedlicher Hersteller problemlos und ohne Tempoeinbußen kombinieren. Anders sieht es bei sogenannten Mesh-Repeatern aus: Hier können Sie die Vorteile bei Geschwindigkeit und Bedienung nur nutzen, wenn auch der

Router beziehungsweise die anderen Mesh- Geräte vom gleichen Hersteller stammen. Warum die Bezeichnung „Mesh“ eher verwirrt als Klarheit schafft, lesen Sie im Kasten auf Seite 61.

Komplette Mesh-Systeme mit zwei oder mehr Stationen empfehlen sich, wenn Ihr Internetrouter kein leistungsfähiges WLAN besitzt: Sie schließen dann eine Mesh-Station für den Onlinezugang per LAN-Kabel am Router an und schalten dessen WLAN ab. Um die kabellose Verbindung der Clients kümmert sich dann das Mesh-System.

Besonders flexibel lassen sich Repeater mit zusätzlichen LAN-Ports einsetzen: Sie können sie als Access-Point verwenden, indem Sie Router und Repeater per Kabel verbinden. Der Repeater liefert dann ungebremstes WLAN für die Clients an seinem Aufstellungsort. Umgekehrt lassen sich Geräte ohne WLAN wie PC, NAS oder Fernseher per Kabel am Repeater anschließen, die dann eine Verbindung zum WLAN-Router herstellen. Wer ein besonders schnelles Netzwerk aufbauen will, achtet beim Repeater auf einen LAN-Anschluss mit 2,5-GBit/s.

11AC: GÜNSTIGE REPEATER BIS 30 EURO

Auch das Format des Repeaters kann die Kaufentscheidung beeinflussen: Günstigere Modelle kommen oft in einem Gehäuse, das in eine Steckdose passt. So lassen sich die kompakten Repeater unauffällig in der Wohnung platzieren. Soll dabei kein Stromanschluss verloren gehen, müssen Sie ein Modell mit integrierter Steckdose kaufen. Der Nachteil: Steckdosen befinden sich meist in Bodennähe oder am Zimmerrand – keine guten Orte für den WLAN-Empfang. Leistungsfähige Repeater sind meist größer und deshalb als Standmodelle gefertigt,

WARUM SIE KEINEN 11N-REPEATER BRAUCHEN

Die billigsten WLAN-Repeater kosten kaum mehr als 10 Euro. Da liegt der Gedanke nahe, das Funknetz damit günstig zu erweitern. Das macht aber nur Sinn, wenn Sie ausschließlich auf 11n setzen – bei Router und Netzwerkgeräten. In diesem Fall spielt Tempo wohl ohnehin keine Rolle, sondern es geht nur darum, die Reichweite zu vergrößern. Denn die günstigen 11n-Repeater arbeiten im Single-Band-Modus, also ausschließlich auf der 2,4-GHz-Frequenz: So halbiert sich die ohnehin magere Datenrate bei der Weiterleitung der Daten vom Router zum Client und umgekehrt. Was häufig übersehen wird: Auch ein 11ac-Repeater nutzt über 2,4 GHz den 11n-weil sie mehr Platz für Antennen und WLAN- Hardware benötigen. Unbemerkt bleiben sie deshalb nicht, sie lassen sich aber flexibler für eine optimale Signalübertragung aufstellen. Bei einem Repeater mit externen Antennen können Sie darüber den WLAN-Transfer etwas verbessern, wenn Sie sie gezielt ausrichten – das ist vor allem bei Steckdosen- Repeatern hilfreich. Viel entscheidender ist aber, einen optimalen Standort für den Repeater zu finden: Er sollte dort stehen, wo er sowohl Router wie Client gut erreicht. Viele Modelle geben Ihnen anhand von Gehäuse-LEDs über die Qualität der Platzierung Bescheid. Einige Hersteller haben einen Verbindungcheck für den Repeater auch in ihre WLAN-Apps integriert, so zum Beispiel AVM in der Fritz-App WLAN.

Standard und kann daher ältere Geräte problemlos ins WLAN einbinden. Weil er aber aufgrund seiner Dual-Band-Fähigkeit zum Router eine 11ac-Verbindung aufbaut, kommt es dabei nicht zum Tempoeinbußen.

Das leisten günstige Repeater

Günstigste Repeater für 11ac kosten knapp über 20 Euro. Sie bieten aber nur einen Stream über 5 GHz und maximal zwei über 2,4 GHz: Deshalb kommen sie vor allem in Frage, wenn Sie ein günstiges Smartphone, Tablet oder Notebooks ins WLAN bringen wollen, denn diese Clients können meist ebenfalls nur über einen Stream übertragen. Außerdem macht ein günstiger Repeater Sinn, wenn Sie Geräte anbinden wollen, die nicht permanent oder nur wenige Daten im WLAN übertragen: Zum Beispiel einen Drucker, den Sie kabellos für Netzwerk-Clients erreichbar machen wollen, oder Geräte zur Heimvernetzung. In diesem Fall stört es auch nicht, wenn der Repeater keinen automatischen Bandwechsel beherrscht: Sie schließen den langsamen WLAN-Client einfach per 2,4 GHZ an, wohingegen die Verbindung zum Router über 5 GHz läuft.

MITTELKLASSE-REPEATER FÜR 11AC

Auch wenn ein Full-HD-Fernseher oder eine Settop-Box, die diese Auflösung liefert, ins WLAN kommen soll, genügt ein Repeater aus dieser Preisklasse – sofern er einen LAN-Anschluss hat und sich in den Modus WLAN-Brücke beziehungsweise WLAN- Client versetzen lässt.

Die besten Repeater für jedes WLAN

Ab rund 30 Euro bekommen Sie schon einen Repeater mit jeweils zwei Mimo- Streams über 5 und 2,4 GHz. Das ist die passende Ausstattung, um die meisten WLAN-Clients mit ausreichendem Tempo anzubinden: Denn fast alle Notebooks, Tablets und Smartphones mit 11ac-WLAN übertragen auch mit zwei Streams.

Für rund 45 Euro finden Sie Modelle wie den TP-Link RE365, mit einer eigenen Steckdose: Damit geht kein Stromanschluss verloren, weil der Repeater so die Steckdosen- Verbindung durchschleift (Passthrough).

Die besonders günstigen 2x2-Repeater haben nur einen Fast-Ethernet-LAN-Port. In teureren Modellen wie dem AVM Fritz Repeater 1200 oder dem Asus RP-AC55, die beide rund 60 Euro kosten, funktioniert die Kabelverbindung mit Gigabit-Tempo. Das lohnt sich vor allem, wenn Sie einen PC oder ein NAS mit Gigabit-LAN-Port ins WLAN bringen wollen: Der Client wird dadurch weniger ausgebremst, obwohl er mit einem 2-Stream-Repeater ohnehin kein Gigabit- Tempo übers Funknetz erreichen kann. Soll der Repeater per LAN-Verbindung mit einem Gigabit-Router als Access Point arbeiten, empfehlen sich ebenfalls die etwas teureren Modelle.

Ebenfalls rund 60 Euro kostet der Devolo Repeater+ ac mit zwei LAN-Ports: Wollen Sie mehr als einen Client per Kabel anschließen, sparen Sie sich bei diesem Modell die Ausgaben für einen Switch.

Die günstigen 2-Stream-Repeater mit Fast- Ethernet-Anschluss (100 MBit/s) genügen dagegen, wenn auch der Client keinen schnelleren LAN-Port hat: Muss der Repeater eine größere Distanz zum Router überbrücken, sorgt das schnellere WLAN dafür, dass wenigstens die 100 MBit/s der Kabelverbindung sicher übers Funknetz ankommen, was bei einem Repeater mit maximal 433 MBit/s nicht garantiert ist.

Obwohl sich Repeater in der Einstiegs- und Mittelklasse bei den technischen Daten sehr ähneln, gibt es deutliche Preisunterschiede: Der 2x2-Repeater RE330 von TP-Link zum Beispiel kostet rund 45 Euro und damit etwa 15 Euro weniger als der AVM Fritz- Repeater 1200 – obwohl dessen einziger Ausstattungsvorteil im Gigabit-Port besteht, was diesen Aufpreis aber nicht rechtfertigt. Für den Fritz-Repeater spricht aber zum Beispiel wie für alle AVM-Produkte die umfangreiche, aber trotzdem übersichtliche Benutzeroberfläche. Außerdem behebt AVM wie die meisten Repeater-Hersteller mit regelmäßigen Firm-High-End-Repeater für Top-Tempo

WLAN- ODER MESH-REPEATER: WAS SIE WIRKLICH BRAUCHEN

„Mesh“ wurde in den letzten Jahren zum wichtigste Begriff rund um WLAN. Bei den Käufern sorgt er allerdings für Verwirrung, denn jeder Hersteller versteht darunter etwas anderes. Eigentlich bezeichnet Mesh ein selbstorganisiertes Netzwerk: Die Mesh-Knoten sorgen automatisch für eine optimale Verbindung untereinander und können so selbst den Ausfall eines Netzwerkteils kompensieren. Dafür tauschen sie Statusmeldungen zur eigenen Signalqualität sowie der der Clients aus und treffen zum Beispiel Absprachen, welche Geräte sich mit welcher Station verbinden sollen (AP-Steering). Es gibt zwar Standards wie 802.11k, 802.11r und 802.11v, die den Wechsel der Clients zwischen den einzelnen Mesh-Knoten erleichtern. Aber sie sind nur ein Teil einer herstellerspezifischen Mesh-Verbindung. Zwar gibt es seit einigen Jahren den Standard Easymesh der Wi-Fi-Alliance: Er beschreibt, wie sich ein Mesh aus Geräten unterschiedlicher Hersteller aufbauen lässt – doch nur wenige Geräte unterstützen ihn.

Vor allem lässt sich ein Mesh-Netzwerk sehr einfach bedienen, denn alle Mesh-Geräte haben eine weitgehend einheitliche Benutzeroberfläche. Im Menü eines Mesh- Knotens können Sie außerdem Einstellungen für alle anderen vornehmen oder Updates durchführen.

Diese Mesh-Vorteile lassen sich nur nutzen, wenn Sie Mesh-fähige Geräte eines Herstellers kombinieren – je größer ein WLAN, desto sinnvoller sind diese Funktionen. Wollen Sie dagegen ein kleineres WLAN erweitern oder nur einzelne (stationäre) Clients beschleunigen, können Sie eigentlich jeden Router und Repeater nutzen – auch Geräte, die als Mesh-Repeater verkauft werden.

TOP-REPEATER FÜR 11AC

ware-Updates nicht nur Softwarefehler, sondern liefert auch zusätzliche Funktionen: Zum Beispiel beherrscht der Fritz-Repeater bereits den aktuellen Sicherheitsstandard WPA3.

Die schnellsten WLAN-Repeater für 11ac arbeiten mit bis zu vier Mimo-Streams über 5 GHz. Sie lohnen sich für ein Netzwerk, in dem hohes Tempo gefordert ist oder sehr viele WLAN-Geräte unterwegs sind. Die Preise starten bei rund 70 Euro, zum Beispiel für den TP-Link RE650 oder den Stand- Repeater Telekom Speed Home Wifi, der vor allem als Mesh-Erweiterung für Speedport- Router vermarktet wird, aber auch mit Routern anderer Hersteller zusammenspielt. Auch in dieser Leistungsklasse kostet das AVM-Modell – der Fritz-Repeater 2400 – mit rund 84 Euro deutlich mehr.

Diese Top-Modelle machen Sinn, wenn Sie in Kombination mit einem 4-Stream-Router wie der Fritzbox 7590 einen passenden Client anbinden wollen: Dafür kommt vor allem ein PC in Frage, der mit einer 4x4- WLAN-Karte wie der Asus PCE-AC88 ausgestattet ist. Wird ein stationäres Netzwerkgerät per LAN-Kabel mit dem Repeater verbunden, lässt sich das Gigabit-Tempo der Kabelverbindung weitgehend ungebremst über das schnelle WLAN weiterleiten.

Unterstützen alle an der WLAN-Verbindung beteiligten Geräte MU-Mimo, verbessert sich das gesamte Netzwerktempo, weil auch der Repeater mit seinen vier Streams gleichzeitig mehrere Geräte bedienen kann, die mit weniger Datenströmen arbeiten.

Besonders bei größeren Distanzen kann sich mit einem 4x4-Repeater auch die Verbindung zu einem 2x2-Client verbessern, weil sich durch die Mehrfachübertragung die Signalqualität erhöht.

Noch mehr Tempo versprechen Tri-Band- Repeater wie der Fritz Repeater 3000 für rund 120 Euro: Er stellt über 5 GHz eine exklusive Verbindung mit dem Router her. Ein weiteres 5-GHz-WLAN sowie das WLAN über 2,4 GHz stehen dann ausschließlich den WLAN-Clients zur Verfügung.

Wi-Fi 6: Repeater für den neuen WLAN-Standard

Wenn Sie schon einen WiFi-6-Router wie die Fritzbox 7530AX oder Fritzbox 7590 AX haben, ist ein passender Repeater die optimale Ergänzung. Der neue Standard bringt besonders bei WLANs mit vielen Teilnehmern Vorteile: So etwa nutzt er mittels OF- DMA (Orthogonal Frequency-Division Multiple Access) das vorhandene Frequenzspektrum effizienter, wodurch mehr Geräte ohne Wartezeiten Daten übertragen können. BSS Coloring reduziert Störungen durch Nachbar-WLANs, die dieselben Funkkanäle nutzen. Und die verbesserte Modulation 1024-QAM sorgt für eine höhere Übertragungsgeschwindigkeit. Zudem unterstützen die meisten WiFi-6-Repeater MU- Mimo von Haus aus. Da anders als bei 11ac diese Vorteile auch im 2,4-GHz-Band zum Tragen kommen, beschleunigt Wi-Fi 6 das gesamte Funknetz – sofern es überwiegend aus Clients mit diesem Standard besteht.

Die Preise starten bei etwa 70 Euro, etwa für den DAP-X1860 von D-Link. Günstig und schnell ist der Telekom Speed Home WLAN. Weniger Platz benötigt der Steckdosen-Repeater von AVM, der Fritz-Repeater 1200AX. Wie bei 11ac sollten Sie auch bei Wi-Fi 6 die Leistungsdaten von Router und Repeater abgleichen, um die beste Kombination zu finden. Für optimales Tempo müssen Sie dabei auf die Kanalbreite achten, die die Geräte über 5 GHz nutzen können: Die meisten Notebooks mit Wi-Fi 6 nutzen ein WLAN-Modul von Intel, das mit zwei Streams und 160-MHz-Kanälen bis zu 2,4 GBit/s übertragen kann. Viele Repeater schaffen aber mit zwei Streams nur maximal 1,2 GBit/s, weil sie mit 80-MHz-Kanälen arbeiten – das gilt zum Beispiel für den Asus RP-AX56, aber auch für den teuren Fritz-Repeater 6000: Er setzt zwar über 5 GHz bis zu vier Streams ein, aber eben nur mit 80-MHz-Funkkanälen. Der Fritz-Repeater 1200AX ist dagegen ein optimaler Partner für ein entsprechendes Notebook, weil er über 5 GHz auch 2,4 GBit/s schafft.

REPEATER FÜR WIFI-6

Dafür sorgt der Fritz-Repeater 6000 dank seines 2,5-GBit-LAN-Ports für Top-Tempo mit passenden Kabel-Clients, zum Beispiel einem Spiele-Notebook oder einem NAS: Dank einer dedizierten 4-Stream-Verbindung zu einem Router wie der Fritzbox 7590AX durchbrechen diese Geräte dann auch über WLAN die Gigbabit-Grenze.

Für den neuen WLAN-Standard WiFi-6 gibt es zwei Repeater von AVM: Das Standmodell Fritz-Repeater 6000 und den Steckdosen- Adapter Fritz-Repeater 1200AX.

Mesh-Systeme für 11ac und WiFi-6

Mit einem WLAN-Mesh-System machen Sie sich unabhängig vom WLAN-Tempo des Routers: Sie sorgen auch bei einem leistungsschwachen und günstigen Provider- Router für hohe Geschwindigkeit im Funknetz und nutzen untereinander beschleunigende Mesh-Funktionen.

Die günstigsten 11ac-Modelle wie der TP- Link Deco M4 und der Asus ZenWifi Mini AC CD6 haben dabei ein ähnliches Tempo-Problem wie eine Dual-Band-Verbindung zwischen Router und Repeater: Sie brauchen eine Frequenz für die Verbindung untereinander – den sogenannten Backhaul – und haben dann nur eine weitere für Clients.

In einem kleinen WLAN aber ist das nicht problematisch. Zudem lassen sich die Mesh-Stationen untereinander per LAN- Kabel verbinden, um die WLAN-Frequenzen frei zu halten. Devolo löst das Backhaul- Problem beim Magic 2 Wifi next (11ac) und beim Magic 2 Wifi 6 per Powerline: Die Mesh-Repeater vernetzen sich über die Stromleitung und können so mit voller Geschwindigkeit WLAN-Clients anbinden.

Mesh-Systeme mit Tri-Band-Technik haben dagegen ein eigenes WLAN für den Backhaul und zwei weitere Funknetze für die Clients – damit sorgen sie komplett kabellos für hohes Tempo.

Die Preise für diese Tri-Band-Geräte starten bei rund 310 Euro für 11ac-Systeme und etwa 430 Euro für Wi-Fi-6-Sets. Die Preise gelten immer für ein Set mit zwei Stationen – einige Modelle gibt es für sehr große Wohnungen auch im 3er-Set.

WLAN-MESH-SYSTEME