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Der Schmerz mittel-Kompass


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IN - Leute, Lifestyle, Leben - epaper ⋅ Ausgabe 49/2022 vom 30.11.2022

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Bildquelle: IN - Leute, Lifestyle, Leben, Ausgabe 49/2022

Es gibt einen ganz klaren Favoriten in deutschen Hausapotheken: Ibuprofen. Doch ist der Schmerzstiller tatsächlich ein Allround-Talent? Es kommt auf den Schmerz an, sagen Experten. Und meinen damit nicht, wo im Körper es wehtut, sondern auf welche Art. Ist der Schmerz etwa akut und inflammatorisch (entzündlich) wie bei Kopf- und Rückenschmerzen, Rheuma oder Gelenkproblemen? Dann hilft Ibuprofen (Maximale Tagesdosis: 1200 mg, höchstens vier Tage). Es hemmt die Schmerz-

Dauerkopfweh nach Covid -19? Das sollten Sie wissen

Frei verkäufliche Kopfschmerzmittel wirken zwar gut auch bei Beschwerden, die mit einer Covid-19-Erkrankung zusammenhängen, doch steigt damit das Risiko von Nierenschäden. Zum einen, weil SARS-CoV-2 selbst die Nieren angreift. Zum anderen, weil ...

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... entzündungshemmende Schmerzmittel (nicht-steroidale Antirheumatika, NSAR) – etwa ASS, Diclofenac, Ibuprofen und Naproxen – bei längerer Einnahme ebenso die Nieren belasten können. Außerdem: Werden zu oft Tabletten genommen, lösen sie mitunter Kopfschmerz aus. Er kann dann auch chronisch werden. Deshalb – so oft es geht – sanftere Mittel ausprobieren! entstehung, reduziert zudem die Bildung von sogenannten Prostaglandinen. Diese Botenstoffe spielen eine große Rolle bei Entzündungen und bei der Schmerzübertragung (siehe auch rechts).

Bei leichten Beschwerden zu sanften Mitteln greifen

Jedes Medikament bringt auch Nebenwirkungen mit sich, kann zudem mit anderen Arzneien wechselwirken. Daher raten Mediziner, Schmerzmittel grundsätzlich mit Bedacht einzunehmen und, wann immer möglich, zunächst sanfte Mittel einzusetzen. Tut etwa der Rücken weh, weil die Muskeln stark verspannt sind, dann hilft Wärme besser als Tabletten. Bei Kopfschmerz kann Minzöl und bei einer Prellung eine Packung mit Heilerde (z. B. Luvos) Linderung verschaffen.

Bei Sportverletzungen und Gelenkschmerzen ist Diclofenac eine gute Wahl, denn es hemmt Entzündungen. Bei leichten bis mäßigen Schmerzen und Fieber können Sie es auch nehmen (Tagesdosis: maximal 75 mg, höchstens vier Tage). Menschen über 60 sollten das Arzneimittel möglichst niedrig dosieren, da sie es langsamer ausscheiden und das Risiko einer Magenblutung besteht. Das Medikament schwächt außerdem die Wirkung von Bluthochdruckmitteln. Bei sämtlichen Tabletten wichtig: am besten immer mit einem großen Glas Leitungswasser einnehmen.

Paracetamol wirkt bei Fieber, aber nicht antientzündlich

Bei klassischen Erkältungsbeschwerden wie Kopf- und Gliederschmerzen aber auch bei mäßigem Zahnweh sowie bei leichtem Fieber hat sich Paracetamol bewährt (maximale Tagesdosis: 4000 mg, höchstens über fünf Tage). Der Wirkstoff lindert aber keine Entzündungen, hilft also nicht bei zum Beispiel entzündlichen Gelenkschmerzen.

Acetylsalicylsäure nicht nach Operationen einnehmen

Der Wirkstoff mit dem Zungenbrechernamen verzögert die Blutgerinnung, erhöht dadurch die Blutungsneigung. Daher sollte Acetylsalicylsäure (ASS) nicht nach Operationen oder im Anschluss von Zahnbehandlungen eingenommen werden. Zum Einsatz kommt ASS bei allen leichten bis mäßigen Schmerzen, beispielsweise bei Kopfweh, Erkältungsbeschwerden und bei Schmerzen, die auf entzündlichen Prozessen beruhen, etwa Rückenschmerzen (maximale Tagesdosis: 3000 Milligramm, höchstens über drei Tage).

Naproxen kann Rücken- und Gelenkschmerzen lindern

Das Mittel gegen akute Rückenschmerzen wird auch bei etwa Arthrose, Rheuma und Regelschmerzen eingesetzt. (Maximale Tagesdosis: 750 mg, höchstens sieben Tage). Zwischen den Einnahmen sollten acht Stunden liegen. Über 60-Jährige dosieren niedriger (maximal 200 mg als Einzeldosis).

AKTUELLE ZAHL

Rund 750 Millionen Packungen frei verkäuflicher Medikamente werden pro Jahr in Apotheken und Drogeriemärkten verkauft !

Wie entstehen Schmerzen im Körper?

Wir haben zig schmerzempfindliche Nervenendigungen (Nozizeptoren). Werden sie gereizt, senden sie Signale übers Rückenmark zum Gehirn. Dort wird lokalisiert, wo genau die Ursache für den Reiz sitzt. Wir merken z. B.: aua, im Knie pocht’s.

Die Reaktion: Vom Rückenmark wird die Information über aufsteigende Neurone weiter ans Gehirn gesendet. Hier wird der Reiz zum wahrgenommen Schmerz bewertet, außerdem, wo und wie stark es wehtut

Der Weg: Im Rückenmark kommen die von den Nervenbahnen weitergeleiteten Schmerzreize an und werden hier verarbeitet. Es kann Schutzreflexe senden, damit wir zum Beispiel schnell die Hand von der heißen Herdplatte nehmen

Der Auslöser: An den Nervenenden sitzen spezielle Schmerzrezeptoren. Werden sie etwa durch Wärme, Druck oder Entzündungsbotenstoffe gereizt, senden sie Signale Richtung Rückenmark

Schmerzstopp unterwegs: Rezeptpflichtige Opioide, womöglich auch einige rezeptfreie Mittel (Paracetamol), hemmen Schaltzellen im Zentralnervensystem. Die Schmerzinfo wird somit nicht weitergeleitet

Schmerzstopp am Anfang: Entzündungshemmende Schmerzmittel wie ASS, Ibuprofen und Diclofenac behindern die Prostaglandin-Synthese. Ohne diese Botenstoffe werden Schmerzrezeptoren weniger stark erregt