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DER TRAUM VON DER FERNE


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Off Road - epaper ⋅ Ausgabe 11/2022 vom 11.10.2022

SZENE

Das AMR-Globetrottertreffen ist bei Fernreisenden, Expeditions-Mobilisten und Allrad-Truckern seit über 20 Jahren ein fester Pflichttermin im Kalender. Das Traditionsevent, welches von Outdoor-Pionier Jörgen Hohenstein ins Leben gerufen wurde, lockt mit seinem vielseitigen Programm, spannenden Reisevorträgen, Flohmarkt, Kinderprogramm, und einem breiten Spektrum von Fahrzeugen viele Besucher an. Schon vor einigen Jahren fand beim AMR-Treffen ein Generationenwechsel statt. Seitdem sorgen Carsten Rennecke und sein engagiertes Team mit viel Hingabe und Einsatz für den Erhalt und die Leitung des Treffens.

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Bildquelle: Off Road, Ausgabe 11/2022

Rarität aus Gaggenau: Dieser Unimog 411 hat schon mindestens 50 Jahre auf dem Buckel. Je nach Baujahr leistete sein kleines Saugdiesel-Herz zwischen 25 und 36 PS. Im Vergleich zu späteren Modellen wirkt der Urahn des weltbekannten Unimog geradezu niedlich und ist ein echter Eyecatcher. Von den knapp 40 000 Exemplaren, die weltweit verkauft wurden, existieren heute nur noch wenige, die in einem so guten Zustand sind wie dieses Schmuckstück.

NACH ÜBER 20 JAHREN WAR SCHLUSS IN AMELINGHAUSEN

Zum Erfolg des Events trug neben dem vielseitigen Programm auch eine gemütliche, familiäre Atmosphäre bei – und natürlich auch die schöne Lage des großen Campgeländes in der Ortschaft Amelinghausen in der Lüneburger Heide. Doch obwohl nach 25 ...

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... Jahren das AMR-Treffen schon fast zu einer Tradition geworden war, wurde eine neue Genehmigung von der Stadtverwaltung und dem Bürgermeister nicht erteilt. Was man einst mit einem Handschlag besiegelt hatte, scheiterte nun an bürokratischen Hürden und mangelndem Willen.

Für Carsten Rennecke war die Nachricht natürlich ein Schock: „Das Gelände in Amelinghausen ist einzigartig. Die Nachricht, dort nicht mehr erwünscht zu sein, traf uns alle schwer.“ Doch aufzugeben kam für Carsten und sein Team trotzdem nicht in Frage. Schon frühzeitig informierte er auf zahlreichen Kanälen im Internet die eingefleischte Szene und mobilisierte so die Schwarmintelligenz der Fernreisenden, um einen adäquaten Ersatz zu finden. Auch andere Veranstalter boten Hilfe an.

IN DER OFFROAD-UND REISE-SZENE HÄLT MAN ZUSAMMEN

Wöchentlich gingen neue Vorschläge für Veranstaltungs-Locations auf dem Online-Blog des Treffens ein und auch das Telefon stand nicht mehr still. Doch die Suche nach einer geeigneten Location war alles andere als leicht: Entweder war das Gelände zu klein, es gab keine Räumlichkeiten für die Vorträge oder die Infrastruktur passte nicht für die Anreise der großen Fahrzeuge. Außerdem sollten nach Möglichkeit ausreichend Gastronomie und ein kleines Schwimmbad im Aktionskreis des Treffens sein – wie zuvor in Amelinghausen.

Während die Szene grübelte, wo die Reise nun sprichwörtlich hingeht, klapperte Carsten zahlreiche Gelände persönlich vor Ort ab. Er nahm jede Menge Gespräche wahr und präsentierte sein Event etliche Male den Verantwortlichen. Nach vielen ergebnislosen Besichtigungen im norddeutschen Raum sprang der Funke dann im schönen Nienburg an der Weser über. Mit ihrer großen Festwiese, unweit vom Zentrum gelegen, bietet die kleine Kreisstadt eine ideale Infrastruktur. Nach einigen Telefonaten und Verhandlungen zeigten auch die Stadtverwaltung und Bürgermeister Jan Wendorf Interesse und boten ihre Unterstützung an. Nach der langen Reise ins Unge- wisse hat das Event endlich wieder festen Boden unter den Füßen. Die nächsten fünf Jahre sind bereits gesichert.

Die frohe Nachricht verbreitete sich im Internet wie ein Lauffeuer und auch die internen Vorbereitungen konnten endlich starten. Mit der Ankündigung, eine neue Bleibe gefunden haben, verflogen auch die letzten Befürchtungen, das Treffen könne ins Wasser fallen. Carsten hielt Wort, wie jedes Jahr am letzten Augustwochenende startklar zu sein. Und pünktlich zur Eröffnung am Donnerstag rollten bereits die ersten Teilnehmer an: Vom Buschtaxi über den Rundhauber bis hin zu weiteren Exoten wie einem alten Hanomag-Mannschaftswagen gab es etliche Raritäten zu bestaunen. Während die Festwiese zu Beginn noch ein wenig leer aussah, füllte sich der große Platz nach und nach. Gegenüber dem Vorjahr fielen die Besucherzahlen in diesem Jahr dennoch etwas geringer aus.

DER NEUE VERANSTALTUNGS-ORT HAT SICH BEWÄHRT

Am Freitagvormittag wurde auf der kleinen Händlermeile diverses Zu- behör von Beleuchtung bis Wasserpumpe präsentiert. Parallel dazu hatten die Teilnehmer auf dem privaten Flohmarkt Gelegenheit, ihre gebrauchte Ausrüstung zu veräußern. Gegen Abend strömten die Besucher dann ins Stadtzentrum in Richtung der Reisevorträge. Das dafür eigens reservierte Theater auf dem Hornwerk entpuppte sich mit bequemem Gestühl und bester Infrastruktur als Glücksgriff. Globetrotter-Legende Rudi Kleinhenz berichtete von seinen neuesten Abenteuern vom Schwarzen Meer bis in den Kaukasus. Bei Thomas und Beate Meintrups Reise in den Iran wurden faszinierende Einblicke dokumentiert und den Abschluss machte Michi Krüger mit bildstarken Geschichten von seinem beeindruckenden Panama-Trip.

REICHLICH INPUT BEI WORKSHOPS UND VORTRÄGEN

Während die einen gerade erst von der großen Tour zurückgekommen sind, träumt ein anderer noch von der Ferne und sammelt Ideen, wo die nächste Reise wohl hingehen mag. Ob es um das Finden neuer Ziele, Tipps zur richtigen Reiseroute für eine Trans-Afrika-Expedition oder einen technischen Ratschlag geht: Auf dem Globetrottertreffen kommt man nicht nur schnell ins Gespräch, man findet auch immer die passende Expertise. Neue Gesichter werden ebenso freudig empfangen wie alte Hasen und aus Bekannten werden Freunde.

Abgerundet wird das Programm mit zahleichen Workshops beim „Klönsnackzelt“. Hier werden bei verschiedenen Vorträgen die Tricks und Kniffe zu den Themen Fotografie, Kurzfilm und moderne Navigation gezeigt. Natürlich sind das Fragenstellen und ein reger Austausch ausdrücklich erwünscht. Und währenddessen können sich die ganz jungen Gäste auf der Hüpfburg vergnügen oder mit Rollo und seinem Team eine Runde basteln. Wer die Gelegenheit nutzen und das gemütliche Zentrum von Nienburg mit seinen hübschen, gut erhaltenen Fachwerkhäusern, Cafés und kleinen Läden kennen lernen möchte, kann dort beim Flanieren und Kaffeetrinken eine angenehme, entspannende Atmosphäre genießen. Schön, dass das AMR-Globetrottertreffen ein neues Zuhause gefunden hat, wir freuen uns schon aufs nächste Jahr!

INFO: AMR-GLOBETROTTERTREFFEN

WANN?

Das AMR-Globetrottertreffen findet jedes Jahr am letzten August-Wochenende statt, nächstes Mal vom 25.08. - 27.08.2023.

WO?

Das neue Gelände liegt auf der Festwiese im Zentrum von Nienburg/ Weser. Koordinaten: 52°37‘56.0“N - 9°12‘20.9“E

FÜR WEN?

Das AMR-Globetrottertreffen heißt jeden willkommen, egal ob er mit Zelt, Motorrad, SUV oder schwerem Fernreise-Gerät anreist.

ANREISE-TIPPS

Die Festwiese Nienburg/Weser kann per Navi über die Luise-Wyneken-Straße 1 gefunden werden. Lkw sollten die Anfahrt durch das Zentrum meiden (Höhenbeschränkung) und der Beschilderung über den Ring folgen.

PREISE (pro Wochenende)

Camper & Auto ab 70 €, Motorrad & Zelt 35 €, Fahrrad & Zelt 20

KONTAKT & INFO

Web: www.amr-treffen.de / E-Mail: kontakt@amr-treffen.de