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Der Überall-Meisster


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Sport Bild - epaper ⋅ Ausgabe 1/2022 vom 05.01.2022

SERIE TEIL 21

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Bildquelle: Sport Bild, Ausgabe 1/2022

Italien: Ancelotti freut sich über den Pokal für die Meisterschaft mit der AC Mailand 2004

Für eine Portion Parmaschinken und ein Stück Parmesankäse hat der Bauernsohn Carlo Ancelotti (62) aus Reggiolo bei Parma früher alles stehen und liegen lassen. Bis ihn mit 17 der Profifußball von den üppig gedeckten Tafeln des Elternhauses riss Bis heute steht der Erfolgstrainer, wo immer auf der Welt er gerade Titel sammelt, auf gutes Essen. Selbst bei seinen Spielern drückt er ein Auge zu, lässt sie auch nach den Feiertagen nicht wiegen. „Das ist Angelegenheit der Ärzte. Ich sehe mit einem Auge genug“, sagt er – zieht vielsagend die linke Augenbraue hoch und kaut gemütlich auf seinem Kaugummi.

Wenn Ancelotti irgendwann auf sein e Laufbahn z urückblickt, kann er auf so vieles stolz sein: auf vier Champi- ons-League- Siege mit dem AC Mailand, zwei als Spieler, zwei als Trainer, zuletzt 2007 gegen Liverpool. Auf einen Champions- League-Sieg 2014 als Trainer von Real Madrid. Und auf ...

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... vieles mehr. „Ein großer Spieler und ein noch viel größerer, besserer Trainer, dazu ein seriöser Mensch“, lobt ihn Jupp Heynckes (76), 2017 sein Nachfolger beim FC Bayern.

Schon zu aktiven Zeiten war Ancelotti im Milan-Mittelfeld als Sechser, Achter und Zehner in einer Person der Dirigent von so großartigen Spielern wie Marco van Basten, Ruud Gullit, Frank Rijkaard, Roberto Donadoni und Franco Baresi, genannt „Gli Immortali“, die Unsterblichen. Und formte Jahre später als Nachfolger des Trainer-Gurus Arrigo Sacchi (75) Weltklasse-Fußballer wie Andrea Pirlo, Andriy Chevchenko, Kaká, Rui Costa, Clarence Seedorf, Paolo Maldini, Filippo Inzaghi, die fast alles konnten.

Die Spieler hielt Ancelotti bei Laune, lud sie einmal pro Woche zum Pizza-Essen ein, natürlich belegt mit Parmaschinken und Parmesankäse, „bis mir das zu teuer wurde, weil sie ihre Verwandten und Freunde mitbrachten“, erzählt er schmunzelnd. Auch Toni Kroos (32), den er 2014 von Bayern nach Madrid lockte, Cristiano Ronaldo (36), Zlatan Ibrahimovic (40), Sergio Ramos (35) und Karl-Heinz Rummenigge (66) zählen zum Freundeskreis von „Carletto“, wie ihn seine Freunde nennen.

CARLO

ANCELOTTI

Zu diesen Freunden gehört mit Sicherheit nicht Florentino Pérez (74), der Präsident von Real Madrid. Obwohl Ancelotti ihm 2014 den Henkelpott für den Champions-League-Sieg in die Hände drückte. Ein Jahr später setzte der Boss ihm den Stuhl vor die Tür, weil der Erzrivale FC Barcelona Meisterschaft und Champions League gewann.

Und jetzt, sechs Jahre später, nach weniger erfolgreichen Stationen bei Bayern (2017 immerhin Meister), dem SSC Neapel und dem FC Everton, wurde Ancelotti ein riesiger Empfang bereitet. Als er dem Präsidenten zur Begrüßung die Hand entgegenstreckte, breitete der seine Arme aus und umarmte ihn, als wäre „Carletto“ wirklich einer seiner besten Freunde. Diese Geste und die Rückkehr zum größten aller Klubs, das war wie ein Ritterschlag, mehr wert als all die Pokale und Schalen in seiner Laufbahn.

„Eine fantastische Überraschung“, sagte Ancelotti, unterschrieb einen Dreijahresvertrag – und geriet ins Schwärmen: „Wenn es nach mir ginge, bliebe ich hier ein Leben lang. Es gibt keinen besseren Ort auf der ganzen Welt, den Fußball zu leben. Bei Real Madrid ist alles unveränderlich, das Einzige, was sich ändert, sind die Trainer.“

Und als ahne er, auf welches Pulverfass er sich setzt (Ancelotti ist unter Pérez der zwölfte Coach), wurde er zum Philosophen: „Ich befinde mich in einer Lebensphase, in der ich mit der Welt in Frieden leben möchte, bin seit 1977 im Fußball, habe weder Zeit noch Lust zu kämpfen. Wenn Florentino mich wieder rausschmeißen will, werde ich nicht wütend sein.“

Dabei ist Ancelotti gerade dabei, seinen Weltrekord auszubauen. In fast allen großen europäischen Ligen hat er die Meisterschaft geholt. In Italien mit Milan, in Frankreich mit Paris St- Germain, in England mit Chelsea – obwohl er es schwer hatte mit Mäzen Roman Abramovich (55) –, in Deutschland mit Bayern. Nur Spanien fehlt ihm noch. Jetzt führt er mit Real vor Verfolger Sevilla die Tabelle an und – noch wichtiger für Pérez – liegt 15 Punkte vor dem FC Barcelona. Ancelotti, dessen Stil die Ausgewogenheit von Abwehr und Angriff ist, meist ohne Spielmacher im 4-4-2, weit weg vom italienischen Catenaccio, doch offensiv nicht ganz so wild, wie es Sacchi pflegte, hat Taktik und System geändert. „Er hat es modernisiert“, sagt Bayerns Ex-Boss Rummenigge zu SPORT BILD. „Carlo presst wesentlich höher. So musst du Real Madrid spielen lassen, damit noch mehr Torchancen entstehen. Deshalb trifft auch David Alaba. Ich bin überzeugt, dass er in diesem Jahr Meister wird. Barcelona hat keine Chance.“ Sogar Atlético Madrid, der Titelverteidiger, ist mit 17 Punkten Rückstand abgehängt.

Vielleicht liebäugelt deshalb auch Cristiano Ronaldo mit einer Flucht von Man United zurück in die Arme von Ancelotti. Er nennt Ancelotti liebevoll „Teddybär“, hatte 2014 nach dem Gewinn der Champions League getwittert: „Ich freue mich schon, ein weiteres Jahr mit Ihnen arbeiten zu dürfen“, was beim eifersüchtigen Pérez Argwohn erregte. Dem kam gelegen, dass sich bei ihm der Manager des Walisers Gareth Bale (32) über Ancelotti beschwerte, eine neue Rolle weg vom Flügel forderte. Als Ancelotti daraufhin bei Pérez einbestellt wurde und der forderte, Bales Wunsch nachzukommen, ahnte er, dass seine Zeit abgelaufen war. Jetzt, wieder zurück, steht der einfältige Bale (kann nach acht Jahren in Madrid immer noch kein Spanisch) auf Ancelottis Streichliste. Der Trainer arbeitet lieber mit intelligenten, schwierigen Typen zusammen.

Für Kroos ist Ancelotti neben Heynckes der größte Trainer seiner Laufbahn

Im Ancelotti-Buch „Quiet Leadership“ (frei übersetzt „Führen mit ruhiger Hand“) erzählt Ronaldo folgende Geschichte. „Carlo macht gern Scherze. Er sagte zu mir vor einem Spiel mit todernster Miene: ‚Morgen wirst du dich aus- ruhen.‘ Ich regte mich auf und sagte: ‚Wovon reden Sie?‘ ‚Dass du dich ausruhen sollst.‘ Es ging hin und her. Bis er sagte: ‚Um drei musst du dich ausruhen. Doch wenn um vier das Spiel beginnt, darfst du drauflosstürmen.‘ Und dann lachte er sich kaputt.“

Ähnliches probierte Ancelotti 2012 bei Paris St-Germain mit Ibrahimovic. Auch der fiel drauf rein, rächte sich jedoch und fragte Ancelotti: „Glauben Sie an Gott?“ Als der bejahte, sagte der wanderlustige Schwede: „Dann glauben Sie ja an mich ...“ Auch Ibrahimovic ist ein Ancelotti-Fan. Er behauptet, St-Germain sei damals ein chaotisch organisierter Provinz-Klub gewesen, Ancelotti und natürlich er hätten ihn aufgebaut.

Kroos nennt Ancelotti „den größten Trainer meiner Laufbahn neben Jupp Heynckes, meinem größten Förderer“, genießt dessen Rückkehr in vollen Zügen. Der Weltmeister von 2014 hat mit Ancelotti das Tiefenentspannte gemeinsam, ähnlich wie jetzt auch Ala- ba (29), der zweite Ex-Bayer. „Ich glaube, dass wir uns cha- rakterlich sehr ähnlich sind“, sagt Kroos. „Wir bewahren un- ter Druck die Ruhe und haben absolutes Zutrauen in die eige- nen Qualitäten. Nachdem er Re- al 2015 verlassen hatte, habe ich niemanden schlecht über ihn reden hören, was im Fußball wirklich total ungewöhnlich ist.“

Ancelotti beherrscht auch die Schauspielerei, hat schon kleine Rollen gespielt, u. a. neben Terence Hill (82) im Kinofilm „Keiner haut wie Don Camillo“. Er liebt nicht nur die Filmfigur „Don Corleone“, die Marlon Brando († 80) in „Der Pate“ spielt, er ist selbst Anhänger des italienischen Familiensinns. Seinen Sohn Davide (32), befreundet mit Ronaldo und Sergio Ramos, hatte er u. a. bei Bayern als Co-Trainer dabei. Dazu seinen Schwiegersohn Mino Fulco (36) als Ernährungsex- perten. „Das sind sehr schöne Erfahrungen“, widersprach Ancelotti den Skeptikern. „Ein Trainer muss ein Umfeld haben, zu dem er Vertrauen besitzt.“

ERFOLGE

• VIZE-WELTMEISTER 1994 mit Italien als Co-Trainer

• UEFA INTERTOTO CUP: 1999 mit Juventus Turin

• UEFA CHAMPIONS LEAGUE: 2003, 2007 mit AC Mailand

• UEFA SUPER CUP: 2003, 2007 mit AC Mailand

• ITALIENISCHE MEISTERSCHAFT: 2004 mit AC Mailand

• ITALIENISCHER POKAL: 2003 mit AC Mailand

• ITALIENISCHER SUPERCUP: 2004 mit AC Mailand

• WELTPOKAL-FINALIST: 2003 mit AC Mailand

• FIFA-KLUB-WELTMEISTERSCHAFT: 2007 mit AC Mailand

• ENGLISCHER SUPERCUP: 2009 mit Chelsea

• ENGLISCHE MEISTERSCHAFT: 2010 mit Chelsea

• ENGLISCHER POKAL: 2010 mit Chelsea

• FRANZÖSISCHE MEISTERSCHAFT: 2013 mit Paris Saint-Germain

• SPANISCHER POKAL: 2014 mit Real Madrid

• UEFA CHAMPIONS LEAGUE: 2014 mit Real Madrid

• UEFA SUPER CUP: 2014 mit Real Madrid

• FIFA-KLUB- WELTMEISTERSCHAFT: 2014 mit Real Madrid

• DEUTSCHE MEISTERSCHAFT: 2017 mit Bayern München

• DFL-SUPERCUP: 2016, 2017 mit Bayern München

Als bei Bayern jedoch sein geschätzter Fitness-Trainer Giovanni Mauri (65), genannt „die Peitsche“, auf dem Platz eine Zigarette rauchte, kam massive Kritik auf, Spieler klagten über zu lasches Training. Was mit zur Trennung führte.

Rummenigge bedauert das bis heute. „Als Pep Guardiola 2016 bei uns nicht mehr verlängerte, sagte er: ‚Carlo ist ein guter Trainer. Mit dem werdet ihr zufrieden sein.‘“ Guardiola stand immer noch unter dem Schock des Champions-League- Debakels 2014, als er im Halbfinal-Heimspiel Ancelottis Real Madrid 0:4 unterlag. In der Saison 2015/16 hatte „Carletto“ ein Ruhejahr eingelegt, fischte im pittoresken kanadischen Vancouver, der Heimat seiner zweiten Frau Mariann, Lachse.

„Ich habe Carlo mit Jan Dreesen (Bayern-Finanzvorstand; d. Red.) in Mailand getroffen. Wir waren uns ziemlich schnell einig, wurden gleich Meister, sind im Viertelfinale gegen Real Madrid nach unglaublich diskussionswürdigen Schiedsrichterentscheidungen ausgeschieden, hätten gewinnen müssen“, erzählt Rummenigge. Im September 2017 kam dann nach dem 0:3 im Gruppenspiel in Paris das Aus für Ancelotti. „Die Aufstellung kam für uns alle überraschend. Er hat Robben, Ribéry, Hummels und Boateng draußen gelassen.“ Erschwerend kam hinzu, dass Torwart Manuel Neuer (35) verletzt war, sein Ersatzmann Sven Ulreich (33) einen rabenschwarzen Tag erwischte.

Den Abschied von Ancelotti wird Rummenigge nach eigener Aussage „nie vergessen. Als wir bei mir im Büro saßen, sagte er: ‚Okay, ich akzeptiere, du bist jetzt nicht mehr mein Boss. Doch du bleibst mein Freund.‘ Das hat mir das Leben echt erleichtert. Carlo ist nicht nachtragend, hat einen wunderbaren Charakter. Er kam jetzt im Sommer zu Real zurück, als man dort größte Probleme hatte, obwohl er bei Everton noch Vertrag hatte.“ Den hätte er dort, völlig unumstritten, in aller Ruhe aussitzen können.

Beim Bayern-Abschied sagte Ancelotti zu Rummenigge: „Du bleibst mein Freund“

Welch angenehmer Mensch Ancelotti ist, spürte ich bei einem Interview im Februar 2015 in seinem Trainerzimmer bei Real Madrid. Er klagte, dass ihn meine spanischen Kollegen immer mit Fragen nach Systemen löchern. „Ob ich nun 3-4-3, 4-3-3, 4-2-3-1 oder 4-4-1-1 spielen lasse, das nervt. Ich habe das Feeling, wie ich mit Spielern umgehen kann. Dass ich sie nicht zu hart belaste. Wenn du dich da verstellst, hast du schon verloren.“

Ancelottis Philosophie hat sich seit der harten Arbeit auf den Feldern von Parma nie verändert, auch im Fußball nicht: „Du säst, fängst an zu arbeiten, brauchst sehr viel Geduld, bis die Saat aufgeht.“ Die Saat, die jetzt in Madrid wieder aufgeht.

NÄCHSTE WOCHE Rudi Gutendorf Der Weltrekord-Trainer

TEIL 22

Das ist Carlo Ancelotti

Carlo Ancelotti wurde am 10. Juni 1959 in Reggiolo (Italien) geboren. Mit 16 kam er zur AC Parma, holte danach mit der AS Rom viermal den italienischen Pokal und eine Meisterschaft. Mit Milan zwei weitere Meisterschaften und die Landesmeister-Titel 1989 und 1990. Insgesamt 283 Serie-A-Spiele (22 Tore).

Nach dem Karriereende 1992 wurde er Co-Trainer der Nationalelf, danach elf Stationen als Chefcoach.

Viermal Meister in vier verschiedenen Ländern, drei Champions-League-Siege mit Milan (2003, 2007) und Real Madrid (2014).

1991 wurde er „Ritter des Verdienstordens der Italienischen Republik“. Ancelotti ist verheiratet und hat zwei Kinder.

TRAINERSTATIONEN

ACHT JAHRE BEI MILAN

• ITALIEN (CO-TRAINER) 1992 – 1995

• AC REGGIANA 1995 – 1996

• AC PARMA 1996 – 1998

• JUVENTUS TURIN 1999 – 2001

• AC MAILAND 2001 – 2009

• FC CHELSEA 2009 –2011

• PARIS SAINT-GERMAIN 2012 – 2013

• REAL MADRID 2013 – 2015

• FC BAYERN MÜNCHEN 2016 – 2017

• SSC NEAPEL 2018 – 2019

• FC EVERTON 2019 – 2021

• REAL MADRID seit Juli 2021