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DER UNTERSCHIED ZWISCHEN FEEDERN UND METHOD-FEEDERN


AngelWoche - epaper ⋅ Ausgabe 110/2019 vom 15.05.2019

lt@Beim Friedfischangeln wird ganz oft vom so genannten „Method Feedern“ geschwärmt. Aber was genau sind die Feinheiten bei dieser Angelei? Und wodurch unterscheidet es sich vom klassischen Feedern?


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Ein klassischer Method-Feeder hat eine schwere Bodenplatte, ist oben offen und wird mit ganz kurzem Vorfach als Selbsthakmontage gefischt


Foto: AW

Michael Schlögl mit einem richtig schönen Brassen. Mit dem Method-Feeder lassen sich gezielt solche Fische fangen


Foto: Schlögl

Die gemeinsame Bezeichnung „Feedern“ zeigt, dass bei beiden Methoden mit einem Futterkorb geangelt wird. Und es wird auf Friedfische geangelt. Und das waren auch ...

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... schon die wichtigsten Gemeinsamkeiten. Denn das Method-Feedern ist wie das Boilieangeln eine Selbsthak-Methode. Es wird nämlich mit sehr kurzen Vorfächern von maximal 10 cm Länge und Ködern am Haar geangelt, wobei hauptsächlich kleine Boilies oder Pellets zum Einsatz kommen. Das Ziel sind aber keine großen Karpfen wie beim klassischen Boilieangeln, sondern Satzkarpfen, Schleien und große Weißfische. Da die Köder im Vergleich zu klassischen Feeder-Ködern wie Maden und Würmern größer und härter sind, können sie nicht von den vielen kleinen Weißfischen gefressen werden. Dadurch ist das Method-Feedern eine selektive Angelmethode auf größere Friedfische, bei der der Beifang kleiner (und nerviger) Weißfische so gut wie ausgeschlossen wird.

NERVEN BEWAHREN!

Wer das erste Mal mit einem Method-Feeder angelt, muss sich aber daran gewöhnen, dass er nicht beim ersten Zupfer der Zitterspitze sofort anschlägt! Es wird nämlich nicht angeschlagen! Wer vorher ganz klassisch gefeedert und beim kleinsten Zupfer sofort einen Anhieb gesetzt hat, dem wird man beim ersten Method-Feedern wahrscheinlich die Hände auf dem Rücken zusammenbinden müssen. Wenn die Zitterspitze wie wild zittert, ist das lediglich ein Zeichen, dass sich Kleinfische am Köder oder am Futterkorb zu schaffen machen. Auch, wenn es extrem schwer fällt, aber dann wird gar nichts getan! Erst, wenn sich die Zitterspitze und die Rute richtig krümmen, hat sich ein (wahrscheinlich größerer) Fisch selbst gehakt. Erst dann wird die Rute in die Hand genommen und bei strammer Schnur lediglich Kontakt zum Fisch aufgenommen. Also eine ganz entspannte Selbsthak-Methode!

Zuerst wird der Köder (hier ein Mini-Boilie) in die Pressmulde gelegt


Foto: Schlögl

Als nächstes kommt Futter in die Mulde


Foto: Schlögl

Jetzt wir der Method-Feeder von oben in die Mulde gepresst


Foto: Plaß

So sieht ein ensatzbereiter Method-Feeder aus


Foto: Plaß

Im Wasser landet der Korb durch seine schwere Bodenplatte so auf dem Grund, dass die Futter-Halbkugel immer oben liegt. Dann löst sich das Futter und gibt den Köder frei (hier ein Pellet)


Foto: AW

GEPRESSTES FUTTER

Speziell sind beim Method-Feedern auch die Futterkörbe. Es sind nämlich keine klassischen Draht-Körbe, in die das Futter mit den Fingern gedrückt wird. Method-Feeder sind meist zu einer Seite offen und haben auf der anderen Seite das Gewicht. Auf die offene Seite wird dann mit einer passenden Pressmulde das Futter aufgedrückt. Der fertig gepresste Korb hat dann sozusagen eine ganz glatte Futter-Halbkugel. Da das Bleigewicht des Method-Feeders immer zuerst auf dem Grund landet, liegt die gepresste Futter-Halbkugel grundsätzlich oben – so, wie es sein soll! Ganz wichtig dabei ist, dass auch immer der Haken mit dem Köder in die Futter-Halbkugel eingepresst wird! Wenn sich das Futter dann nach kurzer Zeit aus dem Feeder löst, liegt der Köder nämlich immer genau richtig.

SELEKTIVE METHODE

Das Method-Feedern ist in England an so genannten Carp-Lakes entwickelt worden, also an kommerziellen Angelseen, in denen gezielt auf Satzkarpfen geangelt wird. Und dabei hat sich dann herausgestellt, dass sich damit nicht nur gezielt Karpfen und Schleien fangen lassen, sondern auch größere Weißfische. Die Weißfische waren anfänglich nur ein positiver Nebeneffekt beim Method-Feedern. Mit der Zeit haben dann immer mehr Friedfischangler erkannt, dass auch das selektive Angeln auf große Brassen, Döbel, Alande und Rotaugen richtig Spaß macht! Und das ist der Grund, weshalb das Method-Feedern so populär ist!